Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage Elektroinstallation + Komplettierung (3-Zimmer-Wohnung)

Bei diesem Paket wird die Elektroinstallation einer 3-Zimmer-Wohnung komplett neu verlegt oder erneuert: Leitungen in den Wänden, Dosen, der Verteiler mit Sicherungen und am Ende Steckdosen, Schalter und Leuchtenanschlüsse. Gebraucht wird das meist bei einer Kernsanierung im Altbau, wenn noch alte Leitungen ohne Schutzleiter in der Wand l

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
2475,40 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
1980,30 € - 3218,10 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Elektroinstallation5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Pauschalpakete
Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.2.475,40 €-
Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.1.768,14 €-
Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.2.028,70 €-
Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.-
Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.-
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Was zu dieser Arbeit gehört

Die Arbeit läuft in zwei Abschnitten. Dazwischen kommen in der Regel Putz, Spachtel und Anstrich.

Rohinstallation: Das ist das Gerüst der Anlage. Die Elektrofachkraft zeichnet die Leitungswege an, fräst Schlitze, verlegt die Leitungen, setzt Dosen für Steckdosen und Schalter und bereitet Auslässe für Leuchten und Geräte vor. Verlegt wird die Starkstromseite, also Steckdosen, Licht und Zuleitungen zu Herd oder Durchlauferhitzer. Auf Wunsch kommt Schwachstrom dazu: Netzwerkkabel, TV, Klingel oder Alarmanlage.

Komplettierung: Das ist der sichtbare Teil. Steckdosen, Schalter und Rahmen werden montiert, Leuchten und Geräte angeschlossen, der Verteiler bekommt Leitungsschutzschalter, Fehlerstromschutzschalter (FI) und oft einen Überspannungsschutz. Jeder Stromkreis wird beschriftet.

Zum Schluss steht die Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600. Dabei werden unter anderem Isolationswiderstand, Schutzleiter und die Auslösung der FI-Schalter gemessen. Sie erhalten ein Prüfprotokoll. Ohne dieses Protokoll ist die Anlage nicht ordentlich übergeben, und bei einem Schaden fragt die Versicherung häufig danach.

So läuft die Arbeit in der Praxis ab

  1. Planung: Wo kommen Steckdosen, Schalter und Lampen hin, wo stehen Küche, Fernseher, Bett und Schreibtisch? Eine Skizze im Grundriss mit eingezeichneten Möbeln spart später viel Ärger.
  2. Alte Leitungen ausbauen und neue Leitungswege anzeichnen.
  3. Schlitze fräsen. Sie laufen waagerecht oder senkrecht in festgelegten Installationszonen nach DIN 18015-3, nie schräg über die Wand. So weiß später jeder, wo er nicht bohren darf.
  4. Leitungen verlegen, Dosen setzen und Schlitze mit Gips oder Mörtel schließen.
  5. Putz, Spachtel und Anstrich durch andere Gewerke.
  6. Komplettierung: Steckdosen, Schalter, Leuchten, Geräteanschlüsse und Verteiler.
  7. Alle Stromkreise testen, Erstprüfung durchführen, Unterlagen übergeben.

Üblich sind Kupferleitungen vom Typ NYM-J: für Licht meist 3×1,5 mm², für Steckdosen 3×1,5 oder 3×2,5 mm², für ein Kochfeld mit Drehstrom in der Regel 5×2,5 mm². Den genauen Querschnitt legt die Elektrofachkraft nach Leistung und Leitungslänge fest. Netzwerkkabel werden mit Abstand zur Stromleitung geführt, damit das Signal nicht gestört wird.

Was eine 3-Zimmer-Wohnung typischerweise braucht

Die 3-Zimmer-Wohnung ist in deutschen Mehrfamilienhäusern ein sehr verbreiteter Grundriss: Wohnzimmer, Schlafzimmer, ein drittes Zimmer als Kinder- oder Arbeitszimmer, dazu Küche, Bad und Flur. Daraus ergeben sich einige typische Punkte:

  • Eigene Stromkreise für Backofen, Kochfeld, Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner
  • In der Küche mehrere Steckdosen über der Arbeitsplatte, verteilt auf mehr als einen Stromkreis
  • Im Arbeitszimmer genug Steckdosen am Schreibtisch und eine Netzwerkdose
  • Im Wohnzimmer eine gut bestückte TV-Wand mit Strom, Netzwerk und eventuell Antenne
  • Vorbereitung für eine Klimaanlage, falls sie irgendwann kommen soll
  • Ein Verteiler mit Reserveplätzen für spätere Erweiterungen oder Smart-Home-Module

Wie viele Steckdosen und Stromkreise sinnvoll sind, beschreibt DIN 18015-2 mit verschiedenen Ausstattungsstufen. Das ist eine gute Gesprächsgrundlage mit dem Elektriker.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

  • Wandaufbau: In Beton, etwa im Plattenbau oder in Häusern der Nachkriegszeit, wird langsamer gefräst. Mauerwerk geht leichter, staubt aber stark. Im Altbau mit Putz auf Lattung oder Schilfrohr ist oft Fingerspitzengefühl nötig.
  • Neubau oder Sanierung: Bei einer Sanierung müssen zuerst die alten Leitungen raus und die Wände ausgebessert werden.
  • Anzahl der Punkte und Stromkreise: Jede zusätzliche Steckdose, Leuchte und jeder eigene Stromkreis bedeutet mehr Arbeit und Material.
  • Ausstattung: Designschalter, Dimmer, USB-Steckdosen oder Smart-Home-Module brauchen bei der Komplettierung mehr Zeit.
  • Zustand der Wohnung: Eine leere, unbewohnte Wohnung und ein fertiger Möbelplan sparen Zeit.
  • Spätere Änderungen: Wird eine Steckdose nach dem Verputzen versetzt, muss die Wand erneut aufgestemmt und repariert werden.

Typische Fehler

  • Zu wenige Steckdosen, vor allem in der Küche, an der TV-Wand, am Bett und am Schreibtisch. Mehrfachsteckdosen erhöhen dann das Risiko einer Überlastung
  • Steckdosen hinter dem Schrank oder der Küchenzeile, weil die Möbel bei der Planung nicht bedacht wurden
  • Ein einziger Stromkreis für die ganze Küche, sodass beim normalen Kochen die Sicherung fliegt
  • Ein zu kleiner Verteiler ohne freie Plätze
  • Fehlende FI-Schalter, die vor gefährlichen Stromschlägen schützen
  • Kein Stromlaufplan und kein Prüfprotokoll

In der Praxis bewährt es sich, leere Leerrohre in Decken und Wände zu legen, auch für Dinge, die heute noch nicht geplant sind. Nachträglich in fertige Wände zu stemmen, ist deutlich aufwendiger.

Wer die Arbeit macht und was Sie vorher klären

Eine neue Elektroinstallation darf nur eine Elektrofachkraft ausführen. Arbeiten am Zählerplatz und Anschlüsse an das öffentliche Netz übernimmt ein Betrieb, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist. Das ist keine Aufgabe für Heimwerker: Ein Anschlussfehler kann zu Stromschlag oder Brand führen, und die Versicherung muss dann unter Umständen nicht zahlen.

In einer Eigentumswohnung sprechen Sie vorab mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG). Steigleitung, Zählerplatz und Hauptleitung gehören in der Regel zum Gemeinschaftseigentum. Eine stärkere Hausanschlusssicherung oder einen neuen Zähler beantragen Sie über den Elektriker beim Netzbetreiber. Als Mieter brauchen Sie ohnehin die Zustimmung des Vermieters. Gehören zur Sanierung auch bauliche Änderungen, etwa das Entfernen einer Wand, klären Sie beim Bauamt, was nach der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes gilt. Bei tragenden Wänden gehört ein Statiker dazu.

Geplant und ausgeführt wird nach den Normen der Reihe DIN VDE 0100 für Niederspannungsanlagen. Dass sie eingehalten wurden, belegt das Prüfprotokoll.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Gehen Sie bei der Abnahme durch die ganze Wohnung und achten Sie auf diese Punkte:

  • Steckdosen und Schalter sitzen in einheitlicher Höhe, gerade, fest und bündig mit der Wand
  • Jede Steckdose hat Spannung, jede Leuchte schaltet am richtigen Schalter
  • Im Bad passen Schutzart und Lage der Geräte zu den Schutzbereichen
  • Der Verteiler hat FI-Schalter, und deren Prüftaste löst aus
  • Jede Sicherung ist verständlich beschriftet, zum Beispiel „Steckdosen Küche“
  • Im Verteiler sind Reserveplätze frei geblieben
  • Sie haben einen Stromlaufplan und das Prüfprotokoll mit Messwerten erhalten
  • Von der Rohinstallation gibt es Fotos der Wände mit Leitungen vor dem Verputzen

Häufige Fragen

Das hängt vom Wandaufbau und vom Umfang ab. Die Rohinstallation dauert meist mehrere Tage, in Betonwänden auch länger. Dazu kommt die Zeit für Putz und Anstrich, bevor die Komplettierung starten kann.

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