Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Holzparkett schleifen, spachteln und 3 x lackieren

Bei der kompletten Parkettrenovierung schleift der Parkettleger den alten Lack samt oberflächlicher Schäden ab, spachtelt die Fugen und trägt drei Lackschichten auf: eine Grundierung und zwei Deckschichten. Das lohnt sich, wenn das Parkett zerkratzt, stumpf oder vergilbt ist oder sich Fugen zwischen den Stäben gebildet haben, das Holz sel

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
54,40 €/ m²
Richtwert-Spanne
43,50 € - 70,80 €
Wohnung 60 m²
8159,00 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Bodenbeläge15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Bodenbeläge
Parkett schleifen, kitten und 3× lackieren (komplett)m²54,40 €-
Herausreißen alter Holzparkette (genagelt, verklebt)m²4,35 €-
Schonender Ausbau alter Parkettstäbe nach Verlegeplanm²9,25 €-
Verlegung Laminatbodenm²14,50 €-
Verlegung Vinylboden (Klick)m²-
Verlegung Holzboden (Klick / Nut-Feder)m²22,66 €-
Vollflächige Verklebung Holzbodenm²21,76 €-
Verlegung elektrischer Fußbodenheizung (Heizmatte)m²-
Verlegung und Verklebung Stabparkettm²-
Verlegung Parkett im Chevron-Muster (Französisches Fischgrät)m²-
Verlegung und Verklebung wiederaufbereiteter Parkettstäbem²-
Parkett schleifen und 3× lackierenm²-
Montage von Sockelleistenlfm7,25 €-
Acryl-Verfugung entlang der Sockelleistenlfm2,00 €-
Setzen von ÜbergangsprofilenStk.14,50 €-
Summe Arbeit
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So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab

Zuerst muss der Raum leer sein: Möbel, Teppiche und Sockelleisten kommen raus. Danach prüft der Parkettleger den Boden. Gibt es lose Stäbe, knarrt es irgendwo, sind Wasserflecken zu sehen? Solche Stellen werden vor dem Schleifen repariert, sonst verschwindet das Problem nur unter dem neuen Lack.

  1. Der Grobschliff mit einer großen Walzen- oder Bandschleifmaschine entfernt den alten Lack und gleicht Höhenunterschiede zwischen den Stäben aus.
  2. Ränder und Ecken, an die die große Maschine nicht herankommt, bearbeitet ein kleiner Randschleifer.
  3. Beim Spachteln wird der Schleifstaub Ihres eigenen Bodens mit einem Bindemittel (Fugenkitt) gemischt und mit dem Spachtel über die ganze Fläche gezogen. So hat die Masse fast denselben Farbton wie das Holz.
  4. Ist der Kitt trocken, folgt der Feinschliff, oft mit einer Tellerschleifmaschine. Er nimmt überschüssigen Kitt ab und macht die Oberfläche gleichmäßig.
  5. Der Boden wird gründlich gesaugt, damit keine Staubkörner im Lack landen.
  6. Die Grundierung schließt die Poren des Holzes und bereitet es auf die weiteren Schichten vor.
  7. Nach dem Trocknen folgt ein leichter Zwischenschliff mit einem feinen Schleifgitter, der aufgestellte Holzfasern glättet.
  8. Dann kommen die zwei Deckschichten. Dazwischen hält der Parkettleger die Trocknungszeit nach Herstellerangabe ein.

Geschliffen wird in mehreren Gängen von grober zu feiner Körnung. Lässt man eine Körnung aus, bleiben die Riefen des groben Papiers im Holz, und der Lack hebt sie später sogar noch hervor.

Komplettrenovierung oder nur schleifen und lackieren

Auf dieser Seite finden Sie zwei verwandte Leistungen. Die Komplettrenovierung umfasst Schleifen, vollflächiges Spachteln und drei Lackschichten. Das einfache Schleifen mit Lackieren passt eher, wenn das Parkett in ordentlichem Zustand ist, kaum Fugen hat und nur einen neuen Schliff und frischen Lack braucht. Wie viel gespachtelt wird und wie viele Schichten aufgetragen werden, ist von Angebot zu Angebot verschieden. Fragen Sie deshalb vor der Beauftragung nach, was genau enthalten ist.

Welche Variante Sie brauchen, hängt vom Zustand des Bodens ab:

  • Altes Massivparkett mit Fugen und tieferen Kratzern braucht fast immer die Komplettvariante mit Spachteln
  • Ein weniger abgenutzter Boden ohne Lücken kommt mit Schleifen und Lackieren aus
  • Im Flur, in der Küche oder im Büro lohnt es sich, auch bei der einfacheren Variante auf mehrere Lackschichten zu bestehen

Entscheidend ist auch, wie viel Holz über der Feder liegt, also die Schicht, die man abschleifen kann. Massivparkett und Dielen vertragen meist mehrere Renovierungen. Mosaikparkett und Fertigparkett mit dünner Nutzschicht lassen sich nur vorsichtig oder gar nicht mehr schleifen. Laminat und Vinyl kann man nicht schleifen.

Welcher Lack und welcher Glanzgrad passt

In Wohnungen wird heute meist wasserbasierter Lack verwendet. Er riecht wenig, trocknet schnell und eignet sich auch fürs Kinderzimmer. Zweikomponentenlacke mit Härter halten mehr Abrieb aus und kommen deshalb in Fluren, viel genutzten Wohnzimmern oder Büros zum Einsatz. Lösemittelhaltige Lacke sind hart, riechen aber stärker und brauchen gute Lüftung. Im Wohnbereich werden sie kaum noch eingesetzt.

Der Glanzgrad bestimmt Optik und Pflegeaufwand:

  • Matt wirkt natürlich und zeigt Kratzer und Staub am wenigsten
  • Seidenmatt ist ein guter Kompromiss für die meisten Räume
  • Glänzend betont die Holzmaserung, jede Spur fällt aber sofort auf

Statt Lack geht auch Öl. Es erhält das natürliche Gefühl des Holzes und lässt sich stellenweise ausbessern, muss aber regelmäßig nachbehandelt werden. Haben Sie eine Fußbodenheizung, fragen Sie den Parkettleger nach elastischem Fugenkitt und einem Lack, den der Hersteller dafür freigibt.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Den Aufwand bestimmt vor allem der Zustand des Bodens. Mehr Arbeit machen:

  • Mehrere Schichten alter, harter oder vergilbter Lack
  • Breite Fugen, lose oder fehlende Stäbe
  • Wasserschäden und ein unebener Untergrund, der zuerst repariert werden muss
  • Harte Holzarten wie Eiche oder Esche, die mehr Schleifpapier verbrauchen
  • Verwinkelte Räume mit vielen Ecken, Nischen und Übergängen
  • Kleine Flächen, auf die sich Vorbereitung und Maschinentransport verteilen

Eine leere Wohnung, bereits entfernte Leisten und eine große zusammenhängende Fläche beschleunigen die Arbeit dagegen. Im Mehrfamilienhaus lohnt ein Blick in die Hausordnung, vor allem wegen der Ruhezeiten. Sagen Sie der Hausverwaltung und den Nachbarn vorher Bescheid, denn Schleifmaschinen sind laut. Eine Genehmigung brauchen Sie für das Renovieren der Oberfläche normalerweise nicht. Wird bei der Reparatur aber der Fußbodenaufbau verändert, etwa am Estrich oder an der Trittschalldämmung, klären Sie das in der Eigentumswohnung mit der Eigentümergemeinschaft (WEG).

Fehler, die man dem Parkett später ansieht

In der Praxis zeigt sich ein billiges oder hastiges Vorgehen oft erst nach ein paar Monaten. Achten Sie auf diese Punkte:

  • Eine Leihmaschine in ungeübten Händen hinterlässt Wellen und durchgeschliffene Mulden, die sich nicht mehr korrigieren lassen
  • Ohne Feinschliff bleiben Riefen sichtbar unter dem Lack
  • Schleifen ohne Absaugung verteilt Staub in der ganzen Wohnung, der später im Lack landet
  • Zu kurze Trocknungszeiten zwischen den Schichten führen zu Abplatzungen, Blasen oder Flecken
  • Nicht befestigte lose Stäbe bewegen sich wieder, und der Lack reißt an den Fugen
  • Zu früh ausgelegte Teppiche und Möbel ohne Filzgleiter beschädigen den frischen Lack

Warum spielt der Zeitpunkt eine Rolle? Holz reagiert auf die Luftfeuchtigkeit. Bei sehr trockener oder sehr feuchter Luft arbeitet es anders, und der Kitt in den Fugen kann später reißen. Deshalb wird die Renovierung gern im Frühjahr oder Herbst geplant. Während der Trocknung sollte der Raum weder stark geheizt noch durchgelüftet werden.

So prüfen Sie den fertigen Boden

Sehen Sie sich die Arbeit bei Tageslicht und bei Streiflicht an, zum Beispiel mit einer Taschenlampe knapp über dem Boden. Prüfen Sie:

  • Die Oberfläche ist glatt und gleichmäßig, ohne Wellen und Schleifkringel
  • An Rändern und Ecken gibt es keine dunkleren oder raueren Streifen
  • Die Fugen sind gefüllt und der Kitt passt farblich zum Holz
  • Im Lack sind keine Haare, Staubkörner oder Blasen eingeschlossen
  • Der Glanz ist auf der ganzen Fläche gleich, ohne matte Flecken
  • Die Stäbe knarren und bewegen sich beim Gehen nicht
  • Sie wissen, welcher Lack verwendet wurde und ab wann der Boden belastet werden darf
  • Sie wissen, womit Sie den Boden reinigen und wann die Schutzschicht aufgefrischt werden sollte

Häufige Fragen

In einer normalen Wohnung meist zwei bis vier Tage. Am ersten Tag wird geschliffen und gespachtelt, an den folgenden Tagen lackiert und getrocknet. Vorsichtig begehen können Sie den Boden in der Regel etwa einen Tag nach der letzten Schicht. Möbel kommen erst nach einigen Tagen zurück, volle Belastung und Teppiche verträgt der Lack meist nach rund einer Woche, je nach Herstellerangabe.

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