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Außeinanderbauen alter Parkettböden – schonend nach Verlegungsplan

Beim schonenden Ausbau von Parkett werden die Stäbe einzeln gelöst. Sie bleiben dabei möglichst heil, damit sie später im ursprünglichen Muster wieder verlegt werden können. Gebraucht wird das vor allem bei der Sanierung im Altbau: Der Untergrund muss ausgebessert oder ausgeglichen werden, Leitungen sollen unter den Boden, oder das schöne

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
9,25 €/ m²
Richtwert-Spanne
7,40 € - 12,10 €
Wohnung 60 m²
1388,00 €
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Bodenbeläge15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Bodenbeläge
Schonender Ausbau alter Parkettstäbe nach Verlegeplanm²9,25 €-
Herausreißen alter Holzparkette (genagelt, verklebt)m²4,35 €-
Verlegung Laminatbodenm²14,50 €-
Verlegung Vinylboden (Klick)m²-
Verlegung Holzboden (Klick / Nut-Feder)m²22,66 €-
Vollflächige Verklebung Holzbodenm²21,76 €-
Verlegung elektrischer Fußbodenheizung (Heizmatte)m²-
Verlegung und Verklebung Stabparkettm²-
Verlegung Parkett im Chevron-Muster (Französisches Fischgrät)m²-
Verlegung und Verklebung wiederaufbereiteter Parkettstäbem²-
Parkett schleifen und 3× lackierenm²-
Parkett schleifen, kitten und 3× lackieren (komplett)m²54,40 €-
Montage von Sockelleistenlfm7,25 €-
Acryl-Verfugung entlang der Sockelleistenlfm2,00 €-
Setzen von ÜbergangsprofilenStk.14,50 €-
Summe Arbeit
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So läuft der schonende Ausbau Schritt für Schritt ab

Bevor zum ersten Mal ein Stab angehoben wird, sieht sich der Fachmann den Zustand des Bodens genau an. Gebrochene, morsche oder durch mehrfaches Abschleifen sehr dünn gewordene Stäbe werden meist aussortiert. Gesunde, gerade Stücke aus Hartholz wie Eiche oder Buche haben gute Chancen auf ein zweites Leben.

Dann folgt der Verlegeplan. Gemeint ist eine einfache Skizze des Raums mit dem Muster (Fischgrät, Würfel, Schiffsboden), der Laufrichtung der Stäbe und der Reihenfolge der Reihen. In der Praxis reicht eine Zeichnung auf Papier, ergänzt durch Fotos aus mehreren Blickwinkeln. Jede Reihe bekommt eine Nummer und jeder Stab seine Position in der Reihe.

Die eigentliche Arbeit beginnt mit den Sockelleisten. Sind sie in gutem Zustand, lohnt es sich, auch sie aufzuheben. Danach geht es an der Wand los, wo sich die äußeren Stäbe am leichtesten lösen lassen, und Reihe für Reihe weiter zur Raummitte. Jeder Stab wird langsam mit einem Nageleisen oder einem flachen Meißel angehoben. Darunter liegt ein Holz- oder Kunststoffklotz, der die Kanten vor Druckstellen schützt und die Kraft verteilt.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Am meisten hängt davon ab, wie das Parkett mit dem Untergrund verbunden ist.

  • Genageltes Parkett löst sich relativ leicht, die Nägel lassen sich ziehen oder abkneifen und das Holz bleibt meist ganz
  • Parkett in schwarzem Bitumen- oder Teerkleber sitzt fest, es muss langsam und manchmal mit Wärme gelöst werden, Ecken sowie Nut und Feder brechen dabei leicht ab
  • Parkett auf neueren Klebstoffen lässt sich oft nur schwer ohne Schäden trennen, ein Teil der Stäbe ist dann nicht zu retten

Länger dauert es außerdem in verwinkelten Räumen mit Nischen, Türzargen und Heizkörpern, bei aufwendigen Mustern wie Fischgrät und wenn jedes einzelne Stück sorgfältig beschriftet werden soll. Ein leerer Raum, trockenes Holz und ein Untergrund, der nicht bröselt, machen die Arbeit dagegen deutlich einfacher.

Vorsicht in älteren Gebäuden: Der schwarze Kleber unter altem Parkett kann polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten, also gesundheitsschädliche Stoffe aus Teer. In manchen alten Böden und Klebern steckt auch Asbest. Haben Sie einen Verdacht, lassen Sie eine Probe im Labor untersuchen. Asbest darf nur ein dafür zugelassener Fachbetrieb entfernen. Belastete Reste sind Sondermüll, wie Sie ihn entsorgen, erfahren Sie bei Ihrem örtlichen Entsorger. Beim Abschleifen von Kleberresten immer eine Atemschutzmaske tragen und gut lüften.

Anleitung für Heimwerker: Parkett nach Verlegeplan ausbauen

In einem kleineren Raum mit genageltem Parkett schafft das auch ein geschickter Heimwerker. Klebt das Parkett in schwarzem Kleber oder handelt es sich um einen historischen Boden, rufen Sie besser einen Parkettleger. So gehen Sie in Eigenleistung vor:

  1. Raum ausräumen und Wände, Türen und Zargen abdecken.
  2. Verlegeplan zeichnen, den Boden fotografieren und die Reihen nummerieren.
  3. Nageleisen, flachen Meißel, Hammer, Holzkeile, Schutzklötze, Bleistift und beschriftete Kisten bereitlegen.
  4. Sockelleisten vorsichtig abnehmen und beiseitelegen.
  5. Den äußeren Stab an der Wand suchen, an den man am besten herankommt.
  6. Schutzklotz unter das Nageleisen legen und den Stab langsam anheben, ohne ruckartig zu hebeln.
  7. Bei geklebtem Parkett in kleinen Abschnitten arbeiten und mit Holzkeilen nachhelfen.
  8. Jeden ausgebauten Stab sofort auf der Unterseite mit Reihennummer und Position beschriften.
  9. Stäbe nach Reihen getrennt in die Kisten legen, immer flach.
  10. Reihe für Reihe in der Richtung weiterarbeiten, in der das Parkett verlegt wurde.
  11. Zum Schluss den Untergrund prüfen und überstehende Nägel entfernen.

Warum die Beschriftung auf die Unterseite gehört? Auf der Oberseite wäre sie nach dem Schleifen weg, unten hält sie bis zur neuen Verlegung.

Ausgebautes Parkett reinigen und lagern

Von der Unterseite der Stäbe müssen Kleberreste und Schmutz runter. Sonst wird die neue Verlegung uneben und der neue Kleber hält schlecht. Dicke Schichten kratzt man mit Spachtel oder Meißel ab, den Rest schleift man vorsichtig mit mittlerer Körnung nach. Bei sehr harten Resten hilft ein Kleberentferner, immer nach Angaben des Herstellers. Schleifen Sie mit Gefühl: Jeder abgetragene Millimeter schwächt den Stab und verkürzt seine Lebensdauer.

Holz reagiert auf Feuchtigkeit. Lagern Sie es deshalb trocken, gut belüftet und bei möglichst gleichbleibender Temperatur. Eine relative Luftfeuchte von ungefähr 40 bis 60 Prozent ist meist passend. Ein feuchter Keller oder eine unbeheizte Garage sind keine gute Idee. Legen Sie die Stäbe flach auf eine ebene Fläche und beschweren Sie sie leicht, zum Beispiel mit Brettern. So verziehen sie sich nicht. Lassen Sie die Gruppen nach Reihen zusammen, dann müssen Sie beim Verlegen nicht suchen.

Fehler, die altes Parkett unnötig ruinieren

  • Kräftiges Hebeln ohne Schutzklotz, danach brechen Ecken sowie Nut und Feder
  • Fehlende oder unklare Beschriftung, sodass das Muster zum Puzzle wird
  • Beschriftung auf der Oberseite, die beim Schleifen verschwindet
  • Kleberreste an der Unterseite, die später Unebenheiten verursachen
  • Zu aggressives Schleifen, das die Stäbe dünn macht
  • Lagerung hochkant, schief oder in feuchten Räumen

Im Mehrfamilienhaus denken Sie auch an die Nachbarn. Die Arbeit ist laut, halten Sie sich also an die Hausordnung und die Ruhezeiten und informieren Sie vorher die Hausverwaltung. Die Decke unter dem Boden gehört zum Gemeinschaftseigentum der Eigentümergemeinschaft und darf nicht beschädigt werden. Wird der Bodenaufbau später verändert, klären Sie mit der WEG auch die Anforderungen an den Trittschallschutz.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Wenn der Parkettleger die Arbeit übergibt, lohnt sich ein Blick auf diese Punkte:

  • Der Verlegeplan ist vollständig, lesbar und passt zur Beschriftung der Stäbe
  • Jeder erhaltene Stab trägt auf der Unterseite Reihennummer und Position
  • Das Parkett ist nach Reihen sortiert und flach gelagert
  • Aussortierte Stücke liegen getrennt und Sie wissen, wie viele fehlen
  • Die Sockelleisten sind aufbewahrt und unbeschädigt
  • Der Untergrund ist frei von überstehenden Nägeln und größeren Kleberresten
  • Der Raum ist aufgeräumt und der Abfall abtransportiert

Häufige Fragen

Nicht immer. Genageltes Parkett bleibt meist fast vollständig erhalten. Bei Parkett in schwarzem Kleber oder starkem Klebstoff brechen auch bei vorsichtiger Arbeit einige Stäbe. Fehlende Stücke ersetzt man dann mit Stäben aus weniger sichtbaren Ecken oder mit neuen Stäben aus derselben Holzart.

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