Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Trockenbau – Gipskartonwand, einlagig

Eine einlagig beplankte Gipskartonwand ist eine leichte Trennwand aus Metallprofilen, die auf beiden Seiten mit je einer Lage Gipsplatten verkleidet wird. Gebraucht wird sie meist, wenn aus einem großen Zimmer zwei werden sollen, wenn ein Ankleidebereich oder eine Arbeitsecke entsteht oder wenn ein Dachgeschoss aufgeteilt wird. Die tragen

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
33,37 €/ m²
Richtwert-Spanne
26,60 € - 43,40 €
Wohnung 60 m²
5006,00 €
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Trockenbau10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Trockenbaukonstruktionen
Gipskartonwand einfach beplanktm²33,37 €-
Trockenbau-Trennwand doppelt beplanktm²-
Gipskarton-Vorsatzschalem²29,66 €-
Gipskartondecke gerade abhängenm²40,80 €-
Gipskarton-Dachschrägenbekleidungm²51,90 €-
Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion)m²-
Trockenbauwand mit Hartgipsplattenm²-
Dampfbremse in GK-Decke einbauenm²2,60 €-
Trockenbaudämmungm²6,50 €-
Leichtes Alu-Rollgerüst für hohe Deckenm²5,56 €-
Summe Arbeit
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Einlagig oder doppelt beplankt: worin der Unterschied liegt

Das Ständerwerk ist bei beiden Varianten gleich. Am Boden und an der Decke werden UW-Profile befestigt, in diese stellt man senkrechte CW-Profile. Den Hohlraum füllt in der Regel Mineralwolle. Der Unterschied liegt in der Zahl der Plattenlagen.

  • Einlagig beplankt heißt: eine Platte pro Seite, meist 12,5 mm dick. Mit einem 75er-Profil ist die Wand rund 100 mm stark. Sie ist leichter, schneller gebaut und passt gut für normale Raumteilungen, einen Ankleideraum, einen Flur oder ein Arbeitszimmer, solange nichts Schweres an der Wand hängen soll.
  • Doppelt beplankt heißt: zwei Platten pro Seite mit versetzten Fugen, bei gleichem Profil etwa 125 mm stark. Diese Wand ist steifer, stoßfester, dämpft Schall besser und hält Lasten sicherer. Sie lohnt sich zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer, beim Kinderzimmer, im Homeoffice oder dort, wo Küchenschränke, Fernseher oder Regale hängen sollen.

Warum dämmt die doppelte Beplankung besser? Eine schwerere Schale lässt sich vom Schall schwerer in Schwingung bringen, und versetzte Fugen bilden keinen durchgehenden Spalt. Ob die Wand am Ende wirklich ruhig ist, hängt aber genauso davon ab, wie sorgfältig die Anschlüsse an Decke, Boden und Seitenwände abgedichtet sind.

Auch die Plattenart spielt eine Rolle. In Bad und Küche gehören imprägnierte Platten (die grünen GKBI-Platten), wo Brandschutz verlangt wird, Feuerschutzplatten (GKF).

So entsteht die Wand Schritt für Schritt

  1. Einmessen. Mit Laser oder Wasserwaage wird die Wandachse auf Boden, Decke und Seitenwänden angezeichnet, ebenso die Lage der Tür.
  2. Anschlussprofile. Auf die UW-Profile kommt ein Dichtungsband. Es trennt die Wand von Decke und Boden und bremst die Schallübertragung. Die Profile werden mit Dübeln befestigt, die zum Untergrund passen. Die äußeren CW-Profile an den Seitenwänden bekommen ebenfalls Dichtungsband und werden fest verdübelt.
  3. Ständer. Die CW-Profile werden in die UW-Profile gestellt, meist im Abstand von 625 mm oder 600 mm, je nach Plattenbreite, damit jede Plattenfuge auf einem Profil liegt. An der Türöffnung kommen stabilere UA-Profile zum Einsatz, über der Öffnung ein Sturz.
  4. Leitungen und Verstärkungen. Vor dem Schließen werden Kabel verlegt und Verstärkungen eingebaut, überall dort, wo später Schränke oder ein Fernseher hängen sollen.
  5. Erste Seite und Dämmung. Eine Seite wird beplankt, dann kommt Mineralwolle in den Hohlraum, lückenlos und ohne sie zusammenzudrücken.
  6. Zweite Seite. Die zweite Seite wird mit einer Lage beplankt. Die Schrauben setzt man im Abstand nach Herstellerangabe, bei einlagiger Beplankung meist um 25 cm.
  7. Spachteln und Schleifen. Die Fugen werden gefüllt, ein Bewehrungsstreifen eingelegt, danach folgen weitere Spachtelgänge und das Schleifen. Außenecken erhalten Eckschutzprofile.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Wie viel Aufwand in der Wand steckt, hängt vor allem davon ab, was alles darin passieren soll:

  • Wandhöhe: Hohe Wände brauchen breitere oder doppelte Profile und mehr Arbeit beim Plattenhandling.
  • Öffnungen: Jede Tür, jede Revisionsklappe und jeder Leitungsdurchgang bedeutet Verstärkung und genaue Zuschnitte.
  • Raumform: Dachschrägen, Nischen und unebene Decken bedeuten viel Schneiden und Anpassen.
  • Platten und Dämmung: Imprägnierte, Feuerschutz- oder besonders harte Platten sind schwerer und lassen sich mühsamer schneiden.
  • Oberflächenqualität: Für normale Wandfarbe reicht meist die Qualitätsstufe Q2. Bei Streiflicht oder glänzender Farbe wird Q3 oder Q4 nötig, das heißt deutlich mehr Spachtelarbeit.

Eine nichttragende Innenwand ist in vielen Fällen genehmigungsfrei. Die Regeln stehen aber in der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes, und bei Brandschutz oder Fluchtwegen kann es anders aussehen. Fragen Sie im Zweifel beim Bauamt nach. In einer Eigentumswohnung sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung bzw. der Eigentümergemeinschaft (WEG), in einer Mietwohnung brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters.

Anleitung für Heimwerker: einlagige Wand in Eigenregie

Eine einfache Wand in normaler Raumhöhe schaffen auch geübte Heimwerker. Die Elektroinstallation in der Wand muss jedoch eine Elektrofachkraft übernehmen.

  1. Wandachse mit dem Laser auf Boden, Decke und Seitenwänden anzeichnen.
  2. Dichtungsband auf die UW-Profile und die äußeren CW-Profile kleben.
  3. UW-Profile mit passenden Dübeln an Boden und Decke befestigen.
  4. CW-Profile im Abstand passend zur Plattenbreite einstellen und mit der Wasserwaage auf Lot prüfen.
  5. Türöffnung und Stellen für spätere Hängelasten verstärken.
  6. Kabel und Dosen von der Elektrofachkraft setzen lassen.
  7. Erste Seite beplanken, Plattenfugen auf ein Profil legen und gegeneinander versetzen.
  8. Mineralwolle lückenlos und ohne Stauchen in den Hohlraum stellen.
  9. Zweite Seite beplanken, Schraubenköpfe knapp unter die Kartonoberfläche versenken.
  10. Fugen mit Bewehrungsstreifen spachteln, trocknen lassen, weitere Spachtelgänge auftragen und schleifen.
  11. Oberfläche vor dem Streichen oder Tapezieren grundieren.

Typische Fehler

  • Zu schwach befestigte Profile. Die Wand schwingt und reißt später an den Fugen.
  • Fehlendes Dichtungsband. Schall und Vibrationen laufen über Decke und Boden, selbst wenn Dämmung in der Wand steckt.
  • Lücken in der Dämmung. Gestauchte oder zu knapp geschnittene Wolle verschlechtert den Schallschutz.
  • Fugen neben dem Profil. Liegt ein Plattenstoß frei zwischen zwei Ständern, gibt die Stelle nach und reißt.
  • Hastiges Spachteln. Ohne Bewehrungsstreifen oder ohne Trockenzeit zeigen sich nach dem Streichen Risse und Flecken.
  • Vergessene Verstärkungen. Ein Hängeschrank nur in einer einlagigen Gipsplatte ist ein unnötiges Risiko. Verstärkungen kommen vor dem Beplanken in die Wand, nicht danach.

So prüfen Sie die fertige Wand

  • Die Wand steht lotrecht und zeigt mit einer langen Richtlatte keine deutlichen Wellen
  • Bei Druck mit der Hand bewegt oder knarzt nichts
  • Die Anschlüsse an Decke, Boden und Seitenwänden sind ohne sichtbare Spalten abgedichtet
  • Fugen und Schrauben sind nach dem Grundieren auch im Streiflicht nicht zu sehen
  • Die Türzarge sitzt fest und die Tür schließt, ohne zu schleifen
  • Die vereinbarte Qualitätsstufe der Oberfläche ist erreicht
  • Sie haben Fotos oder eine Skizze von Verstärkungen und Leitungswegen

Häufige Fragen

Das hängt vom Profil ab. Am häufigsten wird das 75er-Profil verwendet, damit ist die Wand rund 100 mm dick. Mit einem 50er- oder 100er-Profil ändert sich die Stärke entsprechend.

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