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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Trockenbaukonstruktionen | ||||
| Trockenbaudämmung | m² | 6,50 € | - | |
| Gipskartonwand einfach beplankt | m² | 33,37 € | - | |
| Trockenbau-Trennwand doppelt beplankt | m² | - | ||
| Gipskarton-Vorsatzschale | m² | 29,66 € | - | |
| Gipskartondecke gerade abhängen | m² | 40,80 € | - | |
| Gipskarton-Dachschrägenbekleidung | m² | 51,90 € | - | |
| Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion) | m² | - | ||
| Trockenbauwand mit Hartgipsplatten | m² | - | ||
| Dampfbremse in GK-Decke einbauen | m² | 2,60 € | - | |
| Leichtes Alu-Rollgerüst für hohe Decken | m² | 5,56 € | - | |
Wofür die Dämmung im Ständerwerk gut ist
In einer normalen Wand zwischen zwei Zimmern geht es vor allem um Schallschutz. Die Wolle im Hohlraum dämpft Gespräche, Fernseher oder Musik aus dem Nebenraum. Wunder sollten Sie aber nicht erwarten. Wenn der Schall über Decke, Boden oder undichte Anschlüsse wandert, hält ihn die Wolle allein nicht auf. Deutlich mehr bringt die Kombination aus Dämmung, doppelter Beplankung und einem elastischen Anschluss an die angrenzenden Bauteile.
Im Dachgeschoss und bei einer Vorsatzschale an der Außenwand steht die Wärme im Vordergrund. Hier reicht es nicht, nur Wolle einzulegen. Auf der Raumseite gehört eine Dampfbremse dazu. Fehlt sie, gelangt Feuchtigkeit aus der Raumluft in die Dämmung, kann dort kondensieren und auf Dauer Schimmel verursachen.
Warum kommt in den Trockenbau fast immer Mineralwolle und kein Styropor? Wolle ist weich, füllt den Hohlraum ohne Lücken aus, brennt nicht und dämpft Schall viel besser. Styropor ist steif, leitet Schall eher weiter und passt in eine Gipskartonkonstruktion in der Regel nicht.
So läuft das Dämmen Schritt für Schritt
Bei der Trennwand und im Dachgeschoss ist der Ablauf ähnlich, die Unterschiede liegen in den Details:
- Das Ständerwerk aus Profilen wird aufgestellt und eine Seite mit Platten beplankt.
- Die Elektrofachkraft verlegt die Leitungen im Hohlraum und setzt die Hohlwanddosen. Die Installation muss fertig sein, bevor die Dämmung kommt.
- Die Mineralwolle wird etwas breiter zugeschnitten als der lichte Abstand zwischen den Profilen, meist um etwa einen Zentimeter. So klemmt sie sich zwischen den Ständern fest und rutscht nicht ab.
- Die Dämmung wird von unten nach oben eingesetzt. Platten oder Bahnen stoßen dicht aneinander, ohne Lücken und ohne unnötiges Zusammendrücken.
- Um Dosen, Rohre und Kabel wird die Dämmung sauber ausgeschnitten statt ausgespart.
- Im Dachgeschoss oder an der Außenwand wird raumseitig die Dampfbremse angebracht. Die Stöße werden verklebt und die Folie luftdicht an Wände und Durchdringungen angeschlossen.
- Zum Schluss wird die zweite Seite beplankt.
Welches Material passt
Die Dämmstärke richtet sich meist nach der Profilbreite. In eine Wand mit 50er Profilen gehört Wolle in ungefähr gleicher Stärke, in breitere Profile entsprechend dickere. Der Hohlraum sollte vollständig gefüllt sein. Eine halbe Lage bringt spürbar weniger.
- Glaswolle ist leicht, lässt sich gut schneiden und reicht für übliche Trennwände und Dachschrägen völlig aus
- Steinwolle ist schwerer und dichter und wird gewählt, wenn mehr Brandschutz oder besserer Schallschutz gefragt ist
- Trennwandplatten oder Klemmfilz sind eigens für das Ständerwerk gemacht und lassen sich leicht zwischen die Profile klemmen
- Rollenware eignet sich für Dachgeschoss und Decken, wo sie zwischen und unter die Sparren kommt
Bei Brandschutzwänden entscheidet nicht die Wolle allein, sondern das ganze System. Art und Rohdichte der Dämmung sowie der Plattenaufbau sind im Nachweis des Systemherstellers oder in der Planung festgelegt. Soll die Wand eine bestimmte Feuerwiderstandsklasse erreichen, muss dieser Aufbau genau eingehalten werden.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Am einfachsten ist eine gerade Wand mit gleichmäßigem Ständerabstand. Dort wird die Wolle nur in die vorbereiteten Felder eingesetzt. Mehr Zeit kostet es bei:
- Vielen Leitungen, Dosen und Rohren, um die herum zugeschnitten werden muss
- Unregelmäßigem Profilabstand, wenn jedes Stück einzeln angepasst wird
- Dachschrägen, Ecken und Sparrenfeldern im Dachgeschoss
- Überkopfarbeit an Decken, wo die Wolle gegen Herausfallen gesichert werden muss
- Dampfbremsanschlüssen an Dachfenstern, Schornsteinen und Balken
- Mehreren Dämmlagen oder einer größeren geforderten Dämmstärke
Typische Fehler
Häufig sieht man Wände, in denen die Dämmung zwar steckt, aber nicht richtig wirkt. Die üblichen Gründe:
- Lücken zwischen den Stücken oder Hohlstellen an den Profilen, durch die Schall und Wärme entweichen
- Zu stark gestauchte Wolle, die dadurch an Dämmwirkung verliert
- Zu schmal geschnittene Wolle, die mit der Zeit absackt, sodass oben in der Wand ein Hohlraum bleibt
- Fehlende oder beschädigte Dampfbremse im Dachgeschoss, offene Stöße und Anschlüsse
- Steckdosen genau gegenüber auf beiden Wandseiten, was ein akustisches Loch ergibt
- Fehlendes Dichtungsband unter den Anschlussprofilen, sodass die Wand starr mit Decke und Boden verbunden ist und Schall durch die Konstruktion läuft
Anleitung für Heimwerker: Dämmung in die Trockenbauwand
Das Einlegen der Wolle in eine Trennwand oder Vorsatzschale im Raum schaffen auch geübte Laien. Elektroarbeiten gehören zur Elektrofachkraft, und das Dachgeschoss mit Dampfbremse überlassen Sie besser einem Fachbetrieb, dort kommt es auf die Details an. Tragen Sie beim Arbeiten mit Mineralwolle Handschuhe, Schutzbrille, eine Staubmaske und lange Ärmel.
- Prüfen, ob alle Leitungen in der Wand fertig und von der Elektrofachkraft abgenommen sind.
- Den lichten Abstand zwischen den Profilen in mehreren Höhen messen.
- Die Wolle mit einem langen, scharfen Dämmstoffmesser auf einer Unterlage etwas breiter als gemessen zuschneiden.
- Die Wolle von unten nach oben in die Felder setzen und leicht zwischen die Profile klemmen.
- Die Stücke dicht aneinanderstoßen, auch an Boden und Decke keine Fugen lassen.
- Die Wolle um Dosen und Rohre zuschneiden, kleine Lücken mit Reststücken füllen.
- Vor dem Beplanken mit der Hand über die Wand fahren und prüfen, ob Dämmung fehlt oder über die Profile hinaussteht.
- Reste und Staub entfernen, den Raum lüften.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Kontrollieren Sie die Dämmung, bevor die zweite Seite zugemacht wird. Danach sehen Sie nicht mehr in die Wand:
- Der Hohlraum ist über die ganze Fläche und Höhe gefüllt, ohne Lücken an den Profilen
- Die Wolle hält von selbst, hängt nicht durch und rutscht nicht
- Die Dämmstärke passt zur Profilbreite oder zum vereinbarten Aufbau
- Um Dosen und Leitungen gibt es keine Hohlstellen
- Unter den Anschlussprofilen liegt Dichtungsband
- Im Dachgeschoss ist die Dampfbremse durchgehend, Stöße und Anschlüsse sind verklebt, die Folie ist unbeschädigt
- Bei Brandschutzwänden ist genau das Material verbaut, das der Systemnachweis vorschreibt
Häufige Fragen
Meist nicht. Zwischen zwei beheizten Räumen entsteht kein Temperaturgefälle, bei dem Feuchtigkeit kondensieren würde. Eine Dampfbremse gehört ins Dachgeschoss, unter Decken zu unbeheizten Räumen und an Vorsatzschalen vor Außenwänden.
Sie hilft, reicht allein aber nicht. Bei einer Wand zum Nachbarn bringen doppelte Beplankung, ein eigenes Ständerwerk mit Abstand zur alten Wand und ein elastischer Anschluss an Decke und Boden viel. Kommt der Schall über Decke oder Boden, löst auch die beste Wand das Problem nicht.
Davon ist abzuraten. Styropor ist steif, füllt den Hohlraum nicht dicht aus, dämpft Schall schlecht und ist brennbar. Für den Trockenbau ist Mineralwolle die übliche und passende Lösung.
Für die Dämmung einer neuen Trennwand in der Wohnung in der Regel nicht. Betrifft die Arbeit aber Gemeinschaftseigentum, etwa die Außenwand oder Steigleitungen, stimmen Sie sich vorher mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft ab. Beim Ausbau des Dachgeschosses zu Wohnraum fragen Sie beim Bauamt nach, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verlangt. Außerdem stellt das GEG Anforderungen an den Wärmeschutz, und für energetische Maßnahmen kann es Förderung über KfW oder BAFA geben. Die Bedingungen prüfen Sie am besten vor Beginn der Arbeiten.
Liegt die Wolle erst einmal drin, wird sie beim Kabelziehen zerrissen und verschoben. Außerdem muss die Elektrofachkraft Leitungen und Dosen sehen können. Die richtige Reihenfolge ist: Ständerwerk, eine Seite beplanken, Installation, Dämmung und erst dann die zweite Seite.
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