Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage einer abgehängten Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion)

Eine Rasterdecke ist eine abgehängte Decke aus einem Metallraster und eingelegten Platten, die sich jederzeit herausnehmen lassen. Diese Leistung umfasst die ganze Arbeit: Aufmaß, Befestigung der Abhänger, Montage der Unterkonstruktion und Einlegen der Platten. Gewählt wird sie meist dann, wenn eine unebene oder beschädigte Decke verschwi

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
15,54 €/ m²
Richtwert-Spanne
2,60 € - 51,90 €
Wohnung 60 m²
2331,00 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Trockenbau10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Trockenbaukonstruktionen
Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion)m²-
Gipskartonwand einfach beplanktm²33,37 €-
Trockenbau-Trennwand doppelt beplanktm²-
Gipskarton-Vorsatzschalem²29,66 €-
Gipskartondecke gerade abhängenm²40,80 €-
Gipskarton-Dachschrägenbekleidungm²51,90 €-
Trockenbauwand mit Hartgipsplattenm²-
Dampfbremse in GK-Decke einbauenm²2,60 €-
Trockenbaudämmungm²6,50 €-
Leichtes Alu-Rollgerüst für hohe Deckenm²5,56 €-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

Woraus eine Rasterdecke besteht

Das ganze System ist Trockenbau. Es wird nichts angerührt, nichts muss trocknen, und die Decke ist fertig, sobald die letzte Platte liegt. Der Aufbau sieht meist so aus:

  • Wandwinkel, die rundum an die Wände geschraubt werden
  • Abhänger, die in der Rohdecke verankert sind, meist Drahtabhänger mit Schnellspannfeder oder Noniusabhänger
  • Hauptprofile, die an den Abhängern hängen
  • Querprofile, die das Raster schließen, üblich sind Felder von 600 × 600 mm, 625 × 625 mm oder 600 × 1200 mm
  • Deckenplatten, die lose in das Raster gelegt werden, ganz ohne Kleber oder Spachtel

Die Profile bestehen aus verzinktem Stahl und halten in normalen Innenräumen sehr lange. Abnutzen tut sich vor allem die Oberfläche der Platten, und die lassen sich einzeln austauschen.

So läuft die Montage ab

Die Montage wirkt einfach, das Ergebnis hängt aber am genauen Aufmaß. Ein sorgfältiger Trockenbauer geht ungefähr so vor:

  1. Deckenhöhe nach Leitungen, Leuchten und Lüftung im Deckenhohlraum festlegen und mit dem Laser rundum anzeichnen.
  2. Raster so einteilen, dass die Passplatten an beiden gegenüberliegenden Wänden etwa gleich breit werden, statt eines schmalen Streifens nur an einer Seite.
  3. Wandwinkel entlang der angezeichneten Linie an die Wand schrauben.
  4. Abhänger mit Dübeln befestigen, die zum Untergrund passen: Beton, Hohlkörperdecke und Holzbalken brauchen jeweils andere Befestigungen. Den Abstand der Abhänger gibt der Hersteller vor, häufig liegt er bei etwa 1,2 m.
  5. Hauptprofile einhängen, waagerecht ausrichten und Querprofile einsetzen.
  6. Stellen für Leuchten, Lüftungsgitter und Revisionsöffnungen vorbereiten.
  7. Platten einlegen, an den Wänden zuschneiden und zum Schluss die Ebenheit der ganzen Decke prüfen.

Die Platten sollten erst hinein, wenn Putz und Estrich fertig sind, die Fenster sitzen und der Raum trocken ist. Mineralfaserplatten reagieren empfindlich auf feuchte Luft und können durchhängen. Hersteller empfehlen deshalb meist, die Platten vor dem Einbau eine Zeit lang im Raum zu lagern, damit sie sich an Temperatur und Luftfeuchte anpassen.

T24 oder T15, und welche Platten passen

Bei den Profilen begegnen Ihnen vor allem zwei Breiten der sichtbaren Schiene. T24 ist breiter, steifer und lässt sich leichter verarbeiten. Es passt gut in Büros, Flure und Technikräume. T15 ist schmaler, das Raster fällt weniger auf und die Decke wirkt feiner. Deshalb wird es dort gewählt, wo die Optik wichtig ist. Herausnehmen lassen sich die Platten bei beiden Systemen gleich einfach.

Bei den Platten entscheidet, wofür der Raum genutzt wird:

  • Mineralfaserplatten sind der Standard für normale Büros und Flure, mit ordentlicher Akustik und einfachem Austausch
  • Akustikplatten schlucken mehr Schall und verkürzen den Nachhall, was in Großraumbüros, Besprechungsräumen, Klassenzimmern oder Wartezimmern spürbar hilft
  • Feuchtraumplatten gehören in Räume mit höherer Luftfeuchte, etwa Teeküchen, Waschräume oder Keller
  • Hygieneplatten mit abwischbarer Oberfläche kommen in Praxen und Lebensmittelbetrieben zum Einsatz
  • Platten mit glatter Oberfläche wählen alle, denen eine ruhige, moderne Optik wichtig ist

Warum nicht einfach Gipskarton? Eine Gipskartondecke ist fest und durchgehend und sieht aus wie eine normale Decke. An die Kabel kommen Sie aber nur über Revisionsklappen oder indem Sie ein Loch schneiden. Eine Rasterdecke öffnen Sie an jeder Stelle, ohne etwas zu beschädigen. Umgekehrt gilt: Wer im Wohnzimmer eine glatte Decke ohne Raster möchte, wird mit Kassetten nicht glücklich.

Licht, Strom und Lüftung in der Decke

Leuchten, Auslässe und Lüftungsgitter sollten feststehen, bevor das Raster montiert wird. Sonst muss später in die fertige Decke eingegriffen und das Raster umgebaut werden. Häufig eingebaut werden LED-Panels im Plattenmaß, Einbaustrahler in vorbereiteten Platten oder Lichtbänder. An Fenstern lässt sich ein eigener Deckenabschluss ausbilden, in dem eine Vorhangschiene oder ein LED-Streifen verschwindet.

Leichte Panels trägt in der Regel das Raster selbst. Schwerere Leuchten, Ventilatoren oder Lüftungsgeräte brauchen dagegen eigene Abhänger an der Rohdecke, damit sie das Raster nicht durchbiegen. Schauen Sie, was Hersteller von Raster und Leuchte dazu angeben.

Elektrische Anschlüsse im Deckenhohlraum darf nur eine Elektrofachkraft herstellen. Bei neuen Stromkreisen gehört ein Prüfprotokoll zur Übergabe. In gewerblichen Räumen können Brandschutzanforderungen an das Brandverhalten der Platten nach DIN EN 13501-1 oder an den Feuerwiderstand der Decke gelten. Klären Sie das mit dem Planer oder anhand des Brandschutzkonzepts. Hängt der Umbau mit einer Nutzungsänderung zusammen, fragen Sie beim Bauamt nach, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verlangt. In einem Mehrfamilienhaus sprechen Sie vor dem Bohren in die Decke mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Wie aufwendig die Montage wird und damit auch, was sie kostet, hängt stark vom Raum ab. Leichter wird es bei:

  • Einem großen, rechteckigen Raum ohne Nischen und Stützen
  • Einer tragfähigen Betondecke, in der Dübel gut halten
  • Normaler Raumhöhe, in der man vom Rollgerüst aus arbeitet
  • Einem fertigen Plan für Leuchten und Leitungen

Schwerer wird es bei:

  • Verwinkeltem Grundriss, Schrägen, Pfeilern und vielen Passplatten
  • Großer Abhängehöhe oder hohen Räumen, die lange Abhänger und größere Gerüste brauchen
  • Untergrund, in dem Dübel schlecht halten, etwa alte Hohlkörper- oder Holzbalkendecken im Altbau
  • Vielen Durchbrüchen für Leuchten, Sprinkler und Lüftung
  • Arbeiten bei laufendem Betrieb, wenn abschnittsweise gearbeitet und ständig aufgeräumt werden muss

Denken Sie auch an die verbleibende Raumhöhe. Über der Decke braucht es neben dem Raster Platz für Leuchten und Leitungen. In niedrigeren Räumen älterer Häuser lohnt es sich, vorher zu prüfen, ob sich die Leitungen so führen lassen, dass die Decke nicht unnötig tief hängt.

Fehler, die man der fertigen Decke ansieht

  • Zu wenige Abhänger oder falsche Dübel. Die Decke hängt mit der Zeit durch, vor allem unter Leuchten, und Platten rutschen aus dem Raster.
  • Schlecht eingeteiltes Raster. An einer Wand entsteht ein schmaler Plattenstreifen, der unruhig wirkt und schwer einzulegen ist.
  • Platten im feuchten Rohbau eingelegt. Sie verziehen sich, hängen durch oder bekommen Flecken.
  • Falsche Platten für den Raum. Normale Mineralfaserplatten halten im Waschraum nicht lange und helfen im belebten Besprechungsraum kaum gegen Hall.
  • Licht erst hinterher geplant. Das Raster muss umgebaut werden, und beim Ausschneiden gehen Platten kaputt.
  • Schwere Geräte nur am Raster aufgehängt. Die Profile biegen sich, und die Decke verliert ihre Ebenheit.

So prüfen Sie die fertige Decke

Schauen Sie sich die Decke bei der Abnahme aus der Raummitte und schräg gegen das Fenster an. Im Streiflicht fallen Unebenheiten deutlich auf. Gehen Sie diese Punkte durch:

  • Das Raster ist gerade, Profile sind nicht gewellt und hängen nirgends durch
  • Die Wandwinkel liegen dicht an der Wand, ohne größere Fugen
  • Die Passplatten an gegenüberliegenden Wänden sind etwa gleich breit
  • Die Platten liegen vollflächig im Raster, nicht angehoben und nicht verbogen
  • Einige Platten lassen sich probeweise herausnehmen und wieder einlegen, ohne Schaden
  • Schwerere Leuchten und Geräte haben eigene Abhänger
  • Die Platten sind sauber, ohne Fingerabdrücke und beschädigte Kanten
  • Bei neuen Stromkreisen liegt das Prüfprotokoll der Elektrofachkraft vor
  • Sie erhalten Angaben zum Plattentyp, damit sich später gleiche Platten nachkaufen lassen

Häufige Fragen

Das verzinkte Raster hält in normalen Innenräumen viele Jahrzehnte. Die Platten können mit der Zeit verschmutzen oder beschädigt werden, lassen sich aber einzeln tauschen, ohne die ganze Decke anzufassen.

Ähnliche Arbeiten

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.