Für eine einschalige Trockenbau-Trennwand zahlen Sie laut aktueller Preisliste 33,37 € pro m² Arbeitsleistung. Eine Vorsatzschale liegt bei 29,66 € pro m², eine gerade Decke bei 40,80 € pro m² und eine Schrägdecke im Dachgeschoss bei 51,90 € pro m². Was am Ende auf der Rechnung steht, hängt vor allem davon ab, wie viele Öffnungen, Ecken und Einbauteile es gibt, wie hoch die Konstruktion wird und welchen Schall- oder Brandschutz sie bringen muss. Dämmung, Profile und Oberflächenbehandlung kommen extra dazu.
Leistungsarten und ihre Preise
Übliche Trennkonstruktion in Wohnungen und Büros. Einlagige Beplankung beidseitig auf CW/UW-Metallständerwerk.
Verkleidung von altem Mauerwerk, Installationen oder Dämmung. Die Konstruktionsdicke richtet sich nach dem Platzbedarf für Leitungen und die Dämmstärke.
Abhängung der Decke wegen Leitungen, Beleuchtung oder Lüftung. Die Tragkonstruktion wird gemäß den statischen Anforderungen in der Rohdecke verankert.
Beplankung der Sparren und Schaffung von Platz für die Wärmedämmung des Dachaufbaus. Erfordert ein präzises Aufmaß der Neigung und den Anschluss an vertikale Bauteile.
Mineralwolle im Hohlraum der Konstruktion verbessert die Schalldämmung der Trennwand und die Wärmedämmeigenschaften von Vorsatzschale oder Decke.
Aluminium- oder Papier-Eckschienen schützen Ecken vor Beschädigung und bilden eine gerade Kante vor den Malerarbeiten.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Trockenbaukonstruktionen | ||||
| Gipskartonwand einfach beplankt | m² | 33,37 € | - | |
| Trockenbau-Trennwand doppelt beplankt | m² | - | ||
| Gipskarton-Vorsatzschale | m² | 29,66 € | - | |
| Gipskartondecke gerade abhängen | m² | 40,80 € | - | |
| Gipskarton-Dachschrägenbekleidung | m² | 51,90 € | - | |
| Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion) | m² | - | ||
| Trockenbauwand mit Hartgipsplatten | m² | - | ||
| Dampfbremse in GK-Decke einbauen | m² | 2,60 € | - | |
| Trockenbaudämmung | m² | 6,50 € | - | |
| Leichtes Alu-Rollgerüst für hohe Decken | m² | 5,56 € | - | |
| Trockenbau-Fertigstellung | ||||
| Eckschutzprofile für Trockenbau | lfm | 4,63 € | - | |
| Trockenbauanschlüsse und Fugen mit Acryl abdichten | lfm | 2,04 € | - | |
| Revisionsklappen | Stk. | 63,03 € | - | |
| Ausschnitte für Leuchten in Gipskarton | Stk. | 12,98 € | - | |
| Türzarge in Trockenbauwand – Verstärkung mit UA-Profilen | Stk. | - | ||
| Trockenbaunischen / Regale herstellen | Stk. | - | ||
| Sonderabschluss für LED-Band / Vorhang | lfm | 44,50 € | - | |
| Baustellenregie | ||||
| Hochtragen von Gipskartonplatten | t | - | ||
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Rohe Trennwand ohne Fertigstellung Montage von Konstruktion und Beplankung auf 20 m², Eckverspachtelung auf 4 lfm | 685,92 € |
| Trennwand mit Dämmung und Fugenverspachtelung Trennwand 20 m² mit eingelegter Dämmung, Eckschienen und Akrylfugen an Ecken und Anschlüssen auf 10 lfm | 836,12 € |
| Trennwand mit Einbauteilen Trennwand 20 m² mit Dämmung, Schienen, Fugenverspachtelung, einer Revisionsöffnung und vier Öffnungen für Leuchten | 951,07 € |
Vorbereitung vor der Montage
Der Trockenbauer markiert auf Boden, Wänden und Decke, wo Trennwand, Decke oder Vorsatzschale hinkommen. Dabei prüft er, ob alles zur Planung, zur Türöffnung und zu den anderen Gewerken passt.
Er prüft, ob der Untergrund eben und tragfähig ist und wo Strom-, Wasser- und Lüftungsleitungen verlaufen, die später hinter der Konstruktion verschwinden. Bevor er alles schließt, prüft und dokumentiert er diese Leitungen.
Er legt den Achsabstand der CW/UW- bzw. CD/UD-Profile fest, plant Aussteifungen für schwerere Dinge wie Sanitärobjekte, Regale oder Fernseher und bestimmt, wo die Revisionsöffnungen hinkommen.
Die Gipskartonplatten lagern vor der Montage flach und trocken. Im Raum müssen Temperatur und Luftfeuchtigkeit stimmen, sonst verziehen sich die Platten.
Arbeitsablauf
- 01Der Trockenbauer markiert auf Boden, Wänden und Decke genau, wo die Konstruktion hinkommt, nach Planung oder nach eigenem Aufmaß vor Ort.
- 02Er verankert die umlaufenden UW- und UD-Profile im Untergrund und legt Dichtband darunter, das die Schallübertragung dämpft.
- 03Dann setzt er die senkrechten CW-Profile oder den Deckenrost aus CD-Profilen im festgelegten Achsabstand. Ist die Konstruktion höher oder die Spannweite größer als üblich, passt er Abstand und Verankerung an.
- 04Er beplankt zuerst eine Seite, verlegt die Platten im Verband und schraubt sie mit passenden Schrauben im vorgeschriebenen Abstand an die Profile.
- 05In den Hohlraum legt er Mineralwolle und bei Bedarf eine Dampfsperre ein. Danach verlegt er die Leitungen, die verdeckt bleiben sollen.
- 06Dann beplankt er die zweite Seite und setzt Revisionstüren, Aussteifungen zum Aufhängen von Gegenständen und Ausschnitte für Elektrodosen ein.
- 07Die Plattenstöße verstärkt er mit Fugenband und spachtelt sie in zwei bis drei Schichten. An die Kanten kommen Eckschienen.
- 08Ist die Spachtelmasse trocken, zieht er eine Feinschicht auf und schleift die Fläche. Danach übergibt er die Konstruktion fertig für den Maler.
5 häufige Fehler
Fehlt das Dichtband unter den umlaufenden Profilen, wandert der Schall in die angrenzenden Bauteile. Die gemessene Schalldämmung der Trennwand wird dadurch schlechter.
Stimmt der Abstand nicht, biegen sich die Platten durch, an den Stößen reißt der Spachtel und die Konstruktion hält nicht so lange.
Ohne vorher eingesetzte Aussteifung lassen sich schwerere Dinge wie ein Unterschrank oder Fernseher nicht sicher aufhängen. Dann muss man nachträglich in die fertige Konstruktion eingreifen.
Ohne Fugenband reißt der Plattenstoß leicht, wenn sich die Konstruktion setzt oder die Feuchtigkeit sich ändert.
Bleibt eine ungeprüfte Strom- oder Wasserleitung hinter der Verkleidung, muss bei einer Reklamation teuer aufgestemmt werden.
Wo Trockenbau passt und wo nicht
Gipskarton gehört zum Trockenbau. Sie rühren keinen Mörtel an, warten nicht wochenlang, bis etwas trocknet, und eine Trennwand, eine abgehängte Decke oder eine Vorsatzschale steht oft schon nach wenigen Tagen. Die Konstruktion ist leicht und belastet die Geschossdecke deutlich weniger als eine gemauerte Wand. Im Hohlraum verschwinden außerdem Kabel, Wasserleitungen und Lüftungsrohre. Deshalb sieht man Trockenbau so oft bei der Sanierung von Altbauwohnungen, beim Ausbau von Dachgeschossen im Einfamilienhaus und überall dort, wo ein Grundriss schnell anders aufgeteilt werden soll.
Trockenbau hat aber auch Grenzen. Eine solche Wand trägt nicht so viel wie Mauerwerk. Wenn später etwas Schweres daran hängen soll, müssen Sie schon bei der Montage daran denken. Auch beim Schall verhält sich eine leichte Wand anders als eine massive. Ruhe bekommen Sie nicht, indem Sie einfach eine dickere Platte kaufen, entscheidend ist der richtige Aufbau. Und wo es dauerhaft feucht ist oder die Wand direkt mit Wasser in Berührung kommt, greifen Sie zu einem anderen Material, zum Beispiel zu Zementplatten.
Wer in einer Wohnung Wände abreißt oder neue einzieht, entscheidet das nicht allein. In einer Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung, denn manche Eingriffe brauchen einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft (WEG). Als Mieter brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters. Ob Ihr Vorhaben genehmigungsfrei ist oder angezeigt bzw. genehmigt werden muss, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Fragen Sie im Zweifel beim Bauamt nach und verlassen Sie sich nicht auf das, was der Nachbar erzählt. Soll eine bestehende Wand weg, klären Sie vorher, ob sie tragend ist. Das beurteilt ein Statiker, nicht der Augenschein. In älteren Gebäuden kann außerdem in alten Spachtelmassen, Putzen oder Platten Asbest stecken. Besteht ein Verdacht, lassen Sie das vor dem Abbruch prüfen und von einem zugelassenen Fachbetrieb entfernen.
Plattenarten und wofür sie gedacht sind
- Standardplatte: für trockene Räume, also für Trennwände, Decken und Vorsatzschalen in Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Kinderzimmer.
- Imprägnierte Platte (grün): nimmt weniger Wasser auf und eignet sich deshalb für Bad, Küche und WC. Wasserdicht ist sie aber nicht. In der Dusche und rund um die Wanne braucht sie eine Verbundabdichtung unter den Fliesen, genau wie eine gemauerte Wand.
- Feuerschutzplatte: hat Glasfasern im Kern und hält dem Feuer deshalb länger stand. Sie kommt bei Wänden zum Einsatz, die Brandabschnitte trennen, in Rettungswegen, an Schornsteinen und im Dachgeschoss.
- Akustikplatte: ist entweder schwerer oder hat kleine Löcher, die den Schall im Raum schlucken. Sinnvoll ist sie in Büros oder im Heimkino.
- Gipsfaserplatte: ist fester und härter, hält Schrauben besser und steckt auch einen Stoß weg. Sie passt für Trockenestrich, für Flure und für Wände, an die Sie später etwas hängen wollen.
- Zementplatte: enthält keinen Gips, Feuchtigkeit macht ihr deshalb nichts aus. Sie gehört in Duschbereiche, nach draußen und in Räume, in denen es ständig feucht ist.
Platten, Profile, Schrauben, Spachtelmasse und Bewehrungsstreifen sollten aus einem System stammen. Warum ist das wichtig? Der Hersteller steht für Eigenschaften wie Feuerwiderstand oder Schallschutz nur dann ein, wenn das komplette System verbaut wurde, das er selbst geprüft hat. Wer Teile von drei verschiedenen Anbietern kombiniert, hat keine solche Zusage mehr. Gipsplatten werden nach DIN EN 520 hergestellt. Welche Plattenart Sie in der Hand halten, steht auf der Rückseite.
Trennwand: Profile, Beplankung und Schallschutz
Das Gerüst einer Trennwand, das sogenannte Ständerwerk, besteht aus UW-Profilen, die an Boden und Decke befestigt werden, und aus senkrechten CW-Profilen, die in diese eingestellt werden. Wie breit die Profile sein müssen, hängt von der Wandhöhe ab und davon, wie gut die Wand dämmen soll. Auf das Ständerwerk werden von beiden Seiten Platten geschraubt. Bei einfacher Beplankung sitzt auf jeder Seite eine Platte, bei doppelter Beplankung zwei. Die Fugen der zweiten Lage werden dabei gegenüber der ersten versetzt.
Eine doppelte Beplankung macht die Wand steifer, dämpft den Schall besser und hält länger gegen Feuer. Sie lohnt sich überall dort, wo gefliest oder etwas aufgehängt wird. Sollen Fliesen an die Wand, setzt der Trockenbauer die Profile enger oder beplankt doppelt. Sonst biegt sich die Platte unter dem Gewicht der Fliesen durch und die Fugen reißen.
Wie die Trennwand leise wird
Schall wandert durch eine leichte Wand vor allem dort, wo Bauteile fest aneinanderstoßen, und durch Fugen. Ein paar einfache Regeln helfen:
- Unter die Anschlussprofile ein elastisches Dichtungsband kleben, das die Wand von Decke, Boden und angrenzenden Wänden trennt
- Den Hohlraum vollflächig und ohne Lücken mit Mineralwolle füllen
- Zwei schwerere Plattenlagen dämmen besser als eine einzelne dicke Platte
- Wenn es wirklich ruhig sein muss, etwa zwischen zwei Wohnungen oder am Schlafzimmer, eine Doppelständerwand mit zwei Profilreihen bauen, die sich nicht berühren
- Steckdosen und Schalter nicht an derselben Stelle auf beiden Wandseiten setzen, sonst geht der Schall hindurch wie durch ein Loch
Jede Fuge, die niemand verspachtelt oder abgedichtet hat, verschlechtert das Ergebnis deutlich. In der Praxis kommt es oft vor, dass eine sonst sauber gebaute Wand nur deshalb hellhörig ist, weil der Bodenanschluss offen geblieben ist oder an der Decke rund um die Leitungen ein Spalt klafft.
Die Elektroinstallation im Hohlraum darf nur eine Elektrofachkraft anschließen. Nach Abschluss der Arbeiten sollten Sie ein Prüfprotokoll bekommen, das die Messungen und die Sicherheit der Anlage dokumentiert.
Abgehängte Decken, Vorsatzschalen und Dachgeschoss
Eine abgehängte Decke wird an eine Unterkonstruktion aus CD-Profilen geschraubt, die an Abhängern von der Rohdecke herabhängt. Wie weit die Decke nach unten kommt, hängt von den Abhängern ab und davon, was darüber verschwinden soll. Planen Sie Einbauleuchten, fragen Sie vorher nach deren Einbautiefe, bei einer Lüftungsanlage nach dem Rohrdurchmesser. Wo die Leuchten sitzen, legen Sie fest, bevor die Unterkonstruktion montiert wird. So landet kein Ausschnitt genau auf einem Profil.
Eine Vorsatzschale gleicht schiefes Mauerwerk aus, versteckt Leitungen oder dient als Installationswand für ein Wand-WC und einen Waschtisch. Bei der Installationswand trägt ein Stahlgestell, das sogenannte Vorwandelement, die Last. Die Gipsplatte verkleidet es nur.
Verläuft in einer Vorsatzschale oder über einer abgehängten Decke eine Gasleitung, verkleiden Sie diese nicht selbst. Arbeiten an Gasleitungen darf nur ein beim Netzbetreiber eingetragener Fachbetrieb ausführen, in der Regel der Heizungsbauer bzw. Installateur. Riechen Sie Gas, betätigen Sie keine Lichtschalter und keine elektrischen Geräte, öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie das Gebäude und rufen Sie von draußen die Störungsnummer Ihres Gasnetzbetreibers an. Sie steht meist auf der Gasrechnung oder am Zähler. Bei Gefahr wählen Sie den Notruf 112.
Im Dachgeschoss kommen die Platten unter die Dämmung zwischen den Sparren. Zwischen Dämmung und Platten gehört eine durchgehende Dampfbremse mit verklebten Stößen und sauber abgedichteten Anschlüssen an die Wände. Warum ist das so wichtig? Jede undichte Stelle, und sei es nur für eine einzige Elektrodose, lässt warme, feuchte Raumluft in die Dämmung. Dort kondensiert die Feuchtigkeit und die Dämmung wird nass. Kabel gehören deshalb in eine Installationsebene unterhalb der Dampfbremse, nie durch sie hindurch. Wenn Sie beim Dachausbau gleich energetisch sanieren, lohnt sich vorher ein Blick auf die aktuellen Förderprogramme von KfW und BAFA. Die Bedingungen ändern sich, ein Energieberater weiß, was gerade gilt.
Schwere Lasten an Trockenbauwänden
Ein Bild, ein leichtes Regalbrett oder eine Leuchte hängen Sie mit Hohlraumdübeln auf, die sich hinter der Platte aufspreizen. Küchenschränke, ein Fernseher an einer Wandhalterung, ein Waschtisch, ein Heizkörper oder ein schweres Regal brauchen dagegen eine Verstärkung. Die wird in die Konstruktion eingebaut, bevor die Wand geschlossen wird. Das kann ein Holzbalken sein, eine OSB-Platte oder eine Traverse aus dem System des Herstellers, die zwischen die Profile kommt.
Bevor die Wand zu ist, fotografieren Sie die Verstärkungen und zeichnen sie mit Maßen vom Boden und von den Ecken auf. Wer erst in der fertigen Wand nach dem Holz sucht, bohrt meistens ein paar Löcher umsonst.
Verspachteln und Qualitätsstufen der Oberfläche
Die Fugen zwischen den Platten werden zusammen mit einem Bewehrungsstreifen verspachtelt, die Schraubenköpfe überspachtelt und die Außenkanten mit Eckschutzprofilen gesichert. Wie glatt die Oberfläche werden soll, beschreibt man in Deutschland mit den Qualitätsstufen Q1 bis Q4:
- Q1: Die Fugen sind nur grob gefüllt. Das reicht unter Fliesen oder als Untergrund für eine weitere Schicht.
- Q2: Die übliche Verspachtelung, bei der die Fuge stufenlos in die Plattenfläche übergeht. Das ist der normale Untergrund für matte Wandfarbe.
- Q3: Die Fugen werden breiter gespachtelt und die ganze Fläche wird dünn abgezogen, damit sie die Farbe überall gleich aufnimmt und die gleiche Struktur hat.
- Q4: Die gesamte Fläche wird vollflächig gespachtelt. Diese Stufe braucht es für glänzende Farben, feine Tapeten und Wände mit Streiflicht.
Vereinbaren Sie die Stufe vorher mit dem Handwerker, denn zwischen den Stufen liegt ein großer Unterschied im Arbeitsaufwand. Fällt auf eine Wand seitlich Licht von einem großen Fenster oder einem LED-Streifen, sehen Sie bei normaler Verspachtelung jede Fuge.
Trockenbau kommt erst, wenn die Nassarbeiten erledigt und Putz und Estrich trocken sind. In feuchter und kalter Umgebung verziehen sich die Platten und die Spachtelmasse reißt. Die Hersteller geben deshalb an, welche Temperatur und Luftfeuchtigkeit während Montage und Verspachtelung herrschen müssen. Diese Angaben finden Sie im technischen Merkblatt.
Nischen, Bögen und Kanal für Vorhang oder LED-Streifen
Mit Gipskarton lassen sich Formen bauen, für die Sie mit Mauerwerk lange bräuchten: Nischen im Bad und im Wohnzimmer, in die Wand eingelassene Regale, gebogene Wände oder Decken mit mehreren Ebenen. Bögen entstehen aus biegsamen Profilen und dünneren Platten, die vor dem Biegen angefeuchtet oder eingeschnitten werden. Bedenken Sie aber: Jede Kante und jede Ecke bedeutet zusätzliche Profile, Spachtel- und Schleifarbeit. Eine geformte Konstruktion dauert deshalb deutlich länger als eine glatte Wand.
Beliebt ist ein Kanal am Fenster, in dem die Vorhangschiene oder ein LED-Streifen verschwindet. Dafür gibt es zwei Wege. Entweder ist er Teil einer abgehängten Decke, die kurz vor der Fensterwand endet, oder er wird als eigener Koffer aus Platten an die Decke gesetzt. Klären Sie vor der Montage Maße und Gewicht von Schiene und Vorhängen. Davon hängt ab, wie tief der Kanal sein muss und ob er eine Verstärkung braucht. Ein LED-Streifen braucht ein Aluminiumprofil, das die Wärme ableitet, und Sie müssen später an das Netzteil herankommen, zum Beispiel über eine Revisionsöffnung.
Brandschutz
Trockenbau wird auch dort eingesetzt, wo die Vorschriften verlangen, dass ein Bauteil eine bestimmte Zeit dem Feuer standhält. Typische Fälle sind die Trennung zwischen Garage und Wohnbereich, Treppenhäuser und Flure als Rettungswege in Mehrfamilienhäusern oder die Bekleidung von Stahl- und Holzträgern. Man spricht dann zum Beispiel von F30 oder F90, also von 30 oder 90 Minuten Feuerwiderstand. Dieser hängt nicht nur von der Platte ab. Entscheidend ist der gesamte Aufbau: welche Platten und wie viele Lagen, welche Profile, die Mineralwolle, der Schraubenabstand und die Abdichtung aller Durchführungen mit Brandschutzmassen und Brandschutzmanschetten.
Soll eine Konstruktion vor Feuer schützen, muss sie exakt nach dem geprüften System des Herstellers und nach dem Brandschutzkonzept gebaut werden, das ein Fachplaner für Brandschutz erstellt. Wer später ein Loch für ein Kabel oder eine Leuchte hineinschneidet, muss es wieder brandschutzgerecht verschließen. Sonst verliert die Wand ihre Schutzwirkung.
Anleitung für Heimwerker: Loch in Gipskarton reparieren
Ein Loch von einem Dübel oder vom Anschlag einer Türklinke können Sie selbst so reparieren, dass nach dem Streichen nichts mehr zu sehen ist. Legen Sie sich Gipsspachtel, Bewehrungsstreifen, ein Stück neue Platte in gleicher Dicke und feines Schleifpapier bereit.
- Kleine Schrauben- und Dübellöcher von losen Rändern befreien, mit Gipsspachtel füllen und nach dem Trocknen schleifen.
- Bei einem größeren Loch die beschädigte Stelle mit einem scharfen Cuttermesser oder einer Gipskartonsäge zu einem regelmäßigen Viereck ausschneiden.
- Zwei Holzleisten oder Profilreste in die Öffnung schieben und als Unterlage an die umgebende Platte schrauben.
- Aus der neuen Platte ein Flickstück genau passend zuschneiden und an die Unterlagen schrauben.
- Die Fugen rund um das Flickstück mit Bewehrungsstreifen überkleben und verspachteln.
- Nach dem Trocknen eine zweite, breitere Spachtelschicht auftragen, damit das Flickstück gleichmäßig in die umgebende Fläche übergeht.
- Mit feinem Schleifpapier schleifen, abstauben und grundieren.
- Die ganze Wand oder zumindest die Fläche von Ecke zu Ecke streichen, damit kein Farbunterschied zu sehen ist.
Worauf Sie bei der Abnahme achten
- Wände und Decken sind eben, geprüft mit einer Richtlatte und bei seitlichem Licht
- Fugen und Schrauben sind unter der Farbe nicht zu sehen, die Verspachtelung entspricht der vereinbarten Qualitätsstufe
- Kanten sind gerade und mit Eckschutzprofilen gesichert
- Anschlüsse an Mauerwerk, Decke und Boden sind elastisch geschlossen und ohne Risse
- Revisionsklappen sitzen überall dort, wo Sie an Ventile, Leitungen oder die Lüftung herankommen müssen
- Sie haben Fotos der Leitungen und Verstärkungen aus der Zeit vor dem Verschließen, möglichst mit Maßen
- Für die Elektroinstallation in den Wänden liegt ein Prüfprotokoll der Elektrofachkraft vor
- Für Brandschutzkonstruktionen haben Sie einen Nachweis über das verwendete System des Herstellers erhalten
Häufige Fragen
Laut aktueller Preisliste kostet die Montage einer einschaligen Trockenbau-Trennwand <strong>33,37 € pro m² Arbeitsleistung</strong>. Dämmung, Eckschienen, Fugenverspachtelung und Oberflächenbehandlung kommen jeweils als eigene Positionen dazu.
Eine Trennwand steht für sich und wird in Boden und Decke verankert. Eine Vorsatzschale sitzt dagegen nur an einer bestehenden Wand und verkleidet Mauerwerk, Dämmung oder Leitungen. Sie kostet 29,66 € pro m².
Nicht unbedingt, aber sie sorgt für besseren Schall- und Wärmekomfort, vor allem zwischen Wohnräumen. Fürs Einlegen der Dämmung kommen 6,50 € pro m² zur eigentlichen Konstruktion dazu.
Ja, wenn der Trockenbauer an diesen Stellen eine Aussteifung einsetzt, bevor er die Wand schließt. Ohne sie kann bei höherer Last die Beplankung kaputtgehen oder sich die Befestigung lösen.
Das hängt davon ab, wie dick die Schicht ist und wie warm und feucht der Raum ist. Meist sind es mehrere Tage pro Schicht. Streichen sollten Sie erst, wenn die letzte Spachtelschicht ganz trocken und geschliffen ist.
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