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Tiefgrund auf Wände und Decke

Tiefgrund ist ein dünner, meist farbloser Anstrich. Er kommt auf Wand oder Decke, bevor gestrichen, gespachtelt, tapeziert oder gefliest wird. Er zieht in den Untergrund ein, festigt ihn, bindet Staub und sorgt dafür, dass die Fläche überall gleich stark saugt. Sie brauchen ihn fast immer bei neuem Putz, Gipskarton aus dem Trockenbau, Bet

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·11 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
1,90 €/ m²
Richtwert-Spanne
1,50 € - 2,50 €
Wohnung 60 m²
285,00 €
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Malerarbeiten11 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Grundierung der Wände und Deckem²1,90 €-
Abkratzen alter Ölfarbem²10,28 €-
Rissbandagierung – Sanierung großer Risselfm-
Acryl-Verfugung der Anschlüsselfm3,43 €-
Abkratzen alter Leimfarbem²4,57 €-
Lokale Riss- und FlickreparaturenStk.6,67 €-
Wände spachtelnm²12,38 €-
Decke spachtelnm²14,28 €-
Venezianischer Stuck - polierte Spachtelungm²-
Setzen von Eckschutzprofilenlfm-
Entfernen alter Tapetenm²6,67 €-
Summe Arbeit
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Wozu Tiefgrund dient und wann Sie ihn nicht weglassen sollten

Warum sieht ein Anstrich ohne Grundierung oft fleckig aus? Putz, Spachtelmasse und Gipskarton nehmen Wasser unterschiedlich auf. An einer Stelle zieht die Farbe stärker ein, an einer anderen weniger. Das ergibt Unterschiede in Farbton und Glanz. Tiefgrund gleicht das aus, die Farbe trocknet gleichmäßig, und Sie brauchen weniger davon.

Die zweite Aufgabe ist das Festigen. Alte Kalkputze im Altbau oder Wände, von denen die Farbe abgekratzt wurde, sanden und stauben oft. Tiefgrund verklebt diese feinen Teilchen, damit die neue Schicht auf festem Grund hält und nicht abblättert. Eine Ausnahme kennt man aus vielen Altbauten: Alte Leimfarbe an der Decke macht auch Tiefgrund nicht tragfähig. Sie muss vorher abgewaschen werden.

Sinnvoll ist Tiefgrund vor allem:

  • Auf neuem Putz, Gipskarton, Beton und Porenbeton
  • Nach dem Abkratzen alter Farbe oder dem Abschleifen der Wand
  • Auf Stellen, die mit Spachtel oder Gips ausgebessert wurden
  • Vor Spachtelarbeiten, Tapezieren, Dekorputz und Fliesenarbeiten

Wand oder Decke: wo der Unterschied liegt

Das Prinzip ist gleich. Die Decke macht aber mehr Arbeit. Sie arbeiten über Kopf, der Anstrich tropft, und Sie sehen schlecht, ob irgendwo eine Stelle fehlt. Decken Sie Boden und Möbel gründlich ab, schützen Sie Ihre Augen und stellen Sie sich eine stabile Leiter oder ein niedriges Rollgerüst hin. An Decken tauchen außerdem öfter Wasserflecken nach einem Schaden auf. Die deckt normaler Tiefgrund nicht ab.

An der Wand ist vor allem auf Fensterlaibungen, Türzargen und Ecken zu achten. Dort wird gern zu wenig aufgetragen. Soll später gefliest werden, etwa im Bad, ist der Tiefgrund nur die Vorbereitung für Kleber oder Abdichtung, keine Abdichtung selbst.

Welche Grundierung wann passt

Tiefgrund

Der gängigste Typ, meist auf Acrylatbasis. Er passt auf Putz, Beton, Gipskarton und Porenbeton, festigt saugende und staubige Flächen und wird vor dem Streichen, Spachteln und Tapezieren eingesetzt.

Grundierung für Gipskarton

Der Karton saugt anders als die gespachtelten Fugen. Eine passende Grundierung gleicht beides an, damit sich die Fugen nicht durch die Farbe abzeichnen.

Haftbrücke

Auf glatten, nicht saugenden Flächen wie alten Fliesen oder sehr glattem Beton hat Tiefgrund nichts, wo er einziehen kann. Hier nimmt man eine Haftbrücke, oft mit feinem Quarzsand, auf der Kleber oder Spachtelmasse gut haftet.

Isoliergrund gegen Flecken

Wasserränder, Nikotin, Ruß oder Fett schlagen sonst durch die neue Farbe durch. Dafür gibt es einen Isolier- oder Sperrgrund. Normaler Tiefgrund hilft hier nicht.

Universalgrund

Ein Kompromiss für gemischte Untergründe. Manche Produkte eignen sich auch für außen oder enthalten Zusätze gegen Schimmel. Wichtig: Grundierung ist keine Abdichtung. In der Dusche oder rund um die Wanne gehört unter die Fliesen eine Abdichtung. Ein Schimmelzusatz löst auch nicht die Ursache, wenn Feuchtigkeit oder eine Wärmebrücke dahintersteckt.

Anleitung für Heimwerker: Tiefgrund auf Wände und Decke auftragen

Das schaffen Sie gut selbst, wenn Sie eine sichere Leiter und etwas Geduld haben. Entscheidend sind ein sauberer Untergrund und die Angaben im technischen Merkblatt des Herstellers.

  1. Boden, Möbel, Fenster und Schalter abdecken, Ränder abkleben.
  2. Lose Farbe, bröckelnden Putz und Fett entfernen, alte Leimfarbe abwaschen, Spachtelstellen ganz durchtrocknen lassen.
  3. Staub von der Fläche abbürsten oder absaugen.
  4. Prüfen, ob der Untergrund trocken ist und die Raumtemperatur im Bereich des Herstellers liegt, meist über +5 °C.
  5. Tiefgrund aufrühren und nur verdünnen, wenn das Merkblatt es vorsieht.
  6. Ecken, Kanten und den Bereich um Türzargen mit dem Pinsel vorstreichen.
  7. Die Fläche mit der Rolle gleichmäßig und dünn einlassen, an der Decke vom Fenster aus in den Raum arbeiten.
  8. Trocknen lassen, meist einige Stunden je nach Temperatur und Luftfeuchte, dabei mäßig lüften ohne Durchzug.
  9. Bei stark saugendem Untergrund einen zweiten Auftrag machen und erst dann weiterarbeiten.
  10. Werkzeug sofort mit Wasser auswaschen.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am schnellsten geht es bei großen, glatten Flächen in einem leeren Raum mit festem, sauberem Untergrund. Länger dauert es in kleinen, verwinkelten Räumen wie Bad, Flur oder Nischen, bei vielen Ecken und Laibungen, bei hohen Altbaudecken, für die ein Gerüst nötig ist, und in möblierten Räumen, in denen viel abgedeckt werden muss. Mehr Zeit kostet auch ein Untergrund, der erst abgekratzt, abgewaschen oder ausgebessert werden muss, sowie stark saugender neuer Putz oder Porenbeton, der oft zwei Aufträge braucht. Haftbrücke oder Isoliergrund sind jeweils ein zusätzlicher Arbeitsschritt. Schauen Sie bei einem Angebot vom Maler nach, ob das Grundieren im Streichen enthalten ist oder getrennt berechnet wird.

Typische Fehler

  • Grundieren auf feuchtem oder staubigem Untergrund. Der Anstrich zieht nicht ein, sondern verklebt nur den Staub an der Oberfläche
  • Zu dicker Auftrag. Es entsteht ein glänzender, glatter Film, auf dem Farbe und Kleber schlecht halten. Tiefgrund wird gestrichen, nicht geschüttet
  • Falsche Verdünnung. Zu dick zieht er nicht ein, zu dünn festigt er nicht. Halten Sie sich an das Merkblatt
  • Gipskarton oder Ausbesserungen ausgelassen. Die Spachtelfugen scheinen später durch den Anstrich
  • Tiefgrund auf nicht saugendem Untergrund. Auf Fliesen oder Glasuren gehört eine Haftbrücke
  • Zu früh oder zu spät weitergearbeitet. Farbe auf nassem Tiefgrund haftet schlechter, und wer zu lange wartet, hat wieder Staub auf der Fläche

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Ein einfacher Test: Fahren Sie mit der Hand über die Wand und geben Sie ein paar Tropfen Wasser darauf. Auf gut grundierter Fläche bleibt das Wasser kurz stehen und zieht nicht sofort ein.

  • Die Fläche ist leicht matt, ohne glänzende Flecken und Läufer
  • Beim Darüberstreichen staubt oder sandet nichts
  • Ecken, Kanten, Laibungen und Zargenbereiche sind mitgestrichen
  • Ausbesserungen und Gipskartonfugen sind zusammen mit der Fläche grundiert
  • An der Decke sind keine Fehlstellen im Streiflicht zu sehen
  • Die Umgebung ist sauber, die Abdeckung entfernt und das Werkzeug gereinigt

Häufige Fragen

Ist der alte Anstrich fest, kreidet nicht und kommt die gleiche Farbart darauf, ist Tiefgrund oft nicht nötig. Färbt die Wand beim Darüberwischen ab, wurde abgekratzt oder ausgebessert, lohnt er sich.

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