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Entfernen der alten Wandfarbe (anstrich)

Beim Entfernen der alten Wandfarbe geht es um die Vorbereitung von Wand oder Decke vor einem neuen Anstrich. Gemeint sind alte Kreide-, Leim- oder Kalkfarben. Diese Farben werden weich, wenn sie nass werden, und lassen sich dann mit einem Spachtel abziehen. Gebraucht wird das vor allem im Altbau, in älteren Mehrfamilienhäusern und in Einf

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·11 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
4,57 €/ m²
Richtwert-Spanne
3,60 € - 6,00 €
Wohnung 60 m²
686,00 €
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Malerarbeiten11 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Abkratzen alter Leimfarbem²4,57 €-
Abkratzen alter Ölfarbem²10,28 €-
Rissbandagierung – Sanierung großer Risselfm-
Acryl-Verfugung der Anschlüsselfm3,43 €-
Grundierung der Wände und Deckem²1,90 €-
Lokale Riss- und FlickreparaturenStk.6,67 €-
Wände spachtelnm²12,38 €-
Decke spachtelnm²14,28 €-
Venezianischer Stuck - polierte Spachtelungm²-
Setzen von Eckschutzprofilenlfm-
Entfernen alter Tapetenm²6,67 €-
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Woran Sie alte Leim- oder Kreidefarbe erkennen

Der einfachste Test dauert nur ein paar Sekunden. Streichen Sie mit der trockenen Handfläche über die Wand. Bleibt weißer Staub an der Hand, „kreidet“ der Anstrich. Dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um Kreide- oder Leimfarbe. Der zweite Test geht mit einem nassen Schwamm. Leimfarbe wird nach ein paar Wischern weich, verschmiert oder löst sich. Dispersionsfarbe bleibt fest.

Warum ist das so wichtig? Eine kreidende Schicht ist weich und hält nicht in sich zusammen. Die neue Farbe klebt zwar daran, aber eben nur an diesem Pulver. Beim Trocknen zieht sich der neue Anstrich zusammen und reißt die alte Schicht mit. Dann blättert die Farbe in Schuppen ab, oft schon nach wenigen Wochen. Auch ein Stück Klebeband hilft beim Prüfen: Kleben Sie es auf, drücken Sie es fest an und ziehen Sie es ruckartig ab. Hängt viel alte Farbe daran, muss der Untergrund gereinigt werden.

Kalkfarbe ist meist härter und kreidet weniger. Sind nur ein oder zwei feste Schichten vorhanden, reicht manchmal eine gründliche Grundierung. Dicke, rissige oder abblätternde Kalkschichten sollten aber ebenfalls herunter.

So läuft die Arbeit ab

Bei Leim- und Kreidefarbe arbeitet man fast immer mit Wasser. Das Wasser weicht den Anstrich auf. Schleifen oder Abbeizer sind dafür nicht nötig. In der Praxis sieht der Ablauf so aus:

  • Raum vorbereiten: Möbel ausräumen oder abdecken, den Boden mit Folie schützen und darauf Malervlies, Papier oder Pappe legen, damit das Wasser aufgesaugt wird und nichts rutscht
  • Strom sichern: die Sicherung für den Raum ausschalten und Steckdosen sowie Schalter abkleben, weil dort Wasser hineinlaufen kann
  • Einweichen: die Wand mit warmem Wasser über Rolle, Quast oder Drucksprüher anfeuchten, immer in kleineren Abschnitten
  • Warten: das Wasser einwirken lassen, bis die Farbe weich ist, meist etwa 10 bis 20 Minuten, bei dicken Schichten länger und mehrmals
  • Abkratzen: mit breitem Spachtel oder Schaber in flachem Winkel abziehen, ohne in den Putz zu drücken
  • Abwaschen: Reste mit Schwamm und klarem Wasser abwaschen, bis die Wand nicht mehr kreidet
  • Trocknen: die Wand vollständig austrocknen lassen, bevor es weitergeht

Danach folgen in der Regel Spachteln von Rissen und Löchern, ein leichter Zwischenschliff und eine Grundierung, zum Beispiel mit Tiefgrund. Die Grundierung festigt den Untergrund und gleicht aus, wie stark er saugt. Diese Arbeiten sind eigene Positionen, gehören aber zu einem sauberen Anstrich dazu.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Dieselbe Fläche kann mal eine Stunde dauern und mal einen ganzen Nachmittag. Den Aufwand und damit auch den Preis bestimmen vor allem diese Punkte:

  • Anzahl der Schichten: Eine dünne Kreideschicht geht fast von allein ab, zehn Schichten aus verschiedenen Jahrzehnten müssen mehrmals eingeweicht werden
  • Art der Farbe: Kreide- und Leimfarbe werden schnell weich, Kalkfarbe langsamer und braucht manchmal deutlich mehr Kraft
  • Decke oder Wand: An der Decke ist die Arbeit körperlich anstrengender, das Wasser tropft und man steht auf Leiter oder Rollgerüst
  • Zustand des Putzes: Zeigt sich beim Einweichen hohler oder bröseliger Putz, kommt eine Ausbesserung dazu
  • Details: Stuck, Rosetten, Leisten, Ecken und Fensterlaibungen gehen nur langsam und von Hand
  • Leerer oder möblierter Raum: Im leeren Raum geht es schneller und mit weniger Risiko für Schäden
  • Schimmel: Befallene Stellen brauchen ein Mittel gegen Schimmel, und die Ursache der Feuchtigkeit muss geklärt werden

Ein Sonderfall sind Gipskartonwände aus dem Trockenbau. Sie dürfen nicht durchnässt werden, sonst saugt sich die Kartonschicht voll und löst sich. Hier wird nur leicht angefeuchtet und sehr vorsichtig gekratzt.

Anleitung für Heimwerker: Leimfarbe von der Wand kratzen

Das Abkratzen von Leimfarbe schafft auch ein geschickter Laie. Sie brauchen weder Chemie noch lautes Werkzeug, vor allem Geduld. An der Decke sorgen Sie bitte für eine stabile Leiter oder ein kleines Gerüst. Denken Sie auch an eine Schutzbrille, denn kalkhaltige Tropfen reizen die Augen.

  1. Mit Handfläche und nassem Schwamm prüfen, ob es sich um Leim- oder Kreidefarbe handelt.
  2. Möbel ausräumen, Boden mit Folie und saugfähigem Papier abdecken, Ränder abkleben.
  3. Sicherung für den Raum ausschalten, Steckdosen und Schalter abkleben.
  4. Eimer mit warmem Wasser, Rolle oder Drucksprüher, breiten Spachtel und Schwamm bereitstellen.
  5. Eine Fläche von etwa ein bis zwei Quadratmetern anfeuchten.
  6. Warten, bis die Farbe weich ist, bei Bedarf noch einmal anfeuchten.
  7. Die aufgeweichte Schicht von oben nach unten abziehen, den Spachtel dabei flach halten.
  8. Reste mit dem Schwamm abwaschen, das Wasser regelmäßig wechseln.
  9. Abschnitt für Abschnitt weiterarbeiten, bis die ganze Wand fertig ist.
  10. Die Wand je nach Temperatur und Lüftung trocknen lassen, meist mindestens einen Tag.
  11. Wand mit Handfläche und Klebeband prüfen, erst danach spachteln und grundieren.

Typische Fehler

Häufig sieht man, dass nur die abblätternden Stellen abgekratzt werden und der Rest einfach überstrichen wird. Die neue Farbe hält dann auf der alten Kreide und löst sich mit der Zeit auch dort, wo die Wand eigentlich gut aussah. Ein weiterer Fehler ist ungenaues Abwaschen. Kreidet die Wand nach dem Abkratzen noch, findet auch die Grundierung keinen Halt.

Oft wird auch mit zu scharfem Werkzeug oder zu viel Druck gearbeitet. Der Spachtel zieht dann Riefen in den Putz, und es muss unnötig gespachtelt werden. Ungeduld ist ebenfalls ein Problem: Wer auf die feuchte Wand spachtelt oder streicht, bekommt Flecken und schlechte Haftung. Unterschätzen Sie auch das Wasser an Steckdosen nicht. Sicherung ausschalten und abkleben dauert eine Minute.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Ob ein Maler die Arbeit gemacht hat oder Sie selbst: Achten Sie bei der Abnahme auf diese Punkte:

  • Die Wand kreidet nicht mehr, wenn Sie mit der trockenen Hand darüberstreichen
  • Am abgerissenen Klebeband hängen keine Farbreste
  • Es sind keine Inseln alter Farbe geblieben, besonders in Ecken, an Leisten und um die Fenster
  • Der Putz hat keine tiefen Riefen vom Spachtel
  • Hohle oder bröselige Stellen sind markiert und die Ausbesserung ist abgesprochen
  • Boden, Fenster und Zargen sind sauber und ohne angetrocknete Reste
  • Die Wand ist vor dem nächsten Schritt sichtbar und fühlbar trocken

Häufige Fragen

Bei einer einzigen dünnen und festen Schicht klappt das manchmal. Kreidet die Wand aber stark oder liegen mehrere Schichten übereinander, dringt die Grundierung nicht bis zum Putz durch. Der neue Anstrich hält dann nur auf der Kreide. In diesem Fall ist Abkratzen der sicherere Weg.

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