Die Montage von Außenjalousien (Raffstores) kostet laut aktueller Preisliste 85,70 € pro m² Arbeitsleistung. Ein übliches Fenster mit 120 × 150 cm hat 1,8 m². Die Jalousie selbst, den Elektroanschluss des Motors, die Demontage des alten Sonnenschutzes und ein eventuelles Gerüst bezahlen Sie extra. Zip-Screens, Markisen und Lamellendächer haben eigene Sätze je nach Typ und Größe.
Leistungsarten und ihre Preise
Aluminiumlamellen, meist in C- oder Z-Form, die sich wenden lassen. Sie regeln Licht und Wärme, und in Schrägstellung bleibt der Blick nach draußen frei. Bei Neubauten eine sehr verbreitete Lösung.
Die Lamellen aus Kunststoff oder Aluminium wickeln sich in einen Kasten über dem Fenster. Sie verdunkeln vollständig und schützen das Fenster, lassen sich aber nicht wenden. Kunststoff ist günstiger, Aluminium hält Hagel besser stand und eignet sich auch für große Fenster. Holzrollläden sieht man eher bei der Sanierung von Altbauten und älteren Landhäusern.
Das Gewebe aus PVC-beschichteter Glasfaser hat an den Rändern einen angeschweißten Reißverschluss, der in den Führungsschienen läuft. So reißt der Stoff auch bei stärkerem Wind nicht aus, und von innen bleibt die Sicht nach draußen. Gut geeignet für große Glasflächen und Terrassentüren.
Ausfahrbares Tuch auf Gelenkarmen, das Schatten über Terrasse oder Balkon spendet, ganz ohne Stützen. Bei Wind muss die Markise eingefahren werden, deshalb lohnt sich ein Windsensor.
Aluminiumkonstruktion mit drehbaren Lamellen im Dach. Leicht geöffnet lüften die Lamellen, geschlossen schützen sie vor Regen, und das Wasser läuft über die Pfosten ab. Eine größere Investition, dafür das ganze Jahr nutzbar.
Beim Austausch werden alte Jalousien oder Rollläden separat demontiert. Bei Motoren muss die Zuleitung sicher abgeklemmt und isoliert werden.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Sonnenschutz und Jalousien | ||||
| Vorbau-Außenraffstores | m² | 85,70 € | - | |
| Vorbaurollläden aus Kunststoff / Aluminium | m² | 66,66 € | - | |
| Vorbau-Außenrollläden aus Holz | m² | 85,70 € | - | |
| Textilscreens Zipscreen, Glasfasergewebe PVC-beschichtet, windstabil | m² | 85,70 € | - | |
| Bioklimatische Pergola – Aluminiumkonstruktion mit Lamellendach | m² | 161,88 € | - | |
| Gelenkarmmarkise | Stk. | 276,15 € | - | |
| Klappläden (Holz / Alu) – Anschlagläden geschlossen oder mit Lamellen | m² | - | ||
| Natur-Sichtschutzmatten (Bambus, Schilfrohr, Weide) | m² | 16,20 € | - | |
| Starre Sonnenschutzlamellen / Brise Soleil für Gewerbe- und Verwaltungsbauten | m² | 104,75 € | - | |
| Demontage Sonnenschutz | ||||
| Außenjalousien demontieren | Stk. | 28,57 € | - | |
| Demontage Zip-Screen / Textilscreen | Stk. | 47,60 € | - | |
| Demontage Gelenkarm- und Ausfallmarkisen | Stk. | 95,23 € | - | |
| Pergola demontieren | Stk. | - | ||
| Demontage herkömmlicher Fensterladen | Stk. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Raffstores an 6 Fenstern Montage von Außenjalousien an 6 Fenstern, zusammen 10,8 m² | 925,56 € |
| Raffstores an den Fenstern und Zip-Screen an der Terrassentür Raffstores 10,8 m² und Zip-Screen an der Terrassentür 6,9 m² | 1516,90 € |
| Alten Sonnenschutz gegen neuen tauschen Demontage von 6 alten Außenjalousien und Montage neuer Raffstores mit 10,8 m² sowie eines Zip-Screens mit 6,9 m² | 1688,30 € |
Vorbereitung und Ablauf der Montage
Sonnenschutz wird nach Maß gefertigt, deshalb misst der Monteur jede Öffnung selbst aus. Beim Aufmaß wählen Sie gemeinsam Typ, Farbe, Befestigung und Bedienung (Kurbel, Schalter, Funk oder Smart Home). Die Fertigung dauert in der Regel einige Wochen, in der Saison auch länger.
Optisch am saubersten wirkt ein Kasten, der im Sturz oder im WDVS verschwindet. Das muss vor dem Verputzen eingeplant sein. Zu jedem Motor wird vorab ein Kabel verlegt: bei Bedienung per Schalter vieradrig, bei Funksteuerung genügt eine dreiadrige 230-V-Zuleitung. Schlitze in eine fertige Fassade zu stemmen, kostet mehr und sieht schlechter aus.
Der Monteur nimmt alte Jalousien, Rollläden oder Markisen ab, motorisierte Anlagen werden vorher stromlos gemacht. Danach prüft er die Laibung und die Stellen, an denen später verankert wird.
Führungsschienen und Kasten werden im tragenden Mauerwerk oder im Fensterrahmen verankert, nicht nur im Dämmstoff. In einer gedämmten Fassade kommen Abstandsmontageelemente und Injektionsanker zum Einsatz, die die Last ins Mauerwerk leiten und keine Wärmebrücke bilden. Bei Markisen und Pergolen ist die Verankerung der wichtigste Teil der ganzen Montage.
Eine Elektrofachkraft schließt den Motor an, der Monteur stellt die Endlagen ein, damit die Jalousie weder auf die Fensterbank noch in den Kasten fährt. Zum Schluss prüft er den Lauf, das Wenden der Lamellen und die Windautomatik, erklärt Ihnen die Bedienung und übergibt die Anleitung.
Arbeitsablauf
- 01Besichtigung und Aufmaß aller Öffnungen, Auswahl von Typ, Farbe und Bedienung.
- 02Beim Neubau Kästen im Sturz oder im WDVS vorbereiten und Kabel zu den Motoren verlegen.
- 03Bei einem Austausch den alten Sonnenschutz abbauen.
- 04Kasten einsetzen und Führungsschienen im tragenden Untergrund verankern.
- 05Jalousie, Rollladen oder Tuch einhängen und den Lauf über die ganze Schienenlänge prüfen.
- 06Motor anschließen und Endlagen einstellen, bei Bedarf auch Wind- und Sonnensensor.
- 07Anschluss an Putz und Fensterbank abdichten und sauber verarbeiten, aufräumen und die fertige Arbeit übergeben.
5 häufige Fehler
Weder Styropor noch Mineralwolle hält eine Markise oder das Rütteln einer Jalousie im Wind. Die Anker lockern sich mit der Zeit und beschädigen die Fassade. Deshalb wird über Abstandselemente ins tragende Mauerwerk verankert.
Wird die Zuleitung vor dem Verputzen vergessen, bleibt nur Stemmen in der Fassade oder ein Kabelkanal an der Wand. Das Kabel gehört schon in die Rohbauphase.
Jede Jalousie und jede Markise hält nur so viel Wind aus, wie der Hersteller angibt. Bleibt sie bei Sturm draußen, verbiegen sich Lamellen oder Arme. Ein Windsensor fährt sie selbstständig ein, auch wenn Sie nicht zu Hause sind.
Angefrorene Lamellen oder Stoffe reißen, wenn der Motor anläuft, oder der Motor nimmt Schaden. An frostigen Morgen lassen Sie den Sonnenschutz besser stehen, bis er aufgetaut ist.
Dunkle Lamellen und Stoffe nehmen Wärme auf und heizen die Luft zwischen Sonnenschutz und Glas auf. Für Süd- und Westseiten sind helle Farben sinnvoll, weil sie die Sonne zurückwerfen.
Preise für die Demontage von Sonnenschutz
Die Demontage wird pro Stück und je nach Typ abgerechnet. Unter dem üblichen Sonnenschutz machen Markisen viel Arbeit: Sie sind schwer, sitzen auf Injektionsankern und müssen meist zu zweit abgenommen werden. Eine Pergola wird in Einzelteilen zerlegt, samt Lamellen, Stromanschluss und Beleuchtung, deshalb ist ihr Abbau besonders aufwendig. Die Entsorgung des alten Sonnenschutzes ist im Demontagepreis nicht enthalten.
Welcher Sonnenschutz zu welchem Fenster passt
Wählen Sie außenliegenden Sonnenschutz nicht nur nach der Optik aus. Überlegen Sie zuerst, was er leisten soll: Soll er den Raum kühl halten, ihn ganz abdunkeln, vor Blicken schützen oder Schatten auf der Terrasse spenden? Jede Bauart kann etwas anderes gut.
- Raffstores (Außenjalousien): Mit ihnen lässt sich das Licht sehr fein regeln. Wenn Sie die Lamellen schräg stellen, bleibt die Sonne draußen, Tageslicht und Ausblick bleiben aber im Raum. Sie passen gut ins Wohnzimmer, ins Arbeitszimmer und an große Fenster im Neubau. Bei starkem Wind müssen sie hochgefahren werden.
- Rollläden: Sie dunkeln komplett ab, schützen das Fenster und geben ein Gefühl von Sicherheit. Deshalb sieht man sie in Deutschland in Schlafzimmern, Kinderzimmern und an Fenstern im Erdgeschoss sehr häufig. Licht dosieren können sie allerdings kaum: Sie sind entweder unten oder oben.
- Senkrechtmarkisen (Screens): Sie spenden Schatten, und Sie sehen trotzdem nach draußen. Der Stoff läuft seitlich in Führungsschienen und hält Wind daher besser aus als Raffstores. Typisch sind sie an großen Glasflächen, Hebe-Schiebetüren und Wintergärten.
- Gelenkarmmarkisen: Sie bringen Schatten über Terrasse oder Balkon, auch dort, wo sich keine Stützen aufstellen lassen. Gegen Sonne helfen sie, gegen Regen und Wind nicht.
- Bioklimatische Pergolen (Lamellendächer): Das ist eine feste Konstruktion mit drehbaren Lamellen. Im Sommer spendet sie Schatten und lässt Luft durch, bei Regen schließen sich die Lamellen. So wird die Terrasse fast das ganze Jahr nutzbar. Rechnen Sie aber damit, dass es sich hier um ein kleines Bauwerk handelt und nicht mehr um Zubehör fürs Fenster.
- Klappläden, feste Sonnenschutzlamellen und Naturmatten: Klappläden passen eher zu alten Stadthäusern, Fachwerk und ländlichen Häusern, feste Lamellen zu modernen Fassaden und Bürogebäuden. Bambus- und Weidenmatten eignen sich für Pergolen und Sommerküchen im Garten.
Warum Sonnenschutz außen mehr kühlt als innen
Die Sonne geht durch das Glas, trifft auf Boden, Möbel und Wände und wird dort zu Wärme. Diese Wärme kommt durch die Scheibe nicht mehr hinaus, und der Raum heizt sich auf wie ein Auto, das in der Sonne steht. Eine Innenjalousie oder ein Vorhang fängt die Strahlen erst hinter dem Glas ab. Sie erwärmen sich selbst und geben die Wärme weiter in den Raum ab. Gegen Blendung hilft das gut, kühlen tut es nur wenig.
Außenliegender Sonnenschutz hält die Sonne schon vor der Scheibe auf. Die Wärme bleibt draußen und wird im Spalt zwischen Behang und Fassade weggelüftet. Deshalb plant man Raffstores und Screens bei modernen Häusern mit großen Glasflächen oft gleich mit, statt sie später nachzurüsten. Auch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) nimmt das Thema ernst: Für Neubauten ist ein Nachweis zum sommerlichen Wärmeschutz vorgeschrieben, der sich auf die DIN 4108-2 stützt. Dabei geht es darum, dass sich Räume an sonnigen Tagen nicht zu stark aufheizen. Wer im Altbau Fenster tauscht oder die Fassade dämmt, sollte das Thema ebenfalls mitdenken. Im Rahmen einer energetischen Sanierung kann außenliegender Sonnenschutz unter Umständen förderfähig sein. Ob das für Ihr Vorhaben gilt, prüfen Sie aktuell bei BAFA oder KfW oder fragen Sie einen Energieberater.
Auch die Himmelsrichtung entscheidet
- Süden: Im Sommer steht die Sonne hoch, deshalb wirken Elemente über dem Fenster gut, zum Beispiel eine Markise, ein Dachüberstand oder waagerechte Lamellen. Im Winter scheint die tief stehende Sonne darunter durch und wärmt den Raum angenehm.
- Westen: Hier wird es oft schwierig. Am Nachmittag scheint die Sonne tief und direkt in die Fenster, genau dann, wenn es draußen am heißesten ist. Helfen kann nur, was senkrecht vor dem ganzen Fenster hängt, also Raffstores, Rollläden oder Screens.
- Osten: Die Morgensonne heizt Schlafzimmer auf. Meist reichen Rollläden oder Raffstores, die nach Uhrzeit gesteuert werden.
- Dachfenster: Im ausgebauten Dachgeschoss bekommen sie fast den ganzen Tag Sonne ab. Dafür gibt es eigene Hitzeschutzmarkisen und Außenrollläden der Fensterhersteller, einen normalen Fassadenraffstore können Sie dort nicht montieren.
Neubau, Fassadendämmung oder bestehendes Haus
Ergebnis und Aufwand hängen vor allem davon ab, wo der Kasten sitzt, in dem Raffstore oder Rollladen aufgewickelt wird. Einfach wird es nur, wenn Sie den Sonnenschutz früh einplanen.
- Kasten im Sturz oder unter Putz: Er verschwindet über dem Fenster und ist von außen nicht zu sehen. Er muss aber schon im Rohbau geplant werden, wenn der Sturz ausgewählt wird, oder spätestens beim Fenstertausch.
- Kasten im WDVS: Wird die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem gedämmt, lässt sich der Kasten in die Dämmschicht einbauen. Er bleibt unsichtbar, aber die Dämmung rundherum und der Anschluss an den Putz müssen sorgfältig ausgeführt sein. Sonst entsteht eine Wärmebrücke, und der Putz bekommt Risse.
- Aufsatzkasten: Er wird direkt auf den Fensterrahmen gesetzt, oft zusammen mit dem neuen Fenster geliefert. Das ist vergleichsweise günstig, und am Mauerwerk muss nichts gestemmt werden. Dafür belastet er den Rahmen, verkleinert die Glasfläche und ist von innen meist sichtbar.
- Vorbaukasten: Er wird über dem Fenster auf die Fassade geschraubt und mit einer Blende aus Aluminium verkleidet. Bei bestehenden Häusern ist das die übliche Lösung, wenn Sie weder ins Mauerwerk noch in die Dämmung eingreifen wollen. Der Kasten ist sichtbar, wählen Sie deshalb eine Farbe, die zu Fenstern oder Fassade passt.
Im Altbau sieht man außerdem häufig alte Rollladenkästen, die innen über dem Fenster in der Wand sitzen. Sie sind oft kaum gedämmt und undicht, im Winter zieht es dort spürbar. Wenn Sie ohnehin neuen Sonnenschutz planen, lohnt es sich, diese Kästen dämmen zu lassen oder stillzulegen.
In der Praxis passiert es oft, dass der Sonnenschutz erst nach dem Einzug zum Thema wird, wenn die Fassade fertig ist und die Fenster sitzen. Dann bleiben nur noch ein Vorbaukasten und Schlitze für das Kabel. Planen Sie den Sonnenschutz beim Fenstertausch oder bei der Fassadendämmung mit ein, lässt er sich verdeckt einbauen, und die Fassade muss danach nicht ausgebessert werden.
Bedienung, Motoren und Elektroinstallation
Eine Kurbel oder ein Gurt ist günstiger und funktioniert auch bei Stromausfall. Haben Sie aber große Fenster, wohnen Sie in einem oberen Stockwerk oder möchten Sie mehrere Fenster gleichzeitig bedienen, ist ein Motor deutlich bequemer. Beim Motor wählen Sie zwischen zwei Systemen:
- Kabelgebunden mit Schalter: Jeder Motor hat einen eigenen Taster an der Wand. Das ist einfach und zuverlässig, allerdings muss vom Taster ein Kabel zum Motor führen.
- Funk: Der Motor hat einen eingebauten Empfänger, und Sie bedienen ihn mit Handsender, Wandsender oder per App. Zum Motor muss nur die Stromversorgung führen, ein Schalter neben dem Fenster ist nicht nötig. Sie können den Sonnenschutz in Gruppen steuern und an ein Smart-Home-System anbinden.
Zum motorisierten Sonnenschutz lohnt sich eine Automatik. Ein Windsensor fährt den Behang bei starkem Wind hoch, ein Sonnensensor fährt ihn herunter, wenn die Sonne brennt, und eine Zeitschaltuhr steuert ihn nach Tageszeit. So ist das Haus auch beschattet, wenn Sie arbeiten oder im Urlaub sind, und gerade das macht im Sommer viel aus.
Den Motor und eine neue Zuleitung schließt eine Elektrofachkraft an, nicht Sie selbst. Klären Sie bei der Planung, auf welcher Seite des Fensters der Motor sitzen soll, denn auf dieser Seite muss das Kabel herauskommen. Wenn Sie bauen, stimmen Sie den Kabelauslass mit dem Sonnenschutzanbieter ab, bevor verputzt wird.
Was ein Angebot enthalten sollte, damit Sie vergleichen können
Zwei Angebote für Sonnenschutz zu vergleichen, ist oft mühsam, weil jeder Betrieb anders aufschlüsselt. Ein gutes Angebot nennt klar:
- Art des Sonnenschutzes, genaue Maße und Stückzahl
- Material und Profil der Lamellen oder Art des Stoffs
- Art des Kastens und wie er an der Fassade befestigt wird
- Bedienung, Motortyp, Sender und gegebenenfalls Sensoren
- Farbe von Lamellen, Kasten und Führungsschienen
- Montage und ob der elektrische Anschluss enthalten ist oder separat von der Elektrofachkraft gemacht wird
- Demontage und Entsorgung des alten Sonnenschutzes
- Gerüst oder Hubarbeitsbühne bei Fenstern in oberen Geschossen
- Liefer- und Montagetermin sowie Gewährleistung auf Produkt und Montage
Fehlt davon etwas, fragen Sie vor der Unterschrift nach. Nachträglich berechnet werden typischerweise Elektroarbeiten, Putzausbesserungen rund um den Kasten und das Gerüst.
Wind, Frost und Pflege
Für jedes Produkt gibt der Hersteller eine Windwiderstandsklasse an. Bei Raffstores und Rollläden richtet sie sich nach DIN EN 13659, bei Markisen und Senkrechtmarkisen nach DIN EN 13561. Die Klasse gilt für eine bestimmte Größe, größere Anlagen halten weniger aus. Schäden entstehen in der Praxis vor allem bei Sommergewittern mit Böen, wenn der Behang unten geblieben ist und niemand zu Hause ist. Ein Windsensor verhindert das zuverlässig.
Bei Frost sollten Sie den Sonnenschutz nicht bewegen, bis Lamellen oder Stoff aufgetaut sind. Der Motor könnte festgefrorene Lamellen aus der Führung reißen oder sich selbst überlasten. Neuere Motoren haben meist einen Überlastschutz, bei älteren sollten Sie vorsichtig sein.
Anleitung für Heimwerker: Sonnenschutz richtig pflegen
Die meiste Pflege schaffen Sie selbst. Sie brauchen eine weiche Bürste, lauwarmes Wasser und einmal pro Saison etwas Zeit.
- Lamellen und Stoff mit lauwarmem Wasser, mildem Spülmittel und weicher Bürste reinigen, ohne scharfe Reiniger und ohne Hochdruckreiniger.
- Einmal pro Saison die Führungsschienen von Staub, Laub und Insekten befreien, weil diese das Schleifen verursachen.
- Lamellen und Schienen nicht mit Öl schmieren, sonst bleibt der Staub noch stärker haften.
- Markisenstoff nur trocken einfahren. Musste er nass eingefahren werden, ihn nach dem Regen wieder ausfahren und trocknen lassen, sonst bildet sich Schimmel.
- Markisen über den Winter eingefahren lassen und bei Raffstores Aufzugsbänder und Leiterkordeln prüfen, weil diese zuerst verschleißen.
Eigentumswohnung, Denkmalschutz und Genehmigungen
Wohnen Sie in einer Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus? Dann gehört die Fassade zum Gemeinschaftseigentum. Raffstores, Rollläden oder eine Markise verändern ihr Aussehen. Nach dem Wohnungseigentumsgesetz ist das eine bauliche Veränderung, über die die Eigentümergemeinschaft (WEG) beschließen muss. Sprechen Sie deshalb vorher mit der Hausverwaltung. Oft legt die Gemeinschaft einheitliche Bauart und Farbe fest, damit die Fassade nicht wie ein Flickenteppich aussieht. Als Mieter brauchen Sie die Zustimmung Ihres Vermieters.
Steht das Haus unter Denkmalschutz oder in einem geschützten Ensemble, müssen Sie jede Änderung an der Fassade, also auch Sonnenschutz, mit der unteren Denkmalschutzbehörde abstimmen. Manche Städte haben für ihre Altstädte außerdem Gestaltungssatzungen, die regeln, wie Fassaden aussehen dürfen. Eine Markise, die über einen Gehweg oder eine andere öffentliche Fläche ragt, kann eine Erlaubnis der Gemeinde benötigen.
Eine fest verankerte Pergola am Einfamilienhaus ist bereits eine bauliche Anlage. Ob sie verfahrensfrei ist oder eine Baugenehmigung braucht, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes, und das hängt meist von Größe und Lage ab, etwa vom Abstand zur Grundstücksgrenze. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass ein Lamellendach automatisch genehmigungsfrei ist. Fragen Sie vor der Bestellung beim zuständigen Bauamt nach.
So nehmen Sie den Sonnenschutz nach der Montage ab
Probieren Sie bei der Abnahme jedes einzelne Element aus, nicht nur eines zur Probe. Gehen Sie diese Liste durch:
- Der Behang fährt über die ganze Strecke gleichmäßig hoch und runter, ohne Schleifen und ohne Geräusche aus den Führungsschienen
- Unten liegt er gerade auf der Fensterbank auf, die Lamellen sind parallel und keine ist verbogen
- Raffstores wenden in jeder Position gleichmäßig
- Die Endlagen des Motors sind so eingestellt, dass der Behang weder gegen den Kasten noch gegen die Fensterbank stößt
- Alle Sender, Gruppen, Zeitschaltungen und Sensoren aus dem Angebot funktionieren
- Die Anschlüsse von Kasten und Schienen an den Putz sind sauber verputzt und abgedichtet, die Fassade ist unbeschädigt
- Fenster, Fensterbänke und Umgebung sind sauber
- Sie haben Bedienungsanleitung und Garantieunterlagen erhalten, bei Funk auch die eingelernten Sender
Halten Sie alle Mängel im Abnahmeprotokoll fest. Endlagen einstellen und Sender einlernen dauert für den Monteur nur wenige Minuten, solange er vor Ort ist. Später bedeutet es einen weiteren Termin.
Häufige Fragen
Die Montage von Außenjalousien (Raffstores) kostet laut aktueller Preisliste 85,70 € pro m² Arbeitsleistung. Bei einem üblichen Fenster mit 120 × 150 cm (1,8 m²) zahlen Sie das 1,8-Fache dieses Satzes. Die Jalousie selbst, den Motoranschluss und die Demontage des alten Sonnenschutzes bezahlen Sie extra.
Die Montage eines Zip-Screens kostet 85,70 € pro m² Arbeitsleistung. Bei einer Terrassentür mit 300 × 230 cm sind das 6,9 m² Fläche. Gewebe, Kasten und Motor kommen je nach Hersteller hinzu.
Das hängt davon ab, was Sie vom Sonnenschutz erwarten. Raffstores lassen sich wenden, so regeln Sie das Licht und behalten den Ausblick. Rollläden verdunkeln vollständig, schützen das Fenster besser und senken im Winter die Wärmeverluste etwas, wenden lassen sie sich aber nicht. Im Schlafzimmer wählen viele Rollläden, im Wohnzimmer und Arbeitszimmer Raffstores.
Die Demontage einer Außenjalousie kostet 28,57 € pro Stück. Bei einer motorisierten Jalousie ist das Abklemmen und Isolieren der Zuleitung enthalten. Abtransport und Entsorgung des alten Sonnenschutzes werden separat berechnet.
In aller Regel ja. Raffstores, Rollläden und Markisen verändern das Aussehen der Fassade, und die gehört zum Gemeinschaftseigentum. Klären Sie deshalb vor der Bestellung mit der Hausverwaltung, ob ein Beschluss der Eigentümergemeinschaft (WEG) nötig ist. Oft legt die Gemeinschaft Typ und Farbe des Sonnenschutzes fest. In einer Mietwohnung fragen Sie vorher den Vermieter. Planen Sie am Einfamilienhaus eine fest verankerte Pergola, erkundigen Sie sich beim Bauamt, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes dafür verlangt.
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