Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Türzarge in der Gipskartonwand: Verstärkung mit UA-Profil

In einer Gipskartonwand reicht es nicht, für eine Tür einfach eine Lücke zwischen den normalen Profilen zu lassen. Eine Tür belastet die Wand jeden Tag: Das Türblatt hängt an den Bändern, beim Schliessen schlägt es zu und der ganze Rahmen schwingt leicht mit. Bei der Verstärkung mit UA-Profilen setzt man auf beiden Seiten der Öffnung dick

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·7 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
39.30 CHF/ Stk.
Richtwert-Spanne
13.42 CHF - 65.17 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Trockenbau7 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Trockenbau-Fertigstellung
Türzarge in Trockenbauwand – Verstärkung mit UA-ProfilenStk.-
Eckschutzprofile für Trockenbaulfm4.80 CHF-
Trockenbauanschlüsse und Fugen mit Acryl abdichtenlfm2.10 CHF-
RevisionsklappenStk.65.17 CHF-
Ausschnitte für Leuchten in GipskartonStk.13.42 CHF-
Trockenbaunischen / Regale herstellenStk.-
Sonderabschluss für LED-Band / Vorhanglfm46.00 CHF-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

Warum eine Tür im Gipskarton ein UA-Profil braucht

Eine normale Leichtbauwand steht auf CW- und UW-Profilen aus dünnem verzinktem Blech. Um einen Raum zu teilen, genügen sie. Die punktuelle und ständig wiederkehrende Belastung an den Türbändern halten sie auf Dauer aber nicht aus. Wird die Zarge nur an einer solchen Konstruktion befestigt, lockert sie sich mit der Zeit. Die Tür sackt ab, schliesst schlecht, und in den Ecken über der Öffnung zeigen sich Risse.

Ein UA-Profil sieht ähnlich aus wie ein CW-Profil, ist aber aus deutlich dickerem Blech, laut Hersteller meist um die zwei Millimeter. Dadurch ist es viel steifer und leitet das Gewicht der Tür und die Schläge beim Zumachen direkt in Boden und Decke ab. Die Zarge wird dann ins Metallprofil geschraubt, nicht in die Gipskartonplatten.

Die Montageanleitungen der grossen Trockenbausysteme sehen UA-Profile bei normalen Innentüren vor, ebenso bei schweren Vollspantüren, bei höheren Türen und bei flächenbündigen oder verdeckten Zargen. Bei sehr leichten Türen erlauben manche Systeme auch verstärkte CW-Profile, aber nur bis zu dem Gewicht und der Höhe des Türblatts, die der Hersteller angibt. Wenn Sie unsicher sind, ist das UA-Profil die sicherere Wahl.

So wird die Verstärkung Schritt für Schritt gemacht

Die Verstärkung entsteht während des Wandbaus, also bevor die Platten montiert werden. In der Praxis läuft es meist so ab:

  1. Zargentyp und Höhe des fertigen Bodens klären, denn davon hängt das Mass der Öffnung ab.
  2. Türachse und Lage der Öffnung am Boden und an der Decke anzeichnen.
  3. Das untere UW-Profil im Bereich der Öffnung unterbrechen und am Boden befestigen.
  4. Die UA-Profile auf die lichte Raumhöhe zuschneiden.
  5. Die Profile seitlich der Öffnung setzen und mit systemeigenen Anschlusswinkeln und passenden Dübeln für den jeweiligen Untergrund in Boden und Decke verankern.
  6. Mit Wasserwaage oder Laser das Lot prüfen und den Abstand zwischen den Profilen oben und unten kontrollieren.
  7. Den Sturz ausbilden und fest mit den seitlichen UA-Profilen verbinden.
  8. Über dem Sturz kurze CW-Profile ergänzen, damit die Platten dort verschraubt werden können.
  9. Die restliche Wand mit CW-Profilen so anschliessen, dass die UA-Profile einen eigenständigen tragenden Rahmen bilden.

Beim Mass der Öffnung muss Platz für die Montage der Zarge bleiben. Wie viel Spiel nötig ist, gibt der Zargenhersteller an. Bei Umfassungszargen, flächenbündigen und verdeckten Zargen ist dieser Wert unterschiedlich.

Sturz und Beplankung rund um die Tür

Den Sturz unterschätzt man leicht, dabei hält gerade er die Öffnung in Form. Meist besteht er aus einem UW-Profil, dessen Enden eingeschnitten, U-förmig umgebogen und an die seitlichen UA-Profile geschraubt werden. Bei schwereren oder höheren Türen wählt man je nach System auch im Sturz ein UA-Profil oder eine doppelte Lösung. Die Verbindung muss rechtwinklig sein und darf sich nicht durchbiegen.

Bei der Beplankung gilt eine wichtige Regel: Ein Plattenstoss darf nie in der Flucht der Türkante liegen. Die Platten um die Tür werden deshalb L-förmig ausgeschnitten, oder der Stoss über der Öffnung wird ein Stück zur Seite versetzt. Ein Stoss in der Verlängerung der Zargenkante ist der typische Grund für Risse, die nach einiger Zeit über der Türecke auftauchen.

Bei doppelter Beplankung versetzt man die Stösse der einzelnen Lagen gegeneinander. Die Platten werden mit Schrauben für dickeres Blech ins UA-Profil geschraubt, mit den Abständen, die das System vorgibt. Schmale Gipskartonstreifen neben der Öffnung brechen leicht. Darum ist es sinnvoll, eine ganze Platte zu nehmen und die Öffnung herauszuschneiden.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist es bei einer neuen Wand auf ebenem Betonboden mit tragfähiger Decke, wenn der Zargentyp von Anfang an feststeht. Dann gehört die Verstärkung ganz normal zur Wandmontage.

Mehr Zeit und Aufwand bedeuten vor allem diese Situationen:

  • Nachträgliches Verstärken einer schon beplankten Wand, bei dem Platten entfernt werden müssen
  • Hohe Räume und entsprechend lange UA-Profile
  • Dachgeschoss, wo die Wand an eine Dachschräge oder an Holzteile des Dachstuhls anschliesst
  • Schwimmender Unterlagsboden oder Fussbodenheizung, wo die Befestigung so geplant werden muss, dass keine Leitungen beschädigt werden
  • Holzbalkendecken oder abgehängte Decken, die sich nicht als Untergrund für die Verankerung eignen
  • Schwere, hohe oder flächenbündige Türen, die mehr Genauigkeit verlangen

Typische Fehler

In der Praxis sieht man immer wieder dieselben Fehler:

  • CW-Profil statt UA-Profil, oft mit der Begründung, es sei ja nur eine leichte Tür
  • Befestigung nur im Bodenbelag, in der abgehängten Decke oder im Gipskarton statt im tragenden Boden und in der Decke
  • Zu wenige Dübel oder Dübel, die nicht für den Untergrund gedacht sind
  • Öffnung ohne Montagespiel oder ein Mass, das die Höhe des fertigen Bodens nicht berücksichtigt
  • Wechsel des Zargentyps erst, nachdem der Rahmen schon steht
  • Plattenstoss in der Verlängerung der Türkante
  • Zarge mit Gewalt in die Öffnung gepresst, sodass der ganze Rahmen unter Spannung steht

Die meisten dieser Fehler sieht man direkt nach der Montage nicht. Sie zeigen sich nach einigen Monaten im Gebrauch, und die Reparatur heisst dann meist, einen Teil der Wand wieder zu öffnen.

So prüfen Sie die fertige Verstärkung

Sinnvoll ist eine Kontrolle noch vor dem Beplanken, solange die Konstruktion sichtbar ist. Achten Sie bei der Abnahme auf Folgendes:

  • Auf beiden Seiten der Öffnung stehen wirklich UA-Profile, erkennbar am dickeren Blech
  • Die Profile sind über Anschlusswinkel in Boden und Decke verankert
  • Die seitlichen Profile stehen im Lot und haben oben und unten denselben Abstand
  • Der Sturz liegt waagrecht und ist fest mit den seitlichen Profilen verbunden
  • Die Höhe der Öffnung passt zum fertigen Boden und zur gewählten Zarge
  • Der Rahmen bewegt sich nicht, wenn Sie mit der Hand dagegen drücken
  • Nach dem Beplanken liegt kein Plattenstoss in der Flucht der Türkante
  • Die eingebaute Tür lässt sich leicht öffnen, bleibt von selbst stehen und schliesst gleichmässig

Häufige Fragen

Bei sehr leichten Türblättern erlauben manche Systeme verstärkte CW-Profile, aber nur innerhalb der Grenzen, die der Hersteller angibt. Bei normalen, vollen, höheren oder flächenbündigen Türen ist das UA-Profil vorgesehen. Eine Reserve lohnt sich auch, falls Sie die Tür später gegen eine schwerere tauschen.

Ähnliche Arbeiten

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.