Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Gerade Gipskartondecke / abgehängte Decke

Eine gerade Gipskartondecke ist eine neue, glatte Decke, die an einer Metallunterkonstruktion unter der bestehenden Decke hängt. Man wählt sie, wenn die alte Decke Risse hat oder uneben ist, wenn Kabel, Leitungen oder Lüftungskanäle verschwinden sollen, wenn Sie Einbauspots möchten oder wenn ein hoher Raum ungemütlich wirkt.

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·9 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 46.40/ m²
Richtwert-Spanne
CHF 37.12 - CHF 60.32
Wohnung 60 m²
CHF 6960.12
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Preisverzeichnis Bauarbeiten: Gerade Gipskartondecke / abgehängte Decke

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Trockenbau9 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Trockenbaukonstruktionen
Gipskartondecke gerade abhängenm²CHF 46.40 / m²m²Menge eingeben-
Gipskartonwand einfach beplanktm²CHF 47.45 / m²m²Menge eingeben-
Trockenbau-Trennwand doppelt beplanktm²m²-
Gipskarton-Vorsatzschalem²CHF 36.35 / m²m²Menge eingeben-
Gipskarton-Dachschrägenbekleidungm²CHF 56.50 / m²m²Menge eingeben-
Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion)m²m²-
Trockenbauwand mit Hartgipsplattenm²m²-
Dampfbremse in GK-Decke einbauenm²CHF 2.85 / m²m²Menge eingeben-
Trockenbaudämmungm²CHF 5.05 / m²m²Menge eingeben-
Summe Arbeit
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So entsteht die Decke Schritt für Schritt

Der Ablauf ist bei den meisten Systemen ähnlich. Die Details legt der Hersteller des jeweiligen Systems fest, und an diese Vorgaben hält sich ein sauber arbeitender Gipser.

  1. Höhe festlegen. Mit dem Laser wird auf allen Wänden eine waagrechte Linie angezeichnet, auf der die neue Decke liegen soll. Gleichzeitig sucht man die tiefste Stelle der alten Decke, denn sie bestimmt, wie viel Raumhöhe verloren geht.
  2. Randprofile (UD) montieren. Sie werden rundum an die Wände geschraubt. Darunter kommt meist ein Dichtungsband, das Schall dämpft und kleine Unebenheiten der Wand ausgleicht.
  3. Abhänger setzen. In der alten Decke werden Abhänger verankert: Direktabhänger bei wenig Abstand, verstellbare Abhänger bei grösserem. Die Dübel richten sich nach dem Untergrund. In Beton hält ein anderer Dübel als in einer Hourdis- oder Holzbalkendecke.
  4. Tragprofile (CD) einhängen. Sie werden in die Randprofile geschoben und an den Abhängern befestigt. Der Abstand liegt laut Hersteller meist bei etwa 40 bis 50 cm. Jetzt wird die ganze Fläche möglichst genau ausgerichtet, denn später lässt sich das nicht mehr korrigieren.
  5. Leitungen und Dämmung. Vor dem Beplanken werden Kabel, Dosen für Leuchten und allenfalls Rohre verlegt. Soll Mineralwolle gegen Schall oder Wärmeverlust hinein, wird sie jetzt eingelegt.
  6. Dampfbremse, nur wenn nötig. Sie ist sinnvoll unter einem unbeheizten Estrichraum oder direkt unter dem Dach, wo feuchte Raumluft sonst in der Dämmung kondensiert. Zwischen zwei beheizten Geschossen braucht es sie in der Regel nicht. Falls doch, werden die Stösse luftdicht verklebt und an die Wände angeschlossen.
  7. Platten schrauben. Die Platten werden quer zu den CD-Profilen verlegt und mit Schnellbauschrauben befestigt. An der Decke liegt der Schraubenabstand laut Hersteller ungefähr bei 15 bis 17 cm. Die Querstösse benachbarter Platten werden versetzt, damit keine durchgehende Fuge entsteht.
  8. Spachteln und schleifen. Die Fugen werden mit Fugenband armiert und in mehreren Durchgängen gespachtelt, die Schraubenköpfe ebenso. Nach dem Trocknen wird geschliffen, grundiert und gestrichen.

Welche Platten und welche Konstruktion passen

Für eine normale gerade Decke nimmt man meist Platten mit rund 12,5 mm Stärke. Den Plattentyp wählt man nach dem Raum:

  • Standardplatten für trockene Räume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Korridor
  • Imprägnierte Platten, oft grün, für Bad, Küche und WC, immer zusammen mit einer funktionierenden Lüftung
  • Brandschutzplatten, oft rot oder rosa, wo Brandschutzanforderungen gelten, etwa unter einer Holzkonstruktion im Dachgeschoss oder in einem Technikraum
  • Akustikplatten mit Lochung, wenn der Raum weniger hallen soll

Unterscheiden Sie zwischen Hall und Lärm von den Nachbarn. Eine gelochte Platte verbessert die Akustik im Raum selbst. Gegen Trittschall aus der Wohnung darüber helfen eher eine federnde Abhängung, Mineralwolle und allenfalls eine zweite Plattenlage. Ist Lärm der Hauptgrund für die neue Decke, sagen Sie das dem Gipser von Anfang an.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist eine gerade Decke in einem leeren, rechtwinkligen Raum mit Betondecke. Mehr Arbeit und Zeit bedeuten dagegen:

  • Ein hoher Raum, in dem es ein Gerüst statt einer Leiter braucht
  • Eine alte Holz- oder Balkendecke, in der sich Abhänger schwieriger verankern lassen
  • Viele Ausschnitte für Spots, Lüftungsgitter oder Revisionsklappen
  • Dämmung, Dampfbremse oder eine zweite Plattenlage
  • Ein möblierter Raum, der geräumt und abgedeckt werden muss
  • Alte Deckenverkleidungen oder bröckelnder Verputz, die zuerst weg müssen
  • Höhere Ansprüche an die Oberfläche, etwa bei Streiflicht oder glänzender Farbe

Es hilft viel, wenn vorher klar ist, wo die Leuchten hinkommen, wo Lüftungskanäle verlaufen und wie tief die Decke höchstens kommen darf. Änderungen nach dem Beplanken sind immer aufwendiger.

Strom und Leuchten

Eine abgehängte Decke ist ideal für neue Leitungen. Elektroinstallationen darf aber nur ein Elektroinstallateur mit entsprechender Bewilligung nach der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) ausführen. Er sollte vor dem Beplanken auf der Baustelle sein und nach Abschluss den Sicherheitsnachweis abgeben. Die Kabel über der Decke werden so geführt, dass keine Schraube sie treffen kann.

Warum hält ein schwerer Leuchter nicht einfach in der Platte? Weil Gipskarton dafür nicht ausgelegt ist. Schwere Leuchten werden in der alten Decke verankert oder an einer vorbereiteten Verstärkung in der Unterkonstruktion. Leichte Einbauspots sind unproblematisch, wenn man ihre Wärmeentwicklung und den nötigen Platz darüber berücksichtigt.

Typische Fehler

  • Zu weit gespannte Unterkonstruktion. Grosse Abstände bei Abhängern oder Profilen führen mit der Zeit zu Durchhängen und Rissen in den Fugen.
  • Falsche Dübel. Ein Dübel, der in Beton hält, hält nicht unbedingt in einem Hohlstein oder einer alten Holzdecke.
  • Standardplatte im Nassraum. Im Bad ohne imprägnierte Platte und ohne Lüftung drohen Schimmel und Verformungen.
  • Fehlende Dehnfuge. Bei grossen Flächen und über Dehnfugen des Gebäudes braucht es laut Hersteller eine Bewegungsfuge, sonst entstehen Risse.
  • Vergessene Leitungen. Nachträglich geschnittene Öffnungen schwächen die Platten und sehen unschön aus.
  • Schludriges Spachteln. Fugen ohne Band oder schlecht geschliffen sieht man nach dem Streichen, besonders bei schrägem Licht vom Fenster.
  • Arbeiten in kaltem oder feuchtem Rohbau. Die Platten sollten vor der Montage eine Weile im Raum liegen. Gespachtelt wird meist erst ab etwa 10 °C und nicht direkt nach nassen Verputz- oder Unterlagsbodenarbeiten.

So prüfen Sie die fertige Decke

Nehmen Sie zur Abnahme eine Taschenlampe oder Baulampe mit und leuchten Sie seitlich über die Decke. So sehen Sie auch kleine Unebenheiten. Prüfen Sie:

  • Die Decke ist gerade und überall gleich hoch, ohne sichtbares Durchhängen in der Mitte
  • Plattenfugen und Schraubenköpfe sind im Streiflicht nicht zu sehen
  • Die Anschlüsse an die Wände sind sauber und rissfrei
  • Ausschnitte für Leuchten und Gitter sitzen an den vereinbarten Stellen und haben gerade Kanten
  • In Nassräumen wurden imprägnierte Platten verwendet
  • Revisionsklappen sind dort, wo Ventile, Rohrverbindungen oder Lüftung zugänglich bleiben müssen
  • Der Elektroinstallateur hat den Sicherheitsnachweis für die neuen Leitungen abgegeben
  • Sie wissen, welches System und welche Platten verbaut wurden, falls später etwas zu reparieren ist

Häufige Fragen

Mit Direktabhängern und ohne Leitungen sind es meist nur wenige Zentimeter, ungefähr 5 bis 7 cm. Verlaufen über der Decke Lüftungskanäle, Rohre oder eine dickere Dämmung, wird es mehr. Massgebend ist dann das höchste Bauteil, das verschwinden soll.

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