Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Aufbau, Abbau und Miete von Fassadengerüst bis 10 m / Tag

Ohne Gerüst lässt sich eine Fassade kaum ordentlich dämmen. Diese Leistung umfasst drei Teile: Anlieferung und Aufbau des Fassadengerüsts, die Miete während der Arbeiten und am Ende Abbau und Abtransport. Bis 10 Meter Höhe passen die meisten Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und kleineren Mehrparteienhäuser. Ein Gerüst brauchen Sie imm

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·13 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
14,14 €/ m²
Richtwert-Spanne
6,30 € - 44,00 €
Wohnung 60 m²
2121,00 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Wärmedämmung (WDVS)13 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dämmung
Fassadendämmung mit EPS (vollflächige Verklebung)m²37,70 €-
Fassadendämmung mit Mineralwolle (inkl. Verdübelung)m²44,00 €-
WDVS-Montage bis 20 cmm²20,43 €-
Dämmung der Fensterlaibungen (XPS)lfm4,70 €-
Decken- / Dachbodendämmungm²15,70 €-
Dampfsperrem²6,30 €-
Außen-Dünnschichtputz (Kratzputz 2 mm)m²-
Wände mit Armierungsgewebe und Kleber überziehenm²-
Montage PVC-Eckprofillfm1,73 €-
APU-Anputzleiste mit Gewebe setzenlfm1,26 €-
Sturzprofil mit Tropfkantelfm1,73 €-
PU-Spritzdämmung (geschlossenzellig)m²-
PU-Spritzdämmung (offenzellig bis 25 cm)m²-
Summe Arbeit
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Was zu dieser Leistung gehört

Der Gerüstbauer liefert das Material und stellt das Gerüst rund um das Haus auf. Er richtet sich dabei nach Höhe und Form der Fassade und danach, welche Arbeiten darauf stattfinden. Danach steht das Gerüst, solange die Professionisten arbeiten. Diese Zeit wird als Miete berechnet, meist pro Tag oder Woche. Ist die Fassade fertig, baut der Betrieb das Gerüst ab, verlädt es und fährt es weg.

Aufbau, Miete, Abbau und Transport stehen im Angebot oft als einzelne Positionen. Das hat für Sie einen Vorteil: Sie sehen genau, wofür Sie zahlen. Der Gerüstbauer ist für sein Gerüst verantwortlich. Es muss standsicher, verankert und nach den geltenden Regeln gebaut sein, vor allem nach ÖNORM EN 12811-1 für Arbeitsgerüste.

Der Aufbau gehört in die Hände eines Fachbetriebs für Gerüstbau. Das ist Arbeit in der Höhe, und ein Fehler bei der Verankerung oder beim Seitenschutz kann zu einem Absturz führen. Ein Fassadengerüst in Eigenregie aufzustellen ist deshalb keine gute Idee.

Welches Gerüst zur Fassadendämmung passt

Bei Häusern bis 10 Meter kommen vor allem diese Arten zum Einsatz:

  • Rahmengerüst: die übliche Lösung für Einfamilien- und Mehrparteienhäuser, schnell aufgebaut und mit bequemer Arbeitsfläche
  • Stahlrohr-Kupplungsgerüst: passt zu verwinkelten Fassaden, Erkern, Giebeln und ungewöhnlichen Formen
  • Modulgerüst: lässt sich gut an schwierige Grundrisse und höhere Lasten anpassen
  • Fahrbares Alugerüst: für kurze, punktuelle Arbeiten, nicht für eine komplette Dämmung

Für einen Vollwärmeschutz (WDVS) gibt es eine wichtige Anforderung: Das Gerüst muss im richtigen Abstand zur Wand stehen. Die Dämmstärke muss Platz haben, und dazu kommt der Raum, in dem man bequem kleben, schleifen und verputzen kann. Steht das Gerüst zu nah, kommen die Handwerker nach dem Kleben der Platten kaum noch an die Wand. Steht es zu weit weg, müssen sie sich weit hinauslehnen, und darunter leiden Qualität und Sicherheit. Oft überbrückt der Gerüstbauer den Abstand mit Innenkonsolen. Nennen Sie dem Betrieb deshalb vorher die geplante Dämmstärke.

So läuft Aufbau und Abbau ab

Bei einem üblichen Einfamilienhaus sieht das in der Praxis so aus:

  1. Der Betrieb sieht sich das Haus an oder lässt sich Fotos und Fassadenmaße schicken.
  2. Termin, Lagerplatz für das Material und die Zufahrt für den Lkw werden abgesprochen.
  3. Die Gerüstbauer bereiten den Untergrund vor und setzen Unterlagen und verstellbare Fußspindeln, damit die Rahmen auch auf unebenem Gelände senkrecht stehen.
  4. Lage für Lage folgen Rahmen, Beläge, Seitenschutz und Leitern zwischen den Gerüstlagen.
  5. Das Gerüst wird in den Abständen an der Wand verankert, die der Hersteller des Systems vorgibt.
  6. Bei Bedarf kommt ein Schutznetz dazu, das frischen Putz vor Wind und direkter Sonne schützt.
  7. Der Gerüstbauer prüft das Gerüst, bringt die Kennzeichnung an und erklärt, was daran nicht verändert werden darf.
  8. Nach der Fertigstellung der Fassade wird es in umgekehrter Reihenfolge abgebaut, abtransportiert und die Umgebung aufgeräumt.

Beim Einfamilienhaus dauert der Aufbau meist etwa einen Tag, der Abbau ähnlich lange. Eine verwinkelte Fassade, Hanglage oder ein enges Grundstück verlängern die Zeit.

Denken Sie bei der Dämmung an die Gerüstanker. Sie sitzen in der Wand und gehen durch die spätere Dämmschicht. Die Handwerker schneiden die Platten um die Anker herum zu, und nach dem Abbau müssen die Ankerlöcher sorgfältig geschlossen werden. Sonst entstehen dort Wärmebrücken, und Wasser kann in die Fassade laufen. Klären Sie vorher, wer diese Stellen schließt.

Was den Auftrag einfacher oder aufwendiger macht

Der Umfang der Arbeit und damit die Endsumme hängen von einigen Punkten ab:

  • Fassadenfläche: Ein größeres Haus braucht mehr Material und Arbeit, pro Quadratmeter fällt der Aufwand bei großen Flächen aber oft geringer aus
  • Hausform: Gerade Wände sind einfach, Gaupen, Ecken, Balkone und Giebel kosten Zeit
  • Gelände und Zufahrt: Hanglage, enge Straße, ein Zaun direkt am Haus oder Nachbargebäude erschweren den Aufbau
  • Standzeit: Jeder zusätzliche Tag wird berechnet, deshalb lohnt sich ein guter Zeitplan
  • Entfernung: Der Transport wird meist nach Kilometern für Hin- und Rückweg berechnet
  • Zubehör: Schutznetze, Konsolen zur Verbreiterung der Beläge oder ein Bauaufzug

Warum lohnt sich eine genaue Terminplanung? Das Gerüst steht und kostet Miete, auch wenn an der Fassade gerade nichts passiert. Ideal ist, wenn der Gerüstbauer kurz vor dem Team für den Vollwärmeschutz kommt und nicht eine Woche vorher.

Nachbarn, Förderungen und Mehrparteienhäuser

Muss das Gerüst auf das Nachbargrundstück, sprechen Sie vorher mit dem Nachbarn und halten Sie die Vereinbarung schriftlich fest. So lässt sich klären, wo Material lagert, wie lange das Gerüst steht und wer für Schäden an Rasen oder Zaun aufkommt.

Bei der Erneuerung der Fassade gelten die Anforderungen an den Wärmeschutz nach der OIB-Richtlinie 6. Wenn Sie Förderungen von Bund und Land nutzen möchten, etwa den Sanierungsbonus, informieren Sie sich vor der Beauftragung, wann und wie Sie den Antrag stellen müssen.

In einer Wohnungseigentümergemeinschaft entscheiden die Eigentümer nach dem WEG 2002 gemeinsam über Dämmung und Gerüst, die Hausverwaltung organisiert den Ablauf und informiert die Bewohner über laute Arbeiten. Die Bewohner sollten wissen, dass das Gerüst vor Fenstern und Balkonen steht und Fenster gegen Einbruch gesichert werden sollten. Mieter erfahren die Details in der Regel über Vermieter oder Hausverwaltung.

Typische Fehler bei der Bestellung

Häufig sieht man, dass nur ein Teil der Fassade eingerüstet wird und sich während der Arbeiten zeigt, dass eine weitere Wand dazukommt. Das bedeutet zusätzlichen Transport und Aufbau. Messen Sie deshalb die ganze Fassade aus und besprechen Sie alle Wände, die gedämmt werden.

Ein zweiter Fehler ist eine zu knapp bemessene Standzeit. Wetter, verspätetes Material oder ein Krankenstand im Team verschieben die Arbeit schnell. Ein Puffer von einigen Tagen ist sinnvoll.

Der dritte Fehler: Angebote nur nach dem Tagespreis zu vergleichen. Vergleichen Sie die Gesamtsumme aus Aufbau, Miete, Abbau und Transport. Fragen Sie auch nach der Betriebshaftpflicht und nach der Qualifikation des Betriebs. Im Frühjahr und Herbst sind Gerüstbauer gut ausgelastet, vereinbaren Sie den Termin deshalb einige Wochen im Voraus.

Prüfung bei der Übergabe und nach dem Abbau

Bei der Übergabe und nach dem Abtransport sollten Sie Folgendes prüfen:

  • Das Gerüst steht senkrecht, die Fußspindeln sitzen auf festen Unterlagen
  • Die Anker sind über die ganze Höhe und Länge gesetzt, nichts wackelt
  • Die Beläge sind vollständig, ohne Lücken und fest verlegt
  • Seitenschutz und Bordbretter sind auf jeder Arbeitslage vorhanden
  • Der Wandabstand passt zur geplanten Dämmstärke
  • Die Aufstiege über Leitern sind sicher und frei
  • Das Gerüst ist geprüft und mit einem Kennzeichnungsschild versehen
  • Das Schutznetz ist fest angebracht, falls es bestellt wurde
  • Es ist geklärt, wer nach dem Abbau die Ankerlöcher schließt
  • Rasen, Pflaster und Zaun sind nach dem Abtransport unbeschädigt und aufgeräumt

Häufige Fragen

Für ein Fassadengerüst ist davon abzuraten. Es ist Arbeit in der Höhe und gehört in die Hände eines Fachbetriebs für Gerüstbau. Passiert auf einem selbst gebauten Gerüst ein Unfall, können Sie als Bauherr dafür haften.

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