Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage von WDVS Wärmedämm-Verbundsystemen bis 20 cm

Ein Wärmedämm-Verbundsystem, kurz WDVS, ist eine Dämmung direkt auf der Außenwand. Die Dämmplatten werden auf die Wand geklebt und bei Bedarf gedübelt. Darüber kommen eine Armierungsschicht mit Gewebe und ein Oberputz. Diese Leistung gilt für Dämmstärken bis 20 cm. Das ist bei Einfamilienhäusern und Mehrparteienhäusern in Österreich ein ü

Aktualisiert 09/2026·6 Min. Lesezeit·13 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
20,43 €/ m²
Richtwert-Spanne
16,30 € - 26,60 €
Wohnung 60 m²
3065,00 €
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Wärmedämmung (WDVS)13 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dämmung
WDVS-Montage bis 20 cmm²20,43 €-
Fassadendämmung mit EPS (vollflächige Verklebung)m²37,70 €-
Fassadendämmung mit Mineralwolle (inkl. Verdübelung)m²44,00 €-
Dämmung der Fensterlaibungen (XPS)lfm4,70 €-
Decken- / Dachbodendämmungm²15,70 €-
Dampfsperrem²6,30 €-
Außen-Dünnschichtputz (Kratzputz 2 mm)m²-
Wände mit Armierungsgewebe und Kleber überziehenm²-
Montage PVC-Eckprofillfm1,73 €-
APU-Anputzleiste mit Gewebe setzenlfm1,26 €-
Sturzprofil mit Tropfkantelfm1,73 €-
PU-Spritzdämmung (geschlossenzellig)m²-
PU-Spritzdämmung (offenzellig bis 25 cm)m²-
Summe Arbeit
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Was zu einem WDVS gehört

Ein WDVS ist ein geprüftes System. Jede Schicht hat eine feste Aufgabe, und alle Komponenten sollten vom selben Hersteller stammen. Der Aufbau sieht in der Regel so aus:

  • Klebemörtel, der die Platten an der Wand hält
  • Dämmplatten aus Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle
  • Dübel mit Teller zur mechanischen Befestigung
  • Armierungsschicht aus Spachtelmasse mit eingebettetem Glasfasergewebe
  • Grundierung und dünnschichtiger Oberputz

Dazu kommen Sockel-, Eck- und Anschlussprofile an Fenstern. Das ist kein Zierrat: Die Profile schützen Kanten und Übergänge, an denen der Putz sonst reißt. Wer den Kleber einer Marke mit dem Putz einer anderen kombiniert, verlässt das geprüfte System. Der Hersteller lehnt dann meist jede Gewährleistung ab.

Für die Planung und Verarbeitung von WDVS gibt es in Österreich die ÖNORM B 6400, dazu kommen die europäische technische Bewertung des Systems und die Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers. Lassen Sie sich vom Fachbetrieb bestätigen, dass er sich daran hält.

So läuft die Montage ab

Die Reihenfolge der Arbeitsschritte steht fest, und die Trocknungszeiten lassen sich nicht abkürzen. Auf der Baustelle sieht der Ablauf meist so aus:

  1. Untergrund vorbereiten. Die Wand muss tragfähig, trocken und frei von Staub, Algen und losem Putz sein. Alten Putz klopft der Professionist ab, hohle Stellen werden entfernt und ausgebessert. Größere Unebenheiten gleicht man vorher aus, denn der Kleber schafft das nur in Grenzen. Stark saugende Flächen werden grundiert.
  2. Sockelprofil setzen. Es muss exakt waagrecht sitzen, weil es die Lage aller weiteren Plattenreihen bestimmt.
  3. Platten kleben. Der Kleber kommt als Wulst rund um den Plattenrand und in einigen Batzen in die Mitte, sodass ungefähr 40 % der Fläche Kontakt zur Wand haben. Die Platten werden im Verband verlegt wie Ziegel im Mauerwerk, die Fugen sitzen dicht. Fugen über etwa 2 mm füllt man mit Dämmstreifen oder Füllschaum, nicht mit Kleber. An Fensterecken schneidet man die Platten L-förmig zu, damit keine Fuge aus der Ecke läuft.
  4. Dübeln. Gedübelt wird, wenn der Kleber angezogen hat, je nach Hersteller und Wetter meist nach ein bis drei Tagen. Anzahl und Art der Dübel richten sich nach Untergrund, Gebäudehöhe und Windlast. An Ecken und Rändern der Fassade sitzen mehr Dübel.
  5. EPS-Platten schleifen. So verschwinden kleine Versätze zwischen den Platten, die sich sonst im Putz abzeichnen.
  6. Armierung aufbringen. Das Gewebe wird in die frische Spachtelmasse eingebettet, faltenfrei, im mittleren Bereich der Schicht und mit rund 10 cm Überlappung. Vorher verstärkt man die Fensterecken mit schrägen Gewebestreifen.
  7. Grundierung und Oberputz auftragen. Das geschieht erst, wenn die Armierung durchgetrocknet ist. Das dauert je nach Hersteller und Witterung meist einige Tage.

Während der ganzen Montage sollten Luft und Wand mindestens etwa +5 °C haben. Pralle Sonne, starker Wind und Regen schaden der frischen Fassade. In höheren Lagen, wo es im Herbst früh kalt wird, plant man die Putzarbeiten deshalb mit genug Reserve ein.

Polystyrol oder Mineralwolle

Bis 20 cm Dämmstärke kommen zwei Materialien infrage. Welches passt, hängt vom Haus ab.

Fassadendämmplatten aus EPS

Weißes EPS ist leicht, lässt sich gut schneiden und einfach verarbeiten. Auf einem gemauerten Einfamilienhaus ist es die übliche Wahl. Graues EPS mit Graphitzusatz dämmt etwas besser, Sie erreichen also die gleiche Wirkung mit weniger Stärke. Bei der Montage muss es vor direkter Sonne geschützt werden, sonst heizen sich die Platten auf und verformen sich. EPS ist brennbar. Je nach Gebäude verlangen die Brandschutzvorgaben, in Österreich vor allem die OIB-Richtlinie 2, und die Systemvorgaben des Herstellers deshalb Brandriegel aus Mineralwolle, etwa umlaufend in bestimmten Geschoßen oder über Öffnungen.

Mineralwolle

Steinwolle ist nicht brennbar, lässt Wasserdampf durch und dämpft Schall besser. Sie eignet sich für Mehrparteienhäuser, für Gebäude mit strengeren Brandschutzanforderungen und für Altbau-Mauerwerk, das Feuchtigkeit abgeben muss. Sie ist schwerer, wird sorgfältiger gedübelt und die Arbeit dauert länger. Verwendet werden nur Platten oder Lamellen, die der Hersteller für WDVS vorsieht, keine Dämmwolle für den Dachboden.

Sockel und Putz

Direkt über dem Gelände haben normales EPS und Mineralwolle nichts zu suchen. Dort kommt XPS oder Perimeterdämmung zum Einsatz, die Feuchte und Stöße verträgt. Zu Mineralwolle passen diffusionsoffene Silikat- oder Silikonharzputze. Bei EPS ist die Auswahl freier. Silikonharzputz wird auf gedämmten Fassaden gern gewählt, weil er Wasser abweist und weniger schnell verschmutzt.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Die gleiche Fassadenfläche kann sehr unterschiedlich viel Arbeit bedeuten. Leichter wird es bei:

  • Einer ebenen, festen Wand ohne alte Anstriche
  • Einer einfachen Hausform mit wenigen Ecken und Öffnungen
  • Gutem Zugang rund ums Haus und geringer Höhe mit einfachem Gerüst

Viele Fenster, Erker, Balkone und Nischen verlängern die Arbeit. Dazu kommen das Abschlagen von altem Putz, die Sanierung von Feuchte oder Rissen und das Versetzen von Regenrohren, Leuchten und Außengeräten von Klimaanlagen oder Wärmepumpen. Regenrohre und Blechanschlüsse sind Sache des Spenglers. Die Blitzschutzanlage darf nur ein Fachbetrieb umbauen, elektrische Anschlüsse an der Fassade nur ein konzessionierter Elektrotechniker. Bei Dämmstärken nahe 20 cm zählen die Details: Fensterbänke müssen weit genug überstehen, Laibungen bekommen dünnere Dämmung, und manchmal reicht der Dachvorsprung nicht mehr, sodass die Dämmung oben ungeschützt bliebe.

Typische Fehler, die erst später sichtbar werden

Mängel an einer Dämmung sieht man selten sofort. Sie zeigen sich nach dem ersten Winter oder nach einer langen Regenperiode.

  • Kleben auf staubigem, feuchtem oder nicht tragfähigem Untergrund, sodass sich das System später löst
  • Kleber nur in Batzen ohne Randwulst, sodass sich die Platten wölben und auf der Fassade abzeichnen
  • Kreuzfugen oder breite, mit Kleber gefüllte Fugen, die Wärmebrücken bilden
  • Zu wenige oder ungeeignete Dübel für den Untergrund, besonders an den Gebäudeecken
  • Fehlende Eckprofile und Diagonalarmierung an Fenstern, sodass Risse aus den Ecken wachsen
  • Putzen bei Kälte, praller Sonne oder kurz vor Regen, mit Flecken und Haarrissen als Folge
  • Undichte Anschlüsse an Fenster und Fensterbänke, durch die Wasser hinter die Dämmung läuft

Absprachen vor dem Start

Bevor das Gerüst steht, lohnt sich ein Gespräch mit einem Energieberater. Die Energieberatungsstellen der Bundesländer helfen bei der Frage, welche Dämmstärke für Ihr Haus sinnvoll ist. Sie wissen auch, ob für Ihr Vorhaben Förderungen von Bund und Land infrage kommen, etwa der Sanierungsbonus. Klären Sie das vor der Auftragsvergabe, denn Förderstellen verlangen oft, dass der Antrag vor Beginn der Arbeiten gestellt wird. In einer Eigentumswohnung entscheidet die Eigentümergemeinschaft nach dem WEG 2002 über die Fassade, organisiert wird das über die Hausverwaltung. Sagen Sie Hausverwaltung und Nachbarn rechtzeitig Bescheid, wann das Gerüst aufgestellt wird und wann laute Arbeiten wie das Abschlagen von altem Putz anstehen. Gearbeitet wird vom Gerüst in der Höhe. Das ist eine Aufgabe für einen Fachbetrieb, nicht für Eigenleistung.

So prüfen Sie die fertige Dämmung

Gehen Sie bei der Abnahme bei Tageslicht um das Haus und schauen Sie auch schräg an der Wand entlang. Prüfen Sie:

  • Ebene Fassade ohne Beulen und ohne sichtbare Plattenumrisse
  • Keine Dübelteller, die sich als Flecken im Putz abzeichnen
  • Gerade Kanten an Ecken und Laibungen ohne Risse
  • Dauerelastisch abgedichtete Anschlüsse an Fenster, Türen und Fensterbänke
  • Sockel aus geeignetem Material und unbeschädigtes Sockelprofil
  • Gleichmäßiger Farbton des Putzes ohne Flecken nach dem Trocknen
  • Unterlagen zum verwendeten System, technische Merkblätter und Gewährleistungsbedingungen
  • Aufgeräumtes Gelände sowie wieder montierte Regenrohre, Leuchten und andere Bauteile

Häufige Fragen

Das hängt vom Mauerwerk, vom Zustand des Hauses und vom angestrebten energetischen Standard ab. Bei der Sanierung von Einfamilienhäusern werden heute oft etwa 14 bis 20 cm gewählt. Die genaue Stärke ermittelt ein Energieberater oder Planer per Berechnung. Diese brauchen Sie in der Regel ohnehin, wenn Sie eine Förderung beantragen möchten.

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