Die Montage von Lamellenstoren kostet gemäss aktueller Preisliste 88.60 CHF pro m² Arbeitsleistung. Ein übliches Fenster mit 120 × 150 cm hat 1,8 m². Die Store selbst, den Elektroanschluss des Motors, die Demontage des alten Sonnenschutzes und ein allfälliges Gerüst bezahlen Sie separat. Zip-Screens, Markisen und Lamellendächer haben eigene Ansätze je nach Typ und Grösse.
Arbeitsarten und Preise
Aluminiumlamellen, meist in C- oder Z-Form, die sich wenden lassen. Sie regulieren Licht und Wärme, und in Schrägstellung bleibt der Blick nach draussen frei. Bei Neubauten eine sehr verbreitete Lösung.
Die Lamellen aus Kunststoff oder Aluminium wickeln sich in einen Kasten über dem Fenster. Sie verdunkeln vollständig und schützen das Fenster, lassen sich aber nicht wenden. Kunststoff ist günstiger, Aluminium hält Hagel besser stand und eignet sich auch für grosse Fenster. Holzrollläden findet man eher bei der Renovation von Altbauten und älteren Bauernhäusern.
Das Gewebe aus PVC-beschichteter Glasfaser hat an den Rändern einen angeschweissten Reissverschluss, der in den Führungsschienen läuft. So reisst der Stoff auch bei stärkerem Wind nicht aus, und von innen bleibt die Sicht nach draussen. Gut geeignet für grosse Glasflächen und Terrassentüren.
Ausfahrbares Tuch auf Gelenkarmen, das Schatten über Terrasse oder Balkon spendet, ganz ohne Stützen. Bei Wind muss die Markise eingefahren werden, deshalb lohnt sich ein Windwächter.
Aluminiumkonstruktion mit drehbaren Lamellen im Dach. Leicht geöffnet lüften die Lamellen, geschlossen schützen sie vor Regen, und das Wasser fliesst über die Pfosten ab. Eine grössere Investition, dafür das ganze Jahr nutzbar.
Beim Ersatz werden alte Storen oder Rollläden separat demontiert. Bei Motoren muss die Zuleitung sicher abgeklemmt und isoliert werden.
Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Shading and blinds | ||||
| Vorbau-Rafflamellenstoren (aussen) | m² | 88.60 CHF | - | |
| Vorbaurollläden aus Kunststoff / Aluminium | m² | 68.92 CHF | - | |
| Vorbau-Aussenrollläden aus Holz | m² | 88.60 CHF | - | |
| Textilscreens Zipscreen, Glasfasergewebe PVC-beschichtet, windstabil | m² | 88.60 CHF | - | |
| Bioklimatische Pergola – Aluminiumkonstruktion mit Lamellendach | m² | 167.37 CHF | - | |
| Gelenkarmmarkise | Stk. | 285.52 CHF | - | |
| Klappläden (Holz / Alu) – Anschlagläden geschlossen oder mit Lamellen | m² | - | ||
| Natur-Sichtschutzmatten (Bambus, Schilfrohr, Weide) | m² | 16.74 CHF | - | |
| Starre Sonnenschutzlamellen / Brise Soleil für Gewerbe- und Verwaltungsbauten | m² | 108.30 CHF | - | |
| Removal of shading systems | ||||
| Aussen-Lamellenstoren demontieren | Stk. | 29.54 CHF | - | |
| Demontage Zip-Screen / Textilscreen | Stk. | 49.22 CHF | - | |
| Demontage Gelenkarm- und Ausfallmarkisen | Stk. | 98.46 CHF | - | |
| Pergola demontieren | Stk. | - | ||
| Demontage herkömmlicher Fensterläden | Stk. | - | ||
Kosten nach Umfang
| Lamellenstoren an 6 Fenstern Montage von Lamellenstoren an 6 Fenstern, zusammen 10,8 m² | 957.00 CHF |
| Lamellenstoren an den Fenstern und Zip-Screen an der Terrassentür Lamellenstoren 10,8 m² und Zip-Screen an der Terrassentür 6,9 m² | 1568.40 CHF |
| Alten Sonnenschutz durch neuen ersetzen Demontage von 6 alten Aussenstoren und Montage neuer Lamellenstoren mit 10,8 m² sowie eines Zip-Screens mit 6,9 m² | 1745.62 CHF |
Vorbereitung und Ablauf der Montage
Sonnenschutz wird nach Mass gefertigt, deshalb misst der Monteur jede Öffnung selbst aus. Beim Ausmessen wählen Sie gemeinsam Typ, Farbe, Befestigung und Bedienung (Kurbel, Schalter, Funk oder Smart Home). Die Fertigung dauert in der Regel einige Wochen, in der Saison auch länger.
Optisch am saubersten wirkt ein Kasten, der im Sturz oder in der Aussendämmung verschwindet. Das muss vor dem Verputzen eingeplant sein. Zu jedem Motor wird vorab ein Kabel verlegt: bei Bedienung per Schalter vieradrig, bei Funksteuerung genügt eine dreiadrige 230-V-Zuleitung. Schlitze in eine fertige Fassade zu spitzen, kostet mehr und sieht schlechter aus.
Der Monteur nimmt alte Storen, Rollläden oder Markisen ab, motorisierte Anlagen werden vorher stromlos gemacht. Danach prüft er die Leibung und die Stellen, an denen später verankert wird.
Führungsschienen und Kasten werden im tragenden Mauerwerk oder im Fensterrahmen verankert, nicht nur im Dämmstoff. In einer gedämmten Fassade kommen Distanzmontageelemente und Injektionsanker zum Einsatz, welche die Last ins Mauerwerk leiten und keine Wärmebrücke bilden. Bei Markisen und Pergolen ist die Verankerung der wichtigste Teil der ganzen Montage.
Ein Elektroinstallateur schliesst den Motor an, der Monteur stellt die Endlagen ein, damit die Store weder auf den Fenstersims noch in den Kasten fährt. Zum Schluss prüft er den Lauf, das Wenden der Lamellen und die Windautomatik, erklärt Ihnen die Bedienung und übergibt die Anleitung.
Arbeitsablauf
- 01Besichtigung und Ausmessen aller Öffnungen, Auswahl von Typ, Farbe und Bedienung.
- 02Beim Neubau Kästen im Sturz oder in der Aussendämmung vorbereiten und Kabel zu den Motoren verlegen.
- 03Bei einem Ersatz den alten Sonnenschutz abbauen.
- 04Kasten einsetzen und Führungsschienen im tragenden Untergrund verankern.
- 05Store, Rollladen oder Tuch einhängen und den Lauf über die ganze Schienenlänge prüfen.
- 06Motor anschliessen und Endlagen einstellen, bei Bedarf auch Wind- und Sonnenwächter.
- 07Anschluss an Putz und Fenstersims abdichten und sauber verarbeiten, aufräumen und die fertige Arbeit übergeben.
5 häufige Fehler
Weder EPS noch Mineralwolle hält eine Markise oder das Rütteln einer Store im Wind. Die Anker lockern sich mit der Zeit und beschädigen die Fassade. Deshalb wird über Distanzelemente ins tragende Mauerwerk verankert.
Wird die Zuleitung vor dem Verputzen vergessen, bleibt nur Spitzen in der Fassade oder ein Kabelkanal an der Wand. Das Kabel gehört schon in die Rohbauphase.
Jede Store und jede Markise hält nur so viel Wind aus, wie der Hersteller angibt. Bleibt sie bei Sturm draussen, verbiegen sich Lamellen oder Arme. Ein Windwächter fährt sie selbstständig ein, auch wenn Sie nicht zu Hause sind.
Angefrorene Lamellen oder Stoffe reissen, wenn der Motor anläuft, oder der Motor nimmt Schaden. An frostigen Morgen lassen Sie den Sonnenschutz besser stehen, bis er aufgetaut ist.
Dunkle Lamellen und Stoffe nehmen Wärme auf und heizen die Luft zwischen Sonnenschutz und Glas auf. Für Süd- und Westseiten sind helle Farben sinnvoll, weil sie die Sonne zurückwerfen.
Preise für die Demontage von Sonnenschutz
Die Demontage wird pro Stück und je nach Typ abgerechnet. Unter dem üblichen Sonnenschutz machen Markisen viel Arbeit: Sie sind schwer, sitzen auf Injektionsankern und müssen meist zu zweit abgenommen werden. Eine Pergola wird in Einzelteilen zerlegt, samt Lamellen, Stromanschluss und Beleuchtung, deshalb ist ihr Abbau besonders aufwendig. Die Entsorgung des alten Sonnenschutzes ist im Demontagepreis nicht inbegriffen.
Welcher Sonnenschutz zu welchem Fenster passt
Wählen Sie den äusseren Sonnenschutz nicht nur nach dem Aussehen. Klären Sie zuerst, was er leisten soll: Soll er den Raum kühl halten, ganz abdunkeln, vor Blicken schützen oder Schatten auf der Terrasse spenden? Jeder Typ kann etwas anderes gut.
- Lamellenstoren (Rafflamellenstoren): In der Schweiz sind sie an vielen Häusern Standard, und das hat einen Grund. Mit ihnen lässt sich das Licht sehr fein regeln. Wenn Sie die Lamellen kippen, bleibt die Sonne draussen, und Sie haben trotzdem Tageslicht und Aussicht. Sie passen gut ins Wohnzimmer, ins Büro und an grosse Fenster im Neubau. Bei starkem Wind müssen sie hochgezogen werden.
- Rollladen: Sie dunkeln vollständig ab, schützen das Fenster und geben ein Gefühl von Sicherheit. Sie eignen sich für Schlafzimmer, Kinderzimmer und Fenster im Erdgeschoss. Das Licht dosieren sie aber nicht: Entweder sind sie unten oder oben.
- Senkrechtstoren mit Screen-Stoff: Sie spenden Schatten, und Sie sehen trotzdem nach draussen. Der Stoff läuft in seitlichen Führungsschienen, deshalb verträgt er Wind besser als Lamellenstoren. Typisch sind sie an grossen Verglasungen, Schiebetüren zur Terrasse und Wintergärten.
- Gelenkarm-Sonnenstoren: Sie bringen Schatten über Terrasse oder Balkon, auch dort, wo keine Stützen stehen können. Sie schützen vor Sonne, aber nicht vor Regen und Wind.
- Bioklimatische Pergolen: Das ist eine feste Konstruktion mit drehbaren Lamellen. Im Sommer spendet sie Schatten und lässt Luft durch, bei Regen schliessen sich die Lamellen. So wird die Terrasse fast das ganze Jahr nutzbar. Rechnen Sie aber damit, dass es sich um einen kleinen Bau handelt und nicht mehr um ein Zubehör zum Fenster.
- Fensterläden, feste Sonnenschutzelemente und Naturmatten: Klappläden gehören zu vielen älteren Häusern und Dorfkernen, feste Lamellen und Vordächer eher zu modernen Fassaden und Bürobauten. Matten aus Bambus oder Weide passen auf Pergolen und Sitzplätze im Garten.
Warum äusserer Sonnenschutz besser kühlt als innerer
Die Sonne geht durch das Glas, trifft auf Boden, Möbel und Wände und wird dort zu Wärme. Diese Wärme kommt durch das Glas nicht mehr hinaus, und der Raum heizt sich auf wie ein Auto, das in der Sonne parkiert ist. Ein innerer Vorhang oder eine Innenjalousie fängt die Strahlen erst hinter dem Glas ab. Sie wird selbst warm und gibt die Wärme an den Raum weiter. Gegen Blendung hilft das, kühlen tut es nur wenig.
Äusserer Sonnenschutz hält die Sonne schon vor dem Glas auf. Die Wärme bleibt draussen und wird im Spalt zwischen Storen und Fassade abgeführt. Deshalb plant man bei modernen Häusern mit grossen Glasflächen die Lamellenstoren oder Screens meist von Anfang an mit ein, statt sie später nachzurüsten. Auch die Norm SIA 180 befasst sich mit diesem Thema. Sie behandelt unter anderem den sommerlichen Wärmeschutz, also die Frage, wie stark sich ein Raum an sonnigen Tagen aufheizen darf.
Auch die Himmelsrichtung spielt eine Rolle
- Süden: Im Sommer steht die Sonne hoch, darum wirken Elemente über dem Fenster gut, etwa eine Sonnenstore, ein Dachvorsprung oder ein Balkon darüber. Im Winter scheint die tiefe Sonne darunter durch und wärmt den Raum angenehm.
- Westen: Hier wird es meist schwierig. Am Nachmittag scheint die Sonne tief und direkt ins Fenster, genau dann, wenn es draussen am heissesten ist. Helfen kann nur ein senkrechter Schutz vor dem ganzen Fenster, also Lamellenstoren, Rollladen oder Screens.
- Osten: Die Morgensonne heizt die Schlafzimmer auf. Meist reichen Rollladen oder Lamellenstoren, die per Zeitschaltung fahren.
- Dachfenster: Im Dachgeschoss sind sie stark exponiert, weil fast den ganzen Tag die Sonne darauf scheint. Für sie gibt es eigene Aussenrollos und Hitzeschutz-Markisen, normale Fassadenstoren passen nicht.
Neubau, Fassadensanierung oder bestehendes Haus
Für das Ergebnis und die Kosten ist vor allem entscheidend, wo der Kasten sitzt, in dem die Store oder der Rollladen aufgewickelt ist. Einfach wird es nur, wenn Sie den Sonnenschutz früh einplanen.
- Kasten im Sturz oder unter dem Putz: Er verschwindet über dem Fenster und ist von aussen nicht zu sehen. Er muss aber schon im Rohbau geplant werden, wenn der Sturz gewählt wird, oder beim Fensterersatz.
- Kasten in der Aussenwärmedämmung: Wird die Fassade gedämmt, lässt man den Kasten in die Dämmschicht ein. Er bleibt unsichtbar, aber Dämmung und Putzanschluss rund um den Kasten müssen sorgfältig ausgeführt sein. Sonst entsteht eine Wärmebrücke, und der Putz bekommt Risse. Wenn Sie die Fassade energetisch sanieren, lohnt sich ein Blick auf das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen. Gefördert wird dort in der Regel die Dämmung, nicht der Sonnenschutz selbst, die Bedingungen erfahren Sie bei Ihrem Kanton.
- Aufsatzkasten: Er wird direkt auf den Fensterrahmen montiert, oft zusammen mit einem neuen Fenster. Er ist günstig in der Umsetzung, und ins Mauerwerk muss niemand eingreifen. Dafür belastet er den Rahmen, verkleinert die Glasfläche und ist von innen meist sichtbar.
- Vorbaukasten: Er wird über dem Fenster auf die Fassade montiert und mit einer Blende abgedeckt. Bei bestehenden Häusern ist das die übliche Lösung, wenn Sie weder Mauerwerk noch Dämmung anrühren wollen. Der Kasten bleibt sichtbar, wählen Sie deshalb eine Farbe, die zu Fenstern oder Fassade passt.
In der Praxis kommt es oft vor, dass der Sonnenschutz erst nach dem Einzug ein Thema wird, wenn die Fassade fertig ist und die Fenster sitzen. Dann bleiben nur noch der Vorbaukasten und Schlitze für das Kabel. Wenn Sie den Sonnenschutz beim Fensterersatz oder bei der Fassadensanierung mitplanen, lässt er sich verdeckt einbauen, und der Gipser muss später nichts flicken.
Bedienung, Motoren und Elektroinstallation
Die Bedienung mit Kurbel oder Gurt ist günstiger und funktioniert auch ohne Strom. Bei grossen Fenstern, in oberen Stockwerken oder wenn Sie mehrere Fenster gleichzeitig steuern möchten, ist ein Motor deutlich bequemer. Dabei haben Sie die Wahl zwischen zwei Systemen:
- Kabelgebundene Steuerung mit Schalter: Jeder Motor hat an der Wand einen eigenen Schalter. Das ist einfach und zuverlässig, nur muss vom Schalter zum Motor ein Kabel führen.
- Funksteuerung: Der Motor hat einen eingebauten Empfänger, und Sie bedienen ihn mit Fernbedienung, Wandsender oder Handy. Zum Motor braucht es nur die Stromzufuhr, der Schalter muss nicht beim Fenster sein. Sie können die Storen in Gruppen steuern und an ein Smart-Home-System anbinden.
Beim motorisierten Sonnenschutz lohnt sich eine Automatik. Ein Windwächter zieht die Storen bei starkem Wind hoch, ein Sonnensensor lässt sie herunter, wenn die Sonne brennt, und eine Zeitschaltuhr steuert sie nach Tageszeit. So bleibt das Haus beschattet, auch wenn Sie bei der Arbeit oder in den Ferien sind. Gerade im Hochsommer macht das einen spürbaren Unterschied.
Den Motor und eine neue Zuleitung schliesst eine konzessionierte Elektroinstallateurin oder ein konzessionierter Elektroinstallateur an, nicht Sie selbst. Arbeiten an der festen Installation sind in der Schweiz Fachleuten mit Bewilligung nach NIV vorbehalten. Klären Sie bei der Vorbereitung, auf welcher Seite des Fensters der Motor sitzt, denn auf dieser Seite muss das Kabel herauskommen. Wenn Sie bauen, sprechen Sie den Kabelauslass mit dem Storenbauer ab, bevor verputzt wird.
Was eine Offerte enthalten sollte, damit Sie vergleichen können
Zwei Offerten für Sonnenschutz zu vergleichen, ist oft mühsam, weil jede Firma anders aufschlüsselt. Eine gute Offerte nennt klar:
- Typ des Sonnenschutzes, genaue Masse und Stückzahl
- Material und Profil der Lamellen oder die Art des Stoffs
- Kastentyp und die Art der Befestigung an der Fassade
- Bedienung, Motortyp, Sender und allenfalls Sensoren
- Farbe von Lamellen, Kasten und Führungsschienen
- Montage und die Angabe, ob der Elektroanschluss inbegriffen ist oder separat durch den Elektroinstallateur erfolgt
- Demontage und Entsorgung des alten Sonnenschutzes
- Gerüst oder Hebebühne bei Fenstern in oberen Stockwerken
- Liefer- und Montagetermin sowie Garantie auf Produkt und Montage
Fehlt etwas davon, fragen Sie vor der Unterschrift nach. Nachträglich verrechnet werden typischerweise die Elektroarbeiten, das Verputzen rund um den Kasten und das Gerüst.
Wind, Hagel, Frost und Pflege
Für jedes Produkt gibt der Hersteller eine Windwiderstandsklasse an. Für Lamellenstoren und Rollladen gilt dafür SN EN 13659, für Sonnenstoren und Screens SN EN 13561. Die Klasse gilt für ein bestimmtes Mass, grössere Elemente vertragen weniger. Schäden entstehen in der Praxis vor allem bei Sommergewittern mit Böen, wenn die Storen unten geblieben sind und niemand zu Hause ist. In Föhntälern kommen kräftige Böen auch ohne Gewitter vor. Ein Windwächter verhindert solche Schäden zuverlässig.
Hagel ist in der Schweiz ein echtes Thema. Viele Hersteller lassen ihre Produkte prüfen und im Hagelregister eintragen, das die kantonalen Gebäudeversicherungen führen. Fragen Sie nach der Hagelwiderstandsklasse, besonders bei Lamellen aus dünnem Aluminium. Manche Steuerungen ziehen die Storen bei Hagelwarnung automatisch hoch.
Bei Frost bedienen Sie den Sonnenschutz nicht, bis Lamellen oder Stoff aufgetaut sind. Der Motor würde angefrorene Lamellen aus der Führung reissen oder sich selbst überlasten. Neuere Motoren haben einen Überlastschutz, bei älteren ist Vorsicht angebracht.
Anleitung für Heimwerker: Sonnenschutz richtig pflegen
Den grössten Teil der Pflege erledigen Sie selbst. Sie brauchen eine weiche Bürste, lauwarmes Wasser und einmal pro Saison etwas Zeit.
- Lamellen und Stoff mit lauwarmem Wasser, mildem Spülmittel und einer weichen Bürste waschen, ohne scharfe Reiniger und ohne Hochdruckreiniger.
- Einmal pro Saison die Führungsschienen von Staub, Laub und Insekten befreien, denn diese verursachen das Reiben.
- Lamellen und Schienen nicht ölen, sonst bleibt der Staub noch stärker haften.
- Den Stoff der Sonnenstore nur trocken einrollen. Muss sie nass eingefahren werden, nach dem Regen wieder ausfahren und trocknen lassen, sonst bildet sich Schimmel.
- Sonnenstoren über den Winter eingefahren lassen und bei Lamellenstoren die Aufzugsbänder und Leiterkordeln prüfen, die sich zuerst abnützen.
So nehmen Sie den Sonnenschutz nach der Montage ab
Testen Sie bei der Abnahme jedes einzelne Element, nicht nur eines als Muster. Gehen Sie diese Liste durch:
- Der Sonnenschutz fährt über die ganze Strecke gleichmässig hoch und herunter, ohne Reiben und ohne Geräusche aus den Führungsschienen
- Unten liegt er gerade auf der Fensterbank auf, die Lamellen sind parallel und keine ist verbogen
- Lamellenstoren wenden in jeder Position gleichmässig
- Die Endlagen des Motors sind so eingestellt, dass nichts an den Kasten oder die Fensterbank schlägt
- Alle offerierten Sender, Gruppen, Zeitschaltungen und Sensoren funktionieren
- Die Anschlüsse von Kasten und Schienen an den Putz sind sauber ausgeführt und abgedichtet, die Fassade ist unbeschädigt
- Fenster, Fensterbänke und Umgebung sind sauber
- Sie haben Bedienungsanleitung und Garantieschein erhalten, bei Funksteuerung auch die angelernten Sender
Halten Sie alle Mängel im Abnahmeprotokoll fest. Endlagen einstellen und Sender anlernen ist für den Monteur eine Sache von wenigen Minuten, solange er vor Ort ist. Später bedeutet es einen weiteren Einsatz.
Häufige Fragen
Die Montage von Lamellenstoren kostet gemäss aktueller Preisliste 88.60 CHF pro m² Arbeitsleistung. Bei einem üblichen Fenster mit 120 × 150 cm (1,8 m²) zahlen Sie das 1,8-Fache dieses Ansatzes. Die Store selbst, den Motoranschluss und die Demontage des alten Sonnenschutzes bezahlen Sie separat.
Die Montage eines Zip-Screens kostet 88.60 CHF pro m² Arbeitsleistung. Bei einer Terrassentür mit 300 × 230 cm sind das 6,9 m² Fläche. Gewebe, Kasten und Motor kommen je nach Hersteller dazu.
Das hängt davon ab, was Sie vom Sonnenschutz erwarten. Lamellenstoren lassen sich wenden, so regulieren Sie das Licht und behalten die Aussicht. Rollläden verdunkeln vollständig, schützen das Fenster besser und senken im Winter die Wärmeverluste etwas, wenden lassen sie sich aber nicht. Im Schlafzimmer wählen viele Rollläden, im Wohnzimmer und im Büro Lamellenstoren.
Die Demontage einer Aussenstore kostet 29.54 CHF pro Stück. Bei einer motorisierten Store ist das Abklemmen und Isolieren der Zuleitung inbegriffen. Abtransport und Entsorgung des alten Sonnenschutzes werden separat verrechnet.
Lamellenstoren, Rollläden und Markisen verändern das Aussehen der Fassade, und die gehört zu den gemeinschaftlichen Teilen. Klären Sie deshalb vor der Bestellung mit der Verwaltung, was das Reglement der Stockwerkeigentümergemeinschaft vorsieht. Oft sind Typ und Farbe des Sonnenschutzes einheitlich festgelegt. In einer Mietwohnung sprechen Sie vorher mit der Vermieterschaft. Planen Sie am Einfamilienhaus eine fest verankerte Pergola, lassen Sie Verankerung und Tragfähigkeit von einer Fachperson prüfen, damit die Konstruktion auch Wind und Schnee sicher standhält.
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