Für ein Badezimmer in der Wohnung (4 - 5 m², 20 m² Platten) zahlen Sie laut aktueller Preisliste 2107.38 CHF - 4214.76 CHF für die Arbeitsleistung. Der tiefere Betrag gilt, wenn die Wände bleiben und nur Oberflächen und Sanitärapparate neu kommen. Der höhere gilt für ein schlüsselfertiges Bad, bei dem der alte Sanitärkern herausgerissen und Trennwände und Leitungen neu gemacht werden. Material, Platten und Sanitärapparate kommen dazu. Vorwandelement fürs Wand-WC, Tür und Duschtrennwand werden separat verrechnet.
Leistungsarten und ihre Preise
Typischer Beginn bei älteren Wohnungen mit vorgefertigtem Sanitärkern. Der Kern wird zerlegt, der Bauschutt entfernt und der Platz für gemauerte Trennwände vorbereitet.
Nach dem Rückbau werden die Trennwände aus Porenbeton gemauert. Neben dem Abbruch ist dies die wichtigste Bauarbeit im Bad.
Jede Entnahmestelle braucht einen Anschluss für Warm- und Kaltwasser. Der Preis wird pro Anschluss berechnet, nicht pro Stunde.
Unter der Dusche, rund um die Wanne und am Boden schützt sie die Konstruktion vor Feuchtigkeit. Ecken und Durchdringungen werden mit Dichtband überdeckt.
Gleicher Ansatz wie auf der Seite zu den Plattenlegerarbeiten. Grössere Formate, Mosaik und Diagonalverlegung sind teurer.
Die Wanne wird gesetzt, untermauert und an den Ablauf angeschlossen, noch bevor die Wannenschürze mit Platten belegt wird.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | ||||
| Grundierung vor Verfliesung | m² | 2.23 CHF | - | |
| Abdichtung (Bad) | m² | 13.00 CHF | - | |
| Dichtband in Eck- und Kantenbereichen einarbeiten | lfm | 6.87 CHF | - | |
| Fliesen und Bodenfliesen | ||||
| Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cm | m² | 50.17 CHF | - | |
| Verfugen | m² | 8.36 CHF | - | |
| Silikonieren der Innen- und Aussenecken | lfm | 3.35 CHF | - | |
| Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägen | Stk. | 5.57 CHF | - | |
| Jolly-Profil (Montage und Setzen) | lfm | 18.58 CHF | - | |
| Sanitär | ||||
| Montage Badewanne inkl. Ummauerung | Stk. | 223.94 CHF | - | |
| Sanitärmontage | ||||
| Waschbecken setzen | Stk. | 44.60 CHF | - | |
| Waschtischarmatur setzen | Stk. | 31.60 CHF | - | |
| Wannen- / Duscharmatur setzen | Stk. | 55.74 CHF | - | |
| Zubehör | ||||
| Montage Entlüftungsventilator | Stk. | 46.66 CHF | - | |
| Spiegel ankleben | Stk. | 69.05 CHF | - | |
| Montage Badaccessoires (Halter, Haken) | Stk. | 22.40 CHF | - | |
| Vorarbeiten | ||||
| Kompletter Abbruch eines Fertig-Sanitärkerns | Stk. | 709.17 CHF | - | |
| Mauerarbeiten | ||||
| Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong) | m² | 32.77 CHF | - | |
| Feiner Kalkzementputz (Feinputz) | m² | 15.48 CHF | - | |
| Sanitärarbeiten | ||||
| Abgang für Kalt- und Warmwasser | Stk. | 63.56 CHF | - | |
| Abgang Innenabfluss und Kanalisation | Stk. | 45.40 CHF | - | |
| Elektroinstallation | ||||
| Abgang für 230 V-Steckdose - Rohinstallation | Stk. | 23.10 CHF | - | |
| Abgang für Schalter - Rohinstallation | Stk. | 23.10 CHF | - | |
| Komplettierung 230 V-Steckdose / Schalter | Stk. | 9.63 CHF | - | |
Was kostet das je nach Umfang
| Neue Oberflächen und Sanitärapparate Bestehende Wände: Grundierung, Abdichtung mit Dichtbändern, 24 m² Wand- und Bodenplatten, Verfugen, Silikon, Ausschnitte, Wanne, Lavabo, Armaturen, Ventilator | 2107.33 CHF |
| Kern: Rückbau, Trennwände, Oberflächen Zu den Oberflächen und Sanitärapparaten kommen Rückbau des alten Sanitärkerns, 12 m² neue Trennwände und Ausgleich der Wände mit 20 m² Putz | 3519.30 CHF |
| Bad schlüsselfertig (Arbeitsleistung) Kern, Trennwände, Putz, 3 Wasseranschlüsse, 3 Abwasseranschlüsse, Elektroanschlüsse, Oberflächen, Abschlussprofile, Sanitärapparate, Spiegel und Zubehör | 4214.40 CHF |
Ablauf der Sanierung
Der Handwerker reisst den alten Sanitärkern oder die alten Platten und Sanitärapparate heraus. Ein Sanitärkern füllt meist eine ganze Mulde mit Bauschutt, deshalb wird die Abfuhr separat verrechnet.
Nach dem Rückbau mauert er Trennwände aus Porenbeton und verputzt die Wände. So sitzen die Platten später gerade, und er muss nichts mit dicken Kleberschichten ausgleichen.
Die Anschlüsse kommen genau dorthin, wo später die Sanitärapparate stehen. Bevor alles zugemacht wird, macht er eine Druckprobe. In Mehrfamilienhäusern hängt die Abluft oft am gemeinsamen Schacht, deshalb muss die Leistung des Ventilators dazu passen, und oft braucht es eine Rückschlagklappe.
Der Elektroinstallateur setzt Leuchten, Steckdosen und Ventilator nach den Schutzbereichen der NIN (SN 411000, Abschnitt 7.01): Bereich 0 ist das Innere von Wanne oder Dusche, Bereich 1 der Raum darüber bis 2,25 m Höhe, Bereich 2 reicht 0,6 m über deren Rand hinaus. Die Stromkreise sichert er mit einem 30-mA-Fehlerstromschutzschalter (FI) ab.
Der Handwerker streicht sie in zwei Schichten auf den Boden und die nassen Wandbereiche. Ecken und Rohrdurchführungen klebt er mit Dichtband ab.
Arbeitsablauf
- 01Bad besichtigen, ausmessen, Platten und Sanitärapparate aussuchen.
- 02Sanitärkern zurückbauen, Schutt abführen, Untergrund prüfen.
- 03Trennwände aus Porenbeton mauern und Wände mit Putz begradigen.
- 04Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen neu verlegen, Druckprobe machen.
- 05Vorwandelement fürs Wand-WC montieren, in der Dusche 1,5 bis 2 % Gefälle zum Ablauf anlegen.
- 06Nassbereiche und Boden abdichten.
- 07Wand- und Bodenplatten verlegen, verfugen, Silikonfugen ziehen.
- 08Sanitärapparate, Armaturen, Türen, Ventilator und Zubehör montieren.
5 häufige Fehler
Platten und Fugen halten kein Wasser zurück. Es läuft in Wände und Decke und landet bei den Nachbarn darunter.
Ein Leck merken Sie erst, wenn die Platten schon verlegt sind. Dann hilft nur noch aufspitzen.
Ohne 1,5 bis 2 % Gefälle zum Ablauf bleibt das Wasser auf den Platten stehen oder läuft am Ablauf vorbei. Das Gefälle muss schon im Untergrund angelegt werden.
Stimmen Höhe oder Ablauf nicht, lässt sich das nach dem Plattenlegen nur noch mit Abbruch beheben.
Ecken, Übergänge von Wand zu Boden und der Wannenrand bewegen sich ständig ein wenig. Harter Fugenmörtel reisst dort, deshalb gehört dauerelastisches Sanitärsilikon hinein.
Mehrfamilienhaus, Altbau und Einfamilienhaus: worin sich Badezimmer unterscheiden
In der Schweiz werden besonders viele Bäder in Mehrfamilienhäusern aus den 1960er bis 1980er Jahren erneuert, sowohl in Mietliegenschaften als auch im Stockwerkeigentum. Das alte Bad hat oft Jahrzehnte gehalten, ist aber eng, die Fugen sind dunkel geworden, und gleich hinter der Wand verlaufen in einem Schacht die Steigleitungen für Wasser, Abwasser und Lüftung. Häufig sind Bad und WC durch eine dünne Zwischenwand getrennt. Fällt diese Wand, lässt sich der Grundriss teilweise neu ordnen. Typisch ist, dass Bad und WC zusammengelegt werden oder die Tür an eine andere Stelle kommt.
Vorsicht gilt bei den Wänden rundherum. Wohnungstrennwände, Aussenwände und manche Innenwände sind in solchen Häusern oft aus Beton oder tragendem Mauerwerk, die Decke ist eine Betondecke. Schlitzen, Durchbrüche vergrössern oder in die Decke spitzen: Das gehört nur nach Beurteilung durch einen Bauingenieur. Die Zwischenwand im Bad ist meist nicht tragend, liegt aber direkt neben den gemeinsamen Leitungen, die dem ganzen Haus dienen. In Gebäuden, die vor etwa 1990 gebaut wurden, kann Asbest stecken, zum Beispiel in Lüftungsrohren aus Faserzement, in alten Plattenklebern oder in Bodenbelägen. Haben Sie einen Verdacht, lassen Sie vorher eine Materialprobe untersuchen. Die Entfernung ist Sache einer anerkannten Asbestsanierungsfirma.
Bevor es losgeht, sprechen Sie mit der Liegenschaftsverwaltung oder dem Hauswart und vereinbaren Sie einen Termin, an dem das Wasser in der Steigleitung abgestellt wird. Im Stockwerkeigentum gehören die Steigleitungen in der Regel zu den gemeinschaftlichen Teilen, darum lohnt sich eine frühe Absprache. In manchen älteren Stadtwohnungen gibt es noch Gasleitungen für Herd oder Durchlauferhitzer. Riechen Sie beim Abbruch Gas, stoppen Sie die Arbeit sofort, öffnen Sie die Fenster, betätigen Sie keine Lichtschalter, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie den Pikettdienst Ihres Gasversorgers oder 112 an. An Gasleitungen arbeitet nur ein dafür zugelassener Installateur.
In Altbauten und Einfamilienhäusern ist das Bad meist gemauert. Die Erneuerung beginnt hier mit dem Abschlagen von Wandplatten und Bodenbelag. Oft kommen dabei Überraschungen zum Vorschein: verzinkte Stahlrohre voller Kalk, Abwasserleitungen aus Guss und schiefe Wände, die vor dem Plattenlegen begradigt werden müssen. Im Einfamilienhaus haben Sie dafür mehr Freiheit bei der Führung der Abwasserleitungen. Eine bodenebene Dusche lässt sich hier meist ohne grosse Schwierigkeiten einbauen.
Grundriss: Badewanne, Dusche und Platz für die Waschmaschine
In einem Bad mit rund 4 bis 5 m² steht zuerst eine Frage im Raum: Wanne oder Dusche? Eine Badewanne passt gut zu Familien mit kleinen Kindern. Eine Dusche spart Platz und Wasser und ist für ältere Menschen sicherer, weil niemand über einen hohen Rand steigen muss. Ein beliebter Kompromiss ist eine Wanne mit Glasabtrennung, in der Sie auch ohne Vorhang bequem duschen können.
Wo was hinkommt, bestimmt vor allem die Steigleitung. Das WC braucht einen grossen Abwasseranschluss mit ausreichend Gefälle, darum bleibt es im Mehrfamilienhaus meist in der Nähe des bisherigen Platzes. Lavabo und Dusche lassen sich leichter verschieben. Jeder zusätzliche Meter Leitung muss aber irgendwo durch: im Boden oder in einer Vorwand.
In vielen Schweizer Mehrfamilienhäusern wird die Wäsche in der gemeinsamen Waschküche gewaschen. Wer lieber einen eigenen Waschturm in der Wohnung möchte, sollte ihn gleich mitplanen. Dafür braucht es einen zusätzlichen Wasseranschluss, einen Abwasseranschluss mit Siphon und eine separate Steckdose, die ausserhalb der Schutzbereiche rund um Wanne und Dusche liegt, wie es die Niederspannungs-Installationsnorm vorgibt. Stellen Sie die Maschine dort hin, wo sich die Tür ganz öffnen lässt und wo sie nicht im Weg steht. In der Praxis wird sie bei der Planung oft vergessen, und der Anschluss muss später über die fertigen Platten geführt werden.
Wand-WC und Vorwand
Ein wandhängendes WC auf einem Unterputz-Element ist leichter zu reinigen, und der Spülkasten verschwindet in der Wand. Die Vorwand aus Installationselement und Gipskarton oder aus Porenbeton verdeckt gleichzeitig die Leitungen und ergibt eine praktische Ablage. Das Element wird genau nach der Höhe des fertigen Bodens montiert, nicht nach dem rohen Beton oder Unterlagsboden. Vor dem Plattenlegen prüft der Sanitärinstallateur, ob Spülung und Abwasser dicht sind.
Bodenebene Dusche: was Sie vorher abklären sollten
Eine Dusche ohne Wanne, bündig mit dem Boden, wirkt modern, und Sie gehen ohne Stufe hinein. Sie hat aber eine Voraussetzung: Sie braucht Höhe. Unter den Bodenplatten muss Platz sein für den Siphon des Ablaufs oder der Duschrinne und für das Gefälle, das das Wasser zum Ablauf führt. Im Mehrfamilienhaus ist der Bodenaufbau oft dünn, und in die Betondecke darf nicht einfach gespitzt werden. Die nötige Höhe gewinnt man deshalb, indem der Boden im ganzen Bad etwas angehoben wird, oder mit besonders flachen Bodenabläufen.
Bevor Sie eine Rinne oder einen Ablauf kaufen, messen Sie, wie viele Zentimeter von der Betondecke bis zum geplanten fertigen Boden zur Verfügung stehen. Klären Sie mit dem Sanitärinstallateur, ob sich das Abwasser mit Gefälle an die Steigleitung anschliessen lässt. Reicht die Höhe nicht, ist eine flache Duschwanne mit niedrigem Profil die vernünftigere Lösung. Sie sieht ähnlich aus und greift nicht in die Konstruktion des Hauses ein.
Warum spielt die Art des Ablaufs eine Rolle? Bei grossformatigen Platten passt eine Duschrinne an der Wand besser, das Gefälle läuft dann nur in eine Richtung. Ein Punktablauf in der Mitte braucht Gefälle von vier Seiten. Grosse Platten müssten dann diagonal geschnitten werden, sonst stehen die Ecken hoch.
Abdichtung und heikle Anschlüsse
Viele glauben, die Platten halten das Wasser zurück. Weder Platten noch Fugen sind aber wasserdicht. Das Wasser stoppt erst die Abdichtung darunter, meist eine flüssig aufgetragene Dichtschlämme. Am Boden kommt sie auf die ganze Fläche des Bades und wird an den Wänden etwa bis zur Sockelhöhe hochgezogen. In der Dusche werden die Wände mindestens bis zur Höhe der Brause abgedichtet, bei der Badewanne meist einige Dutzend Zentimeter über den Wannenrand.
- Ecken und Übergänge: In die Wandecken und an den Übergang von Wand zu Boden gehört ein Dichtband. Es macht kleine Bewegungen des Baus mit und reisst nicht.
- Durchdringungen: Um Wasseranschlüsse und Abwasserrohre kommen Dichtmanschetten.
- Wannenrand: Zwischen Wanne und Wand wird ein spezielles Wannendichtband geklebt. Reisst später das Silikon, läuft das Wasser trotzdem nicht hinter die Platten.
- Ablauf und Rinne: Die Abdichtung wird mit der Manschette des Ablaufs verbunden. Es genügt nicht, sie nur bis an den Rand zu streichen.
Die Abdichtung wird in zwei Schichten aufgetragen, die zweite quer zur ersten, damit keine dünne Stelle bleibt. Vor dem Plattenlegen muss sie so lange trocknen, wie es der Hersteller im technischen Merkblatt angibt. Im Mehrfamilienhaus schützen Sie mit einer sauberen Abdichtung auch die Nachbarn unter Ihnen. Ein Wasserschaden in der Wohnung darunter ist meist der teuerste Fehler einer ganzen Badsanierung.
Lüftung und Feuchtigkeit
Ein neues Bad ist dichter als das alte. Ohne Lüftung schlägt sich der Dampf nach dem Duschen an Wänden und in Fugen nieder. Ein Ventilator mit Rückschlagklappe und Nachlauf oder mit Feuchtesensor hilft, weil er auch nach dem Ausschalten des Lichts weiterläuft. In vielen Mehrfamilienhäusern ist das Bad an eine zentrale Abluft im Schacht angeschlossen. Fragen Sie den Hauswart, wie das bei Ihnen gelöst ist, bevor Sie einen eigenen Ventilator einbauen. In jedem Fall gilt: Abgesaugt wird nur, wenn frische Luft nachströmen kann. Lassen Sie deshalb unter der Tür einen Spalt oder setzen Sie ein Lüftungsgitter in die Tür.
Schimmel in einer Ecke des Bades ist meist kein Fehler der Platten. Dahinter stecken oft eine schwache Lüftung oder eine kalte Aussenwand. Grenzt Ihr Bad an eine Aussenwand, schauen Sie sich diese vor dem Plattenlegen genau an. Je nach Zustand ist eine Wärmedämmung sinnvoll oder zumindest, dass diese Wand mitbeheizt wird. Für die Dämmung der Gebäudehülle gibt es je nach Kanton Fördergelder aus dem Gebäudeprogramm. Die Bedingungen erfahren Sie bei der kantonalen Energiefachstelle.
Wand- und Bodenplatten: worauf es bei der Auswahl ankommt
Auf den Boden im Bad gehören rutschhemmende Platten, in einer bodenebenen Dusche erst recht. Glänzende Platten werden nass rutschig und passen nicht in die Dusche. Grossformatige Platten lassen einen kleinen Raum grösser wirken und haben weniger Fugen. Sie brauchen aber sehr ebene Wände und Böden, und das Verlegen ist aufwendiger.
Lassen Sie sich vom Plattenleger vorher einen Verlegeplan machen. Er zeigt, wo die Schnitte liegen, damit sie gleichmässig auf beide Seiten verteilt sind und nicht als schmale Streifen an der Tür oder an der Wanne enden. Gleichzeitig sehen Sie, wie die Platten an die Höhe von Tür, Spiegel und Armaturen anschliessen. Die Armaturenanschlüsse kommen dann in die Mitte einer Platte oder in eine Fuge und nicht irgendwohin.
In der Dusche wird statt einer normalen Zementfuge oft eine Epoxidharzfuge verwendet. Sie nimmt kein Wasser auf, Seife verfärbt sie nicht, und sie ist widerstandsfähiger gegen Schimmel. Sie ist allerdings schwieriger zu verarbeiten und teurer. Alle Ecken und Anschlüsse an Wanne oder Duschwanne werden nicht verfugt, sondern mit elastischem Sanitärsilikon abgedichtet.
Heizen im Badezimmer
In älteren Bädern heizt meist ein Handtuchradiator, an dem gleichzeitig die Tücher trocknen. In neueren Häusern ist oft eine Bodenheizung eingebaut, die an der zentralen Heizung des Hauses hängt. Im Mehrfamilienhaus gehört diese Heizung allen. Bevor Sie einen Radiator austauschen oder versetzen, sprechen Sie mit der Liegenschaftsverwaltung. Nach der Montage muss die Anlage entlüftet und neu einreguliert werden. Soll der Radiator auch ausserhalb der Heizsaison warm werden, lässt er sich mit einer elektrischen Heizpatrone ergänzen. Diese braucht eine eigene Steckdose ausserhalb der Schutzbereiche.
Eine elektrische Bodenheizung wird im Bad vor allem eingesetzt, damit der Boden nicht kalt ist. Die Heizmatte kommt in den Kleber unter die Bodenplatten und wird über einen Thermostat mit Bodenfühler gesteuert. Vor dem Zudecken muss sie durchgemessen werden, denn nach dem Verlegen der Platten lässt sie sich nicht mehr ohne Abbruch reparieren. Elektroarbeiten im Bad darf nur ein Elektroinstallateur mit Bewilligung nach der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) ausführen. Am Ende erhalten Sie von ihm einen Sicherheitsnachweis.
Ablauf und Koordination der Handwerker
Auf wenigen Quadratmetern lösen sich Abbruchequipe, Maurer oder Gipser, Sanitärinstallateur, Elektroinstallateur und Plattenleger ab. Wenn Sie jedes Gewerk einzeln beauftragen, liegt die Koordination bei Ihnen. Jede Wartezeit auf den nächsten Handwerker verschiebt den ganzen Termin. Eine Firma, die das Bad als Gesamtpaket liefert, übernimmt die Koordination und auch die Verantwortung dafür, dass die Arbeiten der einzelnen Gewerke zusammenpassen.
Wählen und bestellen Sie Sanitärapparate, Armaturen und Unterputzkörper schon vor Baubeginn. Der Sanitärinstallateur braucht genaue Masse und technische Datenblätter, damit er die Anschlüsse richtig setzt. In der Praxis kommt es oft vor, dass Anschlüsse nach Schätzung gesetzt werden und nach der Lieferung der Armatur Abstand oder Tiefe des Unterputzkörpers nicht stimmen. Manche Armaturen, Wannen und Duschwände haben zudem Lieferfristen von mehreren Wochen.
Es lohnt sich, alle Wasser-, Abwasser- und Elektroleitungen vor dem Zudecken zu fotografieren und die Bilder mit Massen ab Boden und ab Ecke aufzubewahren. Wenn Sie später ein Tablar montieren, wissen Sie genau, wo Sie nicht bohren dürfen.
Anleitung für Heimwerker: altes Silikon an Badewanne und Dusche ersetzen
Dunkel gewordenes oder abgelöstes Silikon ist nicht nur unschön. Durch die offene Fuge läuft Wasser hinter die Platten und an die Wanne. Den Austausch schaffen Sie gut selbst, wenn Sie Geduld mitbringen und genug Zeit zum Trocknen einplanen.
- Altes Silikon mit einem scharfen Messer oder Schaber entlang der Platten und der Wanne einschneiden und auf der ganzen Länge herausziehen.
- Reste mit Silikonentferner lösen, die Fläche reinigen und mit Alkohol entfetten.
- Schimmel in der Fuge mit einem Schimmelentferner behandeln und vollständig trocknen lassen, idealerweise bis zum nächsten Tag.
- Badewanne mit Wasser füllen, damit sie sich unter dem Gewicht setzt und das Silikon später unter Belastung nicht reisst.
- Entlang der Fuge Abdeckband auf Platten und Wanne kleben, damit die Kante gerade wird.
- Sanitärsilikon mit Schimmelschutz in einem gleichmässigen Zug auftragen.
- Silikon mit einem angefeuchteten Fugenglätter oder einem Finger in Seifenwasser glätten und das Abdeckband sofort abziehen.
- Wasser erst nach dem Aushärten aus der Wanne lassen und die Dusche so lange nicht benutzen, wie der Hersteller auf der Packung angibt, meist ungefähr 24 Stunden.
Das neue Bad abnehmen
Nehmen Sie sich bei der Abnahme Zeit. Gehen Sie das Bad Punkt für Punkt durch:
- Für die Wasserleitungen liegt ein Protokoll der Druckprobe vor, für die Elektroinstallation der Sicherheitsnachweis
- Das Wasser aus der Dusche läuft zum Ablauf oder zur Rinne und bleibt nirgends auf dem Boden stehen, was Sie mit einem Kessel Wasser prüfen
- Beim Abklopfen von Wand- und Bodenplatten klingt nichts hohl, ein hohler Ton verrät eine schlecht verklebte Platte
- Die Fugen sind gleich breit und voll gefüllt, die Schnitte sauber und symmetrisch
- Alle Ecken und Anschlüsse an Wanne und Duschwanne sind mit Silikon abgedichtet, nicht verfugt
- Armaturen, Spülung und Siphons sind auch nach einigen Minuten laufendem Wasser dicht
- Der Ventilator oder die Abluft saugt, und die Tür hat einen Spalt oder ein Gitter für die Zuluft
- Sie haben Fotos der Leitungen vor dem Zudecken und die Garantiescheine der Sanitärapparate
Stimmt etwas nicht, halten Sie es im Abnahmeprotokoll fest, zusammen mit einem Termin für die Nachbesserung. Eine hohl liegende Platte oder eine undichte Silikonfuge lässt sich direkt nach Abschluss leicht beheben. Nach Jahren kann daraus die Reparatur einer durchnässten Decke beim Nachbarn werden.
Häufige Fragen
Für ein Badezimmer in der Wohnung (4 - 5 m², 20 m² Platten) kostet die Arbeit laut aktueller Preisliste 2107.38 CHF - 4214.76 CHF. Der tiefere Betrag gilt, wenn die Wände bleiben und nur Oberflächen und Sanitärapparate neu kommen. Der höhere gilt fürs schlüsselfertige Bad mit Rückbau des Kerns, Trennwänden, Putz und neuen Leitungen. Material und Sanitärapparate kommen dazu.
Für das Verlegen von Standardplatten an Wand und Boden zahlen Sie 50.17 CHF pro m² Arbeitsleistung, genau wie auf der Seite zu den Plattenlegerarbeiten. Grundierung, Verfugen, Silikon und Ausschnitte kosten extra.
Ein normales Bad in einer Wohnung dauert ungefähr zwei bis drei Wochen. Länger wird es, wenn Putz und Abdichtung trocknen müssen oder die Sanitärapparate auf sich warten lassen.
Ja, in der Dusche, rund um die Wanne und auf dem Boden. Sonst zieht Wasser durch die Fugen in Wände und Decke.
Am stärksten schlagen der Rückbau des Kerns und das Mauern neuer Trennwände zu Buche. Dazu kommen der komplette Ersatz der Leitungen, grossformatige Platten und eine bodenebene Dusche mit Gefälle und Duschrinne.
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