Eine Innentür in die bestehende Zarge einzubauen kostet gemäss aktueller Preisliste 74.33 CHF pro Stück Arbeitsleistung. Für eine Futterzarge samt Einhängen der Tür rechnen Sie mit 81.76 CHF pro Stück, für Sockelleisten mit 7.43 CHF pro Laufmeter. Was Sie am Ende bezahlen, hängt vor allem vom Zustand und der Ebenheit der Öffnung ab, davon, wie viele Türen gleichzeitig anstehen, und wie gut sich die Arbeit mit Bodenleger und Maler abstimmen lässt. Das Material für Türen, Zargen und Leisten wird separat verrechnet.
Leistungsarten und ihre Preise
Einsetzen eines neuen Türblatts in die bestehende, erhaltene Zarge. Erfordert ein genaues Ausmessen der Öffnung und das Einstellen von Bändern und Schloss.
Montage einer neuen Futterzarge und Einhängen des Türblatts. Wird auch ausgeführt, wenn sich die Breite der Öffnung oder die Anschlagrichtung ändert.
Montage von Holztritten auf die bestehende tragende Treppenkonstruktion. Erfordert genaue Zuschnitte und eine stabile Befestigung jeder Stufe.
Montage des Handlaufs auf bestehende Pfosten oder Konsolen. Höhe und Neigung werden an die geltenden Sicherheitsanforderungen angepasst.
Abschlussarbeit nach dem Verlegen des Bodens. Die Leisten werden an der Wand befestigt, nicht durch den Bodenbelag hindurch, mit sauberen Eckverbindungen.
Wandverkleidung aus Holz oder Holzdekor. Montage auf einer Lattung, die Unebenheiten des Untergrunds ausgleicht und eine Hinterlüftung ermöglicht.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Türen und Zargen | ||||
| Montage von Innentüren | Stk. | 74.33 CHF | - | |
| Montage Umfassungszarge + Türeinhängen | Stk. | 81.76 CHF | - | |
| Montage Schiebetür-Kassette (Eclisse) | Stk. | - | ||
| Montage Schiebetür in der Kassette | Stk. | - | ||
| Leisten und Verkleidungen | ||||
| Demontage alter Leisten | lfm | 2.80 CHF | - | |
| Montage von Sockelleisten | lfm | 7.43 CHF | - | |
| Montage von Deckenleisten | lfm | 7.43 CHF | - | |
| Wandvertäfelung (Lambris) | m² | 40.88 CHF | - | |
| Sonnenschutz | ||||
| Montage Gardinenstangen und Vorhangschienen | Stk. | 27.87 CHF | - | |
| Montage Innenjalousien | Stk. | 27.87 CHF | - | |
| Montage Aussenrollläden / -jalousien | Stk. | - | ||
| Treppen und Geländer | ||||
| Montage Treppenstufen | Stk. | 81.76 CHF | - | |
| Montage Treppenstufen mit Setzstufe | Stk. | - | ||
| Treppenstufen schleifen + 3× lackieren | Stk. | - | ||
| Montage Holzhandlauf am Geländer | lfm | 24.15 CHF | - | |
| Fenster und Fensterbänke | ||||
| Montage Kunststoff- oder Holzfenster | Stk. | - | ||
| Montage Aussenfensterbank | lfm | 14.86 CHF | - | |
| Montage Innenfensterbank | lfm | 13.00 CHF | - | |
| Möbel und Regale | ||||
| Montage und Aufhängen von Holzregalen | Stk. | 18.58 CHF | - | |
| Montage Einbauschrank nach Mass | Std. | - | ||
| Küchenmontagen | ||||
| Montage Küchenzeile | lfm | - | ||
| Unsichtbare Gehrungsfräsung der Arbeitsplatte | Stk. | - | ||
| Einbau der Geräte in die Küchenzeile | Stk. | 81.76 CHF | - | |
| Montage und Anschluss des Dunstabzugsrohres | Stk. | 81.76 CHF | - | |
| Zuschnitt und Anpassung der Arbeitsplatte | lfm | 27.87 CHF | - | |
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Ersatz der Türblätter in bestehenden Zargen Montage von 4 Türblättern in erhaltene Zargen | 297.30 CHF |
| Kompletter Ersatz von Türen, Zargen und Sockelleisten Montage von 4 Futterzargen mit Einhängen der Türen und 40 Laufmeter Sockelleisten in den angrenzenden Räumen | 624.25 CHF |
| Kompletter Ersatz von Türen, Leisten und Holztablaren im Korridor Montage von 4 Futterzargen mit Einhängen der Türen, 40 Laufmeter Sockel- und 40 Laufmeter Deckenleisten sowie Montage von 3 Holztablaren | 977.23 CHF |
Vorbereitung vor der Montage
Bevor Türen und Zargen bestellt werden, misst der Schreiner die Öffnungen samt Diagonalen aus, dazu die Wandstärke und die Höhe des fertigen Bodens.
Wird nur das Türblatt ersetzt, prüft der Schreiner, ob die Zarge gerade, fest und unbeschädigt ist. Ist das nicht der Fall, muss auch die Zarge ersetzt werden.
Alte Türen, Zargen oder Leisten baut der Schreiner sorgfältig aus, damit Wand und Boden rundherum nicht beschädigt werden.
Türen, Zargen und Holzteile lagern vor dem Einbau so lange im Raum, in dem sie montiert werden, wie es der Hersteller vorgibt. So verziehen oder schwinden sie später nicht.
Arbeitsablauf
- 01Der Schreiner misst die Öffnung aus und prüft, ob Rohbauöffnung oder bestehende Zarge lotrecht und waagrecht sind.
- 02Er setzt die Zarge ein, richtet sie mit Keilen lotrecht und über die Diagonale aus und befestigt sie fest im Untergrund.
- 03Den Spalt zwischen Zarge und Mauerwerk füllt er mit Montageschaum oder einem anderen vorgeschriebenen Material und lässt ihn aushärten.
- 04Ist der Schaum ausgehärtet, montiert er die Bekleidungen der Zarge und prüft, ob die Sichtfläche eben ist.
- 05Danach hängt er das Türblatt in die Bänder, stellt Anschlag und Spaltmasse ein und prüft Schloss und Drücker.
- 06Wenn der Boden fertig ist, setzt er die Sockelleisten und bei Bedarf die Deckenleisten und schneidet die Ecken sauber auf Gehrung.
- 07Bei Treppe oder Geländer befestigt er ein Teil nach dem anderen und prüft laufend Stabilität und gleichmässige Neigung.
- 08Zum Schluss reinigt er alles, prüft den Lauf der Tür und die Festigkeit der Verbindungen und übergibt den Raum ohne beschädigte Oberflächen.
5 häufige Fehler
Sitzt die Zarge schief oder verzogen, liegt die Tür nicht gleichmässig an. Mit der Zeit geht sie dann von selbst auf oder zu.
Werden die Bekleidungen auf noch nicht ausgehärteten Schaum montiert, können sie sich später verschieben und in den Ecken reissen.
Wird beim Setzen der Zarge die Höhe des fertigen Bodens nicht berücksichtigt, fehlt später der nötige Abstand zwischen Tür und Belag.
Sockelleisten gehören an die Wand, nicht mit einer Schraube durch den Belag in den Untergrund. Sonst kann der Boden nicht mehr frei arbeiten und sich ausdehnen.
Werden Türen, Treppen oder Täfer gleich nach der Lieferung montiert, ohne sich an die Raumfeuchte anzupassen, entstehen später oft Fugen oder die Teile verziehen sich.
Wann der Schreiner an die Reihe kommt
Bei einer Renovation kommt der Schreiner fast immer erst gegen Schluss zum Zug. Der Grund ist einfach: Holz und Holzwerkstoffe nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf und verändern sich dabei. Solange im Raum noch Verputz, Unterlagsboden oder Spachtelmasse trocknen, haben Zargen, Türen, Sockelleisten, Täfer und Einbauschränke dort nichts verloren. Ein Zementunterlagsboden braucht ungefähr eine Woche pro Zentimeter Dicke, bei dicken Schichten oder kühlem Wetter länger. Verlassen Sie sich aber nicht nur auf den Kalender. Wie trocken der Untergrund wirklich ist, misst der Bodenleger.
Die übliche Reihenfolge sieht so aus: zuerst die nassen Arbeiten von Gipser und Plattenleger, dann der Boden, danach die Malerarbeiten und erst zum Schluss Zargen, Türen und Leisten. Eine Ausnahme ist die Stahlzarge, sie wird schon beim Mauern oder vor dem Verputzen gesetzt. Häufig sieht man, dass jemand die Türen gleich zu Beginn bestellt und sie dann verpackt im halbfertigen Haus herumstehen. Wird in dieser Zeit verputzt, saugen die Türblätter Feuchtigkeit auf und können sich beim Trocknen verziehen. Sie haben weniger Ärger, wenn Sie die Lieferung der Türen erst nach Abschluss der nassen Arbeiten vereinbaren.
Stahlzarge oder Holzzarge
Vom Zargentyp hängt ab, wann montiert wird und wie die Tür später aussieht. Beide Lösungen haben ihren Platz:
- Stahlzarge: Sie hält Stösse und Feuchtigkeit gut aus und passt deshalb in den Keller, den Technikraum oder einen stark genutzten Korridor. Sie wird ins Mauerwerk gesetzt und mit Mörtel hinterfüllt. Wenn Sie sie später ersetzen möchten, müssen Sie spitzen und den Verputz rund um die Öffnung flicken.
- Holzzarge (Futterzarge): Sie umfasst die ganze Wanddicke und passt farblich zum Türblatt. Sie wird erst in die fertige Öffnung montiert, gehalten von Montageschaum und Spreizelementen. Beim Ersatz bleibt die Wand heil. Auf Schläge und dauernde Feuchtigkeit reagiert sie allerdings empfindlicher.
Jede Futterzarge wird für einen bestimmten Bereich der Wanddicke gebaut. Messen Sie die Wand deshalb samt Verputz und Platten. Im Bad macht der Plattenbelag die Wand um einige Zentimeter dicker, das muss bei der Bestellung eingerechnet sein. Fürs Bad lohnt sich eine Zarge mit widerstandsfähigerem unterem Abschluss, oder Sie lassen sie am Boden abdichten. Sonst kann Wasser vom nassen Boden in den Spanplattenkern hochziehen.
Masse, Öffnungsrichtung und Lüftung
Innentüren gibt es in einigen Standardbreiten, gängig sind etwa 60 bis 90 cm. Fragen Sie beim Bestellen nach, ob das Türblatt, das Lichtmass oder das Aussenmass der Zarge gemeint ist, denn hier entstehen leicht Missverständnisse. Die Rohbauöffnung für eine Futterzarge ist meist rund 10 cm breiter als das Türblatt. Ihre Höhe gibt der Hersteller vor, und zwar immer ab fertigem Boden, nicht ab Beton. Darum will man bei der Bestellung auch wissen, wie hoch der ganze Bodenaufbau inklusive Belag wird.
Wie finden Sie heraus, ob Sie eine linke oder rechte Tür brauchen? Sie schauen von der Seite auf die Tür, zu der sie aufgeht, also von dort, wo Sie die Bänder sehen. Sind die Bänder links, ist es eine linke Tür (DIN links). Eine verwechselte Richtung gehört zu den häufigen Reklamationen, obwohl das Produkt in Ordnung ist und der Fehler bei der Bestellung passiert ist.
Türen zu Bad, WC und Küche haben auch eine Lüftungsaufgabe. Läuft im Bad ein Abluftventilator oder in der Küche die Dunstabzugshaube, muss die Luft irgendwo nachströmen können. In vielen neueren Bauten mit Komfortlüftung, etwa nach Minergie, sind solche Überströmöffnungen fest eingeplant. Helfen kann ein grösserer Spalt unter dem Türblatt, ein Lüftungsgitter oder ein gekürztes Türblatt. Steht in der Wohnung ein Gasgerät, das seine Verbrennungsluft aus dem Raum bezieht, entscheidet die Gasfachperson über die Luftzufuhr, nicht der Schreiner. Und falls Sie einmal Gas riechen: Wohnung sofort verlassen und von draussen den Notruf Ihres Gasversorgers oder 112 wählen.
Wohnungstür im Mehrfamilienhaus
Die Tür von der Wohnung ins Treppenhaus ist keine gewöhnliche Innentür. Meist braucht sie einen Feuerwiderstand gemäss Brandschutzkonzept des Hauses, zum Beispiel EI 30, und oft auch einen Türschliesser. Brandschutztüren sind als Ganzes geprüft: Türblatt, Zarge, Beschläge und die Art der Montage. Ersetzen Sie nur das Türblatt und lassen die alte Zarge stehen, oder montieren Sie statt des Brandschutzbeschlags einen gewöhnlichen Türgriff, kann das ganze System seine Schutzwirkung verlieren.
Bevor Sie mit dem Austausch beginnen, sprechen Sie mit der Liegenschaftsverwaltung, dem Hauswart oder bei Stockwerkeigentum mit der Verwaltung der Gemeinschaft. Dort weiss man, was das Haus verlangt und wie die Türen im Treppenhaus aussehen sollen. Als Mieterin oder Mieter brauchen Sie für einen Türersatz ohnehin das Einverständnis der Vermieterschaft. Soll die Öffnung breiter werden oder liegt sie in einer tragenden Wand, gehört die Sache in die Hände eines Bauingenieurs, der die Wand beurteilt.
Warum Holz arbeitet und was das für Sie bedeutet
Holz ist hygroskopisch, das heisst, es nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab. Massivholz bewegt sich vor allem quer zur Faser. Deshalb dürfen Treppentritte, Fenstersimse oder Täfer nie von allen Seiten fest eingespannt werden, das Holz braucht etwas Spielraum. Für den Innenausbau verwendet man meist Holz mit einer Holzfeuchte von etwa 8 bis 12 %. In Wohnräumen hält man die relative Luftfeuchtigkeit sinnvollerweise bei ungefähr 40 bis 60 %. Gerade im Winter, wenn die Heizung läuft, sinkt sie oft deutlich darunter, und dann zeigen sich feine Fugen im Massivholz.
Für gewöhnliche Türen und Möbel kommen auch Holzwerkstoffe und Oberflächenmaterialien zum Einsatz:
- Spanplatte und MDF: Sie verändern ihre Masse weniger als Massivholz, quellen aber auf, wenn sie Wasser abbekommen, und gehen nicht mehr in ihre ursprüngliche Form zurück.
- Furnier: eine dünne Schicht echtes Holz. Es lässt sich schleifen, aber nur einmal, höchstens zweimal.
- Folien und Laminat (CPL oder HPL): widerstandsfähig und pflegeleicht. Schäden lassen sich jedoch schlecht reparieren, meist muss das ganze Teil ersetzt werden.
Es lohnt sich zu wissen, was Sie genau bekommen. Ein furniertes Türblatt kann man nach einigen Jahren auffrischen, ein foliertes nicht.
Einbauschränke und Möbelmontage
Ein Schrank nach Mass wird nach dem Aufmass des fertigen Raums gebaut, also erst nach Verputz und Boden. Wände, Decken und Böden sind nie ganz rechtwinklig. Die Korpusse werden darum mit verstellbaren Füssen ausgerichtet, und die Blenden schneidet der Schreiner erst vor Ort zu. Bei Schiebetüren ist die obere Führung entscheidend: Sie muss gerade und fest in der Decke verankert sein. Bei einer abgehängten Gipsdecke braucht es darin ein tragendes Profil oder eine Holzverstärkung.
Steht der Schrank an einer Aussenwand? Dann braucht er hinten einen Luftspalt und Öffnungen unten beim Sockel und oben. Ohne Luftzirkulation schlägt sich an der kühlen Wand Feuchtigkeit nieder, und hinter dem Schrank wächst Schimmel. Das merkt man meist erst, wenn der Schrank beim Zügeln weggeschoben wird.
Oberschränke in der Küche und Tablare hält der passende Dübel in der Wand. In Porenbeton, Hohlbackstein und Gipsständerwänden braucht es spezielle Anker oder eine Verstärkung, die schon beim Stellen der Wand eingebaut wird. Klären Sie vor dem Bohren, wo Leitungen verlaufen. Meist liegen sie in Installationszonen nahe der Decke, in Ecken und rund um Fenster und Türen. Den festen Anschluss von Geräten, die Beleuchtung in der Küche und neue Steckdosen macht in der Schweiz eine Elektroinstallateurin oder ein Elektroinstallateur mit Bewilligung nach NIV, nicht der Schreiner und auch nicht Sie selbst.
Holztreppen, Tritte und Handläufe
Bevor Sie eine Betontreppe mit Holz belegen, messen Sie, ob alle Stufen gleich hoch sind. Schon ein Zentimeter Unterschied fühlt sich beim Gehen wie ein Stolpern an. Unterschiede gleicht man unter dem Trittbrett aus, nicht mit unterschiedlich dicken Brettern. Ob sich eine Treppe angenehm begehen lässt, verrät die Schrittmassregel: zweimal die Stufenhöhe plus die Auftrittstiefe sollte ungefähr 600 bis 650 mm ergeben. Die genauen Masse legt die Planung fest, hilfreiche Empfehlungen zur sicheren Treppe gibt auch die bfu.
Die Tritte werden mit elastischem Holzkleber auf den Beton geklebt oder verankert. Der Untergrund muss trocken und eben sein. Setzstufen schliessen den Raum zwischen den Tritten, so wirkt die Treppe geschlossener und es fallen keine Kleinigkeiten durch. Auf die Tragfähigkeit haben sie keinen Einfluss, die übernimmt die tragende Konstruktion.
Bei der Holzwahl zählt, wie stark die Treppe beansprucht wird. Weichholz wie Fichte oder Föhre ist günstiger, bekommt auf Stufen aber schnell Dellen. Für Tritte nimmt man darum meist Hartholz wie Eiche oder Buche. Alte Massivholztreppen lassen sich durch Schleifen und Lackieren in drei Schichten erneuern. Bei furnierten Tritten klären Sie zuerst, wie dick das Furnier ist, sonst schleifen Sie es durch. Lack bildet einen harten Film auf der Oberfläche. Öl zieht ins Holz ein und erlaubt, nur die beschädigte Stelle auszubessern, ohne die ganze Stufe zu schleifen. Denken Sie bei beiden Oberflächen auch an eine rutschhemmende Ausführung.
Handlauf und Geländer schützen vor Stürzen. Ihre Höhe und die zulässigen Öffnungen in der Füllung regeln die Norm SIA 358 und die Planung. Die Befestigungen des Handlaufs müssen im tragenden Material der Wand sitzen, nicht nur im Verputz.
Täfer, Leisten und Fenstersimse
Täfer und andere Holzverkleidungen werden auf eine Lattung montiert. Sie gleicht Unebenheiten der Wand aus und lässt hinter der Verkleidung einen hinterlüfteten Spalt. Senkrechte Bretter brauchen eine waagrechte Lattung, waagrechte eine senkrechte. Am Boden und an der Decke bleibt eine Bewegungsfuge, die später eine Leiste abdeckt. Verdeckte Klammern lassen das Holz arbeiten. Nageln Sie die Bretter direkt durch die Sichtseite, reissen sie früher oder später.
Der innere Fenstersims wird unter den Fensterrahmen oder an dessen Anschlussprofil geschoben. Er wird unterklebt und unterlegt, damit er sich nicht durchbiegt, wenn sich jemand darauf abstützt. Meist steht er etwa 2 bis 5 cm vor den Verputz vor. Steht unter dem Fenster ein Heizkörper, darf der Sims die warme Luft nicht abblocken. Bei grosser Auskragung gehört deshalb ein Lüftungsgitter hinein. Sonst beschlägt das Fenster, und in den Ecken kann Schimmel entstehen.
Anleitung für Heimwerker: Tür einstellen und Türgriff wechseln
Wenn eine Tür an der Zarge streift oder nicht ins Schloss fällt, muss sie oft nicht ersetzt, sondern nur eingestellt werden. Bei Brandschutz-Wohnungstüren wechseln Sie Beschläge allerdings nur gegen geprüfte Originalteile.
- Herausfinden, welche Bänder die Tür hat, ob Zapfenbänder mit Stellschraube oder verdeckte, verstellbare Bänder, und die Anleitung des Herstellers dazu suchen.
- Prüfen, wo das Türblatt streift und wie die Spalten rundum aussehen, und daraus ableiten, in welche Richtung es verschoben werden muss.
- Tür öffnen und einen Keil unter die Unterkante schieben, damit das Türblatt beim Lösen der Bänder nicht absackt.
- Stellschrauben in kleinen Schritten drehen und nach jeder Änderung ausprobieren, wie die Tür schliesst.
- Kontrollieren, ob die Spalten zwischen Türblatt und Zarge überall gleich sind, meist einige Millimeter nach Angabe des Herstellers.
- Für den Griffwechsel die Schrauben der Schilder oder Rosetten lösen und den Türgriff samt Vierkantstift herausziehen.
- Vierkant messen, bei Innentüren meist 8 oder 9 mm, ebenso den Lochabstand des Schlosses, damit der neue Griff passt.
- Neuen Türgriff aufsetzen, Schrauben anziehen, ohne sie zu überdrehen, und prüfen, ob der Griff zurückfedert und die Schlossfalle einrastet.
Schreinerarbeiten richtig abnehmen
Achten Sie bei der Abnahme darauf, wie alles funktioniert und wie es aussieht. Gehen Sie dafür tagsüber bei Tageslicht durch die Räume und nehmen Sie eine Wasserwaage mit:
- Zargen stehen lotrecht, liegen bündig zur Wand und zwischen Verkleidung und Verputz sind keine Fugen
- Türen bleiben in jeder Stellung stehen und gehen nicht von selbst auf oder zu
- Spalten rund um das Türblatt sind gleichmässig, der Spalt über dem fertigen Boden entspricht den Herstellerangaben oder dem Lüftungsbedarf
- Schlösser, Türgriffe und Schlüssel funktionieren, die Schlossfalle rastet ohne Nachdrücken ein
- Für die Wohnungstür liegen die Nachweise zum Feuerwiderstand des ganzen Türsystems vor
- Treppentritte sind fest, knarren nicht und haben alle die gleiche Höhe
- Der Handlauf ist fest verankert und hat keine scharfen Kanten
- Sockelleisten halten an der Wand und sind in den Ecken sauber gestossen
- Schränke sind ausgerichtet, Fronten und Schubladen haben gleichmässige Fugen
- Auf den Oberflächen sind keine Kratzer, Leimspuren oder Schaumreste
- Pflegeanleitungen, Garantiescheine und Angaben zur Oberflächenbehandlung haben Sie erhalten
Häufige Fragen
Ein Türblatt in die bestehende Zarge einzuhängen kostet gemäss aktueller Preisliste <strong>74.33 CHF pro Stück Arbeitsleistung</strong>. Ersetzen Sie alles samt Futterzarge, sind es 81.76 CHF pro Stück.
Ja, wenn die alte Zarge gerade und fest ist und von den Massen her zum neuen Türblatt passt. Ist sie beschädigt oder schief, lohnt sich der Ersatz der ganzen Tür.
Erst wenn Boden und Malerarbeiten fertig sind und die endgültigen Höhen und Farben feststehen. Die Montage von Sockelleisten kostet 7.43 CHF pro Laufmeter.
Ja. Türen, Zargen, Treppenstufen und Täfer brauchen gemäss Herstellerangaben Zeit, um sich an Feuchtigkeit und Temperatur im Raum anzupassen. Sonst verziehen sie sich später oder es bilden sich Fugen.
Neben der Stückzahl vor allem der Zustand der bestehenden Öffnungen und ob neue Zargen nötig sind. Dazu kommen aufwendige Details bei Treppe oder Geländer und die Abstimmung mit Bodenleger und Maler.
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