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Setzen und Verlegen von Bordsteinen in Magerbeton

Bordsteine bilden den festen Rand einer gepflasterten Fläche. Sie halten Pflaster, Gehweg oder Einfahrt zusammen, damit die Ränder nicht auseinanderwandern und ins Beet oder in den Rasen rutschen. Das Setzen in Magerbeton ist der übliche Weg, Bordsteine dauerhaft zu verankern: Der Stein kommt in ein Bett aus erdfeuchtem Beton und bekommt

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·4 Positionen im Preisverzeichnis
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18,80 €/ lfm
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Pflasterarbeiten4 Positionen

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PositionEHPreis / EHMengeSumme
Bordsteine
Bordsteine in Trockenbeton setzenlfm18,80 €-
Setzen von Rasenkantensteinenlfm6,10 €-
Setzen von Straßenbordsteinenlfm9,85 €-
Pflasterstein als Bordersatz in Beton setzenlfm12,18 €-
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Was Magerbeton ist und warum er sich für Bordsteine eignet

Gemeint ist ein erdfeuchter Beton: eine Mischung aus Zement, Gesteinskörnung und nur wenig Wasser. Weil er vergleichsweise wenig Zement enthält, nennt man ihn auf der Baustelle oft Magerbeton. Er sieht aus wie feuchter Sand. Man kann ihn schaufeln, in der Hand behält er aber seine Form. Er fließt nicht weg, deshalb braucht er keine Schalung, und der Bordstein lässt sich darin gut auf die richtige Höhe klopfen.

Nach dem Verdichten und Anfeuchten härtet die Mischung nach und nach aus und bildet ein festes Bett. Für Gehwege, Terrassen, Gartenflächen und die normale Einfahrt am Einfamilienhaus reicht das völlig. Bei Flächen mit Schwerverkehr oder besonderen Konstruktionen legt ein Planer den Aufbau fest. Grundlage sind dann meist die Vorgaben des Herstellers und die einschlägigen DIN-Normen.

So läuft das Setzen Schritt für Schritt ab

Linie und Höhe festlegen

Zuerst spannt man eine Schnur zwischen Pflöcken oder bestimmt die Höhe mit einem Nivelliergerät. Die Schnur gibt die Oberkante der Bordsteine und ihre Richtung vor. Dabei denkt man gleich an das Gefälle der Fläche, damit Regenwasser vom Haus weg läuft und nicht zur Hauswand hin.

Graben ausheben und Untergrund verdichten

Der Graben wird etwas breiter ausgehoben als der Stein, damit auch die Rückenstütze Platz hat. Wie tief Sie gehen, hängt von der Steinhöhe und der Belastung ab. Am Beet reicht weniger, an einer befahrenen Einfahrt geht man tiefer und baut oft eine verdichtete Schottertragschicht ein. Mutterboden und weiche Erde kommen aus der Sohle heraus, danach wird gründlich verdichtet.

Bettung, Setzen und Rückenstütze

Auf die Sohle kommt der erdfeuchte Beton, meist rund zehn Zentimeter dick, bei höherer Belastung mehr. Der Bordstein wird aufgesetzt, mit dem Gummihammer auf Schnurhöhe geklopft und mit der Wasserwaage geprüft. Zwischen den Steinen bleibt eine schmale, gleichmäßige Fuge. Anschließend formt man auf der Außenseite einen Betonkeil, die sogenannte Rückenstütze. Sie reicht ungefähr bis zu einem Drittel oder zur Hälfte der Steinhöhe. Zum Schluss wird der Beton angefeuchtet, und die Bordsteine bleiben einige Tage unbelastet.

Rasenkante, Tiefbord, Hochbord: welcher Stein wofür

  • Rasenkantensteine sind schmal und leicht. Sie trennen Rasen, Beete und Kiesflächen, wo nur zu Fuß gegangen wird
  • Tiefbordsteine sind etwas kräftiger. Sie fassen Gehwege und Terrassen ein und halten den Pflasterrand fest
  • Hochbordsteine sind dick und schwer. Sie gehören an Einfahrten und Stellplätze, wo Räder Druck auf den Rand ausüben
  • Rund- oder Flachborde haben eine abgeschrägte oder abgerundete Kante. Sie liegen dort, wo ein Auto überfahren soll

Betonbordsteine sind sehr langlebig und passen fast überall. Kunststoff- oder Metallkanten eignen sich eher im Garten als Rasenkante, einen Pflasterrand halten sie aber nicht zuverlässig. Bei der Wahl hilft eine einfache Frage: Wird auf der Fläche nur gegangen oder auch gefahren? Wenn auch gefahren wird, nehmen Sie einen Hochbord und planen einen soliden Unterbau. Achten Sie außerdem auf Frost- und Tausalzbeständigkeit, denn der Wechsel von Frost und Tauwetter setzt Bordsteinen in deutschen Wintern deutlich zu.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Am einfachsten ist eine gerade Linie auf festem, ebenem Gelände mit guter Zufahrt. Länger und aufwendiger wird es bei:

  • Bögen und Ecken, an denen Steine geschnitten oder Bogensteine verwendet werden müssen
  • Hanglage und großen Höhenunterschieden
  • weichem, lehmigem oder nassem Untergrund, der ausgetauscht oder entwässert werden muss
  • schweren Hochbordsteinen, die sich von Hand schlecht tragen lassen
  • dem Ausbau alter Bordsteine und der Entsorgung des Bauschutts
  • engen Grundstücken, auf die weder Maschine noch Schubkarre kommt

Wenn Ihre Einfahrt an eine öffentliche Straße anschließt, fragen Sie vorher bei der Gemeinde oder beim Bauamt nach. Eine Absenkung des Bordsteins am Gehweg ist in der Regel genehmigungspflichtig und wird oft von der Gemeinde selbst oder in ihrem Auftrag ausgeführt. Ob die Pflasterfläche auf Ihrem Grundstück eine Genehmigung braucht, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes, und manche Bebauungspläne begrenzen versiegelte Flächen. Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen, stimmen Sie Arbeiten an den Außenanlagen mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG) ab.

Fehler, die sich erst später zeigen

Häufig sehen Bordsteine direkt nach dem Setzen tadellos aus, und das Problem zeigt sich erst nach dem ersten Winter. Typische Ursachen sind:

  • Schlecht verdichteter Untergrund, der Stein sackt ab oder kippt
  • Fehlende oder zu niedrige Rückenstütze, der Rand drückt sich unter Pflaster oder Auto nach außen
  • Zu nasse Mischung, die beim Klopfen wegläuft, sodass der Stein „schwimmt“
  • Arbeiten bei Frost oder Belastung, bevor der Beton ausgehärtet ist
  • Falsches Gefälle, das Wasser steht am Bordstein und spült ihn mit der Zeit aus

Anleitung für Heimwerker: Rasenkantensteine in Magerbeton setzen

Leichte Rasenkantensteine um ein Beet oder einen Gartenweg können Sie gut selbst setzen. Bei Hochborden und Einfahrten ist ein Fachbetrieb mit Rüttelplatte und Erfahrung im Unterbau die sinnvollere Wahl.

  1. Linie mit Pflöcken abstecken und Schnur auf Höhe der Steinoberkante spannen.
  2. Graben etwas breiter als den Stein ausheben, Mutterboden und Wurzeln entfernen.
  3. Grabensohle mit Handstampfer oder Rüttelplatte verdichten.
  4. Erdfeuchten Beton so anmischen, dass er in der Hand die Form hält, aber kein Wasser austritt.
  5. Bettung einfüllen und grob abziehen.
  6. Stein aufsetzen, mit dem Gummihammer auf Schnurhöhe klopfen und mit der Wasserwaage prüfen.
  7. Weitere Steine mit gleicher Fuge setzen und die Linie laufend kontrollieren.
  8. Auf der Außenseite einen Betonkeil anformen und fest andrücken.
  9. Beton anfeuchten, bei Wärme einige Tage feucht halten und nicht belasten.
  10. Erst danach Erde anfüllen oder das Pflaster verlegen.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

  • Die Oberkante der Bordsteine liegt auf Schnurhöhe und steht nirgends vor
  • Die Linie ist gerade oder gleichmäßig gebogen, ohne Versätze
  • Die Fugen zwischen den Steinen sind gleichmäßig
  • Der Stein bewegt oder kippt nicht, wenn Sie mit dem Fuß dagegen drücken
  • Die Rückenstütze ist auf ganzer Länge durchgehend, und dort, wo Erde hingehört, liegt kein blanker Beton offen
  • Die Steine haben keine abgeplatzten Kanten und keine Risse
  • Nach Regen läuft das Wasser ab und steht nicht am Rand

Häufige Fragen

Für die normale Einfahrt am Einfamilienhaus ja, wenn der Untergrund gut verdichtet ist, ein Hochbord verwendet wird und die Rückenstütze hoch genug ist. Bei schweren Fahrzeugen entscheidet die Planung.

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