Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Pflastersteine + Bordsteine: Preis pro m² 2026 und Verlegeablauf

Zum Pflastern gehört mehr als das Verlegen der Steine. Der Untergrund wird vorbereitet und verdichtet, dann kommen die Pflastersteine, die Schnitte an den Rändern und die Randsteine. Was Sie pro m² zahlen, hängt vor allem vom Unterbau ab, von Dicke und Form der Steine und davon, wie viel geschnitten werden muss.

Aktualisiert 09/2026·14 Min. Lesezeit·25 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
14,33 €/ m²
Richtwert-Spanne
11,40 € - 18,70 €
Pflastersteine
716,50 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Aktualisierte Preise
Kurze Antwort

Das Verlegen von Pflastersteinen mit 4-6 cm Dicke kostet laut aktueller Preisliste 14,33 € pro m² Arbeitsleistung. Dickere Steine für Einfahrten, Randschnitte, Randsteine und die Vorbereitung des Untergrunds kommen separat dazu und richten sich nach der tatsächlichen Fläche und Randlänge.

Leistungsarten und ihre Preise

14,33 €
pro m²
Pflastersteine für Fußgänger (Gehwege, Terrassen)

Standarddicke für Flächen ohne Fahrzeugbelastung. Die Pflastersteine werden in ein Sandbett mit minimalen Fugen verlegt.

pro m²
Pflastersteine für Einfahrten und Parkplätze

Dickere, fahrzeugbelastbare Pflastersteine erfordern auch einen kräftigeren Aufbau der Unterbauschichten.

12,54 €
pro m²
Schotterunterbau

Die verdichtete Schotterschicht verteilt die Last und leitet Wasser unter den Pflastersteinen ab. Die Schichtdicke steigt mit der geplanten Flächenbelastung.

9,85 €
pro lfm
Straßenrandsteine

Begrenzen die Pflasterfläche bei Einfahrten und Parkplätzen, sie werden in ein Betonbett mit Stütze eingesetzt.

6,10 €
pro lfm
Gartenrandsteine

Niedrigere Randsteinart für Gehwege und Gartenflächen, wird flacher gesetzt als der Straßenrandstein.

2,70 €
pro m²
Geotextil

Trennt den Baugrund von der Schotterschicht und verhindert deren Vermischung, was die Lebensdauer des Unterbaus verlängert.

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Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Pflasterarbeiten25 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Pflaster
Verlegung Verbundpflaster 4-6 cmm²14,33 €-
Verlegung Verbundpflaster 8-10 cmm²-
Verlegung Designpflasterm²-
Zuschlag für Kleinpflaster bis 10×10 cmm²9,85 €-
Schneiden Verbundpflaster 4-6 cmlfm6,10 €-
Schneiden Verbundpflaster 8-10 cmlfm9,85 €-
Fugen mit Quarzsand verfüllenm²2,70 €-
Abschließendes Absanden und Einkehren der Fugenm²1,80 €-
Untergrundvorbereitung
Aufnehmen von Verbundpflasterm²4,84 €-
Erdaushub für Pflasteruntergrundm³62,68 €-
Verlegen Geotextilm²2,70 €-
Schottertragschicht inkl. Verdichtungm²12,54 €-
Splittbett für Pflasterm²3,04 €-
Tragschicht bis 30 cm Stärke herstellenm²3,58 €-
Tragschicht bis 50 cm Stärke herstellenm²4,84 €-
Untergrund mit Rüttelplatte verdichtenm²-
Bordsteine
Setzen von Rasenkantensteinenlfm6,10 €-
Setzen von Straßenbordsteinenlfm9,85 €-
Bordsteine in Trockenbeton setzenlfm18,80 €-
Pflasterstein als Bordersatz in Beton setzenlfm12,18 €-
Außenanlagen
Verlegung von Palisaden bis 50 cmStk.6,10 €-
Verlegung von Palisaden über 50 cmStk.7,34 €-
Außentreppen aus Palisaden herstellenlfm-
Entwässerung
Setzen Entwässerungsrinne in Betonlfm-
Sonstige Arbeiten
Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im FachStd.-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Modellumfang der Pflasterverlegung auf einem Gehweg (50 m²)
Nur Verlegung der Pflastersteine
50 m² Pflastersteine 4-6 cm Dicke auf vorbereitetem Untergrund, ohne Randsteine
716,50 €
Vorbereitung des Untergrunds und Verlegung
50 m² Schotterunterbau mit Verdichtung, Geotextil und Verlegung der Pflastersteine
1478,00 €
Kompletter Gehweg inklusive Randsteinen und Schnitten
Unterbau, Verlegung von 50 m² Pflastersteinen, 30 lfm Gartenrandsteine und Zuschnitt an den Rändern auf 15 lfm
1752,05 €
Orientierungssumme der Arbeit anhand der angegebenen Mengen. Nicht enthalten sind der Bodenaushub und der Abtransport überschüssigen Erdreichs, diese werden nach tatsächlichem Volumen berechnet.

Vorbereitung des Untergrunds für die Pflasterung

01
Aushub und alten Belag entfernen

Erde oder altes Pflaster kommt so tief raus, wie es der Unterbau und die spätere Belastung verlangen.

02
Geotextil auslegen

Das Vlies kommt auf den eingeebneten Boden. Es trennt die Erde vom Schotter, damit sich der Schotter nicht mit Erde zusetzt.

2,70 €/m²
03
Schotter einbauen und verdichten

Der Schotter kommt Lage für Lage rein und wird jedes Mal mit der Rüttelplatte verdichtet. So entsteht ein fester Unterbau, durch den Wasser abfließen kann.

12,54 €/m²
04
Randsteine setzen

Bevor gepflastert wird, setzt der Profi die Randsteine nach den abgesteckten Höhen und Linien in ein Betonbett.

6,10 €/lfm
05
Splittbett abziehen

Eine dünne Schicht Splitt wird verdichtet und mit der Richtlatte glatt abgezogen. Darauf liegen die Pflastersteine später gleichmäßig.

3,04 €/m²

Arbeitsablauf

  1. 01Fläche ausmessen, Höhen und Gefälle abstecken.
  2. 02Ausheben und ungeeignete Erde bis zur nötigen Tiefe abtragen.
  3. 03Geotextil auslegen, Schotter einbauen und verdichten.
  4. 04Randsteine rundum in ein Betonbett setzen.
  5. 05Splittbett aufbringen und mit der Richtlatte abziehen.
  6. 06Pflastersteine im richtigen Verband und mit Gefälle verlegen, an den Rändern zuschneiden.
  7. 07Das fertige Pflaster mit Rüttelplatte und Schutzmatte abrütteln.
  8. 08Fugen mit Quarzsand füllen und die Fläche zum Schluss abkehren.

5 häufige Fehler

01
Unterbau ohne Gefälle angelegt

Ist die Fläche eben oder fällt sie zur falschen Seite ab, bleibt das Wasser stehen. Im Winter setzt das den Steinen und dem Unterbau deutlich schneller zu.

02
Unterbau nicht richtig verdichtet

Locker eingebauter Schotter setzt sich mit der Zeit ungleichmäßig, und die Steine sacken ab. Das passiert besonders bei Einfahrten, über die Autos fahren.

03
Randsteine ohne Rückenstütze gesetzt

Ohne Betonbett und Rückenstütze drückt das Pflaster den Randstein nach und nach weg, und auch Autos, die drüberfahren, schieben ihn aus der Linie.

04
Zu dünne Pflastersteine gewählt

Steine mit 4-6 cm sind für Fußwege gedacht und gehen in einer Einfahrt kaputt. Für Autos brauchen Sie 8-10 cm Dicke und einen passenden Unterbau.

05
Geotextil weggelassen

Ohne Trennvlies vermischt sich die Erde mit der Zeit mit dem Schotter. Der Unterbau trägt dann nicht mehr richtig, und das Pflaster wird wellig.

Der Unterbau: Aufbau je nach Belastung

Ob Ihr Pflaster Jahrzehnte hält oder sich nach dem ersten Winter wellt, entscheidet der Unterbau. Die Steine selbst verteilen die Last nur. In den Boden ableiten müssen sie die verdichteten Schotterschichten darunter. Wenn Wellen, Senken oder auseinanderlaufende Fugen auftauchen, liegt die Ursache fast immer im Unterbau und nicht in den Steinen.

Von unten nach oben sieht der Aufbau meist so aus:

  • Planum: Zuerst kommen Mutterboden und weicher Boden heraus. Die Sohle der Baugrube ziehen Sie im Gefälle ab und verdichten sie. Haben Sie lehmigen oder tonigen Boden, legen Sie ein Geotextil, also ein Trennvlies, darauf. Es verhindert, dass sich Erde und Schotter mit der Zeit vermischen.
  • Tragschicht: gebrochener Schotter in gröberer Körnung. Die kantigen Körner verkeilen sich ineinander und lassen sich gut verdichten. Unter Gehwegen und Terrassen sind in der Praxis etwa 15 bis 25 cm üblich. Unter Einfahrten und Pkw-Stellplätzen braucht es deutlich mehr, je nach Boden 30 cm und darüber.
  • Bettung: eine dünne Schicht aus feinem Splitt, in die Sie die Steine legen. Sie ziehen sie mit einer Latte genau auf Höhe ab und betreten sie danach nicht mehr.
  • Pflaster und Fugen: Die verlegten Steine rütteln Sie ab und füllen die Fugen mit Sand.

Verdichten Sie den Schotter in Lagen, nie die ganze Dicke auf einmal. Eine Rüttelplatte wirkt nur bis zu einer bestimmten Tiefe. Schütten Sie eine dicke Schicht auf einmal ein, verdichtet sich nur der obere Teil, unten bleibt der Schotter locker. Runden Flusskies sollten Sie für die Tragschicht nicht nehmen. Die Körner rutschen aneinander ab und lassen sich nicht zuverlässig verdichten.

Wer sich auf einen Fachbetrieb verlässt, kann im Vertrag auf die DIN 18318 verweisen. Diese Norm aus der VOB beschreibt, wie Pflasterarbeiten fachgerecht auszuführen sind.

Gefälle und Entwässerung

Wasser muss vom Pflaster ablaufen. Sonst gelangt es in den Unterbau, und im Winter sprengt der Frost ihn auf. Deshalb legen Sie die Fläche im Gefälle an, meist mit etwa 1 bis 2 %, vom Haus weg zu einer Stelle, an der das Wasser versickern oder abfließen kann. Das Gefälle entsteht schon im Planum und in der Tragschicht, nicht erst in der Bettung. So bleibt jede Schicht überall gleich dick.

Vor der Garage, am Hauseingang und auf größeren Flächen setzen Sie Entwässerungsrinnen ein. Das Regenwasser von Ihrem Pflaster darf nicht zum Nachbarn oder auf die öffentliche Straße laufen. Lässt der Boden es zu, ist eine einfache Lösung, das Wasser in angrenzende Beete, in den Rasen oder in eine Mulde oder Rigole auf dem eigenen Grundstück zu leiten.

Parken Sie auf der Fläche nur ab und zu, etwa wenn Besuch kommt? Dann passen Rasengittersteine oder Drainpflaster gut. Das Wasser sickert direkt in den Boden, und die Fläche bleibt zum Teil grün. Für die tägliche Zufahrt sind sie allerdings weniger bequem, und im Winter lässt sich Schnee darauf schlechter schieben. Ein Nebeneffekt: Viele Gemeinden berechnen die Gebühr für Niederschlagswasser nach der versiegelten Fläche. Durchlässige Beläge werden dabei oft günstiger eingestuft. Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach, wie sie das handhabt.

Die Fläche planen, bevor der Bagger kommt

Überlegen Sie vor dem Aushub, was alles unter dem Pflaster verlaufen soll. Ist die Fläche fertig, bekommen Sie kein Kabel und kein Rohr mehr darunter, ohne Steine aufzunehmen. Legen Sie deshalb Leerrohre ein: für den Strom zum Tor und zum Torantrieb, für Außenleuchten, Klingel, Kameras oder Bewässerung, auch wenn Sie sie heute noch nicht brauchen. Zeichnen oder fotografieren Sie den Verlauf und messen Sie ihn von festen Punkten aus, zum Beispiel von der Hausecke. Den elektrischen Anschluss selbst muss eine Elektrofachkraft herstellen.

Klären Sie vor dem Graben auch, ob auf dem Grundstück schon Leitungen liegen: Gas, Wasser, Abwasser oder Kabel. Die Netzbetreiber und Stadtwerke geben dazu Leitungsauskünfte. Beschädigen Sie beim Graben eine Gasleitung oder riechen Sie Gas, verlassen Sie sofort den Bereich, vermeiden Sie offenes Feuer und elektrische Geräte und rufen Sie aus sicherer Entfernung den Notruf 112 sowie den Störungsdienst des Netzbetreibers an.

Ein Pkw-Stellplatz sollte etwa 2,5 m breit und etwa 5 m lang sein. Parken Sie neben einer Wand oder einem Zaun, planen Sie zusätzlich Platz zum Öffnen der Türen ein. Bei der Einfahrt lohnt ein Blick auf den Wendekreis. Wendet das Auto auf dem Grundstück, oder setzen Sie rückwärts auf die Straße?

Am Haus darf das Pflaster nicht über die Sockelabdichtung reichen. Sonst gelangen Spritzwasser und tauender Schnee ins Mauerwerk. Das betrifft besonders Altbauten, deren Sockel oft schlecht oder gar nicht abgedichtet ist. Legen Sie die Fläche an der Fassade mit Gefälle vom Haus weg an. Zwischen Pflaster und Sockel lassen Sie einen schmalen Kiesstreifen, oder Sie schützen den Sockel mit einer Beschichtung, die kein Wasser aufnimmt. Bei einem Haus mit WDVS gilt das genauso: Die Dämmplatten im Sockelbereich vertragen dauernde Nässe schlecht.

Randsteine: warum sie zuerst kommen

Verbundpflaster hält durch die Reibung zwischen den Steinen und den Sand in den Fugen zusammen. Am Rand hat es aber nichts, woran es sich abstützen kann. Ohne Randsteine wandert es unter Last nach und nach zur Seite. Deshalb setzen Sie die Randsteine vor dem Pflaster. Sie geben gleichzeitig Höhen und Gefälle der ganzen Fläche vor.

Rasenkantensteine und Tiefborde sind niedriger und schmaler. Sie reichen an Gehwegen, Terrassen und im Garten. Hochborde und kräftigere Bordsteine gehören an Einfahrten, Stellplätze und überall dorthin, wo ein Auto über den Rand fahren kann. Den Randstein setzen Sie in ein Betonbett und stützen ihn zur Grünfläche hin mit einer Rückenstütze aus Beton ab. Ist er nur mit Erde angefüllt, drücken ihn das Pflaster und die Autoräder mit der Zeit nach außen.

Statt eines Randsteins können Sie auch eine Reihe Pflastersteine in Beton setzen. Der Rand wirkt dann ruhiger, Betonbett und Rückenstütze brauchen Sie aber genauso.

Die passenden Pflastersteine finden

Die Steindicke richtet sich danach, was über die Fläche geht oder fährt. Für Gehwege und Terrassen nimmt man Steine mit 4 bis 6 cm, meist 6 cm. Für Einfahrten und Pkw-Stellplätze brauchen Sie 8 cm, für schwerere Fahrzeuge 10 cm. Zu dünnes Pflaster bricht und verschiebt sich auf einer Einfahrt auch bei gutem Unterbau.

Wo Autos fahren, zählen auch Form und Muster. Verbundpflaster, dessen Steine ineinandergreifen, und Muster im Verband, etwa Fischgrät, halten Bremsen und Lenken besser aus als Rechtecksteine, die in Reihen in Fahrtrichtung liegen. Großformatige Platten sehen modern aus, brechen und kippen auf Einfahrten aber leichter.

  • Beständigkeit: Wenn Sie Einfahrt oder Weg im Winter mit Salz streuen, wählen Sie Steine, die der Hersteller als frost- und tausalzbeständig ausweist. Bei Betonpflaster steht das in der Produktangabe nach DIN EN 1338.
  • Oberfläche: Glatte und fein geschliffene Steine sind bei Nässe und Glatteis rutschiger als gestrahlte oder strukturierte.
  • Farbe: Die Farbtöne schwanken zwischen Produktionschargen leicht. Nehmen Sie beim Verlegen die Steine deshalb abwechselnd aus mehreren Paletten, sonst sieht man später Flecken auf der Fläche.

Weiße Ausblühungen sind kein Mangel

Auf neuem Betonpflaster zeigen sich in den ersten Monaten oft weiße Flecken oder ein grauer Schleier. Das sind Kalkausblühungen. Sie entstehen ganz natürlich beim Erhärten des Betons, wenn Wasser gelösten Kalk an die Oberfläche trägt. Ein Fehler des Pflasters ist das nicht. Regen und normale Nutzung waschen sie meist innerhalb von ein bis zwei Jahren von selbst ab. Greifen Sie nicht zu scharfen Säuren, sie greifen die Oberfläche an.

Verlegen, Schneiden und Abrütteln

Verlegen Sie von der schon fertigen Fläche aus nach vorn. So treten Sie nicht in die abgezogene Bettung. Lassen Sie die Bettung vor dem Rütteln etwas höher, denn das Pflaster setzt sich beim Rütteln noch. Legen Sie die Steine dicht nebeneinander mit einer schmalen Fuge für den Sand und prüfen Sie die Flucht der Reihen immer wieder mit einer Schnur.

Geschnitten wird erst an den Rändern und an Hindernissen wie Schächten oder Pfosten. Kleine Passstücke am Rand brechen leicht heraus. Teilen Sie die Fläche deshalb so ein, dass am Randstein keine schmalen Streifen übrig bleiben. Schneiden Sie mit einer Steintischsäge oder einem Trennschleifer mit Wasserkühlung. Beim trockenen Schneiden entsteht feiner quarzhaltiger Staub, der beim Einatmen der Lunge schadet.

Die fertige Fläche rütteln Sie mit einer Rüttelplatte mit Gummi- oder Kunststoffmatte ab. Die Matte schützt die Steine vor Kratzern und abplatzenden Kanten. Danach streuen Sie trockenen Sand in die Fugen, kehren ihn ein und rütteln nochmals. Wiederholen Sie das, bis die Fugen voll sind. In den ersten Wochen setzt sich der Fugensand noch. Wenn Sie später nachsanden müssen, ist das normale Pflege und kein Fehler.

Hanggrundstück, Stufen und Palisaden

Auf einem Hanggrundstück fangen Palisaden, kleine Mauern oder Stufen den Höhenunterschied ab. Palisaden setzen Sie in ein Betonfundament, und zwar ungefähr so tief, wie sie über das Gelände herausragen. Höhere Palisaden halten Erddruck aus und kippen ohne ordentliches Fundament nach vorn. Hinter Stützelementen muss das Wasser abfließen können. Nasser Boden drückt nach einem Regen deutlich stärker als trockener.

Außentreppen aus Pflaster oder Palisaden brauchen ein festes Betonfundament und überall gleich hohe Stufen. Geben Sie der Trittfläche ein leichtes Gefälle, damit kein Wasser stehen bleibt und sich im Winter kein Eis bildet.

Genehmigungen und die Zufahrt von der Straße

Ob Sie eine gepflasterte Fläche auf dem eigenen Grundstück anzeigen oder genehmigen lassen müssen, hängt von ihrer Größe ab und davon, wie sie den Wasserabfluss verändert. Maßgeblich ist die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Dazu kommen der Bebauungsplan und örtliche Satzungen, die zum Beispiel vorschreiben können, wie viel Fläche unversiegelt bleiben muss oder wie Vorgärten zu gestalten sind. Gehen Sie nicht einfach davon aus, dass alles genehmigungsfrei ist. Fragen Sie vor Beginn beim Bauamt nach. Gehört die Fläche zu einem Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen, stimmen Sie das Vorhaben vorher mit der Hausverwaltung ab. Oft braucht es einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft (WEG).

Eine neue oder geänderte Zufahrt von einer öffentlichen Straße ist eine eigene Sache. Zustimmen muss die Stelle, die für die Straße zuständig ist, bei Gemeindestraßen meist die Gemeinde. Häufig gehört eine Bordsteinabsenkung dazu, die in vielen Orten nur die Gemeinde oder ein von ihr beauftragter Betrieb ausführen darf. Bei der Zufahrt klären Sie gleich mit, wohin das Wasser von Ihrem Pflaster läuft und wie der Randstein an den Straßenrand anschließt.

Anleitung für Heimwerker: abgesackte Stelle im Pflaster reparieren

Ist Ihr Pflaster an einer kleinen Stelle abgesackt oder wackeln ein paar Steine, müssen Sie nicht die ganze Fläche aufnehmen. Die Reparatur schaffen Sie gut an einem Nachmittag.

  1. Den ersten Stein an der abgesackten Stelle mit zwei Schraubendrehern oder einer Pflasterzange herausheben, die übrigen lassen sich danach leicht lösen.
  2. Die Steine in der Reihenfolge ablegen, in der sie lagen, damit sie wieder an dieselbe Stelle im Muster kommen.
  3. Die Bettung abtragen und die Tragschicht prüfen. Ist sie weich oder durchnässt, bis auf festen Untergrund ausheben.
  4. Schotter in dünnen Lagen auffüllen und jede Lage mit einem Handstampfer gründlich verdichten.
  5. Neue Bettung aus feinem Splitt verteilen und etwas höher als die umgebende Fläche abziehen.
  6. Die Steine an ihren alten Platz legen, mit dem Gummihammer festklopfen und mit einer Latte quer über die Stelle prüfen, ob alles eben ist.
  7. Die Fugen mit trockenem Sand füllen, einkehren und nach einigen Tagen nachsanden.
  8. Sackt dieselbe Stelle wieder ab, die Ursache im Untergrund suchen, etwa in einem undichten Abwasserrohr oder einer schlechten Entwässerung.

Pflege und Abnahme der fertigen Fläche

Pflaster braucht wenig Pflege. Füllen Sie die Fugen bei Bedarf mit Sand nach und entfernen Sie Unkraut mechanisch, zum Beispiel mit Fugenkratzer oder Bürste. Chemische Unkrautmittel sind auf befestigten Flächen in Deutschland grundsätzlich verboten. Der Hochdruckreiniger spült Sand aus den Fugen, sanden Sie danach also jedes Mal neu ein. Ölflecken entfernen Sie möglichst bald, bevor sie in den Beton einziehen.

Bei der Abnahme der fertigen Fläche lohnt sich ein Blick auf folgende Punkte:

  • Wasser läuft nach Regen oder nach einem ausgegossenen Eimer ab und bleibt nirgends stehen
  • Die Fläche ist eben und ohne Wellen, geprüft mit einer langen Latte in mehreren Richtungen
  • Die Steinreihen laufen gerade, die Fugen sind gleichmäßig und mit Sand gefüllt
  • Die Randsteine stehen in einer Flucht, sitzen fest und haben eine Rückenstütze aus Beton
  • An den Rändern gibt es keine schmalen Passstücke, die herausbrechen könnten
  • Die Steinoberfläche ist vom Abrütteln weder zerkratzt noch abgeplatzt
  • Die Umgebung ist von Beton- und Schotterresten gereinigt

Häufige Fragen

Das Verlegen von Pflastersteinen mit 4-6 cm Dicke kostet laut aktueller Preisliste 14,33 € pro m² Arbeitsleistung. Untergrund, Randsteine und Randschnitte werden extra berechnet.

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