Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Verbundpflaster aufnehmen

Beim Aufnehmen von Verbundpflaster holen Sie die Steine aus einer fertigen Fläche heraus, etwa aus einem Gartenweg, einem Hof, einer Terrasse oder einer Einfahrt. Meist geschieht das so, dass möglichst viele Steine heil bleiben und wieder verlegt werden können. Nötig wird das, wenn sich das Pflaster abgesenkt hat, wenn neue Leitungen daru

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
4,84 €/ m²
Richtwert-Spanne
3,80 € - 6,30 €
Wohnung 60 m²
726,00 €
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Pflasterarbeiten8 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Untergrundvorbereitung
Aufnehmen von Verbundpflasterm²4,84 €-
Erdaushub für Pflasteruntergrundm³62,68 €-
Verlegen Geotextilm²2,70 €-
Schottertragschicht inkl. Verdichtungm²12,54 €-
Splittbett für Pflasterm²3,04 €-
Tragschicht bis 30 cm Stärke herstellenm²3,58 €-
Tragschicht bis 50 cm Stärke herstellenm²4,84 €-
Untergrund mit Rüttelplatte verdichtenm²-
Summe Arbeit
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Wann das Pflaster raus muss und was Sie vorher klären sollten

Die Ursache liegt selten beim Pflaster selbst, sondern fast immer im Untergrund. Wenn die Fläche Wellen wirft, sich Pfützen bilden oder einzelne Steine wackeln, ist meist der Schotter schlecht verdichtet, das Wasser läuft nicht ab oder die Randsteine haben nachgegeben. Neue Steine auf altem Unterbau lösen das Problem deshalb nicht.

Weitere typische Gründe:

  • Abgesackte Stellen in den Fahrspuren oder über einem alten Graben
  • Neuer Hausanschluss für Wasser, Abwasser, Strom oder eine Drainage
  • Neue Form der Fläche, zum Beispiel ein breiterer Stellplatz
  • Austausch gegen ein anderes Pflaster

Leitungen im Boden

Unter Pflasterflächen liegen oft Gas-, Wasser- und Stromleitungen, häufig flacher als erwartet. Wenn Sie nach dem Aufnehmen tiefer graben wollen, holen Sie vorher bei den Netzbetreibern und Versorgern eine Leitungsauskunft ein. Wird eine Gasleitung beschädigt, verlassen Sie sofort den Bereich, vermeiden Sie offenes Feuer und das Betätigen von Lichtschaltern und rufen Sie die 112 sowie den Störungsdienst des Netzbetreibers. Gas- und Stromleitungen repariert nur ein zugelassener Fachbetrieb oder eine Elektrofachkraft.

Genehmigungen und gemeinsame Flächen

Pflaster aufnehmen und an gleicher Stelle neu verlegen gilt in der Regel als Instandhaltung. Wenn Sie die befestigte Fläche vergrößern, eine neue Zufahrt anlegen oder den Bordstein am öffentlichen Gehweg absenken lassen wollen, fragen Sie vorher beim Bauamt oder bei der Gemeinde nach. Die Regeln stehen in der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes und in örtlichen Satzungen. Manche Gemeinden berechnen außerdem Gebühren für versiegelte Flächen, eine Änderung kann also auch dort eine Rolle spielen. Im Mehrfamilienhaus gehören Hof und Wege meist der Eigentümergemeinschaft (WEG), sprechen Sie das Vorhaben deshalb mit der Hausverwaltung ab.

Schonend aufnehmen oder abbrechen: welcher Weg passt

Es gibt zwei Herangehensweisen, und es hilft, vorher zu wissen, welche Sie wollen.

Schonend aufnehmen zum Wiederverlegen

Die Steine werden einzeln von Hand herausgenommen, mit Brechstange oder Pflasterzange. Das dauert länger, aber die meisten Steine bleiben ganz. Das lohnt sich, wenn das Pflaster noch fest und ansehnlich ist und wieder an dieselbe Stelle kommt oder für einen kleineren Gartenweg genutzt wird.

Zügig entfernen und entsorgen

Ist das Pflaster gerissen, verblichen oder soll es ohnehin ersetzt werden, braucht es keine Vorsicht. Bei größeren Flächen nimmt ein Minibagger oder Radlader Steine und Bettung zusammen auf und lädt sie direkt in den Container. Das geht schnell, die Steine brechen dabei aber.

Rand- und Bordsteine

Randsteine halten die ganze Fläche zusammen. Deshalb sitzen sie meist in einem Betonbett mit seitlicher Rückenstütze aus Beton. Sie auszubauen ist eher Abbrucharbeit: Beton aufstemmen, Stein lockern, herausheben. Randsteine sind schwer, heben Sie sie nie allein.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Zwei ähnlich große Flächen können sehr unterschiedlich viel Aufwand bedeuten, und damit auch unterschiedlich viel kosten. Entscheidend sind vor allem:

  • Die Verlegung: Auf Splitt oder Sand lösen sich die Steine leicht, in Beton oder Mörtel muss gestemmt werden
  • Der Zustand der Fugen: Moos, Wurzeln und festgebackener Schmutz halten die Steine fest
  • Stärke und Form: Dickeres Pflaster für befahrene Flächen und verzahnte Formen gehen schwerer heraus
  • Der Zugang: Ein schmaler Durchgang zwischen Haus und Zaun heißt Schubkarre statt Maschine
  • Zusätzliche Bauteile wie Randsteine, Stufen oder Entwässerungsrinnen
  • Der Umgang mit dem Material: Sortieren, Stapeln auf Paletten und Abtransport sind eigene Arbeitsschritte

Ausgebaute Steine, Schotter und Beton gelten als Bauschutt. Sie gehören in einen Container, zur Recyclinganlage oder in kleinen Mengen zum Wertstoffhof, je nach Regelung Ihres Landkreises. Im Wald oder in der Landschaft abzuladen ist verboten.

Anleitung für Heimwerker: Verbundpflaster zum Wiederverlegen aufnehmen

Eine kleinere Fläche auf Splitt- oder Sandbettung schaffen Sie gut selbst. Sie brauchen eine Brechstange oder zwei kräftige Schraubendreher, einen Gummihammer, eine Pflasterzange, feste Handschuhe, Sicherheitsschuhe und eine Schutzbrille. Graben Sie erst tiefer als die Bettung, wenn die Leitungsauskunft vorliegt.

  1. Die Fläche von oben fotografieren, damit das Verlegemuster festgehalten ist.
  2. Fugen von Unkraut und Schmutz befreien, festgebackene Fugen bei Bedarf anfeuchten.
  3. Am Rand beginnen, möglichst dort, wo ein Randstein fehlt oder ein Stein schon kaputt ist.
  4. Den ersten Stein mit dem Gummihammer lockern und von zwei Seiten gleichzeitig heraushebeln, notfalls opfern und stückweise entfernen.
  5. Die weiteren Steine nacheinander vom Rand nach innen mit Zange oder Brechstange herausnehmen, ohne harte Schläge.
  6. Jeden Stein gleich vom Sand säubern und in ganz, beschädigt und gebrochen sortieren.
  7. Ganze Steine auf ebenem Grund oder einer Palette hochkant und dicht an dicht stapeln, alle mit der Unterseite in dieselbe Richtung.
  8. Das gelagerte Pflaster abdecken, damit es sauber bleibt und kein Schlamm zwischen die Steine läuft.
  9. Den alten Bettungssand abziehen und den Zustand der Schottertragschicht prüfen.

Schwere Steine und Randsteine heben Sie zu zweit, aus der Hocke und mit geradem Rücken.

Typische Fehler beim Aufnehmen

Häufig wird aus einer scheinbar einfachen Wochenendarbeit ein Haufen gebrochener Steine und eine beschädigte Umgebung.

  • Zu viel Kraft: Kanten und Verzahnungen brechen, gerade die brauchbaren Steine gehen verloren
  • Hebeln am Nachbarstein oder an der Fassade: Beschädigt wird, was bleiben sollte
  • Steine lose auf einen Haufen werfen: Sie verkratzen und zerbrechen
  • Graben ohne Leitungsauskunft: Kabel oder Rohre können getroffen werden
  • Pflaster auf denselben schlechten Unterbau zurücklegen: Die Fläche sackt wieder ab
  • Gefälle und Entwässerung vergessen: Wasser steht am Haus oder dringt in den Unterbau
  • Bauschutt unterschätzen: Die Fläche ist zugestellt und die Arbeit stockt

Für die nächsten Schritte hilft es zu wissen: Ein Gehweg und eine befahrene Fläche brauchen unterschiedlich dicke Tragschichten und unterschiedlich starkes Pflaster. Ändert sich die Nutzung, etwa vom Weg zum Stellplatz, müssen Aushub und Aufbau angepasst werden.

Kontrolle nach Abschluss der Arbeiten

Ob Sie die Arbeit von einer Firma abnehmen oder selbst prüfen, gehen Sie diese Punkte durch:

  • Das Pflaster ist im vereinbarten Umfang entfernt, angrenzende Flächen sind unbeschädigt
  • Fassade, Sockel, Zaun und verbleibende Randsteine sind heil
  • Brauchbare Steine sind gesäubert, sortiert und eben gelagert
  • Es ist klar, wie viele Steine fehlen und nachgekauft werden müssen
  • Bauschutt ist abgefahren oder liegt bereit im Container
  • Freigelegte Leitungen sind unbeschädigt und gekennzeichnet
  • Der Unterbau ist geprüft und es ist vereinbart, ob er nachgebessert oder erneuert wird
  • Die Fläche ist sicher begehbar und Gruben sind abgesperrt

Häufige Fragen

Ja, wenn die Steine fest sind und beim Ausbau nicht beschädigt wurden. Vorher säubern Sie sie vom alten Sand und prüfen, ob sie plan aufliegen. Meist kommen beim Wiederverlegen einige neue Steine dazu, die man an weniger sichtbaren Stellen einsetzt.

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