Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Untergrundvorbereitung | ||||
| Aufnehmen von Verbundpflaster | m² | 4,84 € | - | |
| Erdaushub für Pflasteruntergrund | m³ | 62,68 € | - | |
| Verlegen Geotextil | m² | 2,70 € | - | |
| Schottertragschicht inkl. Verdichtung | m² | 12,54 € | - | |
| Splittbett für Pflaster | m² | 3,04 € | - | |
| Tragschicht bis 30 cm Stärke herstellen | m² | 3,58 € | - | |
| Tragschicht bis 50 cm Stärke herstellen | m² | 4,84 € | - | |
| Untergrund mit Rüttelplatte verdichten | m² | - | ||
Wann das Pflaster raus muss und was Sie vorher klären sollten
Die Ursache liegt selten beim Pflaster selbst, sondern fast immer im Untergrund. Wenn die Fläche Wellen wirft, sich Pfützen bilden oder einzelne Steine wackeln, ist meist der Schotter schlecht verdichtet, das Wasser läuft nicht ab oder die Randsteine haben nachgegeben. Neue Steine auf altem Unterbau lösen das Problem deshalb nicht.
Weitere typische Gründe:
- Abgesackte Stellen in den Fahrspuren oder über einem alten Graben
- Neuer Hausanschluss für Wasser, Abwasser, Strom oder eine Drainage
- Neue Form der Fläche, zum Beispiel ein breiterer Stellplatz
- Austausch gegen ein anderes Pflaster
Leitungen im Boden
Unter Pflasterflächen liegen oft Gas-, Wasser- und Stromleitungen, häufig flacher als erwartet. Wenn Sie nach dem Aufnehmen tiefer graben wollen, holen Sie vorher bei den Netzbetreibern und Versorgern eine Leitungsauskunft ein. Wird eine Gasleitung beschädigt, verlassen Sie sofort den Bereich, vermeiden Sie offenes Feuer und das Betätigen von Lichtschaltern und rufen Sie die 112 sowie den Störungsdienst des Netzbetreibers. Gas- und Stromleitungen repariert nur ein zugelassener Fachbetrieb oder eine Elektrofachkraft.
Genehmigungen und gemeinsame Flächen
Pflaster aufnehmen und an gleicher Stelle neu verlegen gilt in der Regel als Instandhaltung. Wenn Sie die befestigte Fläche vergrößern, eine neue Zufahrt anlegen oder den Bordstein am öffentlichen Gehweg absenken lassen wollen, fragen Sie vorher beim Bauamt oder bei der Gemeinde nach. Die Regeln stehen in der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes und in örtlichen Satzungen. Manche Gemeinden berechnen außerdem Gebühren für versiegelte Flächen, eine Änderung kann also auch dort eine Rolle spielen. Im Mehrfamilienhaus gehören Hof und Wege meist der Eigentümergemeinschaft (WEG), sprechen Sie das Vorhaben deshalb mit der Hausverwaltung ab.
Schonend aufnehmen oder abbrechen: welcher Weg passt
Es gibt zwei Herangehensweisen, und es hilft, vorher zu wissen, welche Sie wollen.
Schonend aufnehmen zum Wiederverlegen
Die Steine werden einzeln von Hand herausgenommen, mit Brechstange oder Pflasterzange. Das dauert länger, aber die meisten Steine bleiben ganz. Das lohnt sich, wenn das Pflaster noch fest und ansehnlich ist und wieder an dieselbe Stelle kommt oder für einen kleineren Gartenweg genutzt wird.
Zügig entfernen und entsorgen
Ist das Pflaster gerissen, verblichen oder soll es ohnehin ersetzt werden, braucht es keine Vorsicht. Bei größeren Flächen nimmt ein Minibagger oder Radlader Steine und Bettung zusammen auf und lädt sie direkt in den Container. Das geht schnell, die Steine brechen dabei aber.
Rand- und Bordsteine
Randsteine halten die ganze Fläche zusammen. Deshalb sitzen sie meist in einem Betonbett mit seitlicher Rückenstütze aus Beton. Sie auszubauen ist eher Abbrucharbeit: Beton aufstemmen, Stein lockern, herausheben. Randsteine sind schwer, heben Sie sie nie allein.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Zwei ähnlich große Flächen können sehr unterschiedlich viel Aufwand bedeuten, und damit auch unterschiedlich viel kosten. Entscheidend sind vor allem:
- Die Verlegung: Auf Splitt oder Sand lösen sich die Steine leicht, in Beton oder Mörtel muss gestemmt werden
- Der Zustand der Fugen: Moos, Wurzeln und festgebackener Schmutz halten die Steine fest
- Stärke und Form: Dickeres Pflaster für befahrene Flächen und verzahnte Formen gehen schwerer heraus
- Der Zugang: Ein schmaler Durchgang zwischen Haus und Zaun heißt Schubkarre statt Maschine
- Zusätzliche Bauteile wie Randsteine, Stufen oder Entwässerungsrinnen
- Der Umgang mit dem Material: Sortieren, Stapeln auf Paletten und Abtransport sind eigene Arbeitsschritte
Ausgebaute Steine, Schotter und Beton gelten als Bauschutt. Sie gehören in einen Container, zur Recyclinganlage oder in kleinen Mengen zum Wertstoffhof, je nach Regelung Ihres Landkreises. Im Wald oder in der Landschaft abzuladen ist verboten.
Anleitung für Heimwerker: Verbundpflaster zum Wiederverlegen aufnehmen
Eine kleinere Fläche auf Splitt- oder Sandbettung schaffen Sie gut selbst. Sie brauchen eine Brechstange oder zwei kräftige Schraubendreher, einen Gummihammer, eine Pflasterzange, feste Handschuhe, Sicherheitsschuhe und eine Schutzbrille. Graben Sie erst tiefer als die Bettung, wenn die Leitungsauskunft vorliegt.
- Die Fläche von oben fotografieren, damit das Verlegemuster festgehalten ist.
- Fugen von Unkraut und Schmutz befreien, festgebackene Fugen bei Bedarf anfeuchten.
- Am Rand beginnen, möglichst dort, wo ein Randstein fehlt oder ein Stein schon kaputt ist.
- Den ersten Stein mit dem Gummihammer lockern und von zwei Seiten gleichzeitig heraushebeln, notfalls opfern und stückweise entfernen.
- Die weiteren Steine nacheinander vom Rand nach innen mit Zange oder Brechstange herausnehmen, ohne harte Schläge.
- Jeden Stein gleich vom Sand säubern und in ganz, beschädigt und gebrochen sortieren.
- Ganze Steine auf ebenem Grund oder einer Palette hochkant und dicht an dicht stapeln, alle mit der Unterseite in dieselbe Richtung.
- Das gelagerte Pflaster abdecken, damit es sauber bleibt und kein Schlamm zwischen die Steine läuft.
- Den alten Bettungssand abziehen und den Zustand der Schottertragschicht prüfen.
Schwere Steine und Randsteine heben Sie zu zweit, aus der Hocke und mit geradem Rücken.
Typische Fehler beim Aufnehmen
Häufig wird aus einer scheinbar einfachen Wochenendarbeit ein Haufen gebrochener Steine und eine beschädigte Umgebung.
- Zu viel Kraft: Kanten und Verzahnungen brechen, gerade die brauchbaren Steine gehen verloren
- Hebeln am Nachbarstein oder an der Fassade: Beschädigt wird, was bleiben sollte
- Steine lose auf einen Haufen werfen: Sie verkratzen und zerbrechen
- Graben ohne Leitungsauskunft: Kabel oder Rohre können getroffen werden
- Pflaster auf denselben schlechten Unterbau zurücklegen: Die Fläche sackt wieder ab
- Gefälle und Entwässerung vergessen: Wasser steht am Haus oder dringt in den Unterbau
- Bauschutt unterschätzen: Die Fläche ist zugestellt und die Arbeit stockt
Für die nächsten Schritte hilft es zu wissen: Ein Gehweg und eine befahrene Fläche brauchen unterschiedlich dicke Tragschichten und unterschiedlich starkes Pflaster. Ändert sich die Nutzung, etwa vom Weg zum Stellplatz, müssen Aushub und Aufbau angepasst werden.
Kontrolle nach Abschluss der Arbeiten
Ob Sie die Arbeit von einer Firma abnehmen oder selbst prüfen, gehen Sie diese Punkte durch:
- Das Pflaster ist im vereinbarten Umfang entfernt, angrenzende Flächen sind unbeschädigt
- Fassade, Sockel, Zaun und verbleibende Randsteine sind heil
- Brauchbare Steine sind gesäubert, sortiert und eben gelagert
- Es ist klar, wie viele Steine fehlen und nachgekauft werden müssen
- Bauschutt ist abgefahren oder liegt bereit im Container
- Freigelegte Leitungen sind unbeschädigt und gekennzeichnet
- Der Unterbau ist geprüft und es ist vereinbart, ob er nachgebessert oder erneuert wird
- Die Fläche ist sicher begehbar und Gruben sind abgesperrt
Häufige Fragen
Ja, wenn die Steine fest sind und beim Ausbau nicht beschädigt wurden. Vorher säubern Sie sie vom alten Sand und prüfen, ob sie plan aufliegen. Meist kommen beim Wiederverlegen einige neue Steine dazu, die man an weniger sichtbaren Stellen einsetzt.
Einen kleinen Weg auf Splittbettung schafft man oft in ein bis zwei Tagen, ein größerer Hof dauert länger. Deutlich mehr Zeit kosten Pflaster in Beton, Randsteine und schwieriger Zugang, bei dem alles von Hand getragen werden muss.
Der Bettungssand wird immer entfernt. Eine feste Schottertragschicht reicht es manchmal zu ergänzen und neu zu verdichten. Ist sie mit Erde vermischt, durchnässt oder abgesackt, muss sie ausgebaut und neu aufgebaut werden.
Für das bloße Aufnehmen und Neuverlegen an gleicher Stelle meist nicht. Bei einer größeren Fläche, einer neuen Zufahrt oder Arbeiten am öffentlichen Gehweg fragen Sie vorher beim Bauamt oder der Gemeinde nach. Im Mehrfamilienhaus klären Sie das mit der Hausverwaltung oder der WEG.
Kaputte Steine, Beton von den Randsteinen und alter Unterbau sind Bauschutt. Er kommt in einen Container, zu einer Bauschutt-Recyclinganlage oder in kleinen Mengen zum Wertstoffhof, sofern dieser Bauschutt annimmt.
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