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Unterbau (Schotter/FSS) herstellen bis 30 cm

Der Unterbau ist die tragende Schicht aus Schotter oder Frostschutzmaterial, die unter Pflaster, Terrasse, Betonfläche oder Stellplatz eingebaut und verdichtet wird. Später sieht man ihn nicht mehr. Er entscheidet aber, ob sich das Pflaster nach ein paar Wintern wellt oder der Beton reißt. Sie brauchen ihn bei jeder befestigten Fläche auf

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
3,58 €/ m²
Richtwert-Spanne
2,80 € - 4,70 €
Wohnung 60 m²
537,00 €
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Pflasterarbeiten8 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Untergrundvorbereitung
Tragschicht bis 30 cm Stärke herstellenm²3,58 €-
Aufnehmen von Verbundpflasterm²4,84 €-
Erdaushub für Pflasteruntergrundm³62,68 €-
Verlegen Geotextilm²2,70 €-
Schottertragschicht inkl. Verdichtungm²12,54 €-
Splittbett für Pflasterm²3,04 €-
Tragschicht bis 50 cm Stärke herstellenm²4,84 €-
Untergrund mit Rüttelplatte verdichtenm²-
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Wann 30 cm ausreichen und wann nicht

Die Dicke des Unterbaus legt man nicht nach Gefühl fest. Sie hängt davon ab, was später auf der Fläche steht oder fährt, und davon, welcher Boden darunter liegt. Derselbe Gartenweg kommt auf sandigem Grund mit weniger aus als auf weichem, feuchtem Lehm.

  • Bis etwa 30 cm reichen in der Regel für Gehwege, Terrassen, Gartenflächen und eine Zufahrt für Pkw, wenn der Boden darunter fest und tragfähig ist. Meist wird in zwei, manchmal in drei Lagen eingebaut.
  • Mehr als 30 cm sind oft nötig, wenn schwerere Fahrzeuge die Fläche nutzen, der Boden lehmig oder nass ist oder die Fläche in einer Region mit tiefem Frost liegt. Dann lohnt es sich, den Aufbau planen zu lassen.

Unter einer Bodenplatte für Haus oder Garage bestimmen Planer oder Statiker Dicke und Aufbau, oft auf Grundlage eines Bodengutachtens. Bei größeren befestigten Flächen, neuen Stellplätzen oder Zufahrten lohnt ein Anruf beim Bauamt. Je nach Landesbauordnung und Gemeinde gibt es Vorgaben, etwa zur Versickerung von Regenwasser oder zur versiegelten Fläche. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft klären Sie solche Arbeiten vorher mit der Hausverwaltung oder der WEG.

So läuft die Arbeit Schritt für Schritt

  1. Fläche vermessen, Ränder abstecken und Höhe der fertigen Oberfläche samt Gefälle festlegen.
  2. Mutterboden und alle weichen, organischen oder durchnässten Bodenschichten bis auf tragfähigen Grund abtragen.
  3. Fläche auf die nötige Tiefe ausheben und den Aushub abfahren oder auf dem Grundstück lagern.
  4. Sohle des Aushubs verdichten und prüfen, ob irgendwo etwas nachgibt oder Schlamm hochdrückt.
  5. Bei lehmigem oder feuchtem Boden ein Trennvlies (Geotextil) auslegen, damit sich Schotter und Erde nicht vermischen.
  6. Erste Lage aus gröberem Material einbringen und gleichmäßig verteilen.
  7. Lage mit der Rüttelplatte in Längs- und Querrichtung verdichten, die Bahnen überlappen lassen.
  8. Nächste Lage einbauen und genauso verdichten, bis die geplante Gesamtdicke erreicht ist.
  9. Oberste Lage nach Höhe und Gefälle abziehen, laufend mit Richtlatte und Nivelliergerät kontrollieren.

Eine Lage ist meist etwa 10 bis 20 cm dick, je nachdem, wie schwer das Verdichtungsgerät ist. Eine leichte Rüttelplatte schafft nur dünnere Lagen. Deshalb wird auch ein Unterbau von 30 cm nicht auf einmal eingebracht. Sonst ist er oben fest, darunter bleiben aber lockere Stellen, die sich später setzen.

Material und Schichtaufbau

Der Unterbau funktioniert wie ein Sandwich: unten grob und tragend, oben feiner und genau abziehbar. Ein üblicher Aufbau sieht so aus:

  • Untere Lage aus Frostschutzmaterial oder grobem Schotter, zum Beispiel Mineralgemisch 0/45 oder 0/56. Sie trägt die Last und lässt Wasser gut ablaufen.
  • Obere Lage aus Schotter oder Mineralgemisch 0/32. Sie füllt Hohlräume und lässt sich sauber auf Höhe bringen.
  • Bettung obendrauf gehört nicht mehr zum Unterbau. Unter Pflaster kommt meist eine dünne Splitt- oder Brechsandbettung, unter Beton eine feine, ebene Schicht.

Warum gebrochenes Material und kein runder Kies? Die kantigen Körner verkeilen sich beim Verdichten und die Schicht „sperrt“. Runde Körner rollen leichter aufeinander ab und geben unter Last nach. Das Material sollte sauber sein, ohne Lehm und Pflanzenreste. Sonst wird es bei Regen schmierig und verliert seine Tragfähigkeit. Recyclingmaterial ist möglich, wenn es für diesen Zweck geeignet und zugelassen ist. Fragen Sie beim Händler nach.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Wie viel Aufwand der Unterbau macht, hängt vor allem vom Grundstück ab. Einfacher wird es mit:

  • ebenem Gelände und festem, trockenem Boden
  • guter Zufahrt für Bagger und Lkw bis direkt an die Fläche
  • der Möglichkeit, den Aushub auf dem Grundstück zu lassen

Mehr Aufwand und mehr Zeit bringen dagegen:

  • Hanglage, die erst ausgeglichen werden muss
  • lehmiger oder nasser Boden, der Vlies, Bodenaustausch oder eine Drainage braucht
  • enge Gärten hinter dem Haus, wo das Material mit der Schubkarre kommt und von Hand ausgehoben wird
  • weite Wege zur Entsorgung des Aushubs, bei belastetem Boden auch zusätzliche Prüfungen
  • Arbeiten in einer nassen Jahreszeit

Typische Fehler, die sich erst später zeigen

  • Zu dicke Lagen auf einmal. Die Oberfläche wirkt fest, tiefer bleibt das Material locker und setzt sich mit der Zeit.
  • Zu wenige Übergänge mit der Platte. Häufig sieht man, dass die Fläche einmal abgefahren wird und fertig. Verdichtet wird, bis die Rüttelplatte keine Spuren mehr hinterlässt.
  • Zu trockenes Material. Staubtrockenes Mineralgemisch lässt sich schlecht verdichten. Leicht anfeuchten hilft, zu viel Wasser schadet.
  • Mutterboden oder Schlamm in der Sohle gelassen. Organischer Boden zersetzt sich, und der Unterbau darüber sackt ab.
  • Gefälle und Entwässerung vergessen. Wasser im Unterbau senkt die Tragfähigkeit und hebt im Winter beim Gefrieren das Pflaster an.
  • An der Dicke gespart. Unter einer Zufahrt drücken Autoreifen einen zu dünnen Unterbau schnell zu Spurrinnen.

Prüfung und Abnahme des fertigen Unterbaus

Sehen Sie sich den Unterbau an, bevor Pflaster oder Beton daraufkommen. Danach lassen sich Fehler nur noch durch Ausbauen beheben. Prüfen Sie bei der Abnahme:

  • Die Gesamtdicke entspricht der vereinbarten Dicke bis 30 cm
  • Mutterboden und weicher Boden wurden bis auf tragfähigen Grund entfernt
  • Jede Lage wurde einzeln verdichtet, nicht die ganze Dicke auf einmal
  • Beim Begehen und beim Abfahren mit der Rüttelplatte bleiben keine Spuren, nichts gibt nach
  • Die Höhen stimmen mit dem Plan, das Gefälle führt vom Haus weg oder zur Entwässerungsrinne
  • Unter einer 2-m-Richtlatte gibt es keine deutlichen Mulden oder Buckel
  • Die Ränder sind genauso gut verdichtet wie die Mitte der Fläche
  • Unter einer Bodenplatte ist die Verdichtung so nachgewiesen, wie es der Planer verlangt, zum Beispiel mit einem Plattendruckversuch

Häufige Fragen

Ein Handstampfer genügt höchstens für kleine Ecken und den Bereich direkt an Randsteinen. Für die ganze Fläche brauchen Sie eine Rüttelplatte oder eine Walze, sonst wird der Unterbau nicht ausreichend tragfähig.

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