Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | ||||
| Abdichtung (Bad) | m² | 10,23 € | - | |
| Grundierung vor Verfliesung | m² | 1,75 € | - | |
| Dichtband in Eck- und Kantenbereichen einarbeiten | lfm | 5,40 € | - | |
Wo im Bad abgedichtet wird
Am meisten Wasser bekommt die Dusche ab, vor allem eine bodengleiche Dusche mit Rinne oder Bodenablauf. Hier wird der gesamte Duschboden abgedichtet, dazu die Wände mindestens so hoch, wie Spritzwasser hinkommt. In der Praxis heißt das meist bis über die Höhe des Duschkopfs.
Warum auch unter der Badewanne, wenn die Wanne das Wasser doch hält? Wasser läuft an den Fliesen herunter und gelangt durch die Fuge zwischen Wanne und Wand unter die Wanne, wo es niemand bemerkt. Deshalb werden der Boden unter der Wanne, die Wand dahinter und ein Streifen über dem Wannenrand abgedichtet.
Am Waschbecken und am WC fällt weniger Wasser an. Ein abgedichteter Streifen hinter dem Waschbecken lohnt sich trotzdem. Den Boden dichtet man meist im ganzen Bad ab und zieht die Abdichtung rundum ein Stück an den Wänden hoch. So läuft Wasser bei einer Überschwemmung nicht in die Wände oder in den Vorraum.
In Österreich ist die Abdichtung von Nassräumen in den einschlägigen ÖNORMEN geregelt. Sie teilen Flächen nach Wasserbelastung ein, von einer Wand mit gelegentlichem Spritzwasser bis zur bodengleichen Dusche. Danach richtet sich, welches Material geeignet ist. Im Mehrparteienhaus schützt die Abdichtung auch die Nachbarn unter Ihnen. Wenn Sie bei der Sanierung an Fallstränge oder andere gemeinsame Leitungen gehen, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft. In einer Mietwohnung klären Sie den Umbau mit dem Vermieter.
Welche Materialien es gibt und wann welches passt
- Flüssigabdichtung auf Dispersionsbasis: gebrauchsfertig im Kübel, wird mit Rolle oder Pinsel aufgetragen. Sie ist einfach zu verarbeiten und deshalb bei normalen Bädern weit verbreitet, bei Heimwerkern wie bei Fliesenlegern. Für stark belastete Flächen wie den Boden einer bodengleichen Dusche ist sie je nach System nur eingeschränkt oder gar nicht geeignet.
- Zweikomponentige Dichtschlämme: wird aus Pulver und Flüssigkeit angerührt, ist robuster und eignet sich für Bereiche mit ständiger Nässe, etwa bodengleiche Duschen oder Wellnessbereiche.
- Dichtbahnen im System: werden auf den Untergrund geklebt, haben eine gleichmäßige Dicke, und zwischen den Schichten muss nichts trocknen. Sie passen gut, wenn es schnell weitergehen soll oder der Untergrund nicht für eine Streichabdichtung taugt.
Zu jeder Abdichtung gehören Dichtband für Ecken und den Übergang Wand zu Boden, Dichtecken sowie Manschetten für Rohrdurchführungen und den Bodenablauf. Nehmen Sie alles aus einem System eines Herstellers, einschließlich Grundierung und Fliesenkleber. Dann ist sicher, dass die Teile zusammenpassen. Abdichtungen unter Fliesen werden nach der europäischen Norm EN 14891 geprüft, das steht meist auf der Verpackung.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Wie viel Arbeit anfällt, und damit auch, was sie kostet, hängt vor allem von diesen Punkten ab:
- Zustand des Untergrunds: Ein ebener, fester und trockener Putz oder Estrich wird nur grundiert. Unebenheiten, alte Kleberreste oder sandender Putz bedeuten Mehrarbeit.
- Art des Untergrunds: Gipskarton aus dem Trockenbau, Porenbeton oder Calciumsulfatestrich (Anhydrit) brauchen eine passende Grundierung. Calciumsulfatestrich muss außerdem ausreichend trocken sein, das wird mit einer Feuchtemessung geprüft.
- Grundriss des Raums: Jede Ecke, jede Nische, jede Vorwandinstallation und jede Rohrdurchführung ist ein weiteres Detail mit Band oder Manschette.
- Art der Dusche: Eine Dusche mit Duschtasse ist einfacher. Eine bodengleiche Dusche mit Rinne braucht einen sauberen Anschluss an den Ablauf und ein sorgfältig ausgebildetes Gefälle.
- Abzudichtende Fläche: Nur Dusche und Wanne sind weniger Arbeit als der ganze Boden und raumhohe Wände.
Anleitung für Heimwerker: Abdichten mit Flüssigabdichtung
Das Streichen einer Flüssigabdichtung schafft auch ein geübter Heimwerker. Wichtig sind Geduld und die Trocknungszeiten laut Hersteller. Wenn Sie beim Anschluss an eine Duschrinne unsicher sind, überlassen Sie dieses Detail einem Fliesenleger oder Installateur.
- Alte Fliesen, Kleberreste und losen Putz entfernen.
- Größere Unebenheiten ausgleichen und die Stellen trocknen lassen.
- Flächen absaugen und von Staub, Fett und Schmutz befreien.
- Grundierung für den jeweiligen Untergrund auftragen und trocknen lassen.
- Dichtband in Ecken, Kanten und den Übergang Wand zu Boden in die erste Schicht einbetten.
- Manschetten über die Rohrdurchführungen und die Dichtmanschette an Ablauf oder Rinne setzen.
- Erste Schicht auf die ganze Fläche auftragen und nach Herstellerangabe trocknen lassen.
- Zweite Schicht auftragen, möglichst quer zur ersten, damit keine dünnen Stellen bleiben.
- Prüfen, ob die Schicht geschlossen ist, ohne Löcher, Blasen und durchscheinende Stellen.
- Vollständig aushärten lassen und erst dann die Fliesen mit flexiblem Kleber verlegen.
Typische Fehler
- Kein Dichtband in den Ecken: In Ecken arbeitet der Untergrund, und ein reiner Anstrich reißt dort.
- Nur eine dünne Schicht: Hersteller schreiben in der Regel zwei Schichten und eine Mindestdicke vor, die eine Schicht allein nicht erreicht.
- Grundierung weggelassen: Die Abdichtung haftet dann schlecht und kann sich samt Fliesen ablösen.
- Nur der Boden abgedichtet: Duschwasser läuft an den Wänden herunter und dringt ohne hochgezogene Abdichtung ins Mauerwerk.
- Ablauf nicht sauber eingebunden: Bei bodengleichen Duschen ist das eine der typischen Ursachen für Wasserschäden.
- Fliesen auf feuchte Abdichtung: Die Schicht ist noch nicht ausgehärtet, und der Kleber kann sie beschädigen.
So prüfen Sie die fertige Abdichtung
Sehen Sie sich die Abdichtung an, bevor die Fliesen sie verdecken. Später lässt sich ein Fehler nur schwer finden. Gehen Sie diese Punkte durch:
- Die Schicht ist geschlossen, gleichmäßig gefärbt und ohne durchscheinende Stellen
- In Ecken und am Übergang Wand zu Boden ist Dichtband eingebettet
- Rohrdurchführungen haben Manschetten, Ablauf oder Rinne sind mit einer Dichtmanschette angeschlossen
- In der Dusche reicht die Abdichtung an den Wänden über die Höhe des Duschkopfs
- Der Boden ist auch unter der Wanne abgedichtet und die Abdichtung an den Wänden hochgezogen
- Es gibt keine Blasen, Risse oder abgelösten Stellen
- Der Fliesenleger kennt das verwendete System und nimmt den Kleber, den der Hersteller dafür empfiehlt
Häufige Fragen
Unbedingt in der Dusche und an der Wanne, empfehlenswert auch auf dem ganzen Boden mit Hochzug an den Wänden. Wände außerhalb der nassen Bereiche dichtet man meist nicht ab, ein Streifen hinter dem Waschbecken ist aber eine gute Absicherung.
Das hängt vom Material, von der Temperatur und von der Luftfeuchte ab. Flüssigabdichtungen brauchen meist einige Stunden zwischen den Schichten und danach noch Zeit zum Aushärten. Die genauen Angaben stehen im technischen Merkblatt des Herstellers.
Manche Systeme erlauben das auf festen, entfetteten Fliesen mit einer speziellen Grundierung. Prüfen Sie aber immer, ob die alten Fliesen gut halten. Sonst fallen sie später mitsamt der neuen Schicht ab.
Ja, mindestens an den Wänden rund um die Duschtasse und am Anschluss zwischen Duschtasse und Wand. Wasser läuft an den Fliesen herunter, und die Silikonfuge verliert mit der Zeit ihre Elastizität.
Warnzeichen sind feuchte Flecken an den Wänden hinter dem Bad, Schimmel in den Fugen, der immer wiederkommt, und hohl klingende oder lose Fliesen. Sicherheit gibt es erst, wenn bei der Sanierung die Fliesen herunterkommen.
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