Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Einbau des Waschbeckens

Beim Einbau eines Waschbeckens wird das Becken fest an der Wand, auf einem Unterschrank oder in einer Platte befestigt, an Wasser und Abwasser angeschlossen und zur Fliese hin abgedichtet. Das steht an, wenn Sie das Bad sanieren, ein gesprungenes oder unmodernes Becken ersetzen oder das Waschbecken höher oder tiefer setzen möchten, etwa f

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
35,08 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
28,00 € - 45,70 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Fliesenarbeiten10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärmontage
Waschbecken setzenStk.35,08 €-
Einbau der Badewanne (Fliesenarbeiten)Stk.-
Badewanne einmauern und an Ablauf anschließenStk.-
Mauern und Gefälle für Duschpodest herstellenStk.-
Montage Geberit WC-Vorwand + UmmauerungStk.-
Stand-WC-Kombi setzenStk.-
Wannen- / Duscharmatur setzenStk.43,85 €-
Waschtischarmatur setzenStk.24,85 €-
Waschtischunterschrank montierenStk.-
Spiegel anklebenStk.54,08 €-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

So läuft der Einbau Schritt für Schritt ab

Ein Installateur geht meist in dieser Reihenfolge vor:

  1. Ausmessen. Er legt Höhe und Position fest. Die Oberkante liegt üblicherweise bei etwa 80 bis 90 cm über dem fertigen Boden, richtet sich aber nach den Menschen, die das Becken nutzen. Gleichzeitig prüft er, ob Eckventile und Abwasseranschluss zu den Öffnungen des neuen Beckens passen.
  2. Bohren und Befestigen. Je nach Wand wählt er Dübel oder Injektionsmörtel (chemische Befestigung) und setzt Stockschrauben oder Konsolen. In die Fliesen bohrt er vorsichtig und ohne Schlag, damit sie nicht springen.
  3. Armatur montieren. Die Armatur lässt sich deutlich bequemer anbringen, solange das Becken noch nicht an der Wand hängt. An ihr werden die beiden flexiblen Anschlussschläuche befestigt.
  4. Aufhängen und ausrichten. Das Becken wird aufgesetzt, mit der Wasserwaage ausgerichtet und die Muttern mit Gefühl angezogen, damit die Keramik nicht reißt.
  5. Anschließen. Die Schläuche kommen an die Eckventile, dann werden Ablaufventil und Siphon montiert und der Siphon in den Abwasseranschluss in der Wand geführt.
  6. Prüfen und abdichten. Erst läuft Wasser, alle Verbindungen werden kontrolliert. Zum Schluss wird die Fuge zwischen Becken und Fliese mit Sanitärsilikon geschlossen.

Wandbecken, Möbelbecken oder Einbaubecken: die Unterschiede

Wandhängendes Waschbecken

Das Becken hängt direkt an der Wand, das ganze Gewicht tragen die Befestigungen. Dafür braucht es eine tragfähige Wand aus Beton oder Vollziegel. Bei Gipskartonwänden oder leichten Ständerwänden muss eine Verstärkung oder ein Montageelement für Sanitärobjekte in der Wand sitzen, sonst lockert sich das Becken mit der Zeit. Der Vorteil: Der Boden darunter lässt sich leicht wischen und das Bad wirkt luftiger.

Waschbecken mit Unterschrank

Der Unterschrank verdeckt Siphon und Schläuche und schafft Stauraum. Wichtig ist, dass er gerade und fest steht oder hängt und das Becken exakt auf dem Korpus aufliegt. In die Rückwand werden oft Aussparungen für den Siphon geschnitten. Deren Kanten sollten gegen Feuchtigkeit geschützt werden, damit die Spanplatte nicht aufquillt.

Einbau-, Unterbau- und Aufsatzbecken

Diese Becken sitzen in oder auf einer Waschtischplatte. Der Aufwand ist höher, weil der Ausschnitt genau nach der Schablone des Herstellers gesägt und die Fuge zwischen Becken und Platte sorgfältig abgedichtet werden muss. Bei Aufsatzbecken lohnt ein Blick auf die Armatur: Ist sie zu niedrig oder der Auslauf zu kurz, spritzt das Wasser neben das Becken.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am schnellsten geht der Tausch, wenn das neue Becken ähnliche Maße hat, die Eckventile funktionieren und der Abwasseranschluss an der richtigen Stelle sitzt. Mehr Zeit und Aufwand bedeuten dagegen:

  • Wände aus Hochlochziegel, Porenbeton oder Gipskarton ohne Verstärkung, die spezielle Befestigungen brauchen
  • Alte, festsitzende Eckventile, die getauscht werden müssen
  • Ein Abwasseranschluss in anderer Höhe, als der neue Siphon braucht, oder alte Rohre, die angepasst werden müssen
  • Montage eines Unterschranks, ein Ausschnitt in der Platte oder eine Wandarmatur mit Leitungen unter Putz
  • Dicke oder harte Fliesen, etwa Feinsteinzeug, in die nur langsam gebohrt werden kann

Im Mehrparteienhaus hängen Zu- und Abwasser an gemeinsamen Steig- und Fallleitungen. Muss in diese Leitungen eingegriffen oder das Wasser für mehrere Wohnungen abgestellt werden, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft. Als Mieter klären Sie den Tausch außerdem mit dem Vermieter ab. Änderungen an den Wasserleitungen selbst gehören in Österreich in die Hände eines befugten Installateurbetriebs.

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

  • Schwache Befestigung. Normale Dübel im Hochlochziegel ohne Injektionsmörtel ziehen sich mit der Zeit heraus. Die Befestigung muss zum Untergrund passen, nicht zu dem, was zufällig im Karton lag.
  • Zu fest angezogene Muttern. Die Keramik reißt an der Schraube, oft erst Wochen später. Muttern immer mit Unterlegscheibe und mit Gefühl anziehen.
  • Alter Siphon, alte Dichtungen. Das spart ein paar Minuten, doch genau hier tropft es später meistens. Zum neuen Becken gehören ein neuer Siphon und neue Dichtungen.
  • Falsche Dichtmasse. Acryl oder Silikon ohne Schimmelschutz wird im Bad schnell schwarz. Richtig ist Sanitärsilikon.
  • Silikon vor der Dichtheitsprobe. Zeigt sich ein Leck erst nach dem Verfugen, muss die Fuge wieder aufgeschnitten werden. Erst Wasser testen, dann abdichten.
  • Becken und Armatur passen nicht zusammen. Prüfen Sie vor dem Kauf Anzahl und Größe der Hahnlöcher und die Auslauflänge der Armatur.

Anleitung für Heimwerker: Waschbecken an vorhandenen Anschlüssen tauschen

Wenn Sie ein Becken gegen ein ähnliches tauschen, die Wand tragfähig ist und sich die Eckventile problemlos schließen lassen, können Sie das selbst erledigen. Sind Sie sich bei Wand oder Ventilen unsicher, holen Sie einen Installateur. Sie brauchen Wasserwaage, Bohrmaschine mit Fliesenbohrer, Gabelschlüssel, Sanitärsilikon und einen neuen Siphon.

  1. Eckventile schließen und die Armatur öffnen, damit der Druck entweicht.
  2. Einen Kübel unter den Siphon stellen, Siphon und Schläuche abschrauben.
  3. Alte Silikonfuge herausschneiden, Muttern lösen und das alte Becken vorsichtig abnehmen, idealerweise zu zweit.
  4. Alte Befestigungen prüfen. Sitzen sie locker oder passen sie nicht zum neuen Becken, neue Bohrlöcher anzeichnen, bohren und passende Befestigungen für den Untergrund setzen.
  5. Armatur, Ablaufventil und Schläuche nach Herstelleranleitung am neuen Becken montieren.
  6. Becken aufsetzen, mit der Wasserwaage ausrichten und die Muttern mit Gefühl anziehen.
  7. Schläuche an die Eckventile anschließen und den neuen Siphon montieren.
  8. Ventile langsam öffnen, das Becken ganz volllaufen lassen, ablassen und alle Verbindungen mit einem Stück Küchenrolle auf Feuchtigkeit prüfen.
  9. Nach erfolgreicher Probe die Fuge zur Fliese reinigen, entfetten und mit Sanitärsilikon schließen.
  10. Silikon nach Herstellerangabe aushärten lassen, meist etwa einen Tag, und das Becken erst dann normal benutzen.

Die fertige Arbeit prüfen und abnehmen

Bevor Sie die Arbeit abnehmen, prüfen Sie:

  • Das Becken ist waagrecht und bewegt sich nicht, wenn Sie mit der Hand dagegen drücken
  • Höhe und Position entsprechen der Absprache
  • Die Keramik hat keine Risse oder Abplatzungen an den Schrauben
  • Beim vollen Einlaufen und Ablassen tropft es weder am Siphon noch am Ablauf oder an den Schläuchen
  • Die Eckventile lassen sich schließen und öffnen und sind gut erreichbar
  • Das Wasser läuft zügig ab und aus dem Abfluss riecht es nicht
  • Die Armatur sitzt fest, warmes und kaltes Wasser liegen auf der richtigen Seite
  • Die Silikonfuge ist durchgehend, glatt und ohne Lücken
  • Die Umgebung ist sauber und Sie haben Anleitungen und Garantieunterlagen zu Becken und Armatur erhalten

Häufige Fragen

Üblich ist eine Oberkante von etwa 80 bis 90 cm über dem fertigen Boden. Für große Menschen wählt man es höher, für Kinder oder ältere Menschen niedriger. Bei Aufsatzbecken zählen Plattenhöhe und Beckenhöhe zusammen.

Ähnliche Arbeiten

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.