Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Einmauern der Badewanne

Beim Einmauern der Badewanne baut der Fliesenleger oder ein anderer Professionist eine niedrige Wand rund um die Einbauwanne. Diese Wand verdeckt die Wanne und stützt sie. Auf diese Vormauerung kommen später die Fliesen. Das Einmauern ist fast immer nötig, wenn eine klassische Acryl- oder Stahlwanne auf Wannenfüßen eingebaut wird. Das gil

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
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Richtwert-Spanne
24,85 € - 54,08 €
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Fliesenarbeiten10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärmontage
Badewanne einmauern und an Ablauf anschließenStk.-
Einbau der Badewanne (Fliesenarbeiten)Stk.-
Mauern und Gefälle für Duschpodest herstellenStk.-
Montage Geberit WC-Vorwand + UmmauerungStk.-
Stand-WC-Kombi setzenStk.-
Wannen- / Duscharmatur setzenStk.43,85 €-
Waschbecken setzenStk.35,08 €-
Waschtischarmatur setzenStk.24,85 €-
Waschtischunterschrank montierenStk.-
Spiegel anklebenStk.54,08 €-
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Warum die Wanne eingemauert wird und wann es sinnvoll ist

Eine Einbauwanne steht auf verstellbaren Füßen und wirkt allein recht wackelig. Steigt jemand hinein und ist Wasser eingelassen, gibt sie leicht nach oder bewegt sich. Diese Bewegung reißt mit der Zeit die Silikonfuge zwischen Wanne und Fliesen auf. Durch den Riss läuft Wasser, und unter der Wanne entstehen Schimmel oder eine feuchte Wand. Im Mehrparteienhaus bemerkt das oft zuerst der Nachbar darunter.

Die Vormauerung hat deshalb zwei Aufgaben. Technisch hält sie die Wanne von vorn fest und verhindert, dass sie sich verschiebt. Optisch versteckt sie Füße, Siphon und Abflussrohre, und die Wanne fügt sich in die Fliesen des Bades ein.

Freistehende Wannen, die wie ein Möbelstück mitten im Raum stehen, werden nicht eingemauert. Sie sind dafür gebaut, von allen Seiten gut auszusehen.

So läuft das Einmauern Schritt für Schritt ab

Zuerst kommt die Wanne auf ihre Füße, wird waagrecht ausgerichtet und an den Abfluss angeschlossen. Erst danach wird gemauert. Der Installateur prüft vorher, ob der Siphon dicht ist und die Füße fest sitzen. Später kommt man nur noch durch die Revisionsöffnung heran.

Dann entsteht die Vorderwand, bei Bedarf auch eine Seitenwand, wenn die Wanne nicht in einer Nische zwischen zwei Wänden steht. Die Höhe wird so gewählt, dass die Fliesen später unter den Wannenrand geschoben werden können. In die Wand kommt eine Aussparung für die Revisionsklappe, meist auf Höhe des Siphons.

Danach folgen Grundierung, Abdichtung und Fliesen. Für die Abdichtung in Nassräumen gelten in Österreich die einschlägigen ÖNORMen, ein seriöser Fliesenleger kennt sie und arbeitet danach. Zum Schluss wird die Fuge zwischen Wanne und Fliesen mit Sanitärsilikon geschlossen. Bei einer Acrylwanne sollte die Wanne dabei mit Wasser gefüllt sein. Sie ist dann belastet, senkt sich etwas, und die Fuge reißt nach dem Ablassen nicht.

Womit mauern: Porenbeton, Ziegel, Trockenbau oder Wannenträger

Porenbetonsteine

Sie werden in der Praxis meist verwendet. Die Steine sind leicht, lassen sich mit einer einfachen Säge zuschneiden und passen sich so gut an das Wannenmaß an. Verklebt werden sie mit Dünnbettmörtel. Porenbeton saugt allerdings Feuchtigkeit auf. Er braucht deshalb immer eine Grundierung und eine Abdichtung.

Ziegel oder Betonsteine

Diese Steine kommen dort zum Einsatz, wo die Wand mehr tragen soll, etwa eine breite Ablage. Sie sind fest und vertragen Feuchte besser, sind aber schwerer, und das Mauern dauert länger. Bei einer einzelnen niedrigen Wand spielt das Gewicht meist keine große Rolle, auch nicht im Altbau mit Holzbalken- oder Dippelbaumdecke. Bei solchen Decken lohnt sich trotzdem ein kurzer Blick auf die Tragfähigkeit, am besten durch einen Baumeister.

Trockenbau mit Feuchtraumplatten

Imprägnierte Gipsplatten auf einem Metallständerwerk sind schnell und leicht verbaut, etwa bei ungewöhnlichen Formen. Sie halten Stöße aber schlechter aus, und die Abdichtung ist hier noch wichtiger. Das Profil muss fest in Boden und Wand verankert sein, sonst bekommen die Fliesen mit der Zeit Risse.

Wannenträger aus Hartschaum

Im Fachhandel gibt es auch fertige Wannenträger aus Hartschaum, die passend zur Wanne geliefert werden. Sie stützen den Wannenboden und bilden gleichzeitig die Schürze, die direkt verfliest werden kann. Ob sich ein solcher Träger eignet, hängt von Wannenmodell und Herstellerangaben ab.

Beton und gemauerte Sonderlösungen

Sie kommen in besonderen Bädern vor, wenn die Wanne etwa in eine Stufe eingelassen ist oder Teil eines größeren gemauerten Aufbaus wird. Das ist sehr stabil, aber aufwendig und braucht Schalung und mehr Zeit zum Aushärten.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

  • Form und Lage der Wanne: Eine Wanne in einer Nische zwischen drei Wänden braucht nur eine Vorderwand. Eck- oder asymmetrische Wannen bedeuten mehr Zuschnitt und mehr Wandflächen.
  • Zustand von Boden und Wänden: Schiefe Wände und ein unebener Estrich müssen erst ausgeglichen werden, damit die Fliesen sauber sitzen.
  • Zugang zum Abfluss: Liegt der Siphon ungünstig oder muss die Abflussleitung angepasst werden, dauert die Arbeit länger.
  • Ablagen und Regale: Eine verbreiterte Wand als Ablage oder Stufe bedeutet mehr Arbeit und mehr Material.
  • Art der Revisionsöffnung: Eine magnetische Revisionsklappe, die mit denselben Fliesen belegt wird, verlangt mehr Genauigkeit als ein einfaches Kunststoffgitter.

Wenn bei einer Sanierung in der Wohnung gemeinsame Leitungen oder Steigstränge betroffen sind, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft. Als Mieter klären Sie solche Arbeiten mit dem Vermieter ab. Für laute Arbeiten wie Stemmen oder Schneiden ist es außerdem höflich, die Hausverwaltung und die Nachbarn rechtzeitig zu informieren.

Typische Fehler beim Einmauern

  • Die Wanne wird ohne Revisionsöffnung eingemauert, bei verstopftem oder undichtem Siphon müssen dann Fliesen herausgeschlagen werden
  • Die Acrylwanne wird nicht nach Herstellervorgabe unterstützt und steht nur auf den Füßen, der Boden biegt sich unter Last durch
  • Zwischen Wannenrand und Wand fehlt das Wannendichtband, Wasser läuft hinter die Wanne
  • Porenbeton wird ohne Grundierung und Abdichtung verfliest und saugt sich mit Feuchtigkeit voll
  • Die Silikonfuge wird bei leerer Wanne gezogen und reißt beim ersten Baden
  • Die Wand wird ohne Platz für Kleber und Fliese bis direkt unter den Rand gemauert, die Fliese passt dann nicht mehr darunter

Anleitung für Heimwerker: Badewanne mit Porenbeton einmauern

Wenn Sie handwerklich etwas Übung haben, schaffen Sie eine einfache Vorderwand auch selbst. Den Anschluss an den Abfluss überlassen Sie besser einem Installateur, oder lassen Sie ihn zumindest vor dem Mauern prüfen.

  1. Wanne auf die Füße setzen, mit der Wasserwaage ausrichten und die Kontermuttern festziehen.
  2. Siphon anschließen, Wasser einlassen und die Verbindungen auf Dichtheit prüfen.
  3. Wannendichtband am Übergang zwischen Wannenrand und Wand nach Herstellerangabe anbringen.
  4. Höhe unter dem Wannenrand messen und die Stärke von Fliesenkleber und Fliese abziehen.
  5. Porenbetonsteine auf die nötige Höhe und Länge zuschneiden.
  6. Steine mit Dünnbettmörtel auf den Boden kleben und dabei laufend Flucht und Lot prüfen.
  7. Aussparung für die Revisionsklappe auf Höhe des Siphons lassen und den Rahmen einsetzen.
  8. Mörtel nach Herstellerangabe aushärten lassen.
  9. Wand grundieren, Flüssigabdichtung auftragen und in Ecken sowie am Übergang zum Boden Dichtband einlegen.
  10. Wand verfliesen und die oberste Fliesenreihe unter den Wannenrand schieben.
  11. Verfugen und nach dem Trocknen der Fugenmasse die Wanne mit Wasser füllen.
  12. Fuge zwischen Wanne und Fliesen mit Sanitärsilikon schließen und das Wasser erst nach dem Aushärten ablassen.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

  • Die Wanne bewegt sich unter Last nicht und knarrt nicht
  • Die Wand ist gerade und lotrecht, beim Abklopfen klingen die Fliesen nicht hohl
  • Die Revisionsklappe lässt sich öffnen und gibt den Blick auf den Siphon frei
  • Die Silikonfuge ist durchgehend, ohne Blasen und haftet an Wanne und Fliesen
  • Nach einem Probebefüllen und Ablassen zeigt sich unter und hinter der Wanne kein Wasser
  • Die Fliesenfugen sind gleichmäßig, und die oberste Reihe sitzt sauber unter dem Wannenrand

Häufige Fragen

Ja, das ist immer zu empfehlen. Der Siphon kann verstopfen oder sich lockern, und ohne Öffnung kommen Sie nur heran, indem Sie Fliesen herausschlagen. Die Klappe lässt sich mit derselben Fliese belegen und fällt dann kaum auf.

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