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Badewanne einmauern

Beim Einmauern einer Badewanne baut der Plattenleger rund um eine Einbauwanne eine niedrige Wand. Diese Wannenschürze verdeckt die Wanne und stützt sie, danach werden darauf Platten geklebt. Nötig ist das fast immer, wenn eine klassische Acryl- oder Stahlwanne auf Füssen eingebaut wird: im neuen Bad genauso wie bei einer Sanierung, wenn d

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
43.98 CHF/ Stk.
Richtwert-Spanne
31.60 CHF - 68.75 CHF
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Plattenarbeiten10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärmontage
Badewanne einmauern und an Ablauf anschliessenStk.-
Einbau der Badewanne (Fliesenarbeiten)Stk.-
Mauern und Gefälle für Duschpodest herstellenStk.-
Montage Geberit WC-Vorwand + UmmauerungStk.-
Stand-WC-Kombi setzenStk.-
Wannen- / Duscharmatur setzenStk.55.74 CHF-
Waschbecken setzenStk.44.60 CHF-
Waschtischarmatur setzenStk.31.60 CHF-
Waschtischunterschrank montierenStk.-
Spiegel anklebenStk.68.75 CHF-
Summe Arbeit
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Warum man eine Badewanne einmauert

Eine Einbauwanne steht auf verstellbaren Füssen und ist für sich allein recht wacklig. Steigt jemand hinein und ist Wasser drin, gibt sie leicht nach oder bewegt sich. Diese Bewegung reisst mit der Zeit die Silikonfuge zwischen Wanne und Wandplatten auf. Durch den Riss läuft Wasser, und unter der Wanne entstehen Schimmel oder feuchte Wände.

Die Ummauerung hat deshalb zwei Aufgaben. Technisch hält die Wand die Wanne an der Vorderseite fest und verhindert, dass sie sich verschiebt. Optisch verdeckt sie Füsse, Siphon und Ablaufrohre, und die Wanne fügt sich in die Plattenfläche des Bades ein.

Gerade im Mehrfamilienhaus oder im Stockwerkeigentum spielt auch der Schall eine Rolle. Wird die Wanne mit Schallschutzband und schallgedämmten Füssen vom Boden und von den Wänden getrennt, hören die Nachbarn das einlaufende Wasser deutlich weniger. Die Anforderungen an den Schallschutz richten sich in der Schweiz nach der SIA-Norm 181.

Freistehende Wannen, die wie ein eigenes Möbelstück mitten im Raum stehen, werden nicht eingemauert. Sie sind so gebaut, dass sie von allen Seiten gut aussehen.

So läuft das Einmauern Schritt für Schritt ab

Zuerst wird die Wanne auf die Füsse gestellt, waagrecht ausgerichtet und an den Ablauf angeschlossen. Erst danach wird gemauert. Der Handwerker prüft vorher, ob der Siphon dicht ist und die Füsse fest angezogen sind. Später kommt er nur noch durch die Revisionsöffnung an diese Teile heran.

Danach entsteht die Vorderwand, bei Bedarf auch eine Seitenwand, wenn die Wanne nicht in einer Nische zwischen zwei Mauern steht. Die Wand wird so hoch gebaut, dass zwischen ihr und dem Wannenrand Platz für Kleber und Platten bleibt. Die oberste Plattenreihe wird später unter den Wannenrand geschoben. In der Wand bleibt eine Öffnung für die Revisionsklappe frei, meist auf Höhe des Siphons.

Es folgen Grundierung, Abdichtung und Platten. Zum Schluss wird die Fuge zwischen Wanne und Platten mit Sanitärsilikon gefüllt. Bei einer Acrylwanne lohnt es sich, die Wanne dafür mit Wasser zu füllen. Sie ist dann belastet, senkt sich leicht ab, und die Fuge reisst nach dem Ablassen nicht.

Welches Material: Porenbeton, Backstein, Gipsplatten oder Beton

Porenbetonsteine

In der Praxis sieht man sie am meisten. Sie sind leicht, lassen sich mit einer einfachen Säge zuschneiden und passen sich so gut an die Wannengrösse an. Verklebt werden sie mit Dünnbettmörtel. Sie dämpfen auch etwas das Geräusch des einlaufenden Wassers. Porenbeton saugt aber Feuchtigkeit auf, deshalb muss er immer grundiert und mit einer Dichtschlämme abgedichtet werden.

Backstein oder Zementsteine

Diese wählt man, wenn die Wand mehr tragen soll, zum Beispiel eine breite Ablage. Sie sind stabil und vertragen Feuchtigkeit besser, sind aber schwerer, und das Mauern dauert länger. Bei einer einzelnen niedrigen Wand ist das Gewicht in der Regel kein Thema.

Gipsplatten für Feuchträume

Imprägnierte Gipsplatten auf einem Metallständer sind eine schnelle und leichte Lösung, etwa bei ungewöhnlichen Formen. Sie sind aber weniger stossfest, und die Abdichtung ist hier noch wichtiger. Der Ständer muss fest im Boden und in der Wand verankert sein, sonst bekommen die Platten mit der Zeit Risse.

Beton und gegossene Lösungen

Man findet sie in besonderen Bädern, wo die Wanne in eine Stufe eingelassen ist oder Teil eines grösseren gemauerten Aufbaus wird. Das ist sehr stabil, aber aufwendig: Es braucht eine Schalung und mehr Zeit zum Aushärten.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

  • Form und Lage der Wanne: Eine Wanne in einer Nische zwischen drei Mauern braucht nur eine Vorderwand. Eine Eck- oder asymmetrische Wanne braucht mehr Zuschnitt und mehr Wandflächen.
  • Zustand von Boden und Wänden: Schiefe Wände und ein unebener Unterlagsboden bedeuten mehr Ausgleichsarbeit, damit die Platten sauber sitzen.
  • Zugang zum Ablauf: Sitzt der Siphon ungünstig oder muss der Sanitärinstallateur die Ablaufleitung anpassen, dauert die Arbeit länger.
  • Ablagen und Tablare: Wird die Wand für eine Ablage oder eine Stufe verbreitert, braucht es mehr Arbeit und Material.
  • Art der Revisionsöffnung: Eine Magnetklappe, die mit denselben Platten belegt wird, verlangt mehr Präzision als ein einfaches Kunststoffgitter.

Typische Fehler beim Einmauern

  • Die Wanne wird ohne Revisionsöffnung eingemauert. Bei einem verstopften oder undichten Siphon müssen dann Platten herausgeschlagen werden.
  • Die Acrylwanne wird nicht nach den Vorgaben des Herstellers unterstützt und steht nur auf den Füssen. Der Boden biegt sich unter Last durch.
  • Es fehlt das Dichtband zwischen Wannenrand und Wand, und Wasser läuft hinter die Wanne.
  • Porenbeton wird ohne Grundierung und Abdichtung belegt und saugt sich mit Feuchtigkeit voll.
  • Die Wanne wird leer ausgefugt, und die Silikonfuge reisst nach dem ersten Bad.
  • Die Wand wird ganz knapp unter den Rand gemauert. Danach bleibt kein Platz, um die Platten unter den Wannenrand zu schieben.

Anleitung für Heimwerker: Badewanne mit Porenbeton einmauern

Wenn Sie mit Werkzeug umgehen können, schaffen Sie eine einfache Vorderwand auch selbst. Den Anschluss an den Ablauf überlassen Sie besser einem Sanitärinstallateur, oder lassen Sie ihn zumindest vor dem Mauern prüfen.

  1. Wanne auf die Füsse stellen, mit der Wasserwaage ausrichten und die Kontermuttern anziehen.
  2. Siphon anschliessen, Wasser einlassen und die Verbindungen auf Dichtheit prüfen.
  3. Wannendichtband nach Herstellerangabe am Übergang zwischen Wannenrand und Wand anbringen.
  4. Höhe unter dem Wannenrand messen und die Dicke von Kleber und Platten abziehen.
  5. Porenbetonsteine auf die nötige Höhe und Länge zuschneiden.
  6. Steine mit Dünnbettmörtel auf den Boden kleben und laufend Flucht und Lot kontrollieren.
  7. Öffnung für die Revisionsklappe auf Höhe des Siphons aussparen und den Rahmen einsetzen.
  8. Mörtel nach Angabe des Herstellers aushärten lassen.
  9. Wand grundieren und Dichtschlämme auftragen, in den Ecken und am Übergang zum Boden Dichtband einlegen.
  10. Wand mit Platten belegen und die oberste Reihe unter den Wannenrand schieben.
  11. Fugen füllen und nach dem Trocknen der Fugenmasse die Wanne mit Wasser füllen.
  12. Fuge zwischen Wanne und Platten mit Sanitärsilikon schliessen und das Wasser erst nach dem Aushärten ablassen.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

  • Die Wanne bewegt sich unter Last nicht und knarrt nicht
  • Die Wand ist gerade und senkrecht, die Platten klingen beim Abklopfen nicht hohl
  • Die Revisionsklappe lässt sich öffnen und gibt den Blick auf den Siphon frei
  • Die Silikonfuge ist durchgehend, ohne Blasen und haftet gut an Wanne und Platten
  • Nach dem Probefüllen und Ablassen zeigt sich unter und hinter der Wanne kein Wasser
  • Die Plattenfugen sind gleichmässig, und die oberste Reihe sitzt sauber unter dem Wannenrand

Häufige Fragen

Ja, das ist immer zu empfehlen. Der Siphon kann verstopfen oder sich lösen, und ohne Öffnung kommen Sie nur heran, wenn Sie Platten herausschlagen. Die Klappe lässt sich mit denselben Platten belegen und fällt dann kaum auf.

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