Platten im Standardformat bis 60 cm zu verlegen kostet gemäss aktueller Preisliste 50.17 CHF pro m² für die reine Verlegearbeit. Grundierung, Abdichtung, Dichtbänder, Verfugen, Silikon und aufwendige Details kommen je nach tatsächlichem Aufwand separat dazu. Die Platten wählen Sie selbst aus und kaufen sie auch selbst.
Leistungsarten und ihre Preise
Die häufigste Arbeit in Bad und Küche. Der Kleber wird mit einer Zahnkelle aufgetragen, die Ebenheit mit der Richtlatte kontrolliert.
Bei grösseren Feinsteinzeugformaten werden das kombinierte Verfahren (Buttering-Floating) und ein Nivelliersystem eingesetzt, um Überzähne an den Kanten zu vermeiden.
Zeitaufwendige Präzisionsarbeit mit höherem Fugenmörtelverbrauch. Typisch für Duschen oder Nischen.
Die Platten werden im 45-Grad-Winkel verlegt. Das bedeutet mehr Zuschnitte, mehr Verschnitt und einen höheren Arbeitspreis.
Die Verbundabdichtung wird in zwei Schichten aufgetragen. In Ecken und an Durchdringungen werden Dichtbänder und Dichtmanschetten eingearbeitet.
Zementärer Fugenmörtel wird nach dem Aushärten des Klebers eingebracht. Farbige Fugen betonen das Format, Grau ist am praktischsten.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Fliesen und Bodenfliesen | ||||
| Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cm | m² | 50.17 CHF | - | |
| Feinsteinzeug-Fliesen / -Bodenfliesen über 60 cm | m² | 61.30 CHF | - | |
| Fliesen / Bodenfliesen XL-Format 60×120 | m² | - | ||
| Fliesen / Bodenfliesen XXL-Format 120×260 | m² | - | ||
| Mosaik verlegen | m² | - | ||
| Verkleidung Natur-/Kunststein / Klinker | m² | - | ||
| Verkleidung mit Bruchstein (Zaun, Sockel) | m² | - | ||
| Bordüre / Listello | lfm | 18.58 CHF | - | |
| Bodenfliesen bis 60 cm im Diagonalverband verlegen | m² | 61.30 CHF | - | |
| Verfugen | m² | 8.36 CHF | - | |
| Silikonverfugung | m² | 6.30 CHF | - | |
| Silikonieren der Innen- und Aussenecken | lfm | 3.35 CHF | - | |
| Wasserstrahlschnitt 60×60 (Jolly-Kante) | lfm | 12.64 CHF | - | |
| Wasserstrahlschnitt 120×120 (Jolly-Kante) | lfm | 14.50 CHF | - | |
| Wasserstrahlschnitt - Aussparung in Fliese | lfm | 19.50 CHF | - | |
| Jolly-Profil (Montage und Setzen) | lfm | 18.58 CHF | - | |
| Sockelleiste aus Fliese / Bodenfliese | lfm | 8.36 CHF | - | |
| Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägen | Stk. | 5.57 CHF | - | |
| Kreisförmige Aussparungen in Bodenfliesen / Feinsteinzeug | Stk. | 4.83 CHF | - | |
| Vorbereitung | ||||
| Grundierung vor Verfliesung | m² | 2.23 CHF | - | |
| Abdichtung (Bad) | m² | 13.00 CHF | - | |
| Dichtband in Eck- und Kantenbereichen einarbeiten | lfm | 6.87 CHF | - | |
| Sanitärmontage | ||||
| Einbau der Badewanne (Fliesenarbeiten) | Stk. | - | ||
| Badewanne einmauern und an Ablauf anschliessen | Stk. | - | ||
| Mauern und Gefälle für Duschpodest herstellen | Stk. | - | ||
| Montage Geberit WC-Vorwand + Ummauerung | Stk. | - | ||
| Stand-WC-Kombi setzen | Stk. | - | ||
| Wannen- / Duscharmatur setzen | Stk. | 55.74 CHF | - | |
| Waschbecken setzen | Stk. | 44.60 CHF | - | |
| Waschtischarmatur setzen | Stk. | 31.60 CHF | - | |
| Waschtischunterschrank montieren | Stk. | - | ||
| Spiegel ankleben | Stk. | 68.75 CHF | - | |
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Reine Verlegung Standardformat bis 60 cm, ohne Vorarbeiten | 1505.20 CHF |
| Verlegung mit Verfugung Grundierung, Verlegung, zementäre Verfugung | 1823.00 CHF |
| Komplettverlegung mit allen Details 30 m² Grundierung, Verlegung und Verfugung, 12 m² Abdichtung, 10 m Dichtband, 8 m Silikonfugen, 4 Ausschnitte und 5 m Sockel | 2138.70 CHF |
Materialarten und ihre Preise
Flexibler Kleber für Feinsteinzeug und Grossformate, wird nach Verbrauch separat verrechnet.
Gleicht das Saugverhalten des Untergrunds aus und verbessert die Haftung des Klebers.
Zweikomponentig oder als Dispersion, in Nassbereichen zwingend in zwei Schichten.
Zementär für normale Fugen, Epoxidharz für stark beanspruchte und chemisch belastete Flächen.
Untergrundvorbereitung Schritt für Schritt
Vor dem Verlegen prüft der Plattenleger, ob der Untergrund eben, tragfähig, sauber und trocken genug ist. Grössere Unebenheiten gleicht er mit Spachtelmasse aus, nicht mit einer dickeren Kleberschicht.
Die Grundierung verhindert, dass der Untergrund dem Kleber zu schnell das Wasser entzieht, so haften die Platten besser. Saugende Untergründe wie Gipskarton oder Kalkputz grundiert er immer.
In der Dusche und rund um die Badewanne trägt der Plattenleger eine Verbundabdichtung in zwei Schichten auf. In Ecken und an Durchdringungen wie Rohren arbeitet er Dichtbänder und Manschetten ein. Die Abdichtung zieht er auch an den Wänden hoch, die Spritzwasser abbekommen.
Er verwendet Plattenkleber der Klasse C2TE S1. Am Duschboden verlegt er die Platten mit 1,5 bis 2 % Gefälle zum Ablauf. Bei Formaten über 60 cm trägt er den Kleber zusätzlich auf die Plattenrückseite auf.
Verfugt wird erst, wenn der Kleber ausgehärtet ist. Ecken und Anschlüsse zur Badewanne schliesst er mit Sanitärsilikon, weil dieses die Bewegungen der Bauteile mitmacht.
Arbeitsablauf
- 01Der Plattenleger misst die Fläche aus und plant, wie die Fugen verlaufen und wo die Anschnitte zu liegen kommen.
- 02Er reinigt den Untergrund, grundiert ihn und gleicht ihn bei Bedarf aus.
- 03Nassbereiche dichtet er mit einer durchgehenden Verbundabdichtung und passenden Systemteilen wie Dichtbändern und Manschetten ab.
- 04Er plant die Verlegung so, dass die Anschnitte dort landen, wo sie wenig auffallen.
- 05Er verlegt mit der Zahnkelle und sorgt mit Keilen oder einem Nivelliersystem für eine ebene Fläche und gleichmässige Fugen.
- 06Ist der Kleber ausgehärtet, verfugt er. Eck- und Anschlussfugen zur Sanitärkeramik macht er mit Silikon.
- 07Zum Schluss reinigt er die Fläche und klopft die Platten ab, um Hohlstellen zu finden.
5 häufige Fehler
Fehlen Dehnungsfugen an den Wänden und in grossen Flächen, kann der Belag reissen oder sich lösen. Die Randfuge sieht man später nicht, der Sockel oder das Silikon deckt sie ab.
In der Dusche gehört die Abdichtung auch an die Wand. Sonst läuft Wasser hinter die Platten, und nach ein paar Jahren zeigen sich Feuchteschäden im Nachbarraum.
Liegt eine Platte nicht vollflächig im Kleber, klingt sie hohl und bricht unter Last. Bodenplatten gehören deshalb immer vollflächig verklebt.
Bei Platten über 60 cm ist es ohne Nivellierhilfen schwierig, die Kanten bündig zu bekommen. So entstehen Überzähne, an denen man hängen bleibt.
Wird verfugt, bevor der Kleber ausgehärtet ist, bindet der Fugenmörtel nicht richtig ab und bröckelt mit der Zeit aus der Fuge.
Montage der Sanitärapparate nach den Plattenarbeiten
Wenn der Kleber ausgehärtet und alles verfugt ist, kommen Badewanne, WC, Lavabo, Armaturen, Möbel oder Spiegel an die Reihe. Diese Arbeiten finden Sie als eigene Positionen in der Preisliste. Im Richtpreis für die Plattenarbeiten sind sie nicht enthalten, weil der Aufwand von der Ausstattung Ihres Badezimmers abhängt.
Gute Plattenarbeit erkennt man an den Details
Ein Plattenleger macht mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Er bereitet den Untergrund vor, verlegt Wand- und Bodenplatten, dichtet in Nasszonen ab und kümmert sich um Fugen, elastische Anschlüsse und saubere Abschlüsse. Am häufigsten brauchen Sie ihn im Bad, im WC, für die Küchenrückwand, im Korridor oder im Treppenhaus.
Woran erkennen Sie gute Arbeit? Eine Platte mitten an der Wand verrät wenig. Schauen Sie lieber in die Ecken, auf die Schnitte rund um die Armaturen und auf die Wand im Streiflicht, das jede Welle zeigt. Die eigentliche Prüfung kommt erst nach Jahren: Ein guter Plattenboden klingt beim Abklopfen nicht hohl.
Über das Ergebnis entscheidet vieles schon vor der ersten verlegten Platte: wie eben der Untergrund ist, welchen Kleber der Plattenleger wählt und wie er die Fläche einteilt. Ist die Arbeit fertig, lässt sich daran ohne Abspitzen nichts mehr ändern.
Plattenformat: Grossformate, dünne Platten und Mosaik
Platten im Format 60 × 120 cm und grösser sieht man heute in Bädern wie in Wohnzimmern. Sie haben wenige Fugen, der Raum wirkt ruhiger und grosszügiger. Dafür stellen sie hohe Ansprüche an den Untergrund. Je grösser die Platte, desto deutlicher zeigt sich jede Unebenheit von Wand oder Boden. Bei Grossformaten spachtelt der Plattenleger die Fläche deshalb oft ganz ab oder gleicht den Boden mit Ausgleichsmasse aus.
Gut zu wissen: Eine grosse Platte ist nie ganz plan. Beim Brennen biegt sie sich leicht durch, meist in der Mitte der langen Seite. Verlegen Sie sie im halben Verband, trifft der höchste Punkt der einen Platte auf den tiefsten Punkt der Nachbarplatte, und an der Kante entsteht ein Absatz. Hersteller empfehlen bei Rechteckformaten deshalb meist einen Versatz von höchstens einem Drittel der Länge. Bis der Kleber abgebunden hat, hält ein Nivelliersystem mit Laschen und Keilen die Kanten auf gleicher Höhe.
Dünne Keramikplatten sind ungefähr 6 mm stark. Man kann sie auch auf alte Platten kleben, und sie werden ebenso für Möbelfronten oder Küchenabdeckungen verwendet. Damit sie beim Tragen nicht brechen, transportiert man sie in einem Rahmen mit Saugnäpfen und schneidet sie mit einem speziellen Schneidgerät.
Mosaik ist das Gegenstück. Die kleinen Steinchen auf dem Netz passen sich gut an Rundungen, Nischen und den Gefällboden in der Dusche an. Rechnen Sie aber damit, dass Verlegen und Verfugen langsam vorangehen und viel Fugenmörtel braucht.
Plattenkleber: was C2TE S1 bedeutet
Auf dem Sack finden Sie eine Kurzbezeichnung nach der europäischen Norm SN EN 12004. Sie ist einfacher, als sie aussieht, und hilft Ihnen, den passenden Kleber für Untergrund und Format zu finden:
- C: zementgebundener Kleber, der häufigste Typ. Dispersionskleber tragen ein D, Reaktionsharzkleber wie Epoxid ein R.
- 1 und 2: normaler und verbesserter Kleber. Die 2 hält stärker und gehört zu Feinsteinzeug, Grossformaten und in den Aussenbereich.
- T: verringertes Abrutschen. Eine Platte, die Sie an die Wand drücken, rutscht nicht nach unten.
- E: verlängerte offene Zeit. Der aufgetragene Kleber bleibt länger klebfähig, Sie müssen also weniger hetzen.
- F: schnell erhärtender Kleber. Praktisch, wenn es rasch weitergehen soll.
- S1 und S2: verformbarer und hoch verformbarer Kleber. Diese Elastizität zählt bei Bodenheizung, auf Holz und Gipskarton, bei Grossformaten und draussen.
Der Kleber wird mit einer Zahnkelle aufgezogen, deren Zahnung zur Plattengrösse passt. Am Boden und bei Grossformaten auch an der Wand kommt zusätzlich Kleber auf die Plattenrückseite. Nur so entsteht ein vollflächiges Bett ohne Hohlräume. Prüfen lässt sich das einfach: Der Plattenleger hebt eine frisch verlegte Platte wieder ab und schaut sich die Rückseite an.
Renovation: Platten auf Platten kleben
Bei einer Renovation lohnt es sich nicht immer, alte Wand- und Bodenplatten abzuspitzen. Sitzen die alten Platten fest, klingen beim Abklopfen nicht hohl und bewegt sich der Untergrund nicht, können Sie die neuen Platten direkt darauf kleben. Das spart Abbrucharbeit, viel Staub und Zeit. Die alte Oberfläche wird gründlich entfettet, mit einer Haftbrücke für nicht saugende Untergründe gestrichen und mit verformbarem Kleber belegt.
Die Sache hat aber Haken. Der Boden wird um Platte und Kleber höher, was bei Schwellen und Türen stören kann. Manchmal muss man Türblätter kürzen. An den Wänden steht die neue Schicht über die Zarge vor, und die Armaturen brauchen Verlängerungen. Platten, die stellenweise hohl klingen, müssen raus, die Stelle wird ausgeglichen.
Werden im Bad auch Leitungen erneuert, kommen die alten Platten in der Regel ganz weg. Die Wasserleitungen gehören zum Sanitärinstallateur. Elektroarbeiten im Bad darf nur ein Elektroinstallateur mit Bewilligung nach NIV ausführen, auch wenn es nur um eine Steckdose oder einen Spiegelschrank geht. Im Mehrfamilienhaus betreffen Steigleitungen und gemeinsame Leitungen alle Bewohner. Im Stockwerkeigentum sprechen Sie deshalb vorher mit der Liegenschaftsverwaltung, als Mieter mit Ihrem Vermieter.
Flächeneinteilung und Fugenbreite
Ein erfahrener Plattenleger fängt nicht sofort an zu kleben. Zuerst teilt er die Fläche ein und schaut, wo die Schnitte hinkommen. Er achtet darauf, dass sie auf beiden Seiten der Wand gleich breit sind und an Tür, Fenster oder Badewanne keine schmalen Streifen entstehen, die wie eine Notlösung aussehen. Wenn möglich, richtet er die Wandfugen auf die Bodenfugen aus, damit sie in der Ecke ineinander übergehen. Armaturen und Abläufe setzt er in die Mitte einer Platte oder genau in eine Fuge.
Wie breit soll die Fuge sein? Das hängt von den Platten ab. Rektifizierte Platten sind nach dem Brennen auf ein genaues Mass geschliffen und lassen sich mit einer schmalen Fuge von etwa 2 mm verlegen. Nicht rektifizierte Platten haben kleine Massunterschiede und brauchen eine breitere Fuge, die diese ausgleicht. Ganz ohne Fuge wird nie verlegt, denn jede Platte braucht etwas Platz für kleine Bewegungen. Welche Toleranzen bei Plattenarbeiten üblich sind, beschreibt die Norm SIA 248.
Die Fugenfarbe verändert das Bild stärker, als man denkt. Eine Fuge im Farbton der Platte beruhigt die Fläche, eine kontrastierende betont Format und Muster. Helle Bodenfugen werden schnell schmutzig, deshalb wählt man am Boden häufiger Grau.
Bodenheizung und Dehnungsfugen
Platten passen sehr gut zur Bodenheizung, weil sie Wärme gut leiten. Verlegt wird aber erst, wenn der Unterlagsboden aufgeheizt ist und die Restfeuchte erreicht hat, die der Hersteller vorgibt. Häufig führt der Heizungsinstallateur dafür ein Aufheizprotokoll. Verwendet wird ein verformbarer Kleber, der die Bewegungen des Bodens beim Aufheizen und Abkühlen mitmacht.
Die Dehnungsfugen im Plattenbelag müssen genau über den Fugen im Unterlagsboden liegen, nicht irgendwo daneben. Weitere Fugen kommen rundum an den Wänden und bei Türschwellen. Grosse Flächen werden in kleinere Felder unterteilt. Dehnungsfugen füllt man nicht mit Fugenmörtel, sondern mit elastischer Dichtmasse oder einem Dehnungsprofil. Fehlen sie, reissen die Platten bei Temperaturwechseln oder lösen sich.
Küchenrückwand
Die Platten zwischen Unterbau und Oberschränken kommen erst nach der Montage von Unterbau und Abdeckung, oder nach einem genauen Küchenplan. Dann beginnt die Rückwand direkt über der Abdeckung, und der Anschluss wird mit Silikon geschlossen. Legen Sie die Platten vor der Küchenmontage, sollten sie einige Zentimeter unter die geplante Höhe der Abdeckung reichen. Sonst bleibt nach dem Einbau womöglich eine unschöne Lücke.
Hinter Herd und Kochfeld saugen sich Fugen schnell mit Fett voll. Hier helfen ein grösseres Format mit weniger Fugen und ein Epoxid- oder wasserabweisender Fugenmörtel. Planen Sie die Steckdosen vor dem Plattenlegen, damit sie in der Plattenmitte oder in einer Fuge sitzen und nicht zufällig über einer Plattenkante.
Gehrungskanten, Sockel und weitere Details
Aussenecken schliesst man entweder mit einem Profil oder mit einer Gehrung ab, in der Fachsprache oft Jolly genannt. Dabei wird die Plattenkante im 45°-Winkel geschliffen, und zwei Platten treffen sich in der Ecke. Die Gehrung wirkt sauberer, ist aber aufwendiger und verzeiht keine Ungenauigkeit. Bei glasierten Platten, deren Scherben eine andere Farbe hat, kann an der geschliffenen Kante ein heller Streifen sichtbar werden. Bei solchen Platten ist ein Profil die vernünftigere Wahl.
Ein Sockel aus Bodenplatten schützt den unteren Wandbereich beim Putzen vor Mopp und Staubsauger. Man kann ihn aus denselben Platten schneiden oder fertig kaufen. Löcher für Steckdosen, Armaturen und Abläufe bohrt man mit Diamantbohrkronen. Wer Ränder von Hand ausbricht, beschädigt die Platte leicht.
Aussenbereich: Terrasse, Balkon und Treppen
Nach draussen gehören nur frostbeständige Platten, die sehr wenig Wasser aufnehmen, in der Regel Feinsteinzeug. Gewöhnliche Keramik nimmt Wasser auf, das sich beim Gefrieren ausdehnt und die Platte zerstört. Gerade in höheren Lagen mit vielen Frost-Tau-Wechseln zeigt sich das schnell. Auch der Kleber muss verformbar und für aussen geeignet sein.
Auf Balkon und Terrasse braucht es unter den Platten eine Abdichtung. Die Fläche muss Gefälle weg von der Fassade haben und am Rand entwässert werden, zum Beispiel über ein Tropfblech des Spenglers oder eine Rinne. Warum ist das so wichtig? Wasser, das unter den Platten stehen bleibt, gefriert im Winter und sprengt den Belag ab. Auf grösseren Terrassen verwendet man deshalb Drainagesysteme, die das Wasser unter dem Belag ableiten, oder Platten auf Stelzlagern mit offenen Fugen. Im Stockwerkeigentum gehören Balkon und Abdichtung oft zu den gemeinschaftlichen Teilen. Sprechen Sie deshalb vor den Arbeiten mit der Verwaltung oder den übrigen Eigentümern.
Bei Treppen geht es vor allem um Sicherheit. Trittplatten sollten rutschhemmend sein, und die Stufenkante braucht ein Treppenprofil oder ein Formstück, das beim Auftreten nicht abplatzt. Alle Stufen müssen gleich hoch sein, denn schon ein Zentimeter Unterschied bringt Leute zum Stolpern. Für befahrene Flächen und Garageneinfahrten eignen sich geklebte Keramikplatten nicht. Dort gehören Verbundsteine oder Natursteinpflaster im Splittbett hin.
Anleitung für Heimwerker: gesprungene Platte ersetzen
Eine einzelne gesprungene Platte an Wand oder Boden können Sie ersetzen, ohne die Nachbarplatten zu beschädigen. Voraussetzung ist ein Ersatzstück aus der ursprünglichen Lieferung.
- Umliegende Platten mit Papierklebeband abkleben, damit sie nicht zerkratzen.
- Fugenmörtel rund um die gesprungene Platte mit einem Fugenkratzer oder Multifunktionswerkzeug auskratzen.
- Mehrere Löcher in die Platte bohren oder sie quer anritzen und dann mit dem Meissel von der Mitte zu den Rändern hin herausschlagen, nicht von den Kanten aus.
- Das Bett von altem Kleber befreien, damit der Untergrund eben ist und die neue Platte nicht vorsteht.
- Verformbaren Kleber auf Untergrund und Rückseite der neuen Platte auftragen und die Platte bündig mit den Nachbarplatten eindrücken.
- Ebenheit mit Wasserwaage oder Latte über die Nachbarplatten prüfen und Fugenkreuze einsetzen, damit die Fugen gleich breit bleiben.
- Nach dem Aushärten des Klebers gemäss Angaben auf der Verpackung verfugen und überschüssigen Mörtel mit einem feuchten Schwamm abwischen.
- Springen Platten immer wieder an derselben Stelle, die Ursache in einem Hohlraum unter der Platte oder in einem beweglichen Untergrund suchen, nicht in der Platte selbst.
Legen Sie bei jeder Plattenarbeit ein paar Platten aus derselben Produktionscharge beiseite. Die Farbtöne unterscheiden sich von Charge zu Charge, und dieselbe Platte ist nach Jahren oft nicht mehr erhältlich.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
- Ebenheit mit einer 2-m-Latte prüfen, Absätze zwischen Nachbarplatten sollen minimal sein
- Durch Abklopfen kontrollieren, ob einzelne Platten hohl klingen
- Fugen sind gerade, gleich breit und voll gefüllt
- Schnitte sind sauber und symmetrisch, ohne schmale Streifen an Tür und Badewanne
- Ecken und Anschlüsse an Sanitärapparate sind mit Silikon geschlossen, nicht mit Fugenmörtel
- In der Dusche läuft das Wasser zum Ablauf und bleibt nirgends stehen
- Dehnungsfugen sind mit elastischer Dichtmasse oder einem Profil gefüllt
- Die Oberfläche ist frei von Kleber und Resten von Fugenmörtel
Häufige Fragen
Platten im Standardformat bis 60 cm zu verlegen kostet gemäss aktueller Preisliste 50.17 CHF pro m² für die reine Verlegearbeit. Grundierung, Abdichtung, Verfugen, Silikon und aufwendige Details werden als eigene Positionen verrechnet.
Das hängt von der Fläche, dem Plattenformat, dem Zustand des Untergrunds, der Grösse der Nassbereiche und den Details ab. In der Tabelle oben sehen Sie eine Beispielrechnung für 30 m² Plattenfläche, alle Beträge stammen aus der aktuellen Preisliste.
Nein, die Wand- und Bodenplatten sind im Arbeitspreis nicht enthalten. Grundierung, Abdichtung, Dichtbänder, Fugenmörtel und Silikon verrechnet der Plattenleger je nach Umfang separat.
Einen Flexkleber, der zu Untergrund und Format passt, meist der Klasse C2TE S1. Der Plattenleger trägt ihn auf den Untergrund und auf die Rückseite der Platte auf, damit diese vollflächig im Kleber liegt.
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