Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Armatur montieren

Eine Armatur montieren heisst: die neue Mischbatterie am Lavabo, am Spültisch oder an der Wand befestigen, an Warm- und Kaltwasser anschliessen und prüfen, dass nichts tropft. Meistens wird eine alte Armatur ersetzt, weil sie tropft oder das Wasser schlecht mischt. Ebenso typisch sind eine neue Küche, ein neues Lavabo oder ein Badumbau. E

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
31.60 CHF/ Stk.
Orientierungsspanne
25.20 CHF - 41.10 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorbereitungsarbeiten. Es ist nicht der Preis für den gesamten Auftrag.
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Plattenarbeiten10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärmontage
Waschtischarmatur setzenStk.31.60 CHF-
Einbau der Badewanne (Fliesenarbeiten)Stk.-
Badewanne einmauern und an Ablauf anschliessenStk.-
Mauern und Gefälle für Duschpodest herstellenStk.-
Montage Geberit WC-Vorwand + UmmauerungStk.-
Stand-WC-Kombi setzenStk.-
Wannen- / Duscharmatur setzenStk.55.74 CHF-
Waschbecken setzenStk.44.60 CHF-
Waschtischunterschrank montierenStk.-
Spiegel anklebenStk.68.75 CHF-
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Lavabo, Spültisch, Wand: worin sich die Armaturen unterscheiden

Alle diese Armaturen tun dasselbe, sie mischen warmes und kaltes Wasser. Sie unterscheiden sich in Grösse und Befestigung und darin, worauf Sie bei der Montage achten müssen.

  • Lavabo-Standarmatur: klein und kompakt. Sie sitzt im Hahnloch des Lavabos und wird mit flexiblen Schläuchen an die Eckventile angeschlossen. Bei Aufsatzwaschtischen, also Schalen auf einer Abdeckung, braucht es eine erhöhte Armatur oder eine Wandarmatur. Sonst reicht der Auslauf nicht über den Beckenrand.
  • Spültischarmatur: meist höher, mit längerem, schwenkbarem Auslauf und oft mit ausziehbarer Brause. Sie wird im Spülbecken oder direkt in der Arbeitsplatte montiert. Dort kommt es auf die Plattenstärke an, denn die Befestigungsschrauben müssen lang genug sein. Bei einer Ausziehbrause braucht der Schlauch samt Gegengewicht unter dem Becken freien Platz.
  • Wandarmatur: wird direkt auf die Wasseranschlüsse in der Wand geschraubt. Der Abstand der Anschlüsse beträgt üblicherweise 150 mm. Kleine Abweichungen gleichen sogenannte Exzenter oder S-Anschlüsse aus.
  • Unterputzarmatur: Der Grundkörper steckt in der Wand, sichtbar ist nur die Bedienung. Er wird vor dem Plätteln eingebaut. Deshalb plant man ihn zusammen mit dem Plattenleger.

Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf Kartusche und Gehäuse. Eine Keramikkartusche lässt sich fein dosieren und hält lange. Ein Gehäuse aus Messing oder Chromstahl ist robuster als günstige Legierungen. Messen Sie vorher das Hahnloch, die Auslauflänge und die Höhe unter dem Auslauf. Der Strahl sollte in die Mitte des Beckens treffen. Am Spültisch brauchen Sie genug Platz für einen hohen Kochtopf.

Was die Montage einfacher oder aufwendiger macht

Derselbe Handgriff kann in der einen Wohnung kurz dauern und in der anderen zur längeren Arbeit werden. Mehr Aufwand entsteht, wenn:

  • Eckventile fehlen oder festsitzen und das Wasser nicht mehr abstellen. In einer Mietwohnung oder im Stockwerkeigentum muss dann oft der Strang abgestellt werden. Das stimmen Sie vorher mit dem Hauswart oder der Liegenschaftsverwaltung ab.
  • die alten Muttern korrodiert sind und sich die alte Armatur nur mühsam lösen lässt.
  • der Zugang schlecht ist, etwa tief im Küchenschrank hinter Abfluss, Kehrichteimer und Auszug.
  • es eine Neuinstallation ist, bei der ein Loch in die Arbeitsplatte gebohrt oder neue Eckventile gesetzt werden müssen.
  • die Wandanschlüsse nicht passen, weil Abstand oder Höhe abweichen oder weil von Wand- auf Standarmatur gewechselt wird oder umgekehrt. Dann müssen die Leitungen angepasst werden.

Am einfachsten ist der Ersatz einer Standarmatur durch ein ähnliches Modell, wenn die Eckventile einwandfrei funktionieren.

Anleitung für Heimwerker: Standarmatur am Lavabo oder Spültisch ersetzen

Funktionieren Ihre Eckventile und ist die neue Armatur eine Standarmatur, schaffen Sie den Austausch selbst. Legen Sie einen verstellbaren Schlüssel, einen Kessel, einen Lappen, eine Taschenlampe und neue Dichtungen bereit. Liegen der Armatur keine Schläuche bei, kaufen Sie gute, chromstahlumflochtene Anschlussschläuche in passender Länge.

  1. Eckventile schliessen und die Armatur öffnen, damit das Restwasser abläuft.
  2. Kessel unterstellen und die Schläuche von den Eckventilen lösen.
  3. Befestigungsmutter unter dem Lavabo oder Spültisch lösen und die alte Armatur herausnehmen.
  4. Rund um das Hahnloch Kalk und Dichtmasse entfernen und die Gewinde der Eckventile prüfen.
  5. Schläuche von Hand in die neue Armatur einschrauben und nach Herstellerangabe leicht nachziehen.
  6. Dichtung unter den Armaturenfuss legen und die Schläuche durch das Hahnloch führen.
  7. Von unten Unterlegscheibe und Mutter aufsetzen, Armatur ausrichten und so festziehen, dass sie nicht wackelt. Bei Keramik nicht mit Gewalt anziehen.
  8. Schläuche an die Eckventile anschliessen: warm links, kalt rechts. Die Schläuche dürfen nicht geknickt, gekreuzt oder gespannt sein.
  9. Eckventile langsam öffnen und alle Verbindungen mit trockenem Haushaltpapier abwischen.
  10. Mit dem Hebel den ganzen Bereich von Temperatur und Durchfluss ausprobieren und einige Minuten beobachten, ob sich unten ein Tropfen bildet.

Schläuche mit Gummidichtung an der Stirnseite werden nicht zusätzlich mit Band abgedichtet. Teflonband oder Hanf gehören nur auf konische Gewinde ohne Dichtung.

Wand- und Unterputzarmatur: wann es eine Fachperson braucht

Eine Wandarmatur auf bestehende Anschlüsse mit dem üblichen Abstand von 150 mm montiert auch ein geübter Heimwerker. Zuerst werden die Exzenter eingeschraubt und mit Hanf oder Band abgedichtet. Ihr Abstand und ihre Tiefe werden so eingestellt, dass die Abdeckrosetten satt auf den Platten aufliegen. Dann wird die Armatur mit Flachdichtungen angeschraubt und mit der Wasserwaage ausgerichtet.

Müssen Anschlüsse verschoben, Wände geöffnet oder eine Unterputzarmatur eingebaut werden, gehört die Arbeit zum Sanitärinstallateur. Der Unterputzkörper muss genau in der vom Hersteller angegebenen Tiefe sitzen, damit die Bedienung nach dem Plätteln bündig mit den Platten abschliesst. Vor dem Zumauern ist eine Druckprobe nötig. Der Plattenleger spart danach die Öffnungen für die Bedienelemente exakt aus. Betreffen die Arbeiten gemeinsame Leitungen im Haus, sprechen Sie vorher mit der Liegenschaftsverwaltung.

Fehler, die zu Wasserschäden führen

  • Alte Dichtungen von der früheren Armatur. Verwenden Sie immer neue.
  • Zu fest angezogene Verbindungen. Zu viel Kraft zerstört die Dichtung oder lässt die Mutter reissen. Zu wenig führt zu einem langsamen Tropfen, das oft niemand bemerkt, bis der Schrankboden aufquillt.
  • Vertauschtes Warm- und Kaltwasser. Eine normale Armatur lässt sich dann nicht intuitiv bedienen, eine Thermostatarmatur regelt nicht richtig.
  • Verdrehte oder gespannte Schläuche. Sie nutzen sich mit der Zeit ab und platzen.
  • Schmutz in der Leitung. Nach einem Wasserunterbruch gelangen Sand oder Rost in die Armatur und verstopfen den Strahlregler. Kurzes Durchspülen vor dem Anschliessen hilft.
  • Silikon statt Dichtung. Eine Fuge um den Fuss kann zusätzlich schützen, ersetzt aber keine Dichtung.

Kontrolle bei der Abnahme

Prüfen Sie die fertige Arbeit gleich, solange der Handwerker noch da ist:

  • Die Armatur sitzt fest und wackelt oder dreht sich nicht, wenn Sie den Hebel bewegen
  • Alle Verbindungen unter dem Lavabo oder Spültisch sind nach einigen Minuten Betrieb trocken
  • Warmwasser liegt links und der Hebel läuft gleichmässig durch den ganzen Temperaturbereich
  • Der Strahl trifft die Beckenmitte und spritzt nicht daneben
  • Die Schläuche sind nicht geknickt und die Eckventile lassen sich schliessen und öffnen
  • Bei der Spültischarmatur lässt sich die Brause leicht herausziehen und gleitet von selbst zurück
  • Bei der Wandarmatur liegen die Rosetten auf den Platten auf und die Armatur ist im Wasser
  • Die Umgebung ist sauber und Sie haben Anleitung, Garantieschein und Ersatzteile aus der Verpackung erhalten

Häufige Fragen

Bei einer Standarmatur und funktionierenden Eckventilen ja. Fehlen die Eckventile, lassen sie sich nicht schliessen oder müssen Leitungen in der Wand angepasst werden, rufen Sie einen Sanitärinstallateur.

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