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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Sonnenschutz | ||||
| Montage Aussenrollläden / -jalousien | Stk. | CHF 131.20 | - | |
| Montage Gardinenstangen und Vorhangschienen | Stk. | CHF 50.45 | - | |
| Montage Innenjalousien | Stk. | CHF 90.80 | - | |
Rollladen, Lamellenstore oder Screen: die Unterschiede
Unter einer Position im Preisverzeichnis treffen sich drei Systeme. Sie werden ähnlich montiert, eignen sich aber für unterschiedliche Zwecke.
Aussenrollläden
Ein Rollladen hat einen Panzer aus Aluminiumlamellen, die sich auf eine Welle im Kasten über dem Fenster aufwickeln. Die üblichen Lamellen sind mit Schaum gefüllt, der etwas Lärm und Wärme dämpft. Stabilere, sogenannte stranggepresste Lamellen sind volle Aluminiumprofile. Sie passen dort, wo auch der Einbruchschutz eine Rolle spielt. Ein Rollladen dunkelt einen Raum fast vollständig ab, darum wählt man ihn vor allem fürs Schlafzimmer. Der Nachteil: Ist er unten, sehen Sie nicht hinaus, und es kommt kaum Licht herein.
Lamellenstoren (Raffstoren)
Eine Lamellenstore hat einzelne Lamellen, die sich wenden lassen. Sie können also beschatten und trotzdem gestreutes Licht in den Raum lassen. Am häufigsten sind Lamellen in C-Form oder Z-Form, in verschiedenen Breiten. Z-Lamellen überlappen sich in geschlossener Stellung besser und dunkeln stärker ab. Lamellenstoren reagieren empfindlicher auf Wind und sollten bei starkem Wind hochgefahren werden. Deshalb erhalten motorisierte Storen oft einen Windwächter, der sie selbständig einfährt.
Screens (Senkrechtmarkisen)
Ein Screen ist ein robustes Gewebe, das sich in einen Kasten aufrollt und in Führungsschienen mit Reissverschluss läuft. Der Reissverschluss hält den Stoff in der Schiene, so flattert er im Wind nicht und hält Insekten draussen. Durch einen Screen sehen Sie hinaus, er beschattet und wirkt modern. Er passt gut zu grossen Glasflächen und Terrassentüren. Ganz dunkel wird es aber nur mit einem speziellen Verdunkelungsstoff.
Wo Kasten und Führungsschienen sitzen
Vor der Bestellung sollte klar sein, wo Kasten und Führungsschienen hinkommen. Davon hängen das Aussehen der Fassade, der Aufwand bei der Montage und auch die Frage ab, ob Wärmebrücken entstehen.
Vorbaumontage auf der Fassade
Der Kasten wird über dem Fenster auf die Fassade montiert, die Schienen seitlich neben dem Fenster ebenfalls auf die Fassade. Das ist bei bestehenden Häusern, deren Dämmung man nicht mehr anfasst, die schnellste Lösung. Der Kasten bleibt sichtbar, darum wählt man Form und Farbe passend zu den Fenstern oder zur Fassade. Bei einer verputzten Aussenwärmedämmung muss durch die Dämmung hindurch bis ins Mauerwerk verankert werden, mit Distanzelementen oder speziellen Dämmstoffankern. Ein Dübel nur im Styropor hält nicht.
Montage in der Leibung
Der Kasten sitzt unter dem Sturz, die Schienen in der Leibung, also an den seitlichen Wänden der Fensteröffnung. Die Fassade bleibt ruhiger, aber die Glasfläche wird um die Höhe des Kastens kleiner. Die Leibung muss tief genug für den Kasten sein und darf nicht zu uneben sein.
Unterputzkasten in der Dämmung
Der Kasten verschwindet in der Dämmung oder im Sturz, von aussen sieht man nur einen schmalen Schlitz. Das ist elegant, muss aber vor der Fassadendämmung oder vor dem Fenstereinbau geplant werden. Der Kasten braucht eine eigene Dämmung, sonst entsteht über dem Fenster eine kalte Stelle. Es gibt auch Systeme, bei denen der Kasten Teil des Fensters ist und mit ihm zusammen eingebaut wird. In eine fertige Dämmung wird ein Unterputzkasten nur selten nachträglich eingebaut, weil das einen Eingriff in die Fassade und eine Ausbesserung durch den Gipser bedeutet. Wer ohnehin eine energetische Sanierung plant, die vielleicht über das Gebäudeprogramm unterstützt wird, sollte den Sonnenschutz deshalb gleich mit Fensterbauer und Gipser abstimmen.
Bedienung: Gurt, Kurbel oder Motor
Die Bedienung bestimmt den Komfort und auch, was in der Wand vorbereitet sein muss.
- Gurtzug ist einfach und braucht wenig Unterhalt. Er passt zu kleineren Rollläden, bei grossen und schweren wäre das Ziehen mühsam. Innen braucht er einen Gurtwickler und eine Durchführung durch Rahmen oder Wand.
- Kurbel kommt bei Storen und Rollläden vor und ist in älteren Schweizer Häusern weit verbreitet. Sie führt schräg durch Wand oder Rahmen, innen hängt eine Kurbelstange mit Gelenk. Sie ist zuverlässig, aber im Raum sichtbar.
- Motor steckt in der Welle oder im Oberprofil der Lamellenstore. Bedient wird er per Schalter, Fernbedienung oder über eine Hausautomation. Sie können Zeiten, Fenstergruppen sowie Sonnen- und Windsensoren einstellen. Bei grossen Flächen und bei Lamellenstoren ist der Motor heute die übliche Wahl.
Ein Motorantrieb braucht ein Zuleitungskabel zum Fenster. Elektroinstallationen und der Anschluss ans Netz dürfen nach den Vorgaben der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) nur von einem konzessionierten Elektroinstallateur ausgeführt werden. Der Storenmonteur setzt den Motor üblicherweise ein und stellt ihn ein, den Anschluss an die Hausinstallation macht aber der Elektriker. Werden Kabel nachträglich gezogen, laufen sie oft in einem Kanal oder in einem Schlitz, der danach verputzt werden muss.
Was vor der Montage bereit sein muss
Die eigentliche Montage geht schnell, wenn alles vorbereitet ist. Am meisten Zeit geht verloren, wenn vor Ort etwas fehlt.
- Genaues Aufmass. Sonnenschutz wird auf Mass gefertigt, und das Mass lässt sich auf der Baustelle nicht mehr anpassen. Das Aufmass nimmt in der Regel der Lieferant, der dann auch für das Mass geradesteht.
- Kabel für den Motor. Die Zuleitung sollte vor der Montage beim Fenster bereitliegen, am besten in einem Leerrohr, damit sich das Kabel später auswechseln lässt.
- Zugang zu den Fenstern. Im Erdgeschoss genügt eine Leiter. In höheren Geschossen wird aus dem Fenster, vom Gerüst oder von einer Hebebühne aus gearbeitet. Bei Neubau und Fassadensanierung lohnt es sich, zu montieren, solange das Gerüst steht.
- Freier Platz innen. Vorhänge, Pflanzen und Möbel bei den Fenstern wegräumen, damit gearbeitet und gebohrt werden kann.
- Strom, Platz und Parkplatz. Das Team braucht eine Steckdose, etwas Platz zum Ablegen der Kästen und Schienen und idealerweise eine Möglichkeit, den Lieferwagen in der Nähe zu parkieren.
So läuft die Montage vor Ort ab
Der Ablauf unterscheidet sich je nach System, die Grundlage ist aber ähnlich. Zuerst prüft der Monteur, ob das gelieferte Mass zur Öffnung passt und ob die Wände so sind, wie beim Aufmass angenommen. Dann zeichnet er die Lage von Kasten und Führungsschienen an. Die Schienen müssen senkrecht und parallel zueinander stehen, sonst schleifen Panzer, Lamellen oder Stoff.
Danach wird gebohrt und verankert. Die Dübel richten sich nach dem Mauerwerk: In Beton oder vollem Backstein genügt ein gewöhnlicher Dübel, in Lochbackstein oder Porenbeton braucht es geeignete Anker, die in diesem Material halten. Bei einer Aussendämmung wird durch die Dämmung bis in die tragende Wand verankert, und die Bohrlöcher werden abgedichtet, damit kein Wasser in die Dämmung läuft. In den Fensterrahmen wird nur gebohrt, wenn der Fensterhersteller das zulässt. Sonst drohen ein beschädigtes Profil und der Verlust der Garantie auf das Fenster.
Anschliessend wird der Kasten oder das obere Tragprofil montiert und Panzer, Lamellenpaket oder Gewebe in die Schienen eingeführt. Bei Kurbel oder Gurt entsteht eine Durchführung durch Wand oder Rahmen, und innen wird die Bedienung montiert. Beim Motor wird das Kabel angeschlossen, und die Endlagen werden eingestellt, also wo der Sonnenschutz oben und unten anhalten soll. Sind sie falsch eingestellt, drückt der Motor den Panzer gegen den Fenstersims oder zieht ihn zu weit nach oben.
Zum Schluss werden die äusseren Fugen abgedichtet, die Abdeckungen aufgesetzt, und der Monteur fährt einige Testzyklen. Ein gewöhnliches Fenster dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Grosse Terrassentüren, ein Unterputzkasten oder ein schwieriger Zugang können auch einen halben Tag beanspruchen. Dichtstoffe brauchen je nach Hersteller einige Stunden bis Tage, bis sie ganz ausgehärtet sind. Frische Fugen sollten Sie deshalb in den ersten Stunden nicht mit dem Gartenschlauch abspritzen.
Was die Montage einfacher macht und was sie erschwert
Dieselbe Position kann in der Praxis sehr unterschiedlich lange dauern. Einfacher wird es mit:
- Erdgeschoss oder stehendem Gerüst
- vollem, festem Mauerwerk ohne Hohlräume
- gerader Leibung und rechtwinkliger Öffnung
- vorbereitetem Kabel beim Fenster
- mehreren gleichen Fenstern hintereinander, bei denen sich der Ablauf wiederholt
Aufwendiger wird es bei:
- hohen Geschossen ohne Gerüst, wo eine Hebebühne oder Arbeit aus dem Fenster nötig ist
- dicker Aussendämmung, die lange Anker oder Distanzkonsolen verlangt
- Porenbeton und Lochbackstein, die spezielle Anker brauchen
- schiefen Leibungen, bei denen die Schienen unterlegt werden müssen
- grossen Formaten und schweren Panzern, für die zwei Personen nötig sind
- nachträglich gezogenen Kabeln und Schlitzen, die verputzt werden müssen
- Demontage und Entsorgung alter Storen oder Rollläden
Typische Fehler und wie sie sich zeigen
Viele Fehler zeigen sich nicht sofort, sondern nach dem ersten Winter oder dem ersten starken Wind.
- Falsches Aufmass. Die Schienen passen nicht, der Kasten ist zu kurz oder der Panzer reicht nicht bis zum Fenstersims. Oft hilft dann nur ein neu gefertigtes Teil.
- Nicht parallele Schienen. Der Rollladen schleift, die Lamellenstore fährt schief herunter, der Motor wird heiss. Das zeigt sich durch Geräusche und schleichenden Verschleiss.
- Verankerung nur in der Dämmung. Die Schienen lockern sich mit der Zeit, und bei Wind schwingt der ganze Sonnenschutz.
- Undichte Bohrlöcher in der Dämmung. Wasser läuft hinter den Putz, die Dämmung wird feucht, und im Winter kann der Putz reissen.
- Wärmebrücke beim Kasten. Über dem Fenster entsteht eine kalte Stelle, an der sich innen Feuchtigkeit niederschlägt und Schimmel bilden kann.
- Kabel ohne Leerrohr. Fällt der Motor aus, lässt sich das Kabel nicht ohne Spitzarbeiten ersetzen.
- Falsche Endlagen. Der Panzer drückt auf den Fenstersims oder die Lamellen schlagen oben in den Kasten.
Häufig sind auch Fehler bei der Bedienung. In der Praxis kommt es vor, dass jemand bei Frost einen Rollladen herunterlässt, der in den Schienen angefroren ist, und dabei Motor oder Lamellen beschädigt. Lamellenstoren leiden, wenn sie bei Sturm unten bleiben. Es lohnt sich, den Monteur bei der Übergabe zu bitten, Ihnen zu zeigen, was der Sonnenschutz verträgt und was nicht.
Anleitung für Heimwerker: Fenster vor der Bestellung ausmessen
Die Montage an der Aussenseite der Fassade, besonders in der Höhe, und den Anschluss des Motors überlassen Sie besser den Fachleuten. Selbst erledigen können Sie aber ein erstes Ausmessen und die Vorbereitung. So bekommen Sie ein realistisches Bild davon, was möglich ist, und können Offerten leichter vergleichen. Das verbindliche Aufmass macht trotzdem der Lieferant, der für das Mass haftet.
- Breite der Fensteröffnung aussen an mindestens drei Stellen messen: oben, in der Mitte und unten.
- Höhe der Öffnung links, in der Mitte und rechts messen und den kleinsten Wert notieren.
- Mit der Wasserwaage prüfen, ob die Leibungen senkrecht und der Sturz waagrecht sind, und Abweichungen notieren.
- Tiefe der Leibung von der Fassade bis zum Fensterrahmen messen, damit klar ist, ob ein Kasten in der Leibung Platz hat.
- Feststellen, ob die Fassade gedämmt ist, und die Dämmstärke anhand der Leibungstiefe oder der Pläne abschätzen.
- Herausfinden, woraus das Mauerwerk besteht, etwa anhand der Pläne oder alter Bohrlöcher.
- Einzeichnen, auf welcher Seite die Bedienung sein soll und wo die nächste Steckdose oder Abzweigdose liegt.
- Jedes Fenster von aussen und innen fotografieren und die Fotos mit den Massen an den Lieferanten schicken.
- Vor der Montage den Platz bei den Fenstern freiräumen und störende Vorhänge und Vorhangschienen entfernen.
Prüfung und Abnahme der fertigen Arbeit
Lassen Sie sich bei der Abnahme jedes Fenster zeigen. Fahren Sie den Sonnenschutz mehrmals hoch und herunter, bei Lamellenstoren wenden Sie auch die Lamellen. Hören Sie hin, ob der Lauf ruckelt oder ob etwas schleift. Schauen Sie auch von aussen, ob die Schienen gerade sitzen und die Fugen abgedichtet sind.
- Mass und Typ entsprechen der Bestellung, inklusive Farbe von Kasten und Schienen
- Führungsschienen stehen senkrecht, parallel und sind fest verankert
- Der Sonnenschutz läuft gleichmässig, ohne Schleifen und ohne übermässiges Geräusch
- Panzer oder Lamellen liegen unten gerade auf und verschwinden oben ganz im Kasten
- Bei Lamellenstoren wenden die Lamellen gleichmässig über die ganze Breite
- Bei Screens hält der Stoff über die ganze Höhe im Reissverschluss und wirft keine Wellen
- Der Motor hält in den richtigen Endlagen, Schalter oder Fernbedienung funktionieren
- Wind- oder Sonnensensor ist, falls mitgeliefert, eingestellt und getestet
- Wanddurchführungen und Bohrlöcher in der Dämmung sind abgedichtet
- Die Fenster lassen sich nach der Montage normal öffnen, die Bedienung stört nicht
- Die Umgebung ist aufgeräumt, ohne Staub und Materialreste
- Bedienungsanleitung und Garantieschein liegen vor, beim Motor auch der Sicherheitsnachweis des Elektroinstallateurs
Häufige Fragen
Ja, meist als Vorbaumontage auf der Fassade oder in der Leibung, bei der das Fenster selbst gar nicht berührt wird. Planen Sie in den nächsten Jahren einen Fensterersatz, lohnt es sich, den Sonnenschutz gleich zusammen damit anzugehen, weil dann auch verdeckte Kästen möglich sind.
Das hängt vom Raum ab. Fürs Schlafzimmer, in dem es dunkel sein soll, passt eher ein Rollladen. Im Wohnzimmer oder Büro, wo Sie beschatten und trotzdem Licht haben möchten, sind Lamellenstoren oder Screens praktischer. Lamellenstoren sind windempfindlicher, ein geschlossener Rollladen nimmt dafür die Aussicht.
Ja. Der Anschluss ans Stromnetz darf nur ein konzessionierter Elektroinstallateur ausführen. Der Storenmonteur setzt den Motor ein und stellt ihn ein, Zuleitung und Anschluss an die Hausinstallation gehören aber zum Elektriker. Das Kabel sollte vor der Montage bereitliegen.
Bei einem gewöhnlichen Fenster mit gutem Zugang in der Regel ein bis zwei Stunden. Grosse Flächen, Arbeiten in der Höhe, dicke Dämmung oder nachträglich gezogene Kabel verlängern die Zeit. Ein ganzes Einfamilienhaus ist meist in ein bis zwei Tagen erledigt, wenn alles vorbereitet ist.
Nicht mit Kraft und nicht mit dem Motor erzwingen. Warten Sie, bis das Eis in den Schienen getaut ist. Bei motorisierten Rollläden hilft eine Einstellung, die die Bedienung bei Frost einschränkt, oder ein Sensor, falls das System das unterstützt.
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