Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Küchenmontagen | ||||
| Unsichtbare Gehrungsfräsung der Arbeitsplatte | Stk. | - | ||
| Montage Küchenzeile | lfm | - | ||
| Einbau der Geräte in die Küchenzeile | Stk. | 81.76 CHF | - | |
| Montage und Anschluss des Dunstabzugsrohres | Stk. | 81.76 CHF | - | |
| Zuschnitt und Anpassung der Arbeitsplatte | lfm | 27.87 CHF | - | |
So entsteht die Verbindung Schritt für Schritt
Bei dieser Arbeit zählt vor allem Genauigkeit. Eine Abweichung, die anderswo niemand bemerkt, zeigt sich hier als sichtbare Fuge oder als kleine Stufe. Der Ablauf sieht in der Regel so aus:
- Prüfen, ob die Unterschränke fest stehen, waagrecht ausgerichtet und auf der richtigen Höhe sind. Auch kontrollieren, ob die Wände in der Ecke wirklich einen rechten Winkel bilden.
- Die Platten ausmessen und festlegen, wo die Verbindung liegt. Sie sollte nicht beim Spülbecken und nicht direkt neben dem Kochfeld sitzen.
- Eine Frässchablone auf die Platte spannen und die Verbindungskante fräsen. Bei Platten mit abgerundeter Vorderkante (Postforming, also eine um die Kante gezogene Beschichtung) folgt die Schablone auch diesem Profil, damit die Kanten vorne sauber zusammentreffen.
- Von unten die Aussparungen für die Arbeitsplattenverbinder fräsen. Bei dickeren Platten kommen zusätzlich Lamellen oder Dübel dazu, die beide Platten auf gleicher Höhe halten.
- Die Platten probeweise zusammenlegen, Fuge und Höhe prüfen und wenn nötig nachbessern.
- Die Schnittkanten mit dem Dichtmittel oder Leim einstreichen, den der Plattenhersteller empfiehlt, und die Platten mit den Verbindern gleichmässig zusammenziehen.
- Herausgedrückten Leim oder Dichtstoff sofort entfernen und die Verbindung nach Herstellerangabe aushärten lassen.
Warum wird die Verbindung erst auf den fertig montierten Schränken gemacht? Die Platte folgt dem, worauf sie liegt. Werden die Schränke danach noch nachjustiert, gerät die Verbindung unter Spannung und kann sich öffnen.
Für welche Arbeitsplatten sich die Verbindung eignet
Je nach Material wird die Verbindung etwas anders ausgeführt. Deshalb lohnt es sich, das Material schon vor der Bestellung der Platte mit dem Schreiner oder Küchenbauer zu besprechen.
Laminatplatten mit Spanplattenkern
Sie sind auch in Schweizer Küchen weit verbreitet, und die gefräste Verbindung lässt sich darauf problemlos machen. Entscheidend ist die Abdichtung: Spanplatte quillt auf, wenn sie nass wird, und dieser Schaden lässt sich nicht mehr beheben. Die Schnittkante muss deshalb auf der ganzen Länge sorgfältig versiegelt sein.
Kompaktplatten
Sie sind dünn, sehr dicht, und Wasser macht ihnen nichts aus. Die Verbindung wird darauf meist sehr sauber. Allerdings braucht es ein Verbindungssystem, das für Kompaktmaterial gedacht ist, und Werkzeuge, die mit dem harten Material zurechtkommen.
Massivholz und verleimtes Holz
Holz arbeitet: Bei wechselnder Feuchtigkeit und Temperatur dehnt es sich etwas aus und zieht sich wieder zusammen. Die Verbindung muss das berücksichtigen, und die Oberfläche braucht Öl oder Lack, auch an den Schnittkanten. Diese Arbeit gehört in die Hände eines Schreiners mit Erfahrung im Massivholz.
Bei sehr günstigen Platten mit dünner oder brüchiger Deckschicht und bei Wabenplatten ist das Fräsen heikel. Die Kanten können ausbrechen, und die Verbinder halten im Kern oft schlecht. Natursteinplatten und Quarzkomposit werden übrigens nicht vom Schreiner gefräst, sondern vom Steinmetz oder Plattenhersteller gefertigt.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Wie aufwendig die Verbindung ist, und damit auch Zeitbedarf und Kosten, ist von Küche zu Küche verschieden. Mehr Aufwand bedeuten vor allem:
- Platten mit abgerundeter Vorderkante, bei denen auch das Kantenprofil genau passen muss
- Küchen in U-Form mit zwei Verbindungen, bei denen sich ein Fehler in der einen Ecke auf die andere überträgt
- Wände ohne rechten Winkel und ein unebener Boden unter den Schränken
- Dunkle, glänzende Dekore, auf denen jede Ungenauigkeit stärker auffällt als auf hellen, matten Oberflächen
- Massivholz und Kompaktplatten, die ein anderes Vorgehen und andere Werkzeuge brauchen
- Enge Platzverhältnisse, in denen sich die Platten schlecht drehen und einspannen lassen
Eine gerade Verbindung auf einer gewöhnlichen Laminatplatte mit gerader Kante, auf gut ausgerichteten Schränken, gehört dagegen zu den einfacheren Fällen. Es hilft auch, wenn die Kanten in der Werkstatt oder auf einem stabilen Tisch gefräst werden und nicht improvisiert auf der Baustelle.
Typische Fehler und wie man sie vermeidet
In der Praxis kommt es oft vor, dass die Verbindung bei der Übergabe gut aussieht und sich das Problem erst nach einigen Monaten zeigt. Die häufigsten Ursachen sind diese:
- Verbindung beim Spülbecken. Dort steht am meisten Wasser. Lässt sich die Verbindung nicht anders platzieren, muss sie besonders gründlich abgedichtet werden.
- Unversiegelte Schnittkante. Wasser dringt in den Kern, die Platte quillt an der Verbindung auf und hebt sich.
- Höhenversatz. Er entsteht durch fehlende Lamellen, schief stehende Schränke oder ungleichmässig angezogene Verbinder.
- Ausgebrochene Kante. Ursache ist ein stumpfer Fräser oder die falsche Fräsrichtung.
- Spannung durch Geräte. Ein schwerer Einbaubackofen oder ein falsch eingesetztes Spülbecken oder Kochfeld kann die Schränke so belasten, dass sich die Verbindung mit der Zeit öffnet.
Den Backofen, das Kochfeld und die Dampfabzugshaube schliesst ein Elektroinstallateur mit Bewilligung an, das ist nach den Schweizer Elektrovorschriften so geregelt. Ein Gasgerät darf nur eine konzessionierte Fachperson anschliessen. Riechen Sie während der Arbeiten in der Küche Gas, schliessen Sie den Gashahn, lüften Sie, betätigen Sie keine elektrischen Schalter, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie den Notdienst Ihres Gasversorgers oder die 112 an.
So pflegen Sie die Verbindung
Eine gut gemachte Verbindung hält viele Jahre, im Alltag hilft ihr aber etwas Aufmerksamkeit. Wischen Sie Wasser und verschüttete Flüssigkeiten auf der Verbindung gleich weg und lassen Sie sie nicht stehen. Verwenden Sie dort keine aggressiven Reinigungsmittel. Stellen Sie heisse Pfannen nicht direkt auf die Verbindung, vor allem bei Laminatplatten. Eine Holzplatte pflegen Sie regelmässig nach Angaben des Herstellers, damit die Oberfläche auch an der Verbindung geschlossen bleibt.
Die fertige Verbindung bei der Abnahme prüfen
Schauen Sie sich die Verbindung bei der Übergabe aus der Nähe und bei Tageslicht an. Prüfen Sie:
- Die Fuge ist auf der ganzen Länge gleichmässig fein und öffnet sich nirgends
- Beide Platten liegen in einer Ebene, mit dem Finger ist keine Stufe zu spüren
- Die Vorderkanten und die abgerundeten Kanten treffen genau aufeinander
- Die Kanten sind ohne Ausbrüche, das Dekor ist ohne Kratzer
- Herausgedrückter Leim oder Dichtstoff ist vollständig entfernt
- Die Verbinder unten sind angezogen und für späteres Nachziehen zugänglich
- Die Verbindung liegt nicht beim Spülbecken oder ist dort besonders sorgfältig abgedichtet
- Sie haben die Pflegehinweise des Plattenherstellers erhalten
Häufige Fragen
Richtig abgedichtet hält sie der üblichen Feuchtigkeit in der Küche stand. Dauernd im Wasser stehen sollte sie aber nicht. Deshalb lohnt es sich, stehendes Wasser wegzuwischen, und die Verbindung wird nicht beim Spülbecken angeordnet.
Meist bleibt nur eine feine Linie, die beim normalen Hinschauen nicht auffällt. Auf dunklen, glänzenden Dekoren oder bei seitlichem Licht ist sie besser zu sehen als auf hellen, matten Platten.
Eine Verbindung braucht normalerweise einige Stunden, inklusive Vorbereitung und Probezusammenbau. Bei einer U-Küche oder bei Massivholz dauert es länger. Danach braucht das Dichtmittel noch Zeit zum Aushärten, wie lange, steht in den Angaben des Herstellers.
Manchmal ja, wenn die Platte in gutem Zustand und an der Verbindungsstelle nicht aufgequollen ist. Hat der Kern bereits Wasser gezogen, hält die Verbindung nicht, und es ist sinnvoller, die Platte ganz oder teilweise zu ersetzen.
Ist die Platte nicht aufgequollen, genügt es oft, die Verbinder von unten nachzuziehen und die Fuge neu abzudichten. Hat Wasser den Kern bereits beschädigt, ist die Reparatur aufwendig, und meist wird das beschädigte Plattenstück ersetzt.
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