Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Palisaden bis 50 cm setzen

Palisaden sind Pfähle aus Beton, Holz oder Kunststoff, die senkrecht und dicht nebeneinander in einer durchgehenden Reihe gesetzt werden. Bis 50 cm Höhe dienen sie als fester Rand für Gartenweg, Beet oder Sitzplatz oder als niedriges Mäuerchen, das einen kleinen Höhenunterschied im Garten abfängt. Meist kommen sie bei der Umgebungsgestalt

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·3 Positionen im Preisverzeichnis
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Pflasterarbeiten3 Positionen

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PositionEHPreis / EHMengeSumme
Aussenanlagen
Verlegung von Palisaden bis 50 cmStk.6.34 CHF-
Verlegung von Palisaden über 50 cmStk.7.65 CHF-
Aussentreppen aus Palisaden herstellenlfm-
Summe Arbeit
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Wann Palisaden bis 50 cm passen und wann nicht mehr

Ein Randstein trennt nur die Pflästerung vom Rasen. Eine Palisade kann zusätzlich einen kleinen Niveauunterschied aufnehmen, etwa bei einem Hochbeet, einem gestuften Übergang am Sitzplatz oder am Rand einer leichten Geländewelle. Die Höhe bis 50 cm ist für einen gewöhnlichen Garten praktisch: Sie hält Erde zurück, wirkt nicht wuchtig und braucht keine aufwendige Berechnung.

Ein Teil der Palisade steckt aber immer im Boden. Ein Element mit 50 cm Länge zeigt über dem Terrain also weniger, ungefähr zwei Drittel seiner Länge. Wenn Sie einen grösseren Hang abfangen möchten oder hinter der Palisade ein Auto parkiert oder schwere Lasten stehen, handelt es sich bereits um eine Stützmauer. Diese sollte eine Fachperson beurteilen, etwa ein Bauingenieur, und sie braucht in der Regel ein tieferes Betonfundament.

Beton, Holz oder Kunststoff: welches Material wofür

Betonpalisaden sind sehr robust. Sie ertragen Frost, Nässe und Erddruck und halten bei sorgfältigem Setzen viele Jahre. Es gibt sie in Grau oder eingefärbt, auch mit Oberflächen, die Naturstein oder Holz nachahmen. An Hängen, rund ums Haus und an Zufahrten sind sie die naheliegende Wahl.

Holzpalisaden wirken natürlich und sind schnell montiert. Im Erdreich setzen ihnen Feuchtigkeit und Fäulnis aber früher oder später zu, auch wenn das Holz imprägniert ist. Sie eignen sich eher als dekorativer Beetrand als zum Halten von Erde.

Kunststoff- und Verbundpalisaden sind leicht, faulen nicht und brauchen kaum Pflege. Ihre Festigkeit ist jedoch geringer. Sie trennen Flächen optisch, ein Gelände fangen sie nicht ab.

Eine einfache Faustregel: Je mehr Druck auf die Palisade wirkt, desto eher greifen Sie zu Beton und einem Betonbett.

So läuft das Setzen Schritt für Schritt ab

  1. Linie abstecken. Mit Schnur und Pflöcken werden Verlauf und Höhe der Oberkante markiert. Für Bögen helfen ein Gartenschlauch oder Markierspray.
  2. Graben ausheben. Der Graben muss Platz bieten für Unterbau, Bett und den eingelassenen Teil der Palisade. Üblich ist mindestens ein Drittel der Elementlänge plus Unterbau.
  3. Unterbau einbringen. Auf die Sohle kommt Kies oder Schotter, der gut verdichtet wird. Diese Schicht trägt die Last und lässt Wasser abfliessen.
  4. Bett herstellen. Für leichte Ränder reicht ein verdichtetes Kiesbett. Am Hang, bei höherer Belastung oder weichem Boden kommen die Palisaden in Beton, meist erdfeucht angemischt.
  5. Palisaden setzen. Stück für Stück entlang der Schnur setzen und mit dem Gummihammer ausrichten. Senkrechte, Flucht und Höhe laufend mit Wasserwaage oder Laser prüfen.
  6. Rückenstütze und Drainage. Auf der Seite, wo die Erde liegt, werden die Palisaden mit Beton hinterfüllt. Dahinter kommt Sickerkies, bei nassem Gelände zusätzlich ein Drainagerohr.
  7. Verfüllen und anschliessen. Zum Schluss den Graben auffüllen, die Erde leicht verdichten und an Rasen, Beet oder Pflästerung anschliessen.

Warum so viel Aufwand beim Unterbau? Der Boden gefriert im Winter und saugt sich im Frühling mit Wasser voll. Ist der Unterbau nicht tragfähig und durchlässig, beginnen die Palisaden schon nach dem ersten Winter zu kippen.

Was die Arbeit einfacher macht und was sie erschwert

Leichter und schneller geht es bei einer geraden Linie auf ebenem Grundstück mit festem Boden, wo man mit Schubkarren und Material gut hinkommt. Aufwendiger wird es bei:

  • Hanglage und Erde, die gehalten werden muss, was Betonbett und Rückenstütze verlangt
  • Bögen und wechselnder Höhe, wo jedes Stück einzeln eingerichtet wird
  • lehmigem oder vernässtem Boden, der einen tieferen Unterbau und eine Drainage braucht
  • Wurzeln, Steinen oder alten Betonfundamenten im Aushub
  • schlechtem Zugang zum Grundstück und viel Aushub, der abgeführt werden muss
  • Werkleitungen im Verlauf, die vor dem Graben lokalisiert werden müssen

Stossen Sie beim Graben auf eine Gasleitung oder riechen Sie Gas? Arbeit sofort einstellen, die Stelle verlassen und den Notdienst des Gasversorgers oder 112 anrufen.

Anleitung für Heimwerker: Palisaden als Beet- oder Wegrand

Einen niedrigen Rand auf ebenem Gelände schaffen Sie gut selbst. Soll die Palisade einen Hang halten, steht sie an der Zufahrt oder fahren schwere Maschinen darüber, überlassen Sie die Arbeit besser einem Gartenbau- oder Pflästerungsbetrieb.

  1. Abklären, ob im Verlauf Werkleitungen liegen, zum Beispiel über die Leitungspläne der Werke.
  2. Linie mit Schnur und Pflöcken abstecken und Höhe der Oberkante festlegen.
  3. Graben mit Reserve für Unterbau, Bett und mindestens ein Drittel der Palisadenlänge ausheben.
  4. Kies einfüllen und mit Handstampfer oder gemieteter Vibrationsplatte verdichten.
  5. Erdfeuchten Beton nach Herstellerangabe anmischen und als Bett verteilen.
  6. Erste Palisade setzen, mit der Wasserwaage prüfen und die weiteren dicht daneben anreihen.
  7. Jedes Stück mit dem Gummihammer nach der Schnur ausrichten.
  8. Auf der Rückseite eine Betonstütze anbringen und nach Herstellerangabe aushärten lassen.
  9. Hinter die Palisaden Sickerkies einfüllen, danach Erde auftragen und leicht verdichten.

Fehler, die sich nach dem ersten Winter zeigen

  • Schlecht verdichteter Unterbau. Die Palisaden setzen sich ungleich, die Linie wird wellig.
  • Zu wenig tief gesetzt. Ein kurzer eingelassener Teil hält dem Erddruck nicht stand, die Elemente kippen nach vorne.
  • Fehlende Drainage. Wasser drückt von hinten, gefriert im Winter und schiebt die Palisade nach und nach hinaus.
  • Falsches Material. Holz oder Kunststoff am Hang, wo Beton hingehört.
  • Keine Rückenstütze. Die Palisaden stehen nur im Kies, obwohl sie Erde tragen.
  • Flucht nicht kontrolliert. Auf einer längeren Strecke fällt schon eine kleine Abweichung deutlich auf.

So prüfen Sie die fertigen Palisaden

  • Die Linie verläuft gerade oder gleichmässig gebogen wie geplant
  • Die Oberkanten liegen auf einer Höhe oder im vereinbarten Gefälle, ohne Stufen zwischen den Stücken
  • Die Palisaden stehen senkrecht und bewegen sich nicht, wenn Sie von Hand dagegen drücken
  • Wo die Palisade Erde hält, sind Betonrückenstütze und Sickerkies vorhanden
  • Die Fugen zwischen den Elementen sind gleichmässig
  • Der Anschluss an Pflästerung, Rasen oder Beet ist sauber und ohne Löcher
  • Nach Regen bleibt hinter der Palisade kein Wasser stehen
  • Die Umgebung ist aufgeräumt und überschüssiger Aushub abgeführt

Häufige Fragen

Üblich ist, dass mindestens ein Drittel der Palisadenlänge im Boden steckt, darunter kommen noch verdichteter Unterbau und Bett. Am Hang und bei weichem Boden lohnt es sich, tiefer zu gehen.

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