Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Untergrundvorbereitung | ||||
| Splittbett für Pflaster | m² | 3.17 CHF | - | |
| Aufnehmen von Verbundpflaster | m² | 5.04 CHF | - | |
| Erdaushub für Pflasteruntergrund | m³ | 65.30 CHF | - | |
| Verlegen Geotextil | m² | 2.80 CHF | - | |
| Schottertragschicht inkl. Verdichtung | m² | 13.07 CHF | - | |
| Tragschicht bis 30 cm Stärke herstellen | m² | 3.73 CHF | - | |
| Tragschicht bis 50 cm Stärke herstellen | m² | 5.04 CHF | - | |
| Untergrund mit Rüttelplatte verdichten | m² | - | ||
Wofür die Bettung da ist und wofür nicht
Die Bettung trägt keine Last. Das Gewicht von Personen und Autos nimmt die Fundationsschicht aus Kies darunter auf. Die Bettung hat eine einzige Aufgabe: Sie bildet ein genaues, gleichmässiges Lager. Beim Abrütteln drücken sich die Steine leicht hinein und sitzen danach fest.
Daraus folgt etwas Wichtiges: Mit der Bettung gleicht man keine grossen Mulden oder Buckel im Kies aus. Ist die Schicht an einer Stelle einen Zentimeter dick und einen Meter weiter zehn Zentimeter, drückt sich die dicke Stelle mit der Zeit stärker zusammen. Dort sackt die Pflästerung ab. Ebenheit und Gefälle stellt der Plattenleger oder Pflästerer deshalb schon in der Fundation ein. Die Bettung gleicht nur noch Kleinigkeiten aus, in gleicher Dicke über die ganze Fläche.
Welches Material passt
Üblich ist gebrochener Splitt in feiner Körnung, meist etwa 2 bis 4 oder 2 bis 5 mm. Die kantigen Körner verkeilen sich ineinander, lassen Wasser gut durch und bleiben unter den Steinen an ihrem Platz. Manche Hersteller erlauben auch ein Gemisch mit Feinanteil ab null. Das lässt sich leichter abziehen, führt Wasser aber schlechter ab.
- Splitt 2 bis 4 mm: die vielseitige Wahl für Wege, Sitzplätze und Einfahrten
- Brechsand-Splitt-Gemisch mit Feinanteil: angenehm zu verarbeiten, eher für wenig belastete Flächen
- Runder Sand aus der Grube: die Körner rutschen aneinander ab, deshalb nicht unter befahrene Flächen
- Material mit Lehm oder Ton: ungeeignet, es hält Wasser zurück und kann bei Frost die Steine anheben
Gibt der Hersteller Ihrer Steine im technischen Merkblatt eine bestimmte Körnung und Bettungsdicke an, halten Sie sich daran. Bei Garantiefragen schaut man oft genau darauf.
Schritt für Schritt: so entsteht die Bettung
Die Arbeit beginnt erst, wenn die Kiesfundation verdichtet ist, das richtige Gefälle hat und die Randsteine gesetzt sind. Das Gefälle für den Wasserablauf liegt bei Pflästerungen meist bei etwa 1 bis 2 %, immer vom Haus weg.
Auf die Fundation kommen Abziehlatten oder Stahlrohre. Man richtet sie in der Höhe so aus, dass ihre Oberkante die Oberfläche der Bettung bestimmt. Dazwischen wird Splitt eingefüllt und mit einer langen, geraden Latte eben abgezogen. Danach nimmt man die Rohre heraus, füllt die Rillen auf und glättet sie mit der Kelle.
Auf die abgezogene Bettung tritt niemand mehr. Die Steine werden von der bereits verlegten Fläche aus nach vorne gesetzt. Separat verdichtet wird die Bettung vorher nicht. Das geschieht erst zusammen mit den Steinen: Nach dem Verlegen und Einsanden der Fugen fährt man mit der Rüttelplatte mit Gummimatte darüber. Die Steine sinken dabei um einige Millimeter ein. Das muss man schon beim Einstellen der Höhe einrechnen.
Nach dem Abrütteln ist die Bettung meist etwa 3 bis 5 cm dick. Eine dünnere Schicht gleicht kleine Abweichungen nicht aus, eine dickere drückt sich ungleichmässig zusammen.
Was die Arbeit leichter macht und was sie aufwendiger macht
Einfach ist eine rechteckige Fläche mit einem durchgehenden Gefälle, gut verdichtetem Kies und genug Platz für den Schubkarren. Dann ist die Bettung schnell und in einem Zug abgezogen.
Mehr Zeit brauchen:
- Flächen mit mehreren Gefällen, Rinnen und Schächten, wo die Richtung wechselt
- Bögen, Treppen, Bereiche um Deckel und entlang der Hausmauer
- Eine unebene Fundation, die zuerst nachgebessert werden muss
- Schlechter Zugang, wenn das Material von Hand durch den Garten getragen wird
- Regenwetter, bei dem die abgezogene Bettung aufweicht und neu gemacht werden muss
Dieselben Punkte entscheiden meist auch darüber, wie viel Arbeitszeit ein Handwerker in seiner Offerte einrechnet.
Typische Fehler
- Unebenen Kies mit dickerer Bettung ausgleichen: nach einem Jahr zeigen sich an diesen Stellen Mulden
- Auf der abgezogenen Bettung herumlaufen: die Fussspuren bleiben als Vertiefungen unter den Steinen
- Zu viel auf einmal vorbereiten: der ganze Vorplatz ist abgezogen, dann kommt Regen oder nachts läuft die Katze darüber
- Falsches Material: lehmiger Sand oder rundes Korn, das unter dem Autoreifen wandert
- Höhe falsch eingestellt: das Einsinken beim Rütteln vergessen, die fertige Fläche liegt tiefer als Randsteine oder Türschwelle
- Rütteln ohne Gummimatte: das beschädigt die Oberfläche und die Kanten der Steine
Anleitung für Heimwerker: Bettung eben abziehen
Bei einem Sitzplatz oder Gartenweg können Sie die Bettung selbst vorbereiten, wenn die Fundation fertig und verdichtet ist. Sie brauchen zwei Stahlrohre oder gerade Latten, eine lange Abziehlatte, eine Wasserwaage, eine Schnur und einen Rechen.
- Ebenheit und Gefälle des verdichteten Kieses mit Schnur und Latte prüfen, grössere Abweichungen zuerst im Kies korrigieren.
- Abziehrohre parallel verlegen, mit einem Abstand etwas kleiner als die Länge der Abziehlatte.
- Höhe der Rohre so einstellen, dass die Fläche nach dem Verlegen und Abrütteln auf der geplanten Höhe und im geplanten Gefälle liegt.
- Leicht feuchten Splitt zwischen die Rohre schütten und mit dem Rechen verteilen.
- Splitt mit der Latte in sägender Bewegung über die Rohre abziehen, Überschuss weiterschieben.
- Rohre vorsichtig herausnehmen, Rillen auffüllen und mit der Kelle glätten.
- Nur so viel Fläche vorbereiten, wie am selben Tag verlegt wird.
- Steine von der fertigen Fläche aus setzen, nicht auf die Bettung treten.
Wie Sie die fertige Arbeit prüfen
Nach dem Verlegen sehen Sie die Bettung nicht mehr. Prüfen Sie sie deshalb vor dem Verlegen und danach am Verhalten der Pflästerung:
- Die Bettung ist überall gleich dick und ohne Schuhabdrücke
- Das Material ist sauber, ohne Lehm, Wurzeln und grössere Steine
- Eine Zwei-Meter-Latte zeigt auf der Bettung und später auf der Pflästerung keine deutlichen Lücken
- Regenwasser fliesst in die geplante Richtung ab, es bleiben keine Pfützen
- Die Steine wackeln und knirschen nicht, wenn Sie darüber gehen
- Die Pflästerung schliesst sauber an Randsteine, Türschwelle und Deckel an
- Die Fugen sind nach dem Abrütteln bis oben gefüllt
Häufige Fragen
Nein. Die Bettung wird nur eben abgezogen und erst durch die verlegten Steine hindurch mit der Rüttelplatte mit Gummimatte verdichtet. Vorher verdichtet, könnte sie sich nicht mehr an die Unterseite der Steine anpassen.
Unter einem Gartenweg geht das manchmal gut, unter einer Einfahrt ist runder Sand nicht zu empfehlen. Gebrochener Splitt verkeilt sich besser, lässt Wasser besser durch, und die Steine bewegen sich darauf weniger.
Meist liegt die Ursache unter der Bettung: zu wenig verdichteter Kies, fehlende Entwässerung oder Stellen, an denen eine unebene Fundation mit dickerer Bettung ausgeglichen wurde. Die Bettung selbst ist meist nur bei ungeeignetem Material schuld.
Leicht feuchter Splitt ist in Ordnung, durchnässter lässt sich aber schlecht abziehen und kann ausgeschwemmt werden. Bei starkem Regen ist es vernünftiger, die Arbeit zu unterbrechen und die abgezogene, noch nicht verlegte Fläche mit einer Folie abzudecken.
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