Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Verbundsteinpflaster ausbauen

Beim Ausbau von Verbundsteinpflaster werden die Steine aus einer fertigen Fläche herausgenommen, etwa aus einem Gartenweg, einem Hof, einer Terrasse oder einer Garagenzufahrt. Meist geht man dabei so vor, dass möglichst viele Steine ganz bleiben und wieder verlegt werden können. Nötig wird das, wenn sich die Pflästerung gesenkt hat, wenn

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
5.04 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
4.00 CHF - 6.60 CHF
Wohnung 60 m²
756.10 CHF
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Pflasterarbeiten8 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Untergrundvorbereitung
Aufnehmen von Verbundpflasterm²5.04 CHF-
Erdaushub für Pflasteruntergrundm³65.30 CHF-
Verlegen Geotextilm²2.80 CHF-
Schottertragschicht inkl. Verdichtungm²13.07 CHF-
Splittbett für Pflasterm²3.17 CHF-
Tragschicht bis 30 cm Stärke herstellenm²3.73 CHF-
Tragschicht bis 50 cm Stärke herstellenm²5.04 CHF-
Untergrund mit Rüttelplatte verdichtenm²-
Summe Arbeit
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Wann Pflaster ausgebaut wird und was Sie vorher klären sollten

Das Problem liegt selten an den Steinen selbst, sondern fast immer am Untergrund. Wirft die Fläche Wellen, bilden sich Pfützen oder wackeln einzelne Steine? Dann ist meist der Kieskoffer schlecht verdichtet, das Wasser kann nicht abfliessen oder die Randsteine haben nachgegeben. Wer nur die Oberfläche erneuert, ohne den Unterbau zu reparieren, hat das gleiche Problem bald wieder.

Weitere typische Gründe für den Ausbau:

  • Senkungen in den Fahrspuren von Autos oder über einem alten Leitungsgraben
  • Neue Wasser-, Abwasser- oder Elektroleitung oder eine Sickerleitung
  • Neue Form der Fläche oder ein breiterer Parkplatz
  • Ersatz des alten Pflasters durch einen anderen Belag

Leitungen im Boden

Unter Pflaster verlaufen oft Gas-, Wasser- und Stromleitungen, und zwar häufig weniger tief, als man denkt. Wenn Sie nach dem Ausbau tiefer graben wollen, holen Sie vorher bei der Gemeinde und den Werken die Leitungspläne ein und lassen Sie die Leitungen bei Bedarf vor Ort einmessen. Wird eine Gasleitung beschädigt, verlassen Sie sofort den Bereich, verwenden Sie kein offenes Feuer und keine elektrischen Schalter und rufen Sie die Notfallnummer Ihres Gasversorgers oder 112 an. Bei Brand gilt 118. Beschädigte Strom- und Gasleitungen repariert nur eine berechtigte Fachperson, bei Elektroleitungen ein konzessionierter Elektroinstallateur.

Schonend ausbauen oder abbrechen: welcher Weg passt

Es gibt zwei Vorgehensweisen, und es lohnt sich, vorher zu entscheiden, welche Sie wollen.

Schonender Ausbau zur Wiederverwendung

Die Steine werden von Hand einzeln herausgenommen, mit einem Brecheisen oder einer Verlegezange. Das dauert länger, dafür bleiben die meisten Steine ganz. Sinnvoll ist das, wenn das Pflaster noch schön und fest ist und Sie es am gleichen Ort wieder verlegen oder für einen kleineren Gartenweg nutzen möchten.

Schneller Abbruch mit Entsorgung

Sind die Steine gesprungen, verblasst oder sollen sie ohnehin ersetzt werden, braucht es keine Sorgfalt. Bei grösseren Flächen nimmt ein Minibagger oder Lader das Pflaster samt Unterbau auf und lädt es direkt in die Mulde. Das geht schnell, die Steine brechen dabei aber.

Randsteine

Randsteine halten die ganze Fläche zusammen. Deshalb sitzen sie meist in einem Betonfundament und sind seitlich mit Beton abgestützt. Ihr Ausbau ist eher Abbrucharbeit: Den Beton aufbrechen, den Randstein lösen und herausheben. Randsteine sind schwer, heben Sie sie nie allein.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Zwei gleich grosse Flächen können sehr unterschiedlich viel Arbeit geben. Entscheidend sind vor allem:

  • Die Bettung: Auf Splitt oder Sand lösen sich die Steine leicht, in Beton oder Mörtel muss man abbrechen
  • Der Zustand der Fugen: Moos, Wurzeln oder festgebackener Schmutz halten die Steine fester
  • Dicke und Form der Steine: Dickere Steine für befahrene Flächen und verzahnte Formen lassen sich schwerer lösen
  • Der Zugang: Ein schmaler Durchgang zwischen Haus und Zaun bedeutet Tragen von Hand statt Maschine
  • Ob auch Randsteine, Stufen oder Entwässerungsrinnen ausgebaut werden
  • Der Umgang mit dem Material: Sortieren, Stapeln auf Paletten und Abtransport sind eigene Arbeitsschritte

Ausgebaute Steine, Kies und Beton gelten als Bauabfall. Sie gehören in die Mulde, ins Baustoffrecycling oder an die Entsorgungsstelle, je nach den Regeln Ihrer Gemeinde. Im Wald oder am Bach abladen ist verboten.

Anleitung für Heimwerker: Verbundsteine zur Wiederverwendung ausbauen

Eine kleinere Fläche auf Splitt- oder Sandbett schaffen Sie auch selbst. Sie brauchen ein Brecheisen oder zwei kräftige Schraubenzieher, einen Gummihammer, eine Verlegezange, feste Handschuhe, Arbeitsschuhe und eine Schutzbrille. Graben Sie erst tiefer als die Bettung, wenn die Leitungen geklärt sind.

  1. Fläche von oben fotografieren, damit das Verlegemuster festgehalten ist.
  2. Fugen von Unkraut und Schmutz befreien, festgebackene Fugen bei Bedarf anfeuchten.
  3. Am Rand beginnen, idealerweise dort, wo ein Randstein fehlt oder ein Stein beschädigt ist.
  4. Den ersten Stein mit dem Gummihammer lockern und von zwei Seiten gleichzeitig heraushebeln, notfalls opfern und in Stücken herausnehmen.
  5. Die weiteren Steine vom Rand nach innen mit Zange oder Brecheisen lösen, ohne harte Schläge.
  6. Jeden Stein gleich vom Sand reinigen und in ganze, beschädigte und gebrochene Steine sortieren.
  7. Ganze Steine auf ebenem Grund oder auf einer Palette hochkant, dicht nebeneinander und gleich ausgerichtet stapeln.
  8. Gelagerte Steine abdecken, damit sie sauber bleiben und keine nasse Erde dazwischen gerät.
  9. Nach dem Ausbau den alten Bettungssand abziehen und den Zustand des Kieskoffers prüfen.

Arbeiten Sie bei schweren Steinen und Randsteinen zu zweit und heben Sie aus der Hocke, nicht mit rundem Rücken.

Typische Fehler beim Ausbau

Häufig sieht man, dass eine Arbeit, die nach einem einfachen Samstagseinsatz aussieht, mit einem Haufen gebrochener Steine und beschädigter Umgebung endet.

  • Zu viel Kraft: Die Steine brechen an Kanten und Verzahnungen, verloren gehen gerade die brauchbaren
  • Hebeln am Nachbarstein oder an der Fassade: Beschädigt wird, was bleiben sollte
  • Steine ungeordnet auf einen Haufen werfen: Sie verkratzen und zerbrechen
  • Graben ohne Leitungsabklärung: Ein Kabel oder Rohr wird angeschlagen
  • Pflaster wieder auf den gleichen schlechten Untergrund legen: Die Fläche senkt sich erneut
  • Gefälle und Entwässerung vergessen: Wasser bleibt am Haus stehen oder dringt in den Unterbau
  • Abfall unterschätzen: Die Fläche füllt sich mit Schutt und die Arbeit stockt

Für die nächsten Schritte hilft es zu wissen: Ein Gehweg und eine befahrene Fläche brauchen unterschiedlich dicke Schichten im Unterbau und unterschiedlich dicke Steine. Ändert sich die Nutzung der Fläche, müssen Aushub und Aufbau entsprechend angepasst werden.

Kontrolle nach Abschluss der Arbeiten

Ob Sie die Arbeit von einer Firma abnehmen oder selbst kontrollieren, gehen Sie diese Punkte durch:

  • Das Pflaster ist im vereinbarten Umfang ausgebaut, angrenzende Flächen sind unbeschädigt
  • Fassade, Sockel, Zaun und Randsteine, die bleiben sollten, sind intakt
  • Brauchbare Steine sind gereinigt, sortiert und auf ebenem Grund gelagert
  • Es ist klar, wie viele Steine fehlen und nachgekauft werden müssen
  • Der Bauabfall ist abgeführt oder liegt bereit in der Mulde
  • Freigelegte Leitungen sind unbeschädigt und markiert
  • Der Zustand des Unterbaus ist geprüft und es ist vereinbart, ob er repariert oder ersetzt wird
  • Die Fläche ist sicher begehbar und Gruben sind abgesperrt

Häufige Fragen

Ja, wenn die Steine fest sind und beim Ausbau nicht beschädigt wurden. Vor dem Verlegen werden sie vom alten Sand gereinigt und darauf geprüft, ob sie plan aufliegen. Meist braucht es einige neue Steine, die man an weniger sichtbaren Stellen einsetzt.

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