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In vielen Mehrfamilienhäusern, in Plattenbauten und in Häusern mit Betonfertigteilwänden sitzen alte Stahlzargen fest im Stahlbeton. Sie sind nicht nur verschraubt, sondern einbetoniert oder satt hinterfüllt. Wenn Sie moderne Futterzargen mit neuen Türen einbauen, die Öffnung vergrößern oder eine verbogene Zarge loswerden möchten, muss de

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·16 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
205,16 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
164,10 € - 266,80 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Betonschneiden und Kernbohrungen16 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonschneiden
Stahlzarge in Stahlbeton bis 15 cm ausschneidenStk.205,16 €-
Schneiden Stahlbetonplatte bis 10 cmlfm45,40 €-
Schneiden Stahlbetonplatte bis 15 cmlfm74,00 €-
Schneiden Betonwände bis 150 mm Stärkelfm75,67 €-
Schneiden Betonböden bis 100 mm Tiefelfm42,04 €-
Kernbohrung Ø bis 100 mmStk.151,34 €-
Kernbohrung Ø 100-200 mmStk.-
Kernbohrung Ø über 200 mmStk.-
Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 10 cmStk.126,12 €-
Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 15 cmStk.171,52 €-
Montage Stahlstützkonstruktion (geschweißt)Stk.-
Stahlzarge in Stahlbeton bis 10 cm ausschneidenStk.171,52 €-
Schlitze für Installationen (Elektro, Wasser)lfm-
Ausschneiden Fenster- oder TüröffnungStk.-
Durchbruch in Stahlbetonplatte ausschneidenStk.-
Asphaltflächen schneidenlfm25,22 €-
Summe Arbeit
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Wie das Herausschneiden abläuft

Mit dem Brecheisen kommt man bei einer einbetonierten Zarge nicht weit. Die Anker und oft auch das ganze Profil stecken im Beton. Der Handwerker schneidet die Zarge deshalb in Teilen frei. Üblich ist dieser Ablauf:

  1. Boden, Möbel und angrenzende Türen mit Folie abdecken, den Arbeitsbereich mit einer Staubschutzwand abtrennen.
  2. Den betroffenen Stromkreis abschalten und die Wand rund um die Öffnung mit einem Ortungsgerät nach Leitungen und Rohren absuchen.
  3. Die Schnittlinien am Zargenprofil und im Beton anzeichnen.
  4. Das Stahlprofil trennen, meist in den Ecken und an den Ankern, damit die Zarge stückweise herauskommt.
  5. Den Beton entlang der Zarge mit einer Diamantscheibe einschneiden, bei dickeren Wänden von beiden Seiten.
  6. Restbeton vorsichtig ausbrechen und die Zargenteile herausnehmen.
  7. Überstehende Anker und Bewehrung bündig mit dem Beton abtrennen.
  8. Die Öffnung von Staub und Bruchstücken säubern und die Kanten für die weitere Bearbeitung vorbereiten.

Danach bleibt eine rohe Öffnung in der Wand. Kanten mit Mörtel ausgleichen, Laibung verputzen und neue Zarge setzen sind in der Regel eigene Arbeitsschritte.

Wand bis 10 cm oder bis 15 cm: der Unterschied

Entscheidend ist, wie viel Beton durchtrennt werden muss. Davon hängen Werkzeug, Zeit und die nötige Vorsicht ab.

  • Wand bis 10 cm: Das sind meist Innenwände zwischen Zimmern oder am Bad. Ein großer Winkelschleifer mit Diamantscheibe schafft das von beiden Seiten in der Regel gut. Die Arbeit geht schneller, es staubt weniger und die Scheibe verschleißt weniger.
  • Wand bis 15 cm: Solche Wände sind häufig tragend. Ein normaler Winkelschleifer kommt nur etwa bis zur halben Wanddicke. Deshalb wird von beiden Seiten sehr genau geschnitten oder mit einer stärkeren Betonsäge gearbeitet. Der Beton ist oft dichter bewehrt, der Schnitt dauert länger und die Statik muss vorher geklärt sein.

Ob eine Wand tragend ist, lässt sich an der Dicke allein nicht ablesen. Schauen Sie in die Bauunterlagen des Hauses oder fragen Sie bei der Hausverwaltung nach.

Welches Werkzeug wann zum Einsatz kommt

Das Werkzeug richtet sich nach der Wanddicke und danach, ob die Öffnung größer werden soll.

  • Winkelschleifer mit Diamantscheibe für Beton und Metall reicht für das Stahlprofil und für dünnere Wände. In engen Fluren lässt er sich gut führen, ohne Absaugung staubt er aber stark.
  • Handgeführte Betonsäge schneidet tiefer und gerader. Sie eignet sich für 15 cm Wände und überall dort, wo saubere Kanten gefragt sind, etwa für eine Futterzarge.
  • Wandsäge auf Führungsschiene kommt zum Einsatz, wenn die Öffnung gleichzeitig verbreitert oder erhöht wird. Der Schnitt wird präzise, und die Wand bekommt kaum Erschütterungen ab.
  • Kernbohrung setzt man in den Ecken eines späteren Ausschnitts, damit die Schnitte nicht überlaufen, oder für Bohrungen zur Verankerung einer Verstärkung.

Nassschneiden ist in einer bewohnten Wohnung sehr praktisch: Wasser kühlt die Scheibe und bindet den Staub. Geht das nicht, wird mit einem Industriesauger gearbeitet, der direkt am Werkzeug hängt. Betonstaub enthält Quarz, deshalb sind eine geeignete Absaugung und eine Atemschutzmaske sinnvoll.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Wie aufwendig der Ausbau wird, hängt von einigen Punkten ab, die sich schon vorher klären lassen.

  • Wanddicke und Bewehrung: Dickerer, stärker bewehrter Beton bedeutet längeres Schneiden und mehr Verschleiß an den Scheiben.
  • Einbau der Zarge: Eine rundum einbetonierte Zarge ist mühsamer als eine, die nur über Anker gehalten wird.
  • Zugänglichkeit: Ein schmaler Flur, eine Öffnung direkt in einer Ecke oder ein Schrank daneben bremsen die Arbeit.
  • Leitungen in der Wand: Kabel oder Rohre an der Öffnung verlangen vorsichtigeres Arbeiten oder müssen verlegt werden.
  • Anspruch an die Kanten: Soll direkt danach eine Futterzarge rein, müssen die Kanten gerade sein. Das ist mehr Arbeit als nur den alten Rahmen zu entfernen.
  • Entsorgung: Stahlschrott und Betonschutt werden getrennt und abgefahren.

Statik, Genehmigung und Mehrfamilienhaus

Bei einer nichttragenden Innenwand ist der Ausbau der Zarge eine normale Ausbauarbeit. Bei einer tragenden Wand sieht es anders aus. Beim reinen Herausschneiden bleibt die Größe der Öffnung meist gleich. Wer aber unsauber schneidet, kann leicht die Bewehrung rund um die Öffnung durchtrennen. Wird die Öffnung verbreitert oder erhöht, ist das ein Eingriff in das Tragwerk. Dann braucht es einen Tragwerksplaner, und oft muss ein Stahlrahmen oder ein neuer Sturz eingebaut werden.

Ob für die Änderung einer Öffnung in einer tragenden Wand eine Genehmigung oder ein statischer Nachweis nötig ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Klären Sie das beim zuständigen Bauamt und gehen Sie nicht einfach davon aus, dass nichts nötig ist. In einer Eigentumswohnung gehören tragende Wände zum Gemeinschaftseigentum. Sprechen Sie deshalb vorher mit der Hausverwaltung, denn die Eigentümergemeinschaft (WEG) muss solchen Eingriffen in der Regel zustimmen. Als Mieter brauchen Sie ohnehin die Zustimmung des Vermieters. Den Nachbarn kurz Bescheid zu geben und die Ruhezeiten der Hausordnung einzuhalten, erspart viel Ärger.

Liegt eine Gasleitung in der Nähe der Öffnung, wird nicht geschnitten. Riecht es nach Gas oder ist eine Leitung beschädigt, verlassen Sie die Wohnung, rufen Sie von draußen den Notruf 112 oder den Netzbetreiber an und betätigen Sie keine Schalter. Elektroleitungen, die verlegt werden müssen, gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.

Typische Fehler

In der Praxis tauchen immer wieder dieselben Probleme auf:

  • Schneiden ohne Ortung: Ein Kabel, das neben der Zarge läuft, ist schnell durchtrennt.
  • Überschnitte in den Ecken: Der Schnitt läuft über die Ecke der Öffnung hinaus. Aus dieser Kerbe kann später ein Riss entstehen.
  • Gewaltsames Ausbrechen: Wird die Zarge herausgehebelt, bevor sie ganz frei ist, brechen die Betonkanten ab.
  • Falsche Scheibe: Eine reine Metall- oder reine Betonscheibe ist schnell verschlissen, und der Schnitt wird unsauber.
  • Staub unterschätzt: Trockenes Schneiden ohne Absaugung verteilt den Staub in der ganzen Wohnung und im Treppenhaus.
  • Tragende Wand ohne Statiker: Beim Vergrößern der Öffnung ist das der schwerste Fehler.

Prüfung bei der Abnahme

Sehen Sie sich die Öffnung genau an, bevor verputzt oder die neue Zarge gesetzt wird:

  • Die Zarge ist vollständig entfernt, auch die Anker
  • Überstehende Bewehrung ist bündig mit dem Beton abgetrennt
  • Die Wandkanten sind nicht stark ausgebrochen, in den Ecken gibt es keine Überschnitte
  • Rund um die Öffnung sind keine neuen Risse zu sehen
  • Die Maße der Öffnung passen zur vereinbarten neuen Tür
  • Der Strom in der Umgebung funktioniert, keine Leitung ist beschädigt
  • Schutt und Stahlschrott sind abgefahren, der Bereich ist sauber

Häufige Fragen

Ja, wenn die Zarge gerade ist und Ihnen die Größe der Öffnung passt. Dann kann sie mit einer Renovierungszarge oder Bekleidung überdeckt werden. Das Schneiden entfällt, die Öffnung wird aber etwas schmaler. Wünschen Sie eine breitere Tür oder ist die Zarge verzogen, ist der Ausbau meist die bessere Lösung.

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