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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Betonschneiden | ||||
| Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 10 cm | Stk. | 144,00 € | - | |
| Schneiden Stahlbetonplatte bis 10 cm | lfm | 67,20 € | - | |
| Schneiden Stahlbetonplatte bis 15 cm | lfm | 96,00 € | - | |
| Schneiden Betonwände bis 150 mm Stärke | lfm | 96,00 € | - | |
| Schneiden Betonböden bis 100 mm Tiefe | lfm | 48,00 € | - | |
| Kernbohrung Ø bis 100 mm | Stk. | 172,80 € | - | |
| Kernbohrung Ø 100-200 mm | Stk. | - | ||
| Kernbohrung Ø über 200 mm | Stk. | - | ||
| Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 15 cm | Stk. | 201,60 € | - | |
| Montage Stahlstützkonstruktion (geschweißt) | Stk. | - | ||
| Stahlzarge in Stahlbeton bis 10 cm ausschneiden | Stk. | 201,60 € | - | |
| Stahlzarge in Stahlbeton bis 15 cm ausschneiden | Stk. | 240,00 € | - | |
| Schlitze für Installationen (Elektro, Wasser) | lfm | - | ||
| Ausschneiden Fenster- oder Türöffnung | Stk. | - | ||
| Durchbruch in Stahlbetonplatte ausschneiden | Stk. | - | ||
| Asphaltflächen schneiden | lfm | 28,80 € | - | |
Wofür ein Loch bis 10 cm in Stahlbeton gebraucht wird
Der Durchmesser bis 10 cm deckt einen großen Teil der üblichen Durchführungen in einer Wohnung ab. Typische Fälle:
- Klimagerät: Das Bündel aus Kältemittelleitungen, Kondensatschlauch und Kabel zwischen Innen- und Außengerät passt in der Regel durch ein Loch von etwa 6 bis 8 cm
- Kleinere Abflüsse: Ablauf von Waschbecken, Spüle oder Waschmaschine in kleineren Nennweiten, etwa wenn die Küche oder das Bad eine Wand weiter wandert
- Wasser und Heizung: Rohre mit Dämmung oder im Schutzrohr, die durch die Wand in einen anderen Raum führen
- Elektro und Netzwerk: Leerrohr für Strom-, Antennen- oder Netzwerkkabel zwischen Räumen; das Verlegen und Anschließen gehört in die Hände einer Elektrofachkraft
- Kleine Lüftung: Ventilator oder Zuluftelement mit schmalem Rohr
Warum bohren und nicht stemmen? Stahlbeton bricht beim Stemmen unregelmäßig, auf beiden Seiten platzen Stücke ab, und das Loch wird fast immer größer als nötig. Die Diamantkrone schneidet einen exakten Zylinder heraus. Dabei entstehen kaum Erschütterungen, die im Mehrfamilienhaus mehrere Stockwerke weit zu hören wären, und der umliegende Beton bleibt unbeschädigt.
Wann 10 cm reichen und wann Sie die Variante bis 15 cm brauchen
In der Preisliste gibt es auch die eigene Position Kernbohrung in Stahlbeton bis 15 cm, mit eigener Seite und eigenem Preis. Entscheidend ist der Außendurchmesser dessen, was durch das Loch soll, nicht die Nennweite des Rohrs. Das Loch sollte meist einige Millimeter bis ein, zwei Zentimeter größer sein, damit das Rohr samt Dämmung, Schutzrohr oder Manschette hindurchpasst und Platz zum Abdichten bleibt.
- Bis 10 cm reicht für Klimageräte, kleinere Abflüsse, Wasser- und Heizungsrohre und Kabel. Die Krone ist leichter, dreht schneller, belastet Bohrständer und Motor weniger und schneidet weniger Beton heraus. Die Wahrscheinlichkeit, einen Bewehrungsstab zu treffen, ist geringer, ausschließen lässt sie sich aber nie.
- Bis 15 cm braucht man für dickere Abwasserleitungen, Dunstabzugshauben, größere Lüftungsrohre oder dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung. Hat das Rohr selbst schon etwa 10 cm Durchmesser, liegt das Loch dafür fast immer über der Grenze der kleineren Variante.
- Eingriff in die Konstruktion: Bei größerem Durchmesser werden eher mehrere Bewehrungsstäbe durchtrennt, und der Statiker schaut bei einer tragenden Wand genauer hin. Bei 10 cm ist die Beurteilung oft einfacher, selbstverständlich ist sie aber nie.
- Zeit und Technik: Eine größere Krone bohrt langsamer, braucht einen stärkeren Motor und eine festere Verankerung und erzeugt mehr Bohrschlamm, der abgesaugt werden muss.
In der Praxis kommt es häufig vor, dass ein kleineres Loch bestellt wird und sich erst bei der Montage zeigt, dass das gedämmte Rohr nicht durchpasst. Man kann zwar an derselben Stelle mit einer größeren Krone nachbohren, das ist aber zusätzliche Arbeit, und die Ränder werden selten so sauber wie beim ersten Mal. Lassen Sie sich den genauen Durchmesser deshalb vorher vom Installateur oder vom Klimatechniker bestätigen.
Was vor dem Termin geklärt und vorbereitet sein muss
Zustimmung der Eigentümer und Blick des Statikers
Tragende Wände, Decken und Außenwände eines Mehrfamilienhauses gehören zum Gemeinschaftseigentum, auch wenn sie in Ihrer Wohnung stehen. Bevor Sie bohren lassen, wenden Sie sich an die Hausverwaltung. Für bauliche Veränderungen am Gemeinschaftseigentum braucht es in der Regel einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft (WEG). Als Mieter brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters. Viele Häuser verlangen bei Bohrungen in tragenden Wänden und Decken die Einschätzung eines Statikers. Er sagt, ob das Loch an dieser Stelle in Ordnung ist, ob es verschoben werden muss und was passiert, wenn die Krone auf Bewehrung trifft.
Ob für Ihr Vorhaben etwas beim Bauamt anzuzeigen oder zu genehmigen ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Meist hängt das vom Gesamtumfang des Umbaus ab, nicht von einer einzelnen Bohrung. Verlassen Sie sich nicht auf Vermutungen, sondern fragen Sie beim Bauamt nach, am besten mit einer kurzen Beschreibung der ganzen Maßnahme.
Leitungen in der Wand prüfen
In Betonwänden liegen Stromkabel, manchmal auch Wasser-, Heizungs- oder Gasleitungen. Vor dem Bohren wird die Stelle mit einem Leitungssucher und einem Bewehrungsscanner geprüft, und zwar von beiden Seiten. Schauen Sie auch, wo die Krone herauskommt: Im Nachbarraum können eine Steckdose, ein Küchenschrank oder ein Schalter sitzen. Bei einer Decke klären Sie, was darunter beim Nachbarn liegt.
In der Nähe von Gasleitungen wird nicht gebohrt, ohne dass ein zugelassener Installateur oder der Netzbetreiber zugestimmt hat. Wenn Sie jemals Gas riechen: nichts ein- oder ausschalten, kein Licht, kein Telefon im Raum, Wohnung verlassen und draußen den Entstördienst des Netzbetreibers oder die 112 anrufen.
Platz, Strom und Wasser
Der Bohrtrupp braucht vor der Wand etwa ein bis zwei Meter freien Platz für den Ständer. Weil mit Wasser gebohrt wird, gehört die Maschine an eine Steckdose mit Fehlerstromschutzschalter, oder der Bohrer bringt einen ortsveränderlichen Personenschutzschalter mit. Bei einer Außenwand muss klar sein, wie man an die Außenseite kommt, falls dort eine Platte gehalten oder der Bohrkern aufgefangen werden muss. Was Sie selbst vorbereiten können, steht weiter unten in der Anleitung für Heimwerker.
So läuft die Bohrung vor Ort ab
Bei einem Loch bis 10 cm ist der Ablauf fast immer gleich. Unterschiede gibt es vor allem zwischen Wand und Decke und dabei, ob das Loch durch eine gedämmte Außenwand nach draußen führt.
- Mitte des Lochs nach Absprache mit dem Installateur anzeichnen und die Austrittsstelle auf der anderen Seite noch einmal prüfen.
- Stelle auf Leitungen und dichte Bewehrung scannen, das Loch bei Bedarf um einige Zentimeter verschieben.
- Bohrständer befestigen. Meist wird dafür ein kleines Dübelloch gebohrt, auf glatten Flächen geht auch eine Vakuumplatte.
- Senkrechte oder Neigung einstellen. Für das Kondensat eines Klimageräts bekommt das Loch ein leichtes Gefälle nach außen, meist einige Grad.
- Wasserzufuhr an die Krone anschließen, Nasssauger oder Wasserauffangring für den Bohrschlamm bereitstellen.
- Langsam und mit wenig Druck anbohren, bis die Krone eine Spur hat und nicht mehr wandert.
- Gleichmäßig und mit konstantem Druck weiterbohren. Trifft die Krone auf Bewehrung, ändern sich Geräusch und Tempo; dann wie mit dem Statiker vereinbart vorgehen.
- Kurz vor dem Durchbruch Druck verringern, damit auf der Rückseite kein Beton ausbricht, oder von der anderen Seite fertig bohren.
- Bohrkern entnehmen. Manchmal klemmt der Betonzylinder in der Krone und muss herausgeklopft werden.
- Ständer abbauen, Dübelloch verschließen, Schlamm absaugen und die Umgebung abwischen.
Das eigentliche Bohren durch eine übliche Wand dauert bei diesem Durchmesser meist nur wenige Minuten bis einige Dutzend Minuten. Es hängt von der Dicke ab und davon, wie viel Stahl die Krone trifft. Vorbereitung, Befestigung und Aufräumen dauern oft länger als das Bohren selbst. Bei mehreren Löchern in einer Wohnung verteilt sich dieser Aufwand günstiger, auch wenn jedes Stück einzeln abgerechnet wird.
Nass bohren und mit Ständer
In Stahlbeton wird fast immer nass gebohrt. Das Wasser kühlt die Diamantsegmente, spült das Bohrmehl heraus und bindet den Staub. Trocken gebohrter Beton erzeugt feinen Quarzstaub, der der Lunge schadet, außerdem überhitzt die Krone und verschleißt schneller. Trocken bohrt man nur ausnahmsweise, wenn kein Wasser an die Umgebung darf, dann mit starker Absaugung und Atemschutz. Kleine Durchmesser bis 10 cm lassen sich in weichem Mauerwerk auch freihand bohren. In Stahlbeton nimmt ein erfahrener Bohrer aber fast immer den Ständer. Trifft die Krone auf Bewehrung, kann eine Handmaschine schlagartig blockieren und sich aus den Händen drehen. Das Loch wird dann schief, und die Krone leidet. Der Ständer hält Richtung und Neigung und sorgt für gleichmäßigen Druck.
Bohren in die Decke
Bei einer Decke wird über Kopf gebohrt, und das Wasser läuft an der Krone nach unten. Man arbeitet mit Auffangring und Absaugung, der Boden bleibt abgedeckt. Genauso wichtig ist, was unter der Decke passiert: Bohrkern und Wasser fallen beim Nachbarn heraus. Ohne Absprache mit dem Nachbarn und ohne Schutz seines Raums wird nicht in die Decke gebohrt. Manche Deckenplatten haben Hohlräume oder eine besondere Bewehrung, etwa Spannbeton-Hohldielen. Ob und wo darin gebohrt werden darf, entscheidet der Statiker.
Außenwand und Dämmung
Außenwände im Plattenbau sind oft dreischichtig: äußere Betonschale, Dämmung, innere tragende Schale. In anderen Häusern ist es eine Stahlbetonwand mit WDVS. Die Krone muss lang genug sein, um die ganze Dicke in einem Zug zu durchbohren. Die Dämmung in der Mitte reißt beim Bohren aus, deshalb wird das Loch am Ende gesäubert und die Durchführung sorgfältig abgedichtet. Sonst läuft Wasser hinein und es entsteht eine Wärmebrücke.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Auch bei gleichem Durchmesser kann ein Loch Routine sein und das nächste eine knifflige Aufgabe. Was meist hilft:
- Freier Zugang zur Wand und genug Platz für den Ständer
- Übliche Innenwanddicke, im Plattenbau oft etwa 14 bis 15 cm, in anderen Stahlbetonbauten eher etwas mehr
- Genau angezeichnete Stelle und vorher geklärte Zustimmung
- Steckdose und Wasser in der Nähe
- Mehrere Löcher an einem Termin
Was die Arbeit erschwert:
- Dicke Außenwand mit Dämmung, für die eine längere Krone nötig ist
- Dichte Bewehrung, die das Bohren bremst und die Krone abnutzt
- Loch direkt unter der Decke, in einer Ecke oder am Türrahmen, wo sich der Ständer schwer befestigen lässt
- Bohrung über Kopf in die Decke mit Schutz der Wohnung darunter
- Schräges Loch oder genau vorgegebene Neigung
- Eingerichtete Wohnung, in der Möbel, Böden und Fliesen geschützt werden müssen
- Arbeit in der Höhe oder vom Gerüst, etwa beim Außengerät eines Klimageräts
Vorsicht bei Fugen zwischen zwei Fertigteilen. Die Fuge ist kein guter Ort für ein Loch, denn dort liegen Verguss, Verbindungsbewehrung und oft die Fassadenabdichtung. Das Loch kommt in der Regel in die Fläche des Bauteils, mit ausreichendem Abstand zu den Kanten.
Abstimmung mit den anderen Gewerken
Der Kernbohrer macht nur das Loch. Was hineinkommt und wie es verschlossen wird, erledigt ein anderes Gewerk. Deshalb sollte alles vorher abgesprochen sein.
- Vor dem Bohren: Installateur, Heizungsbauer oder Klimatechniker legen Lage, Durchmesser und Neigung fest, die Elektrofachkraft bestätigt den Kabelverlauf, Statiker und Hausverwaltung geben grünes Licht
- Direkt danach: Der Installateur setzt Rohr, Schutzrohr oder Durchführung ein und füllt den Ringspalt je nach Zweck, etwa mit Dichtstoff, Manschette oder Mörtel. Bei Klimageräten verlegt ein Fachbetrieb mit Kältemittel-Sachkunde die Leitungen
- Bei der Außenwand: Die Außenseite wird gegen Schlagregen abgedichtet und die Fassade um die Durchführung so ausgebessert, dass Wasser vom Loch weg abläuft
- Zum Schluss: Maler oder Fliesenleger bessern die Umgebung aus. Weil ein gebohrtes Loch sauber ist, bleibt die Ausbesserung meist klein
Führt das Loch in einen brandschutztechnisch getrennten Bereich, etwa in einen Installationsschacht oder ins Treppenhaus, muss die Durchführung oft mit einer zugelassenen Brandschutzabschottung verschlossen werden. Fragen Sie die Hausverwaltung danach, bevor die Arbeit beginnt.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
- Zu kleiner Durchmesser. Das gedämmte Rohr passt nicht, die Dämmung wird beim Einschieben abgerissen. Später bildet sich Kondenswasser am Rohr oder Schimmel im Loch.
- Austritt nicht geprüft. Die Krone kommt im Küchenschrank, in einer Steckdose oder in den Fliesen des Nachbarn heraus. Die Reparatur kostet dann mehr Aufwand als das ganze Loch.
- Kondensat ohne Gefälle. Wasser aus dem Klimagerät bleibt im Loch stehen, läuft innen an der Wand herab, und es entstehen Wasserflecken.
- Ausgebrochene Rückseite. Ohne weniger Druck kurz vor dem Durchbruch platzt auf der anderen Seite ein Stück Beton ab, das ausgebessert werden muss.
- Bewehrung ohne Absprache durchtrennt. Man sieht es nicht sofort, aber in einem tragenden Bauteil ist es ein Eingriff in die Konstruktion, für den der Eigentümer verantwortlich ist.
- Undichte Durchführung in der Außenwand. Bei Regen läuft Wasser in die Dämmung, im Winter entsteht eine kalte, feuchte Stelle.
- Wasser durch die Decke. Ohne Schlammauffang beim Deckenbohren sickert Wasser zum Nachbarn und verschmutzt seine Decke.
Anleitung für Heimwerker: Bohrstelle vorbereiten und Raum schützen
Das Bohren selbst gehört in tragendem Stahlbeton in die Hände eines Fachbetriebs mit Ständer und Bewehrungsscanner. Mit Leihgerät und ohne Erfahrung ist das Risiko zu hoch, und es geht um Gemeinschaftseigentum. Die Vorbereitung können Sie aber gut selbst übernehmen. Das spart dem Trupp Zeit und schützt Ihre Wohnung.
- Zustimmung von Hausverwaltung oder Vermieter schriftlich einholen und bereithalten.
- Gewünschte Lochmitte zusammen mit dem Installateur leicht mit Bleistift markieren, ebenso die erwartete Austrittsstelle auf der anderen Seite.
- Prüfen, was hinter der Austrittsstelle liegt: Steckdosen, Schalter, Möbel, Fliesen, beim Nachbarn darunter oder nebenan.
- Möbel auf beiden Seiten der Wand etwa ein bis zwei Meter abrücken.
- Boden mit Folie und darüber Malervlies oder Pappe abdecken, die Ränder abkleben.
- Möbel, die stehen bleiben müssen, mit Folie einschlagen.
- Nächste Steckdose mit Fehlerstromschutzschalter und eine Wasserstelle zeigen können.
- Nachbarn rechtzeitig über Termin und Uhrzeit informieren und die Ruhezeiten der Hausordnung einhalten.
- Bei einer Deckenbohrung mit dem Nachbarn darunter vereinbaren, dass sein Raum frei geräumt und abgedeckt ist.
- Nach der Arbeit Abdeckung vorsichtig einrollen, Schlammreste mit einem feuchten Tuch entfernen, bevor sie antrocknen.
Prüfung und Abnahme
Das fertige Loch können Sie sofort prüfen, es muss nichts trocknen. Ein Zollstock und eine Wasserwaage reichen. Messen Sie den Durchmesser und vergleichen Sie ihn mit dem vereinbarten Maß. Gehen Sie auf die andere Seite und schauen Sie sich den Austritt an: richtige Stelle, intakte Ränder, keine größeren Ausbrüche. Beim Loch für Kondensat legen Sie die Wasserwaage unten hinein oder gießen etwas Wasser hinein und beobachten, ob es nach außen abläuft.
Fragen Sie den Bohrer, ob die Krone Bewehrung getroffen hat und wie viele Stäbe durchtrennt wurden. Diese Angabe gehört zu den Unterlagen über Umbauten in der Wohnung, und Hausverwaltung oder Statiker können danach fragen. Wurde das Loch verschoben, um die Bewehrung zu umgehen, klären Sie, ob die neue Lage für den Installateur noch passt.
- Durchmesser entspricht dem vereinbarten Maß, das gedämmte Rohr passt hindurch
- Lage und Austritt auf der anderen Seite stimmen mit der Planung überein
- Loch ist senkrecht oder hat die vereinbarte Neigung, beim Kondensat nach außen
- Ränder auf beiden Seiten sind intakt, ohne große Ausbrüche
- Im Loch sind keine Reste von Bohrkern oder Dämmung
- Dübelloch des Bohrständers ist verschlossen
- Schlamm ist abgesaugt, Boden und Möbel sind unbeschädigt
- Beim Nachbarn gibt es nach Decken- oder Trennwandbohrung keine Wasserspuren oder Schäden
- Bohrer hat mitgeteilt, ob und wie viel Bewehrung durchtrennt wurde
- Bei der Außenwand ist geklärt, wer die Durchführung wann abdichtet
Häufige Fragen
In einer tragenden Stahlbetonwand ist davon abzuraten. Es ist ein Eingriff in die Konstruktion des Hauses, der die Zustimmung der Eigentümer und oft eine Einschätzung des Statikers braucht. Dazu kommt das Risiko, dass die Maschine ohne Ständer beim Treffen auf Bewehrung schlagartig blockiert. Selbst übernehmen können Sie die Vorbereitung, das Freiräumen und die Abstimmung mit Hausverwaltung und Nachbarn.
Die Diamantkrone schneidet den Stab in der Regel durch, nur langsamer. Ob sie das darf, sollte vorher mit dem Statiker geklärt sein. Oft genügt es, das Loch um einige Zentimeter zu verschieben, wenn die Installation das zulässt. Deshalb wird vor dem Bohren gescannt.
Nasse Kernbohrung ist deutlich leiser und sauberer als Stemmen. Hören kann man sie im Mehrfamilienhaus trotzdem, deshalb wird außerhalb der Ruhezeiten gebohrt. Staub entsteht kaum, stattdessen grauer Bohrschlamm, der mit einem Nasssauger abgesaugt wird.
Bei üblichen Wandgeräten in der Regel ja. Leitungen, Kabel und Kondensatschlauch passen meist durch ein Loch von etwa 6 bis 8 cm. Den genauen Durchmesser und die Neigung lassen Sie sich vom Klimatechniker für das konkrete Gerät bestätigen.
Das Bohren selbst dauert bei diesem Durchmesser durch eine übliche Wand meist einige Minuten bis einige Dutzend Minuten. Mit Vorbereitung, Befestigung des Ständers und Aufräumen sollten Sie mehr Zeit einplanen, bei einer dicken gedämmten Außenwand deutlich mehr.
Das Betonloch selbst nicht, es ist sofort fertig. Behandelt wird erst die Durchführung mit dem eingesetzten Rohr: abgedichtet gegen Wasser, bei der Außenwand auch gegen Kälte und beim Übergang in einen Schacht gegebenenfalls mit einer Brandschutzabschottung. Das übernimmt der Installateur oder Klimatechniker.
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