Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Betonschneiden | ||||
| Montage Stahlstützkonstruktion (geschweißt) | Stk. | - | ||
| Schneiden Stahlbetonplatte bis 10 cm | lfm | 45,40 € | - | |
| Schneiden Stahlbetonplatte bis 15 cm | lfm | 74,00 € | - | |
| Schneiden Betonwände bis 150 mm Stärke | lfm | 75,67 € | - | |
| Schneiden Betonböden bis 100 mm Tiefe | lfm | 42,04 € | - | |
| Kernbohrung Ø bis 100 mm | Stk. | 151,34 € | - | |
| Kernbohrung Ø 100-200 mm | Stk. | - | ||
| Kernbohrung Ø über 200 mm | Stk. | - | ||
| Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 10 cm | Stk. | 126,12 € | - | |
| Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 15 cm | Stk. | 171,52 € | - | |
| Stahlzarge in Stahlbeton bis 10 cm ausschneiden | Stk. | 171,52 € | - | |
| Stahlzarge in Stahlbeton bis 15 cm ausschneiden | Stk. | 205,16 € | - | |
| Schlitze für Installationen (Elektro, Wasser) | lfm | - | ||
| Ausschneiden Fenster- oder Türöffnung | Stk. | - | ||
| Durchbruch in Stahlbetonplatte ausschneiden | Stk. | - | ||
| Asphaltflächen schneiden | lfm | 25,22 € | - | |
Was vor dem Einbau geklärt sein muss
Eine Stahlkonstruktion wird nicht nach Augenmaß geplant. Profilgröße, Verankerung und die Frage, ob ein Sturz reicht oder ein ganzer Rahmen nötig ist, legt der Tragwerksplaner in seiner Statik fest. Er prüft die Wandart (Stahlbeton, Vollziegel, Lochziegel, Porenbeton), die Lasten aus den oberen Geschossen und den Abstand der Öffnung zu Wandenden und anderen Öffnungen.
In einer Eigentumswohnung gehören tragende Wände zum Gemeinschaftseigentum. Sprechen Sie deshalb vor Beginn mit der Hausverwaltung, meist braucht es einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft (WEG). Ob der Umbau nach der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes genehmigungsfrei, anzeigepflichtig oder genehmigungspflichtig ist, klären Sie beim Bauamt. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass bei einer kleinen Öffnung schon nichts nötig sein wird.
Schweißen bedeutet offene Flamme und Funkenflug. Die Arbeit gehört in die Hände eines qualifizierten Schweißers, und Betriebe, die tragende Stahlbauteile herstellen, arbeiten in der Regel mit einer Zertifizierung nach DIN EN 1090. In der Wohnung gelten die Regeln für Heißarbeiten: brennbare Dinge entfernen, Feuerlöscher bereithalten und die Stelle nach Arbeitsende noch eine Weile kontrollieren.
So läuft der Einbau Schritt für Schritt ab
Die genaue Reihenfolge bestimmt der Statiker. Bei Betonwänden wird der Stahl oft erst nach dem Schneiden eingebaut, bei Mauerwerk kommt häufig zuerst der Sturz in die Wand und erst danach wird darunter ausgebrochen. Ein üblicher Ablauf sieht so aus:
- Öffnung und Lage der Profile nach Plan anzeichnen, Leitungen in der Wand prüfen.
- Decke oder Wand über der künftigen Öffnung mit Baustützen abfangen, wenn die Statik das vorsieht.
- Öffnung mit Wandsäge oder Seilsäge schneiden, Ecken mit Kernbohrungen vorbohren, damit keine Risse entstehen.
- Laibungen von Staub und losen Betonstücken säubern.
- Stahlprofile von einer oder beiden Seiten ansetzen und lot- und fluchtgerecht ausrichten.
- Löcher für Anker oder Durchsteckschrauben bohren und die Profile nach Plan befestigen.
- Profile an den Ecken zu einem Rahmen verschweißen und die Nähte von Schlacke befreien.
- Fugen zwischen Stahl und Wand mit schwindarmem Vergussmörtel füllen, damit das Profil vollflächig aufliegt.
- Stützen erst nach dem Aushärten und nach Freigabe entfernen.
- Stahl und besonders die Schweißnähte mit Korrosionsschutz streichen und für Putz oder Verkleidung vorbereiten.
Woraus die Konstruktion besteht
Stahlprofile
Für Stürze und Rahmen kommen Walzprofile zum Einsatz. U-Profile (etwa UPE oder UPN) sind bei Betonwänden sehr verbreitet, weil man sie beidseitig an die Wand setzen und mit Gewindestangen zusammenziehen kann. I- und H-Profile (IPE, HEB) wählt man bei größeren Spannweiten und höheren Lasten, wenn ein steiferer Träger gebraucht wird. Winkelprofile eignen sich eher für kleine Öffnungen oder als Ergänzung. Welches Profil in welcher Größe, ergibt sich aus der Berechnung und nicht daraus, was gerade auf Lager liegt.
Verankerung
Die Profile werden mit Verbundankern, mechanischen Dübeln oder durchgehenden Gewindestangen mit beidseitiger Verschraubung befestigt. Verbundanker halten gut in Beton und Vollmauerwerk, brauchen aber sauber ausgeblasene Bohrlöcher und die vom Hersteller angegebene Aushärtezeit. In Lochziegeln setzt man Siebhülsen ein, sonst läuft der Mörtel in die Hohlräume.
Schweißnähte und Korrosionsschutz
Durch das Schweißen werden die einzelnen Profile zu einem steifen Bauteil. Wo die Statik durchgehende Nähte vorschreibt, reichen Heftpunkte nicht. Nach dem Schweißen werden die Nähte gereinigt und gestrichen, denn Rost beginnt fast immer zuerst an der Naht.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Zwei Öffnungen, die ähnlich aussehen, können beim Aufwand weit auseinanderliegen. Länger und damit teurer wird die Arbeit vor allem durch:
- Größere Spannweiten und schwere Profile, die getragen und beim Einbau gehalten werden müssen
- Dicke Stahlbetonwände mit dichter Bewehrung
- Abstützungen über mehrere Geschosse oder lange Standzeiten der Stützen
- Enge Räume, kleine Wohnungen und Treppenhäuser, durch die lange Profile kaum passen
- Leitungen in der Wand, die vorher verlegt werden müssen
- Aufwendige Rahmenformen, schräge oder unregelmäßige Laibungen
Leichter wird es mit einer klaren Statik, einem geräumten und abgedeckten Raum, einem Weg für das Material bis zur Einbaustelle und einer Absprache mit den Nachbarn, wann laut gearbeitet und geschweißt werden darf.
Fehler, die immer wieder vorkommen
- Ein schwächeres oder anderes Profil als in der Statik, nur weil es gerade da war
- Schneiden ohne Abstützung oder mit Überschnitten über die Ecken hinaus, was die Wand schwächt und Risse verursacht
- Profile, die nicht vollflächig anliegen, weil die Fuge nicht vergossen wurde
- Anker in ungereinigten Bohrlöchern oder Belastung, bevor der Mörtel ausgehärtet ist
- Heftpunkte statt durchgehender Nähte, nicht fertig verschweißte Rahmenecken
- Schweißen ohne Schutz der Umgebung, angesengte Böden, verrauchte Nachbarwohnungen
- Fehlender Korrosionsschutz, gerade an Nähten und an Stellen, die später verputzt werden
- Arbeiten im kalten, unbeheizten Raum, in dem Mörtel und Verbundanker nicht richtig abbinden
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Gehen Sie diese Punkte durch, möglichst bevor der Stahl unter Putz oder Verkleidung verschwindet:
- Profile entsprechen der Statik in Typ, Größe und Lage
- Sturz oder Rahmen sitzt im Lot und bündig zur Wand
- Anker oder Gewindestangen sind in der vorgegebenen Anzahl vorhanden und angezogen
- Schweißnähte sind durchgehend, ohne Risse und ohne Schlackereste
- Die Fuge zwischen Stahl und Wand ist vergossen, das Profil steht nirgends ab
- Der gesamte Stahl einschließlich der Nähte hat Korrosionsschutz
- Über und neben der Öffnung sind keine neuen Risse zu sehen
- Die Stützen wurden erst nach dem Aushärten und mit Freigabe der verantwortlichen Person entfernt
- Die Umgebung wurde nach dem Schweißen kontrolliert, ohne Glutnester oder Brandstellen
- Sie haben die Statik und einen Nachweis über die ausgeführten Arbeiten in der Hand
Häufige Fragen
Nein. In einer nichttragenden Trennwand oder im Trockenbau genügt meist ein einfacher Sturz oder gar keiner. Bei tragenden Wänden entscheidet der Statiker, und in den meisten Fällen verlangt er eine Verstärkung.
Verschweißte Ecken machen aus den Profilen einen steifen Rahmen, der die Last besser um die Öffnung leitet. Schraubverbindungen gibt es auch, aber nur dort, wo die Statik sie so vorsieht.
Bis Vergussmörtel und Anker nach Herstellerangabe ausgehärtet sind und der Statiker oder Bauleiter die Freigabe gibt. Zu früh entfernte Stützen gehören zu den gefährlichsten Fehlern bei dieser Arbeit.
Meist nicht. Nach dem Korrosionsschutz wird die Konstruktion verputzt, mit Gipskarton verkleidet oder von der Türzarge verdeckt, sodass die Öffnung wie ein normaler Durchgang aussieht.
Ja. Die tragende Wand ist Gemeinschaftseigentum, deshalb klären Sie den Umbau vorher mit der Hausverwaltung und der Eigentümergemeinschaft. Ob zusätzlich eine Genehmigung nötig ist, erfahren Sie beim Bauamt.
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