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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Demontage | ||||
| Demontage gebundener Dachstuhlkonstruktionen | lfm | 2,57 € | - | |
| Demontage des alten Dachstuhls | m² | - | ||
| Demontage Dachschalung | m² | 2,05 € | - | |
| Demontage Dachlattung bei geneigtem Dach | m² | 3,42 € | - | |
Wann sich der Rückbau lohnt
Der häufigste Grund ist Feuchtigkeit, die über Jahre eindringt. Wasser zersetzt langsam die Sparrenfüße, die Fußpfetten und die Verbindungen. Das Holz wird weich, reißt und verliert seine Tragkraft, auch wenn das Dach von außen noch ordentlich aussieht. In der Praxis zeigt sich der wahre Zustand oft erst, wenn die Eindeckung herunter ist.
Ein genauer Blick auf den Dachboden lohnt sich. Diese Anzeichen sollten Sie ernst nehmen:
- Dunkle Flecken und muffiger Geruch
- Feines, rieselndes Bohrmehl unter den Balken, ein Hinweis auf holzzerstörende Insekten
- Weiche Sparrenenden, in die sich ein Schraubendreher leicht hineindrücken lässt
- Eine durchhängende Dachfläche oder Risse in den Balken
- Alte, unfachmännische Umbauten, etwa herausgesägte Balken ohne Ersatz
Es muss nicht immer alles weg. Sind nur einzelne Hölzer geschädigt, schlägt der Zimmerer oder der Statiker oft einen Teilrückbau vor, bei dem gezielt einzelne Balken ersetzt werden. Bei großflächigem Befall durch Hausschwamm oder Insekten ist ein kompletter neuer Dachstuhl meist die vernünftigere Lösung, damit das Problem nicht in die neue Konstruktion wandert.
So läuft die Demontage Schritt für Schritt ab
Am Anfang steht immer eine Begehung. Ein erfahrener Zimmerer beurteilt den Zustand des Holzes, die Art der Eindeckung, Dachneigung und Gebäudehöhe, den Zustand von Schornstein und Giebelwänden sowie die Zufahrt zum Haus. Erst danach wird der Ablauf festgelegt.
- Begehung und Entscheidung, ob ein vollständiger oder ein teilweiser Rückbau nötig ist.
- Gerüst stellen, Absturzsicherung einrichten und einen Gefahrenbereich rund um das Haus absperren.
- Elektrische Leitungen im Dachgeschoss von einer Elektrofachkraft freischalten lassen und prüfen, ob weitere Leitungen über die Decke laufen.
- Eindeckung, Lattung, Konterlattung, Verblechungen und Dachrinnen abnehmen.
- Gefährdete Teile des Dachstuhls vorübergehend abstützen.
- Bauteile abschnittsweise lösen, zuerst die gering belasteten, zuletzt die tragenden.
- Balken kontrolliert abseilen oder mit dem Kran ablassen, nicht herunterwerfen.
- Material sortieren, abtransportieren und Decke sowie Mauerwerk säubern.
- Das offene Gebäude gegen Regen abdecken, falls der neue Dachstuhl nicht direkt folgt.
Warum ist die Reihenfolge so wichtig? Die Hölzer eines Dachstuhls stützen und stabilisieren sich gegenseitig. Wird eine Pfette oder ein Stiel zu früh durchgesägt, kann sich ein größerer Teil des Daches verschieben und den Giebel oder die Decke an Stellen belasten, die dafür nicht gebaut sind.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Zwei Häuser mit gleich großer Dachfläche können einen ganz unterschiedlichen Aufwand bedeuten. Einfach ist ein eingeschossiges Haus mit Satteldach, guter Zufahrt von der Straße und Platz für einen Container direkt am Gebäude.
Aufwendiger wird es durch:
- Größere Gebäudehöhe und steilere Dachneigung
- Verwinkelte Dächer mit Gauben, Kehlen und Schornsteinen
- Stark geschädigtes Holz, das mehr Abstützung braucht
- Schwere oder brüchige Eindeckung, die beim Abnehmen zerbricht
- Enge Bebauung, etwa im städtischen Altbau, wo Material von Hand über Hof oder Treppenhaus getragen werden muss
- Schadstoffhaltige Materialien, die getrennt ausgebaut werden müssen
Achten Sie beim Vergleich von Angeboten deshalb auf den Leistungsumfang und nicht nur auf die Endsumme. Prüfen Sie, ob Eindeckung, Gerüst, Container, Abtransport, Reinigung und die Notabdeckung des Daches enthalten sind.
Sicherheit, Genehmigungen und Asbest
Hier wird in der Höhe auf altem, oft geschwächtem Holz gearbeitet. Den Dachstuhl eines Wohnhauses sollten Sie deshalb nicht in Eigenleistung zerlegen. Der ausführende Betrieb muss für Absturzsicherung, sichere Zugänge, Helme und Sicherungsausrüstung sorgen und darf niemanden in den Bereich lassen, in den Material fallen kann. Bei Reihen- und Doppelhäusern müssen auch Nachbargrundstücke, Fenster und Autos geschützt werden.
Der Rückbau eines Dachstuhls ist ein Eingriff in die tragende Konstruktion. Ob Ihr Vorhaben genehmigungsfrei, anzeigepflichtig oder genehmigungspflichtig ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Klären Sie das vor Beginn beim Bauamt, besonders wenn sich Dachform, Höhe oder Neigung ändern. Steht das Haus unter Denkmalschutz, ist zusätzlich die Denkmalschutzbehörde zuständig. In einem Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen beginnt nichts ohne Zustimmung von Hausverwaltung und Eigentümergemeinschaft (WEG). Auch an Tiere sollten Sie denken: Nisten Vögel oder Fledermäuse im Dach, fragen Sie vorab bei der unteren Naturschutzbehörde nach.
Auf älteren Dächern liegen häufig Faserzementplatten oder Wellplatten, die Asbest enthalten können. Diese darf nur ein Fachbetrieb mit entsprechender Sachkunde nach den Vorgaben der TRGS 519 ausbauen. Zerbrechen oder zersägen Sie solche Platten auf keinen Fall selbst.
Abtransport und Trennung des Materials
Schon ein gewöhnliches Dach ergibt überraschend viel Material. Es lohnt sich, direkt auf der Baustelle zu trennen:
- Holz, also Sparren, Pfetten, Latten und Zangen
- Eindeckung nach Art getrennt
- Metalle wie Nägel, Schrauben, Anker und Bleche
- Gemischter Bauschutt und alte Dämmung
Gesunde Balken ohne Fäulnis und Insektenbefall lassen sich manchmal für Gartenhäuser oder Nebengebäude weiterverwenden. Morsches, befallenes oder mit alten Holzschutzmitteln behandeltes Holz gehört nicht in eine neue Konstruktion und darf auch nicht im Ofen oder Kamin verbrannt werden. Behandeltes Altholz muss getrennt und fachgerecht entsorgt werden. Klären Sie vorher, wo der Container steht und wer welches Material abholt.
Typische Fehler
- Ohne Begehung anfangen und sich darauf verlassen, wie das Dach von außen aussieht
- Balken durchsägen, ohne vorher abzustützen
- Schwere Teile vom Dach werfen, statt sie abzulassen
- Das offene Haus ohne Regenschutz stehen lassen
- Alle Abfälle in einen einzigen Container werfen
- Nicht vereinbaren, wie Zusatzarbeiten freigegeben werden, wenn versteckte Schäden auftauchen
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Gehen Sie vor der Abnahme gemeinsam mit dem Betrieb über die Baustelle:
- Der vereinbarte Umfang ist entfernt und erhaltene Bauteile stehen stabil
- Giebelwände, Schornstein und Decke sind unbeschädigt
- Die Mauerkrone ist gesäubert und für die neue Fußpfette vorbereitet
- Versteckte Schäden an Mauerwerk oder Ringanker sind notiert und fotografiert
- Das Gebäude ist gegen Regen abgedeckt, falls der neue Dachstuhl nicht sofort folgt
- Auf den Decken liegen keine Nägel, Ziegelbruch oder Dämmreste mehr
- Der Abfall ist abgefahren und Sie haben einen Entsorgungsnachweis
- Umgebung, Fassade und Fenster sind ohne Schäden
Häufige Fragen
Ja. Bei örtlichen Schäden werden oft nur einzelne Sparren, Fußpfetten oder Pfetten ersetzt. Auch ein Teilrückbau muss aber die Statik berücksichtigen, damit der Rest des Daches sicher bleibt.
Bei einem kleinen Carport oder Unterstand vielleicht, beim Wohnhaus ist davon abzuraten. Es ist Arbeit in der Höhe mit schweren tragenden Bauteilen, und ein falscher Ablauf kann Mauerwerk und Schornstein beschädigen oder zu Unfällen führen.
Das hängt vom Umfang ab und davon, was danach gebaut wird. Die Regeln stehen in der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Fragen Sie vor Beginn beim Bauamt nach, statt sich auf Vermutungen zu verlassen.
Das hängt von Größe und Form des Daches, der Gebäudehöhe, der Zufahrt und dem Zustand des Holzes ab. Planen Sie so, dass der neue Dachstuhl möglichst bald folgt und das Haus nicht lange offen steht.
Die ungefähre Dachfläche, die Zahl der Geschosse, Art und Zustand der Eindeckung sowie Fotos vom Dachboden, von Schadstellen und vom Umfeld des Hauses. Hilfreich ist auch die Angabe, ob die Entsorgung im Angebot enthalten sein soll.
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