Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Holz beizen mit Reinigung

Beim Beizen mit Reinigung wird das Holz zuerst von Staub, Harz, Fett und grauem Belag befreit. Danach trägt man eine Beize auf, die den Farbton verändert oder vereinheitlicht. Die Maserung bleibt dabei sichtbar. Gebeizt werden meist sichtbare Balken, Dachuntersichten, Holzverkleidungen, Pergolen, Zäune oder Geländer, entweder vor der Mont

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·2 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
3,25 €/ m²
Richtwert-Spanne
2,60 € - 4,30 €
Wohnung 60 m²
488,00 €
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Zimmererarbeiten (Dachstuhl)2 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Holzschutz
Beizen und Reinigen des Holzesm²3,25 €-
Holzimprägnierung (Anstrich / Spritzen)m²5,13 €-
Summe Arbeit
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So läuft Reinigen und Beizen Schritt für Schritt ab

Zuerst prüft der Handwerker den Zustand des Holzes. Ist es trocken, fest und frei von Schimmel? Sind noch alte Schichten aus Lack, Öl oder Lasur drauf? Davon hängt der ganze weitere Ablauf ab.

Dann wird gereinigt. Neues Schnittholz ist oft staubig vom Sägen, bei Kiefer und Fichte sitzt an den Ästen häufig Harz. Älteres Holz im Außenbereich ist oft vergraut, bemoost oder hat dunkle Flecken von Feuchtigkeit. Leichten Schmutz entfernt man mit einer Bürste und einem passenden Holzreiniger. Harz löst man mit dem Verdünner, den der Hersteller der Beize empfiehlt. Wird mit Wasser gereinigt, muss das Holz danach vollständig durchtrocknen. Es reicht nicht, wenn es sich trocken anfühlt.

Nach dem Trocknen schleift man die Oberfläche in Faserrichtung und entfernt den Schleifstaub gründlich. Erst dann kommt die Beize drauf, gleichmäßig und ohne Pause mitten auf der Fläche, damit keine Ansätze entstehen. Ist die Beize trocken, folgt die Schutzschicht. Welche, hängt davon ab, ob das Holz innen oder außen verbaut wird.

Beize, Lasur oder Lack: was wann passt

Beize verändert vor allem die Farbe. Sie zieht in die Oberfläche ein und hebt die Jahresringe hervor, bildet aber keine Schicht gegen Wasser, Sonne und Abrieb. Lasur verbindet Farbton und Schutz und wird draußen meist verwendet, etwa für Zäune, Pergolen, Dachuntersichten oder Fassadenverkleidungen. Lack bildet einen festen Film und eignet sich eher für innen, für Treppen, Geländer oder Möbel. Draußen kann er reißen und abblättern, weil Holz arbeitet.

Beizen gibt es wasserbasiert und lösemittelhaltig. Wasserbasierte riechen weniger, stellen aber die Holzfasern auf, die Oberfläche wird rau. Deshalb feuchtet man das Holz oft vorher leicht an, lässt es trocknen und schleift es dann. Lösemittelbeizen dringen meist tiefer ein, brauchen aber gute Lüftung. In beiden Fällen lohnt es sich, bei einem System eines Herstellers zu bleiben. Wer Marken mischt, erlebt häufig, dass Schichten schlechter trocknen oder nicht halten.

Ein wichtiger Hinweis für Bauholz: Beize ersetzt keinen vorbeugenden Holzschutz gegen Insekten und Pilze. Für tragende Bauteile im Dachstuhl regelt die DIN 68800, wann und wie Holz geschützt werden muss. Soll ein Balken geschützt und zugleich farbig behandelt werden, prüfen Sie Reihenfolge und Verträglichkeit der Produkte in den technischen Merkblättern.

Noch ein Punkt für außen: Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, gehören Dachuntersicht, Balkonverkleidung oder Fassade meist zum Gemeinschaftseigentum. Einen neuen Farbton stimmen Sie dann vorher mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft ab. Manche Gemeinden schreiben in Bebauungsplänen oder Gestaltungssatzungen auch Farben vor, im Zweifel fragen Sie beim Bauamt nach.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist neues, trockenes und glattes Schnittholz, das vor der Montage auf Böcken liegt. Es lässt sich von allen Seiten behandeln, auch an den Stirnseiten, und die Arbeit geht zügig. Mehr Aufwand und damit höhere Kosten entstehen in diesen Fällen:

  • Das Holz ist schon montiert und schlecht erreichbar, etwa Deckenbalken oder die Dachuntersicht
  • Auf der Oberfläche sind alter Lack, Öl oder Lasur, die abgeschliffen werden müssen
  • Das Holz ist vergraut, bemoost oder hat Schimmel
  • Die Bauteile sind verwinkelt, mit vielen Verbindungen, Kanten und Ecken, an denen von Hand gearbeitet wird
  • Die Umgebung muss abgedeckt werden, zum Beispiel Fassade, Fenster oder Boden
  • Der neue Farbton soll genau zu älterem Holz passen

Arbeiten in der Höhe, etwa an Dachuntersicht oder Giebel, gehören in die Hände eines Betriebs mit Gerüst oder Hebebühne und Erfahrung in sicherem Arbeiten in der Höhe.

Fehler, die Farbton und Haltbarkeit ruinieren

Holz zeigt jeden Fehler in der Vorbereitung. Häufig sieht man, dass die Beize direkt auf staubiges oder fettiges Holz kommt. Fettige Stellen bleiben dann hell, offene Fasern werden dunkel. Ähnlich wirken Reste alter Anstriche, aus denen Flecken entstehen.

Weitere typische Fehler:

  • Schleifen quer zur Faser, die Beize macht jeden Kratzer sichtbar
  • Beizen von feuchtem Holz, was zu Blasen und abblätternder Schutzschicht führt
  • Keine Farbprobe, obwohl Fichte, Kiefer und Eiche dieselbe Beize sehr unterschiedlich annehmen
  • Unbehandelte Stirnseiten, die besonders viel Wasser ziehen
  • Keine Schutzschicht nach dem Beizen, sodass die Farbe draußen schnell verblasst
  • Zu hoher Wasserdruck beim Reinigen, der die weichen Fasern aufreißt

Warum wirkt Nadelholz oft fleckig? Fichte und Kiefer haben härteres Spätholz und weicheres Frühholz, die Beize unterschiedlich stark aufsaugen. Einige Hersteller bieten dafür einen Ausgleichsgrund an, der die Saugfähigkeit angleicht.

Anleitung für Heimwerker: Schnittholz vor der Montage beizen

Kleinere Mengen Holz, die noch nicht verbaut sind, können Sie gut selbst beizen. Arbeiten Sie draußen im Schatten oder in einem gut gelüfteten Raum. Bei lösemittelhaltigen Produkten tragen Sie Handschuhe und Atemschutz nach den Angaben auf der Verpackung.

  1. Holz so auf Böcke legen, dass alle Seiten erreichbar sind.
  2. Prüfen, ob das Holz trocken und frei von Schimmel und Rissen ist.
  3. Oberfläche abbürsten und Harz an den Ästen mit passendem Verdünner entfernen.
  4. Holz in Faserrichtung schleifen, bei wasserbasierter Beize vorher leicht anfeuchten und trocknen lassen.
  5. Staub absaugen und die Fläche mit einem trockenen Tuch abwischen.
  6. Farbprobe auf einem Reststück desselben Holzes machen und trocknen lassen.
  7. Beize mit Pinsel oder Tuch in Faserrichtung auftragen, jedes Brett in einem Zug über die ganze Länge.
  8. Stirnseiten und Kanten mitbehandeln.
  9. Beize nach Herstellerangabe trocknen lassen.
  10. Schutzschicht aus Lack, Öl oder Lasur in der vom Hersteller empfohlenen Anzahl auftragen.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Sehen Sie sich die Oberfläche bei Tageslicht und von der Seite an, so fällt am meisten auf. Bei der Abnahme lohnt sich ein Blick auf diese Punkte:

  • Der Farbton ist gleichmäßig und entspricht dem vereinbarten Muster
  • Auf der Fläche gibt es keine Flecken, Streifen oder Ansätze
  • Kratzer vom Schleifen quer zur Faser sind nicht zu sehen
  • Die Oberfläche ist glatt, ohne aufgestellte Fasern und ohne Staub im Anstrich
  • Stirnseiten, Kanten und Verbindungen sind genauso behandelt wie die Flächen
  • Die Schutzschicht ist aufgetragen und klebt nicht
  • Die Umgebung ist sauber, ohne Beizspritzer auf Fassade, Fenstern oder Boden
  • Sie wissen, welche Produkte verwendet wurden und wie Sie das Holz pflegen

Häufige Fragen

Fast immer. Auch neues Schnittholz hat vom Sägen raue Fasern und saugt ungleichmäßig. Bei neuem Holz reicht ein feiner Schliff, ältere Flächen mit Anstrichresten brauchen einen gründlicheren.

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