Für die Montage der Sparren zahlen Sie laut aktueller Preisliste 10,26 € pro lfm Arbeitsleistung. Mauerlatte, Zangen, Pfetten, Lattung und Dachschalung kommen separat dazu. Hat Ihr Dach mehrere Kehlen und Grate, dauert die Montage länger und der Preis steigt.
Leistungsarten und ihre Preise
Grundlegendes tragendes Element des Dachstuhls, das in das Umfassungsmauerwerk verankert wird. Ihre exakte Lage und Befestigung bestimmen die Geometrie des gesamten Dachs.
Hauptragender Teil der Dachkonstruktion. Abstand und Querschnitt der Sparren entwirft der Statiker nach Spannweite und Belastung des Dachs.
Verbinden gegenüberliegende Sparren und verhindern deren Ausknicken. Sie werden in der Höhe gemäß statischem Entwurf montiert.
Bei größerer Dachspannweite stützen sie die Sparren in der Mitte ab und leiten die Last in tragende Stützen oder Trennwände.
Bereitet den Untergrund für die Dachdeckung vor und schafft gleichzeitig einen Luftspalt zur Hinterlüftung unter der Deckung.
Flächige Schalung aus Brettern oder Platten, die unter einer Blecheindeckung oder als Untergrund für weitere Dachschichten verwendet wird.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dachstuhl | ||||
| Montage Sparren | lfm | 10,26 € | - | |
| Montage Holzbalkendecke | lfm | - | ||
| Montage klassischer Dachstuhlkonstruktionen | lfm | - | ||
| Montage Dachstuhl aus Nagelplattenbindern | m² | - | ||
| Montage Mauerlatte | lfm | 13,68 € | - | |
| Montage Zangen | lfm | 8,55 € | - | |
| Montage Pfetten / Stützen | lfm | 11,97 € | - | |
| Dachstuhlarbeiten Satteldach | m² | - | ||
| Dachstuhl richten (Walmdach / Zeltdach) | m² | - | ||
| Demontage | ||||
| Demontage des alten Dachstuhls | m² | - | ||
| Demontage Dachschalung | m² | 2,05 € | - | |
| Demontage Dachlattung bei geneigtem Dach | m² | 3,42 € | - | |
| Demontage gebundener Dachstuhlkonstruktionen | lfm | 2,57 € | - | |
| Dämmungen | ||||
| Verlegung Dampfsperre | m² | 3,42 € | - | |
| Verlegung Unterspannbahn | m² | - | ||
| Holzschutz | ||||
| Beizen und Reinigen des Holzes | m² | 3,25 € | - | |
| Holzimprägnierung (Anstrich / Spritzen) | m² | 5,13 € | - | |
| Schalung und Lattung | ||||
| Montage diffusionsoffene Folie | m² | 3,42 € | - | |
| Dachlattung | m² | 6,84 € | - | |
| Lattung und Konterlattung | m² | 3,25 € | - | |
| Konterlattung | m² | 5,13 € | - | |
| Dachschalung aus OSB / gehobelten Brettern | m² | 13,68 € | - | |
| Montage Holzschalung | m² | 7,53 € | - | |
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur tragende Konstruktion Mauerlatte 20 lfm, Sparren 60 lfm und Zangen 20 lfm | 1060,20 € |
| Dachstuhl mit Verbänden und Lattung Konstruktion wie oben, ergänzt um 10 lfm Pfetten und Lattung samt Konterlattung auf der gesamten Fläche | 1504,90 € |
| Komplette Konstruktion mit Unterspannbahn und Imprägnierung Konstruktion wie oben, zuzüglich Montage einer diffusionsoffenen Folie auf der gesamten Fläche und Imprägnierung aller Holzelemente | 2770,30 € |
Vorbereitung vor der Dachstuhlmontage
Der Zimmermann prüft, ob das Umfassungsmauerwerk unter der Mauerlatte waagrecht ist und die Maße stimmen. Unebenheiten gleicht er vor der Montage durch Unterlegen oder Vergießen aus.
Vor der Montage bekommt das Konstruktionsholz einen Imprägnieranstrich. Der schützt es vor Schimmel, Pilzen und holzzerstörenden Insekten.
Der Zimmermann verankert die Mauerlatte mit chemischen oder mechanischen Ankern im Mauerwerk, je nachdem, was die Statik vorgibt. Dabei achtet er genau darauf, dass sie exakt waagrecht liegt.
Der Zimmermann setzt die Sparren nach Plan in gleichen Abständen und mit gleicher Neigung. An der Mauerlatte befestigt er sie mit Winkeln oder Zimmermannsverbindungen.
Die Zangen kommen genau in die Höhe, die die statische Berechnung vorgibt. Sie steifen den ganzen Dachstuhl aus und verhindern, dass die Sparren ausknicken.
Arbeitsablauf
- 01Baustelle ansehen, Mauerwerk prüfen und die Projektunterlagen für den Dachstuhl übernehmen.
- 02Holz gegen Schimmel und holzzerstörende Insekten imprägnieren.
- 03Mauerlatte rund um das Gebäude setzen und befestigen.
- 04Sparren und Zangen nach statischem Entwurf montieren.
- 05Bei größerer Spannweite des Dachs Pfetten und Stützen einbauen.
- 06Diffusionsoffene Unterspannbahn verlegen, Lattung und Konterlattung anbringen.
- 07Dach dort einschalen oder verkleiden, wo die Konstruktion es verlangt.
- 08Vor der Übergabe an den Dachdecker Geometrie, Gefälle und Befestigung prüfen.
5 häufige Fehler
Liegt die Mauerlatte uneben oder ist sie ungenau befestigt, zieht sich der Fehler durch den ganzen Dachstuhl. Die Folge sind schiefe Sparren und Ärger bei der Dachdeckung.
Ist die Konstruktion zu schwach ausgelegt, kann sie sich unter Schnee und Wind zu stark durchbiegen. Querschnitt und Abstand der Sparren müssen deshalb aus dem statischen Entwurf kommen.
Unbehandeltes Holz bekommt leicht Schimmel und wird von holzzerstörenden Insekten befallen. Das gilt besonders, wenn die Konstruktion vor dem Eindecken viel Feuchtigkeit abbekommt.
Fehlt der Spalt zwischen Lattung und Konterlattung, schlägt sich Feuchtigkeit unter der Dachdeckung nieder. Das schädigt die Holzkonstruktion dauerhaft.
Sitzen Grat- und Kehlsparren nicht genau, verlaufen die Dachlinien schief. Auch beim Verlegen der Dachdeckung gibt es dann Probleme.
Wie der Dachstuhl das Dach trägt
Der Dachstuhl ist das Gerippe des Daches. Er trägt die Deckung mit allen Schichten, dazu Schnee und Wind, und leitet dieses Gewicht weiter in die Außenwände und die tragenden Innenwände. Eine gute Planung achtet aber nicht nur darauf, dass kein Balken bricht. Das Dach darf sich nicht durchbiegen, die Sparren dürfen nicht seitlich auseinanderlaufen, und die ganze Konstruktion muss auch Wind aushalten, der das Dach nicht nur nach unten drückt, sondern auch anhebt. Fachleute nennen das Windsog. Viele denken daran zu wenig, vor allem bei leichten Blechdächern. Schwere Dachziegel halten das Dach von selbst unten, ein leichtes Blech tut das nicht.
Warum zeigen sich manchmal Risse direkt unter dem Dach? Schräge Sparren drücken mit ihren Füßen ganz natürlich nach außen. Diese Kraft muss etwas auffangen: Kehlbalken, Zangen, die Decke oder ein Ringbalken aus Stahlbeton. Entfernt jemand bei einer Sanierung ein Bauteil, das genau diese Arbeit erledigt hat, etwa beim Öffnen des Dachgeschosses bis unter den First, kann die Außenwand unter der Mauerlatte nach außen wandern. Typisch sind dann schräge Risse in den Raumecken knapp unter dem Dach.
Kehlbalkendach, Pfettendach und Binderdach
Beim Kehlbalkendach bilden zwei Sparren, verbunden durch einen Kehlbalken, einen steifen Rahmen in Form eines A, ganz ohne Stützen in der Mitte. Diese Bauart passt zu steileren Satteldächern mit kleinerer Spannweite, als grober Richtwert bis etwa acht bis neun Meter, je nach Neigung und Belastung. Der Dachraum bleibt frei, und an den Kehlbalken wird oft die Unterdecke befestigt.
Das Pfettendach sehen Sie in Deutschland auf sehr vielen Einfamilienhäusern, auf älteren wie auf neueren. Die Sparren liegen auf waagerechten Pfetten, diese ruhen auf den Stützen eines sogenannten stehenden Stuhls, und Zangen verbinden Sparren und Stützen zu einem festen Gefüge. So lassen sich größere Spannweiten überbrücken. Wer das Dachgeschoss ausbauen will, muss die Stützen aber bei der Raumaufteilung einplanen. Bei Walmdächern kommen Grat- und Kehlsparren dazu, an die kürzere Sparren, die Schifter, anschließen. Hier zählt genaues Aufmessen und Zuschneiden, denn davon hängt ab, ob die Dachflächen später eben liegen.
Ein Binderdach besteht aus industriell gefertigten Fachwerkbindern. Sie sind aus schlankerem Holz, und die Knoten halten Nagelplatten aus Stahl mit eingepressten Dornen zusammen. Der Lieferant berechnet und fertigt die Binder nach Plan, auf die Baustelle kommen sie fertig. Für sie gilt eine Regel ohne Ausnahme: Auf der Baustelle wird nicht nachträglich gesägt oder gebohrt, und keine Diagonale darf fehlen. Jeder einzelne Stab ist Teil der Berechnung. Normale Binder füllen den ganzen Dachraum aus. Es gibt aber auch Binder, die in der Mitte Platz für einen nutzbaren Raum lassen.
Bauholz: Feuchte, Festigkeitsklasse und KVH
Der Tragwerksplaner, also der Statiker, rechnet die Querschnitte für eine bestimmte Festigkeitsklasse des Holzes, bei Dachstühlen meist C24 nach DIN EN 338. Holz direkt aus dem Sägewerk, das niemand sortiert hat, muss diese Festigkeit nicht erreichen. Bauholz sollte deshalb nach DIN EN 14081 sortiert und gekennzeichnet sein. Wenn das Holz angeliefert wird, werfen Sie einen Blick auf den Lieferschein: Dort sollten Festigkeitsklasse und CE-Kennzeichnung stehen.
Frisch gesägte Fichte hat oft eine Holzfeuchte von über 30 Prozent. Trocknet sie erst im fertigen Dach, schwindet sie, verdreht sich und reißt. Verbindungen lockern sich, und die Dachflächen werden wellig. Für Dachstühle empfiehlt sich daher Holz mit einer Feuchte von in der Regel höchstens 20 Prozent. Konstruktionsvollholz (KVH) wird technisch auf etwa 15 Prozent getrocknet, gehobelt und an den Kanten gefast. Es verzieht sich weniger, und Insekten befallen es nicht so gern. Brettschichtholz (BSH) kommt dort zum Einsatz, wo größere Spannweiten nötig sind oder die Balken im Wohnraum sichtbar bleiben sollen.
In der Praxis sieht man oft, dass das Holz wochenlang direkt auf dem Boden und ohne Abdeckung auf der Baustelle liegt. Bauholz gehört auf Unterlagen über dem Gelände, die Lagen werden mit Stapellatten getrennt und so abgedeckt, dass unter der Plane Luft zirkulieren kann.
Holzschutz mit Chemie und durch kluge Konstruktion
Die DIN EN 335 teilt Holz in die Gebrauchsklassen 1 bis 5 ein, je nachdem, wie stark es Feuchtigkeit ausgesetzt ist. In Deutschland ergänzt die DIN 68800 diese Regeln für den Holzschutz am Bau. Ein Dachstuhl im trockenen Dachraum gehört zu den unteren Klassen, eine Pergola im Regen zu den oberen. Nach der Klasse richten sich Schutzmittel und Verfahren. Ein Anstrich oder Sprühen schützt nur eine dünne Schicht an der Oberfläche, Tauchen dringt tiefer ein, und eine Kesseldruckimprägnierung im Werk hält deutlich länger. Denken Sie daran: Jedes Kürzen und jedes Bohrloch auf der Baustelle legt ungeschütztes Holz frei. Schnittflächen und Zapfen werden deshalb nachträglich gestrichen.
Eine Imprägnierung gegen Pilze und Insekten ist kein Brandschutz. Einen Brandschutzanstrich verlangt das Brandschutzkonzept nur bei bestimmten Gebäuden, und er wird mit einem eigenen Mittel ausgeführt. Keine Chemie rettet allerdings Holz, das dauerhaft nass ist. Baulicher Holzschutz heißt deshalb vor allem drei Dinge: Das Holz berührt weder Beton noch Erdreich, Wasser läuft schnell ab, und Luft kann das Holz umströmen.
Statik, Schnee und Wind
Die Schneelast wird in Deutschland nach DIN EN 1991-1-3 mit nationalem Anhang bestimmt. Er teilt das Land in Schneelastzonen ein und berücksichtigt auch die Höhe über dem Meer. Dasselbe Haus bekommt am Niederrhein andere Sparrenquerschnitte als im Allgäu oder im Erzgebirge. Der Statiker bezieht außerdem das Gewicht der Deckung, die Dachneigung, windgeschützte Stellen, an denen sich Schnee sammelt, und die Windlast mit ein.
Den statischen Nachweis erstellt ein Tragwerksplaner, nicht der Zimmerer und nicht der Bauherr. Sie brauchen ihn auch, wenn Sie ein bestehendes Dach verändern: wenn eine leichte Deckung durch Betondachsteine ersetzt wird, wenn eine Photovoltaikanlage aufs Dach kommt, wenn eine Gaube entsteht oder wenn für den Dachausbau Stützen entfernt werden sollen. Gerade bei Photovoltaik wird oft nur an das zusätzliche Gewicht gedacht. Über die Halterungen leitet die Anlage aber auch Windkräfte in die Sparren.
Verbindungen, Verankerung und Anschluss ans Mauerwerk
Beim Neubau wird die Mauerlatte meist mit Gewindestangen oder Ankern im Ringbalken befestigt, Art und Abstand legt der Statiker fest. Zwischen Beton und Holz kommt eine Sperrbahn, damit das Holz keine Feuchtigkeit aus dem Beton zieht. Die Sparren werden mit einer Kerbe, der Kerve, auf die Mauerlatte gesetzt und mit Winkelverbindern oder Sparrenpfettenankern befestigt. Diese halten den Sparren auch dann fest, wenn der Wind an ihm zieht.
Klassische Zimmermannsverbindungen wie Zapfen, Blattverbindungen oder Schwalbenschwanz finden Sie an älteren Dachstühlen bis heute, und gut gemacht halten sie sehr lange. Im Neubau setzen sich immer mehr Stahlverbinder durch. Wichtig ist, dass der Zimmerer genau die Schrauben oder Nägel in der Art und Anzahl einsetzt, mit der der Statiker gerechnet hat. Gewöhnliche Spax-Schrauben aus dem Baumarkt ersetzen keine zugelassenen Verbindungsmittel.
Was über dem Dachstuhl liegt und was darunter
Ein Steildach funktioniert nur, wenn die Schichten in der richtigen Reihenfolge liegen. Auf den Sparren liegt eine diffusionsoffene Unterdeckbahn, darauf die Konterlatten in Richtung der Sparren und erst darauf die Dachlatten für die Ziegel. Die Konterlatten schaffen einen belüfteten Spalt zwischen Bahn und Deckung, durch den Feuchtigkeit von der Traufe zum First abzieht. Nagelt jemand die Dachlatten direkt auf die Bahn, staut sich Wasser, das unter die Ziegel gelangt, an der Latte und läuft in die Konstruktion. Lassen Sie die Bahn außerdem nicht länger offen liegen, als der Hersteller erlaubt, denn UV-Licht macht sie kaputt.
Eine durchgehende Holzschalung ist unter Stehfalzblech, unter Bitumenschindeln und bei manchen flachen Neigungen nötig. Soll im Dachgeschoss gewohnt werden, kommt zwischen die Sparren eine Wärmedämmung und auf der Raumseite eine Dampfbremse. Ihre Stöße und die Anschlüsse an die Wände werden luftdicht verklebt. Warum ist das so wichtig? Wasserdampf aus der Wohnung, der durch eine undichte Stelle schlüpft, kondensiert im Winter in der Dämmung und am Holz. Bei einer Dachsanierung stellt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zudem Anforderungen an die Dämmung, und für die energetische Sanierung gibt es Förderprogramme über KfW und BAFA. Klären Sie Einzelheiten vorab mit einem Energieberater, bevor Aufträge vergeben werden.
Der alte Dachstuhl und das Thema Asbest
Bei einem älteren Haus, ob Altbau aus der Gründerzeit oder Siedlungshaus aus den Fünfzigern, lohnt es sich, den Dachstuhl Stück für Stück anzuschauen, bevor eine neue Deckung draufkommt. Ovale Ausfluglöcher, feines Bohrmehl und Holz, das unter der Oberfläche braun wird, können auf den Hausbock oder auf Fäulnis hindeuten. Ob das Holz noch gesund ist, prüfen Sie mit einem spitzen Werkzeug: Weiches Holz gibt leicht nach. Schadhafte Stellen lassen sich durch Anlaschen ersetzen. Dabei wird das schlechte Stück herausgeschnitten und ein neues angesetzt. Den ganzen Dachstuhl tauscht man nur, wenn der Schaden großflächig ist.
Auf alten Dächern liegen oft Asbestzementplatten, im Volksmund nach dem Markennamen Eternit genannt. Ausbauen darf sie nur ein Fachbetrieb mit entsprechender Sachkunde nach TRGS 519, der die Arbeiten vorher bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde anzeigt. Der Abfall wird als gefährlicher Abfall entsorgt. Wer die Platten selbst bricht, schneidet oder vom Dach wirft, setzt Asbestfasern in der Umgebung frei, auch beim Nachbarn.
Pergolen, Gartenhäuser und Carports
Bei freistehenden Holzbauten passieren die meisten Fehler dort, wo Holz auf den Boden trifft. Betonieren Sie Pfosten nicht ein und graben Sie sie nicht direkt ins Erdreich. Sie gehören in Pfostenträger aus Stahl, die in Betonfundamenten verankert sind, sodass die Unterseite des Holzes über dem Gelände bleibt und Wasser abtropfen kann. Die oberen Enden der Balken schrägen Sie ab oder decken sie ab, denn Hirnholz saugt Wasser viel schneller auf als die Seiten eines Balkens.
Hat die Pergola ein festes Dach, etwa aus Polycarbonat, trägt sie bereits Schnee, und der Wind drückt dagegen. Sie braucht also ausreichend bemessene Hölzer und Aussteifungen, die sie senkrecht halten. Wird sie an eine gedämmte Fassade mit WDVS angeschlossen, muss die Befestigung so durch die Dämmung geführt werden, dass diese unbeschädigt bleibt und keine Wärmebrücke entsteht. Dafür gibt es spezielle Montageelemente. Ob ein Bau genehmigungsfrei ist, angezeigt werden muss oder eine Baugenehmigung braucht, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes, und die Unterschiede sind beachtlich. Fragen Sie bei Pergola, Carport oder einer Änderung der Dachform vorher beim Bauamt nach. Auch Abstandsflächen zur Grundstücksgrenze und ein Bebauungsplan können eine Rolle spielen. Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen, stimmen Sie jeden Eingriff ins Dach mit der Hausverwaltung und der Eigentümergemeinschaft (WEG) ab.
Anleitung für Heimwerker: Schutzanstrich einer Holzpergola erneuern
Die Lasur an einer Pergola oder einem Gartenhaus auffrischen, das schaffen Sie auch ohne Zimmererausbildung. An tragende Teile gehen Sie dabei aber nicht heran, und von der Leiter arbeiten Sie nur in sicherer Höhe und mit einer zweiten Person in der Nähe.
- Einen trockenen Tag ohne pralle Sonne wählen, mit einer Temperatur im Bereich, den der Hersteller angibt, und frühestens einen Tag nach dem letzten Regen.
- Das Holz mit einem Schraubendreher anstechen, vor allem an den Pfostenfüßen und an den oberen Balkenenden, und weiche oder morsche Stellen vom Zimmerer beurteilen lassen.
- Die Oberfläche mit einer Bürste von Staub, Spinnweben, Moos und abblätternder Farbe befreien.
- Vergraute und raue Stellen mit Schleifpapier in Faserrichtung anschleifen und den Staub abkehren.
- Pflaster, Pflanzen und die angrenzende Hauswand mit Folie abdecken.
- Eine dünne Schicht Lasur derselben Art wie der alte Anstrich mit dem Pinsel in Faserrichtung auftragen.
- Balkenenden, Verbindungen und Stellen an Beschlägen, an denen Wasser stehen bleibt, besonders sorgfältig streichen.
- Die nächste Schicht erst nach der Trocknungszeit laut Hersteller auftragen und prüfen, ob Wasser an den Pfostenfüßen frei ablaufen kann.
So nehmen Sie den Dachstuhl ab
Nehmen Sie den Dachstuhl ab, bevor Unterdeckbahn und Ziegel draufkommen, solange noch alles sichtbar ist. Prüfen Sie:
- Querschnitte, Abstände und Lage der Hölzer entsprechen Plan und Statik
- Das Holz hat die angegebene Festigkeitsklasse und ist nicht sichtbar nass, verdreht oder befallen
- Die Mauerlatte liegt waagerecht, ist nach Plan verankert und durch eine Sperrbahn vom Beton getrennt
- Die Sparren liegen in einer Ebene, und der First ist gerade, wenn Sie am Dach entlangschauen
- Winkelverbinder, Sparrenpfettenanker und Anker sind mit allen vorgesehenen Schrauben oder Nägeln befestigt
- Schnittflächen und Zapfen sind nachträglich imprägniert
- Bei Bindern ist kein Stab angesägt, angebohrt oder weggelassen
- Am Schornstein hält das Holz den Brandschutzabstand nach Plan und Herstellerangaben ein, im Zweifel fragen Sie den Schornsteinfeger
- Lieferschein des Holzes, Nachweis der Imprägnierung und Fotos der Verankerung liegen Ihnen vor
Tragen Sie alle Mängel ins Abnahmeprotokoll ein, bevor der Dachstuhl geschlossen wird. Liegen die Ziegel erst einmal, lässt sich eine Verankerung nur noch nachbessern oder ein Balken nur noch tauschen, wenn ein Teil der Deckung wieder herunterkommt.
Häufige Fragen
Laut aktueller Preisliste kostet die Montage der Sparren 10,26 € pro lfm Arbeitsleistung. Welchen Querschnitt und Abstand die Sparren brauchen, legt der statische Entwurf je nach Dachtyp und Neigung fest.
Die Montage der Mauerlatte kostet 13,68 € pro lfm Arbeitsleistung. Darin sind der Einbau und die Verankerung im Umfassungsmauerwerk enthalten.
Für Lattung und Konterlattung des Dachs zahlen Sie 3,25 € pro m² Arbeitsleistung.
Gesetzlich ist das nicht immer vorgeschrieben, in der Praxis wird es bei Konstruktionsholz aber fast immer verlangt. Die Imprägnierung schützt das Holz über die gesamte Lebensdauer des Dachs vor Schimmel und holzzerstörenden Insekten.
Das macht der Statiker. Er berechnet die tragende Konstruktion aus der Schnee-, Wind- und Eindeckungslast. Der Zimmermann baut den Dachstuhl dann genau nach diesem Entwurf.
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