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Elektroinstallation in der 1-Zimmer-Wohnung: Rohinstallation und Endmontage

Eine neue Elektroinstallation in der 1-Zimmer-Wohnung ist eine typische Arbeit bei der Sanierung eines Apartments im Mehrfamilienhaus, im Altbau oder im Plattenbau. Die alten Leitungen sind oft mehrere Jahrzehnte alt.

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Roh- und Feininstallation
2304,00 €
Richtwert-Spanne
2304,00 € - 2304,00 €
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Preisverzeichnis Bauarbeiten: Elektroinstallation in der 1-Zimmer-Wohnung: Rohinstallation und Endmontage

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Elektroinstallation5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Pauschalpakete
Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.2.304,00 € / Stk.Stk.Menge eingeben-
Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.2.688,00 € / Stk.Stk.Menge eingeben-
Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.2.976,00 € / Stk.Stk.Menge eingeben-
Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.Stk.-
Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.Stk.-
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Was Rohinstallation und Endmontage in der 1-Zimmer-Wohnung bedeuten

Elektriker teilen die Arbeit in zwei Abschnitte. Dazwischen arbeiten andere Gewerke.

Rohinstallation heißt: Die Arbeit passiert vor Putz, Spachtel und Fliesen. Der Elektriker zeichnet die Leitungswege an, fräst die Schlitze, setzt die Dosen für Schalter und Steckdosen, zieht die Kabel und bereitet den Platz für den Wohnungsverteiler vor. Am Ende schauen nur noch Kabelenden aus der Wand.

Endmontage, im Fachjargon auch Feininstallation genannt, kommt erst nach dem Streichen, wenn die Wände fertig sind. Dann werden Schalter- und Steckdoseneinsätze mit Rahmen montiert, die Schutzschalter im Verteiler angeschlossen, die Anschlüsse für Leuchten, Herd und eventuell Durchlauferhitzer oder Boiler hergestellt und die ganze Anlage gemessen.

In der 1-Zimmer-Wohnung geht es meist um Flur, ein Wohn- und Schlafzimmer, Küche oder Kochnische und ein Bad, in dem das WC oft gleich mit untergebracht ist. Ob das Paket Material, das Zuputzen der Schlitze, die Leuchtenmontage und die Prüfung enthält, ist von Betrieb zu Betrieb verschieden. Lesen Sie das Angebot Position für Position durch.

Was die 1-Zimmer-Wohnung von größeren Wohnungen unterscheidet

Bei NUMIQ hat jede Wohnungsgröße eine eigene Position. Der Unterschied liegt nicht nur in den Metern Kabel. Mit jedem Zimmer ändern sich auch der Verteiler, die Zahl der Stromkreise, der Zeitbedarf und die Organisation.

  • 1-Zimmer-Wohnung (diese Position): kleine Fläche, kurze Wege, ein Wohnraum. Der größte Teil der Arbeit steckt in Küche und Bad, nicht im Zimmer. Der Verteiler ist kleiner, in der Regel kommt man mit rund zehn Stromkreisen aus. Die Rohinstallation schafft ein Zweierteam meist in wenigen Tagen.
  • 2-Zimmer-Wohnung: Ein Zimmer kommt dazu und damit mindestens ein weiterer Licht- und Steckdosenkreis. Der Verteiler braucht mehr Plätze, die Wege vom Flur werden länger.
  • 3-Zimmer-Wohnung: Die Stromkreise werden nach Räumen und Bereichen aufgeteilt. Ein größerer Verteiler ist eher die Regel, und bei höherem Bedarf stellt sich die Frage nach dem Hausanschluss und der Absicherung vor dem Zähler.
  • 4- und 5-Zimmer-Wohnung: viele Stromkreise, oft zwei Bäder, eine größere Küche, Netzwerk in mehrere Zimmer. Die Arbeit dauert deutlich länger, ohne genauen Plan geht schnell der Überblick verloren.

Die kleine Wohnung hat eine Besonderheit: Die Küche macht einen großen Teil des Verbrauchs und der Steckdosen aus. Kochfeld, Backofen, Spülmaschine, Kühlschrank, Mikrowelle, Wasserkocher und oft auch die Waschmaschine stehen auf wenigen Metern. Sparen Sie deshalb nicht an eigenen Stromkreisen für die Küche, nur weil die Wohnung klein ist. Bei einem Apartment mit Kochnische im Zimmer lohnt es sich, genau zu überlegen, wo die Küchenzeile steht und wo Bett oder Sofa, denn oft dient dieselbe Wand beidem.

Wenn Sie zwischen dieser Position und der 2-Zimmer-Variante schwanken, zählt die tatsächliche Zahl der Wohnräume. Eine Wohnung mit einem Zimmer, separater Küche und Bad bleibt eine 1-Zimmer-Wohnung. Die Küche zählt nicht als Zimmer, auch wenn dort ein paar Steckdosen mehr nötig sind.

Vorbereitung: Was vor dem ersten Termin feststehen muss

Plan für Steckdosen, Schalter und Licht

In der Praxis kommt der Elektriker oft in die leere Wohnung, und der Eigentümer zeigt die Steckdosenplätze direkt an der Wand. Das geht, aber eine einfache Skizze je Raum hilft sehr:

  • Wo die Küchenzeile steht, wie hoch die Arbeitsplatte wird und wo die Geräte hinkommen
  • Wo Bett, Sofa, Fernseher und Schreibtisch stehen
  • Ob die Waschmaschine ins Bad oder in die Küche kommt
  • Wo die Deckenleuchte hängt und ob Sie Licht über der Arbeitsplatte, am Spiegel oder im Flur von zwei Stellen schaltbar möchten
  • Ob Sie ein Netzwerkkabel zu Fernseher und Router, eine Klingel oder eine Gegensprechanlage brauchen

Die Küche sollte vor der Rohinstallation vom Küchenstudio geplant sein. Eine Steckdose hinter dem Schrank oder ein Herdanschluss auf der falschen Seite lässt sich später nur mit Stemmen im frischen Putz korrigieren.

Mehrfamilienhaus, Hausverwaltung und WEG

Im Mehrfamilienhaus gehört Ihnen nicht alles. Der Zählerschrank im Treppenhaus oder Keller, die Steigleitung und die Absicherung vor dem Zähler gehören zum Gemeinschaftseigentum oder zum Netzbetreiber und sind meist verplombt. Sprechen Sie vor Beginn mit der Hausverwaltung. So erfahren Sie, wer die Zuleitung zur Wohnung abschalten darf, welche Ruhezeiten die Hausordnung vorsieht und wohin der Bauschutt kommt. Eingriffe ins Gemeinschaftseigentum brauchen in der Regel die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Wohnen Sie zur Miete, klären Sie die Arbeiten vorher mit dem Vermieter.

Brauchen Sie mehr Leistung, etwa weil Induktionskochfeld und elektrischer Durchlauferhitzer gleichzeitig laufen sollen, läuft das über einen beim Netzbetreiber eingetragenen Elektroinstallateur und den Netzbetreiber, nie in Eigenregie.

Bauamt und Landesbauordnung

Der Austausch der Elektroinstallation an sich ist ein normaler Teil der Sanierung. Wenn Sie aber gleichzeitig Wände entfernen, neue Durchbrüche schaffen oder den Grundriss ändern, prüfen Sie, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes dafür verlangt. Bei tragenden Wänden ist ein Statiker gefragt. Fragen Sie im Zweifel beim örtlichen Bauamt nach, bevor die Arbeiten beginnen.

Was in der Wohnung bereit sein sollte

Die Wohnung sollte leer geräumt und zugänglich sein, und für das Werkzeug wird Baustrom gebraucht. Den richtet der Elektriker meist selbst als provisorische Steckdose am Verteiler ein. Hilfreich ist es, zu wissen, wo Wasser- und eventuell Gasleitungen verlaufen, damit beim Fräsen nichts beschädigt wird. Riechen Sie Gas, verlassen Sie die Wohnung, betätigen Sie keine Schalter und Geräte und rufen Sie von draußen die 112 oder den Störungsdienst des Netzbetreibers an.

So läuft die Arbeit auf der Baustelle ab

Alte Leitungen abbauen

Zuerst schaltet der Elektriker die Wohnung frei und prüft, dass keine Spannung mehr anliegt. Alter Verteiler, Schalter, Steckdosen und Leuchten kommen heraus. Die alten Leitungen werden entweder herausgerissen oder abgeklemmt und in der Wand gelassen. Im Plattenbau bleiben alte Aluminiumleitungen oft spannungsfrei in den Schlitzen, weil das Herausreißen viel Putz zerstören würde. Wichtig ist, dass kein altes Kabel angeschlossen bleibt und niemand es später aus Versehen nutzt.

Leitungswege anzeichnen, Schlitze und Dosen

Die Leitungen laufen senkrecht und waagerecht, nie schräg. Das hat einen Sicherheitsgrund: Wer später ein Regal anbohrt, kann abschätzen, wo ein Kabel liegen könnte. Diese Installationszonen beschreibt DIN 18015-3. Waagerechte Wege liegen meist knapp unter der Decke oder knapp über dem Boden, senkrechte über und unter den Dosen. Die Schlitze entstehen mit einer Mauernutfräse mit Absaugung, die Dosenlöcher mit einer Bohrkrone, die Dosen werden mit Gips eingesetzt. Die Höhe von Steckdosen und Schaltern legen Sie vorher fest, sie bleibt in der ganzen Wohnung gleich.

Kabel und Wohnungsverteiler

Üblich ist Mantelleitung aus Kupfer, für Lichtkreise meist mit 1,5 mm², für Steckdosenkreise mit 2,5 mm² Querschnitt. Herd oder Kochfeld bekommen in der Regel einen eigenen Drehstromanschluss. Eigene Stromkreise erhalten Waschmaschine, Spülmaschine, Backofen und ein elektrischer Warmwasserbereiter, falls vorhanden. Im Bad gelten Schutzbereiche rund um Wanne und Dusche, in denen keine Steckdosen und Schalter sitzen dürfen. Die Regeln dafür stehen in der Normenreihe DIN VDE 0100, die der Fachbetrieb kennt.

Der Wohnungsverteiler sitzt meist im Flur, wo schon der alte war, weil dort die Zuleitung ankommt. Eingebaut wird ein neuer Kasten mit genug Plätzen und Reserve. Hinein kommen Leitungsschutzschalter für die einzelnen Kreise und Fehlerstromschutzschalter, für Steckdosenkreise in der Regel mit 30 mA Auslösestrom. Je nach Lage kommt ein Überspannungsschutz dazu. Bevor die Schlitze zugeputzt werden, sollten Sie die ganze Wohnung fotografieren, damit Sie später wissen, wo die Kabel laufen.

Endmontage

Nach Putz, Fliesen und Anstrich kommt der Elektriker wieder. Er setzt Schalter- und Steckdoseneinsätze mit Rahmen, schließt Leuchtenauslässe, Herd und Warmwasserbereiter an, verdrahtet und beschriftet den Verteiler. Die Leuchten werden nach Absprache montiert: Mal gehören sie zum Paket, mal wird nur eine Klemme vorbereitet und Sie hängen die Lampen später selbst auf.

Messen und Prüfen

Am Ende wird die Anlage gemessen: Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Auslösen der Fehlerstromschutzschalter, richtiger Anschluss des Schutzleiters. Der Fachbetrieb dokumentiert die Erstprüfung in einem Prüfprotokoll. Ohne diese Prüfung sollte die Anlage nicht in Betrieb gehen. Das Protokoll hilft auch beim Verkauf der Wohnung oder bei einem Schadensfall mit der Versicherung.

Altbau, Plattenbau oder Trockenbau: Wege für die Leitungen

Im Altbau mit Ziegelmauerwerk lassen sich Schlitze recht frei fräsen. Man muss nur auf tragende Wände, Stürze und alte Holzbalkendecken achten. Im Plattenbau sieht es anders aus. Tragende Betonwände sollte man nicht tief schlitzen, vor allem nicht waagerecht, weil das die Konstruktion schwächt und im Beton Bewehrung liegt. Der Elektriker wählt deshalb andere Wege:

  • Alte Schlitze: Das neue Kabel kommt in die Trasse der alten Leitung, wenn deren Zustand es zulässt
  • Fußboden: Wird ein neuer Estrich oder Bodenaufbau gemacht, laufen Kabel in Leerrohren darunter und nur kurz in die Wände hoch
  • Nichttragende Wände: Wände aus Porenbeton, Gipsdielen oder Gipskarton lassen sich leichter schlitzen
  • Vorwände und abgehängte Decken: Im Bad und über der Küchenzeile verschwinden Kabel im Trockenbau, dort werden Hohlwanddosen verwendet
  • Aufputzkanal: Wo es nicht anders geht, hilft ein Kabelkanal, auch wenn er nicht schön aussieht

Im Plattenbau mit Fertigbadzelle wird bei der Sanierung oft das ganze Bad erneuert. Die Elektroinstallation wird dann zusammen mit neuen Trockenbauwänden und Wasserleitungen geplant.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Auch bei gleicher Wohnungsgröße kann der Aufwand sehr unterschiedlich sein. Leichter wird es, wenn:

  • Die Wohnung leer und für grobe Arbeiten vorbereitet ist
  • Ein Küchenplan und eine Möblierungsskizze vorliegen
  • Gleichzeitig neuer Boden und neuer Putz kommen, sodass Schlitze niemanden stören
  • Die Wände aus einem Material sind, das sich gut fräsen lässt
  • Die Zuleitung vom Zählerschrank in Ordnung ist und bleiben kann

Mehr Zeit und Aufwand bedeuten dagegen:

  • Eine bewohnte oder möblierte Wohnung
  • Tragende Betonwände, bei denen Ersatzwege gesucht werden müssen
  • Fertige Fliesen oder Putzflächen, die nicht beschädigt werden dürfen
  • Änderungen in letzter Minute, wenn Dosen nach dem Fräsen versetzt werden
  • Eine beschädigte oder zu schwache Zuleitung, die mit der Hausverwaltung geklärt werden muss
  • Viele Sonderwünsche: mehrere Lichtkreise, LED-Streifen, Netzwerkdosen an jeder Wand

Zusammenspiel mit anderen Gewerken und Zeitbedarf

Der Elektriker gehört an den Anfang der Sanierung. Die übliche Reihenfolge in der 1-Zimmer-Wohnung: Abbrucharbeiten, Rohinstallation Elektro, Wasser- und Abwasserleitungen, Trockenbau, Putz oder Spachtel, Estrich und Fliesen, Malerarbeiten, Endmontage Elektro, Küchenmontage und zum Schluss die Prüfung.

Worauf es bei der Abstimmung ankommt:

  • Sanitär- und Heizungsbauer: Dosen an Waschmaschine und Warmwasserbereiter müssen zu den Wasseranschlüssen passen
  • Fliesenleger: Dosen in der Fliesenfläche sitzen idealerweise mittig in einer Fliese oder sauber auf einer Fuge
  • Küchenstudio: Höhe der Arbeitsplatte und Lage der Geräte bestimmen die Steckdosen
  • Trockenbauer: Kabel für Decke und Vorwände müssen liegen, bevor beplankt wird

Die Rohinstallation dauert in einer 1-Zimmer-Wohnung meist zwei bis vier Arbeitstage für zwei Elektriker, je nach Wandmaterial und Umfang. Zwischen Rohinstallation und Endmontage liegt die Zeit für Putz, Fliesen und Anstrich, oft mehrere Wochen. Die Endmontage mit Messung braucht meist einen Tag. Zugeputzt werden die Schlitze erst nach Kontrolle der Leitungswege. Gips oder Putzmörtel braucht je nach Hersteller einige Stunden bis etwa einen Tag, bis man weiterarbeiten kann.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Zu wenig Steckdosen an der Küchenzeile: Nach einem Jahr liegt die Verlängerung quer über der Arbeitsplatte. In der kleinen Küche sind Steckdosen über der Platte an mehreren Stellen sinnvoll.
  • Alles an einem Stromkreis: Laufen Backofen, Wasserkocher und Waschmaschine gleichzeitig, fliegt die Sicherung. Eigene Kreise für große Geräte verhindern das.
  • Aluminium und Kupfer falsch verbunden: Wird ein neues Kupferkabel ungeeignet an eine alte Aluminiumleitung geklemmt, erwärmt sich die Verbindung und kann einen Brand auslösen. Bei einer Komplettsanierung wird die alte Leitung vollständig abgetrennt.
  • Fehlender Fehlerstromschutzschalter: Alles funktioniert, aber der Schutz vor Stromschlag fehlt. Die Prüfung deckt das auf.
  • Steckdosen hinter Schränken: Eine Dose hinter der Schrankseite oder dem Kühlschrank ist nutzlos. Ohne Küchenplan passiert das leicht.
  • Schalter hinter der Tür: Öffnet die Tür zur Schalterseite, sucht man ihn hinter dem Türblatt. Prüfen Sie den Anschlag der Türen vorher.
  • Unbeschrifteter Verteiler: Nach einem Jahr weiß niemand mehr, welche Sicherung zum Bad gehört. Die Beschriftung gehört zur Übergabe.
  • Keine Fotos: Beim Aufhängen eines Regals wird ein Kabel angebohrt. Fotos der Leitungswege vor dem Zuputzen kosten kaum Mühe.

Warum zeigen sich manche Fehler erst später? Eine neue Anlage leuchtet und funktioniert auf den ersten Blick. Schwachstellen zeigen sich erst unter Last im Alltag, zum Beispiel im Winter, wenn Heizlüfter, Backofen und Waschmaschine gleichzeitig laufen.

Prüfung und Abnahme der fertigen Arbeit

Lassen Sie sich bei der Abnahme den Verteiler zeigen und gehen Sie die Wohnung Raum für Raum durch. Drücken Sie die Prüftaste des Fehlerstromschutzschalters, er sollte sofort abschalten. Schalten Sie alle Lampen ein und probieren Sie jeden Schalter aus. An den Steckdosen können Sie ein normales Gerät oder einen einfachen Steckdosentester anschließen. In die Anlage selbst greifen Sie nicht ein, das ist Sache der Elektrofachkraft.

  • Das Prüfprotokoll der Erstprüfung liegt vor und ist vom Fachbetrieb unterschrieben
  • Im Verteiler sind alle Stromkreise beschriftet und die Beschriftung stimmt
  • Der Fehlerstromschutzschalter löst über die Prüftaste aus
  • Alle Steckdosen und Schalter sitzen fest, gerade und in der vereinbarten Höhe
  • Jedes Licht lässt sich von allen vereinbarten Stellen schalten
  • Herd, Backofen, Spülmaschine, Waschmaschine und Warmwasserbereiter haben eigene Anschlüsse
  • Im Bad sitzen keine Steckdosen oder Schalter in unzulässigen Schutzbereichen
  • Nicht genutzte alte Leitungen sind abgetrennt und isoliert
  • Sie haben Fotos der Leitungswege vor dem Zuputzen
  • Netzwerk- und Antennenkabel sind angeschlossen und beschriftet
  • Die Wand um Dosen und Verteiler ist sauber beigearbeitet

Häufige Fragen

Nicht immer. Bei alten Aluminiumleitungen oder zweiadrigen Leitungen ohne Schutzleiter ist ein Komplettaustausch aber meist sinnvoller als Flickwerk. Heutige Geräte verlangen mehr von den Leitungen, und alte Verbindungen sind oft ermüdet. Bei einer Komplettsanierung ist der Austausch vor dem Putzen am einfachsten.

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