Preisverzeichnis Bauarbeiten: Elektroinstallation in der 5-Zimmer-Wohnung: Rohinstallation und Endmontage
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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Pauschalpakete | ||||
| Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Roh- und Feininstallation | Stk. | 4.512,00 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Roh- und Feininstallation | Stk. | 2.304,00 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Roh- und Feininstallation | Stk. | 2.688,00 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Roh- und Feininstallation | Stk. | 2.976,00 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Roh- und Feininstallation | Stk. | Stk. | - | |
Was das Paket Montage und Endmontage umfasst
Pauschale heißt: Die Arbeit wird für die ganze Wohnung abgerechnet, nicht pro Steckdose. Das funktioniert nur, wenn beide Seiten genau wissen, was enthalten ist und was nicht. Bei fünf Zimmern ist das wichtiger als bei einer kleinen Wohnung, weil die Zahl der Anschlusspunkte stark schwanken kann.
Rohinstallation
- Anzeichnen der Leitungswege und Dosenpositionen nach dem abgestimmten Plan
- Schlitzen der Wände und Bohren der Dosenlöcher
- Setzen von Schalterdosen, Abzweigdosen und bei Bedarf Geräteverbindungsdosen
- Verlegen der Leitungen für Licht- und Steckdosenkreise, Küche, Bäder und einzelne Großgeräte
- Setzen und Verdrahten der neuen Unterverteilung in der Wohnung
- Anschluss an die Zuleitung vom Zählerplatz, sofern das zum vereinbarten Umfang gehört
- Schutzpotentialausgleich in den Bädern, wo er nötig ist
Endmontage
Die Endmontage, oft auch Feininstallation genannt, kommt erst nach Putz, Spachtel und Anstrich. Der Elektriker setzt Steckdosen, Schalter und Dimmer ein, bringt Klemmen für die Leuchten an, bestückt die Unterverteilung mit den Schutzgeräten und prüft die Anlage. Spätestens jetzt zeigt sich, wie sauber die Rohinstallation war: Eine Dose, die zu tief oder schief sitzt, lässt sich in diesem Stadium nur noch mühsam korrigieren.
Was meist nicht enthalten ist
Separat geregelt werden in der Regel das Verputzen der Schlitze, die Montage von Leuchten (vor allem Kronleuchtern und LED-Bändern), Schwachstrom wie Netzwerk, Antenne, Klingel oder Alarmanlage, Smart-Home-Technik, der Tausch der Steigleitung im Haus und eine Leistungserhöhung beim Netzbetreiber. Schalter und Steckdosen suchen viele Kunden selbst aus. Klären Sie deshalb vorher, ob der Elektriker sie liefert oder Sie. Fragen Sie auch ausdrücklich, ob das Prüfprotokoll nach DIN VDE und ein Bestandsplan im Paket enthalten sind.
Was die 5-Zimmer-Wohnung von den kleineren Varianten unterscheidet
Im Preisverzeichnis finden Sie dieselbe Arbeit auch für 1-, 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen, jeweils auf einer eigenen Seite. Das Prinzip ist gleich, aber mit der Größe ändert sich nicht nur die Zahl der Steckdosen. Es ändert sich das ganze Konzept der Anlage.
- 1- und 2-Zimmer-Wohnung: Wenige Stromkreise, ein kleiner ein- oder zweireihiger Verteiler, Arbeit für ein oder zwei Elektriker über einige Tage. Küche und Bad sind die einzigen anspruchsvolleren Stellen.
- 3-Zimmer-Wohnung: Die klassische Familienwohnung im Mehrfamilienhaus. Es kommen Stromkreise hinzu, der Verteiler braucht meist mehrere Reihen, das Konzept bleibt aber überschaubar.
- 4-Zimmer-Wohnung: Oft schon ein zweites Bad oder Gäste-WC, mehr Geräte und längere Leitungswege.
- 5-Zimmer-Wohnung: Der größte Umfang. Typisch sind zwei Bäder, eine große Küche mit Induktionskochfeld, ein Arbeitszimmer mit vielen Steckdosen, ein Ankleidezimmer, manchmal Klimageräte in mehreren Räumen. Es gibt so viele Stromkreise, dass der Verteiler mehrreihig wird und die Aufteilung auf Fehlerstromschutzschalter gut durchdacht sein muss.
Was das bei fünf Zimmern praktisch bedeutet:
- Längere Leitungen: Vom Verteiler bis zum entferntesten Zimmer kann eine lange Strecke liegen, gerade in einer Altbauwohnung mit langem Flur. Bei leistungsstarken Geräten muss der Elektriker den Spannungsfall berücksichtigen und den passenden Querschnitt wählen.
- Mehr Fehlerstromschutzschalter: Hängt die ganze Wohnung an einem einzigen FI, fällt bei einem Fehler alles aus. Die Kreise werden deshalb auf mehrere FI verteilt, für wichtige Kreise werden oft FI/LS-Schalter eingesetzt.
- Leistung der Zuleitung: Eine große Wohnung mit Induktion, Backofen, Durchlauferhitzern in zwei Bädern und Klimageräten kann an die Grenze der vorhandenen Zuleitung stoßen. Dann muss geprüft werden, ob die Zuleitung vom Zählerplatz und die Vorsicherung ausreichen.
- Größere Mannschaft: Für die Rohinstallation kommen meist mehrere Monteure gleichzeitig, sonst würde die Arbeit die anderen Gewerke wochenlang aufhalten.
- Höheres Risiko für Planungsfehler: In fünf Zimmern vergisst man leicht die Steckdose am Bett oder den Schalter am zweiten Eingang zum Wohnzimmer. Ein guter Plan ist hier wichtiger als bei einer kleinen Wohnung.
Vorbereitung, bevor die Elektriker kommen
Plan für Steckdosen und Licht
Am meisten bringt ein Plan, der fertig ist, bevor jemand den ersten Schlitz fräst. Es reicht ein Grundriss mit eingezeichneten Möbeln: Wo stehen Bett, Schreibtisch, Fernseher, Küchenzeile, Waschmaschine, Trockner? Erst danach werden Steckdosen und Schalter eingezeichnet. Warum? Eine Steckdose hinter dem Schrank nützt niemandem, und einen Schalter hinter der offenen Tür findet keiner. Als Orientierung für die Ausstattung nennen Elektriker oft die DIN 18015, die Mindest- und Komfortausstattungen beschreibt. Für die Küche lassen Sie sich vom Küchenstudio einen Plan mit den Gerätepositionen geben, sonst müssen Dosen oft versetzt werden.
Abstimmung mit Hausverwaltung und Eigentümergemeinschaft
Im Mehrfamilienhaus sind Sie nicht allein. Die Zuleitung zur Wohnung kommt meist vom Zählerplatz im Keller oder Treppenhaus, der Zähler gehört dem Messstellenbetreiber, und Steigleitung sowie tragende Wände sind in der Regel Gemeinschaftseigentum. Informieren Sie vor Beginn die Hausverwaltung, bei Eingriffen ins Gemeinschaftseigentum braucht es unter Umständen die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft (WEG). Vereinbaren Sie die Abschaltung der Zuleitung und den Zugang zum Zählerraum. Viele Häuser haben eine Hausordnung mit Ruhezeiten für laute Arbeiten und Regeln für den Abtransport von Bauschutt.
Bauamt
Der reine Austausch der Elektroinstallation in einer Wohnung ist baurechtlich in der Regel unproblematisch. Anders kann es aussehen, wenn gleichzeitig Wände entfernt, tragende Bauteile verändert oder Grundrisse umgebaut werden, etwa beim Zusammenlegen von zwei Wohnungen. Was genehmigungs- oder anzeigepflichtig ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass nichts nötig ist, und fragen Sie beim zuständigen Bauamt nach, bevor die Arbeiten beginnen.
Netzbetreiber
Planen Sie mehr Leistung, etwa wegen Induktion, Durchlauferhitzern oder einer Wallbox in der Tiefgarage, muss das mit dem örtlichen Netzbetreiber abgestimmt werden. Arbeiten am Zählerplatz und die Anmeldung der Anlage darf nur ein Betrieb übernehmen, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist. Wallboxen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden, leistungsstärkere brauchen eine Genehmigung. Das dauert eine Weile, kümmern Sie sich also parallel zur Planung darum und nicht erst am Ende.
Zustand der Wohnung
Die Wohnung sollte leer sein, alte Fliesen und loser Putz an den Leitungswegen entfernt und neue Trockenbauwände bereits gestellt. Der Elektriker muss wissen, wo die endgültigen Wände stehen, sonst plant er die Leitungswege ins Blaue. Für das Werkzeug braucht es Baustrom, zum Beispiel einen Baustromverteiler oder einen abgesicherten provisorischen Stromkreis.
So läuft die Arbeit auf der Baustelle ab
- Alte Anlage spannungsfrei schalten und zurückbauen. Alte Leitungen, die sich nur unter Beschädigung des Putzes herausziehen lassen, bleiben oft abgeklemmt in der Wand. Wichtig ist, dass keine davon mehr unter Spannung steht.
- Wohnung gemeinsam mit dem Kunden begehen und alle Dosen und Leitungswege an den Wänden anzeichnen. Bei fünf Zimmern ist das oft ein ganzer Tag, der sich lohnt.
- Schlitze fräsen und Dosenlöcher bohren. Eingesetzt wird eine Mauernutfräse mit Absaugung, die den Staub deutlich reduziert. Die Leitungen laufen senkrecht und waagerecht in den Installationszonen nach DIN 18015-3, nicht schräg über die Wand.
- Dosen mit Gips oder schnell abbindendem Mörtel einsetzen. Sie müssen bündig mit der späteren Wandoberfläche sitzen, also mit Blick auf die Stärke von Putz oder Fliesen.
- Leitungen einziehen. Jeder Stromkreis wird am Ende im Verteiler beschriftet, damit später klar ist, was wohin führt.
- Unterverteilung setzen und Zuleitung anschließen. Die Zuleitung vom Zählerplatz wird erst nach Absprache mit der Hausverwaltung und im abgeschalteten Zustand angeklemmt.
- Rohinstallation prüfen und alle Leitungswege fotografieren, bevor sie verschwinden. Diese Fotos sind Gold wert, wenn Sie später Löcher bohren.
- Schlitze verputzen, spachteln, streichen und fliesen. Das übernehmen andere Gewerke.
- Endmontage: Schalter und Steckdosen einsetzen, Verteiler bestücken, Leuchtenanschlüsse herstellen.
- Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 mit Besichtigen, Erproben und Messen, danach Übergabe des Prüfprotokolls und Inbetriebnahme.
Material und Ausführungsvarianten
Leitungen
In Wohnungen werden üblicherweise Mantelleitungen vom Typ NYM-J verlegt. Lichtkreise haben meist 1,5 mm², Steckdosenkreise je nach Länge und Absicherung 1,5 oder 2,5 mm². Für den Herd führt in deutschen Wohnungen in der Regel eine fünfadrige Leitung für den Drehstromanschluss, abgestimmt auf die Vorgaben des Herstellers. Bei langen Wegen zu starken Verbrauchern kann der Elektriker in einer 5-Zimmer-Wohnung einen größeren Querschnitt wählen, um den Spannungsfall zu begrenzen.
Unterverteilung
Für eine große Wohnung wird ein mehrreihiger Verteiler mit Platzreserve gewählt. Die Reserve zahlt sich aus: Kommen später Klimagerät oder Wallbox dazu, muss der Kasten nicht getauscht werden. Ein Unterputzverteiler sieht schöner aus, braucht aber eine ausreichend dicke Wand. In tragenden Wänden sollte kein großes Loch gestemmt werden, dann sind ein Aufputzverteiler, eine Vorwand aus Trockenbau oder ein anderer Platz die bessere Wahl.
Schutzgeräte
- Fehlerstromschutzschalter 30 mA: Schützt Menschen bei Berührung. Für Steckdosenkreise und Bäder ist er bei neuen Anlagen vorgeschrieben.
- FI/LS-Schalter: Vereint beide Funktionen für einen einzelnen Kreis. Bei einem Fehler fällt nur dieser Kreis aus, nicht die halbe Wohnung. Bei fünf Zimmern ist das etwa für Kühlschrank oder Arbeitsplatz-PC sinnvoll.
- Überspannungsschutz: Schützt Elektronik vor Überspannungen aus dem Netz. Bei neuen Anlagen wird er in der Regel gefordert, Typ und Einbauort klärt der Elektriker mit Blick auf die Hausanlage.
- Brandschutzschalter (AFDD): Erkennt gefährliche Lichtbögen. Ob und wo er sinnvoll oder gefordert ist, bespricht der Elektriker mit Ihnen.
Dosen und Schalterprogramme
In Trockenbauwände kommen Hohlwanddosen, in Mauerwerk und Beton klassische Unterputzdosen. Tiefe Dosen erleichtern das Anklemmen, vor allem wenn viele Leitungen oder ein Dimmer darin sitzen. Bei Schaltern und Steckdosen liegt der Unterschied zwischen günstigen und guten Produkten vor allem in der Festigkeit der Klemmen und der Mechanik. In fünf Zimmern kommen viele Stück zusammen, und Sparen am einzelnen Teil zeigt sich später oft an lockeren Steckdosen.
Klassische Schalter oder Smart Home
Wenn Sie über eine smarte Steuerung von Licht und Rollläden nachdenken, entscheiden Sie das vor der Rohinstallation. Manche Funksysteme brauchen einen Neutralleiter in jeder Schalterdose, Bussysteme wie KNX eine eigene Busleitung, andere tiefere Dosen. In einer fertigen Wohnung lässt sich das nur mühsam nachrüsten.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Der Aufwand in einer 5-Zimmer-Wohnung hängt nicht nur von der Zahl der Räume ab. Bei gleicher Größe kann die Arbeit deutlich einfacher oder aufwendiger sein.
Leichter wird es durch:
- Einen fertigen, abgestimmten Plan, der während der Arbeit nicht mehr geändert wird
- Eine leere Wohnung und fertig gestellte Innenwände
- Vorwände und abgehängte Decken aus Trockenbau, in denen Leitungen ohne Schlitze laufen
- Wände aus Ziegel, die sich leichter schlitzen lassen als Beton
- Einen gut erreichbaren Zählerplatz mit Platz und eine kooperative Hausverwaltung
Schwerer wird es durch:
- Stahlbetonwände, in denen das Schlitzen langsam und in tragenden Bereichen nur eingeschränkt erlaubt ist
- Decken ohne Abhängung, bei denen Leitungen zu den Leuchten in Deckenschlitzen oder auf dem Rohboden geführt werden müssen
- Stuckdecken im Altbau, an die man kaum heran darf, und Holzbalkendecken mit Schüttung
- Planänderungen während der Arbeit, die neue Schlitze und versetzte Dosen bedeuten
- Viele Sonderpunkte: Fußbodenheizung in zwei Bädern, Klimageräte, elektrische Rollläden, Steckdosen in der Küchenarbeitsplatte
- Das Zusammenlegen von zwei Wohnungen, bei dem zwei alte Zuleitungen und eventuell die Abmeldung eines Zählers zu regeln sind
Bei tragenden Wänden gilt ein wichtiger Punkt: Tiefe waagerechte Schlitze können eine tragende Wand schwächen. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Wände tragen, schauen Sie mit der Hausverwaltung in die Bauunterlagen oder ziehen Sie einen Statiker hinzu.
Abstimmung mit anderen Gewerken und Zeitbedarf
Der Elektriker kommt zweimal in die Wohnung, dazwischen arbeiten andere. Die Rohinstallation folgt auf Abbruch und Trockenbau, aber vor Putz, Spachtel, Estrich und Fliesen. Mit dem Sanitärinstallateur muss sie abgestimmt sein: In Bad und Küche sollen sich Leitungen und Wasserrohre nicht zufällig kreuzen, sondern nach Absprache. Bei Fußbodenheizung muss klar sein, wo Thermostat und Fühler sitzen, bei einer Wasser-Fußbodenheizung stimmt sich der Elektriker zusätzlich mit dem Heizungsbauer ab.
Der Fliesenleger muss wissen, wo die Dosen liegen, um sie sauber auszuschneiden, idealerweise mittig in der Fliese oder genau in der Fuge. Der Trockenbauer braucht die Positionen der Einbaustrahler, bevor er die Decke schließt. Der Maler sollte vor der Endmontage streichen, nicht danach, sonst landen Farbflecken auf den Rahmen.
Die Rohinstallation dauert in einer 5-Zimmer-Wohnung mit eingespielter Mannschaft meist ein bis zwei Wochen, abhängig von Wandmaterial und Zahl der Punkte. Die Endmontage ist kürzer, meist einige Tage. Dazwischen liegen Putz, Trocknung und Anstrich, oft mehrere Wochen. Der Gips unter den Dosen bindet schnell ab, der Putz in den Schlitzen muss aber nach Herstellerangabe trocknen, bevor gespachtelt wird. Ein Zementestrich braucht noch deutlich länger.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
- Zu wenige Steckdosen im Arbeitszimmer und am Bett: Gleich nach dem Einzug liegen Verlängerungskabel am Boden. In großen Wohnungen passiert das vor allem in Räumen, die bei der Planung „noch keinen Zweck haben“.
- Zu tief oder zu weit vorstehende Dosen: Rahmen liegen nicht an, Steckdosen wackeln.
- Alles an einem FI: Ein defektes Gerät legt die ganze Wohnung lahm, einschließlich Kühlschrank.
- Unbeschriftete Stromkreise im Verteiler: Bei einer Störung weiß niemand, was abzuschalten ist.
- Schräge Leitungswege: Beim Anbringen eines Regals trifft der Bohrer die Leitung.
- Zu schwach ausgelegter Küchenanschluss: Das Induktionsfeld löst aus oder lässt sich nicht nach Anleitung anschließen.
- Vergessener Schwachstrom: Netzwerkkabel in die Zimmer laufen nach dem Streichen nur noch in Aufputzkanälen.
- Keine Fotos der Leitungswege: Bei späteren Umbauten wird mit dem Ortungsgerät gesucht, mit entsprechendem Risiko.
Ein Hinweis zur Sicherheit: Die Elektroinstallation in einer Wohnung darf nur eine Elektrofachkraft ausführen, und vor der Inbetriebnahme muss sie geprüft und dokumentiert werden. Deshalb eignet sich auch kein Teil dieser Arbeit zum Selbermachen, und es gibt hier bewusst keine Anleitung für Heimwerker. Wenn Sie während der Arbeiten Gas riechen, betätigen Sie keine Schalter, verlassen Sie die Wohnung, rufen Sie von draußen den Notruf 112 und den Netzbetreiber.
Prüfung der fertigen Arbeit und Abnahme
Nehmen Sie sich für die Abnahme ausreichend Zeit und gehen Sie Raum für Raum durch. Schalten Sie jedes Licht ein, prüfen Sie jede Steckdose, zum Beispiel mit einem einfachen Steckdosenprüfer, und testen Sie jeden FI mit der Prüftaste. Lassen Sie sich den Verteiler erklären.
- Das Prüfprotokoll der Erstprüfung liegt vor und ist unterschrieben
- Im Verteiler sind alle Stromkreise lesbar und zutreffend beschriftet
- Jeder Fehlerstromschutzschalter löst beim Drücken der Prüftaste aus
- Alle Schalter und Steckdosen sitzen fest und gerade, die Rahmen liegen an der Wand an
- Jedes Licht schaltet von den vereinbarten Stellen, bei Wechselschaltung von beiden
- Der Anschluss für Kochfeld und Backofen ist nach den Vorgaben des Herstellers vorbereitet
- In den Bädern ist der Schutzpotentialausgleich hergestellt und die Geräte passen zu den Schutzbereichen an Wanne und Dusche
- Es gibt keine offenen Leitungsenden und keine Dosen ohne Abdeckung
- Sie haben Fotos der Leitungswege vor dem Verputzen und einen aktuellen Bestandsplan
- Zusätzliche oder entfallene Punkte stehen im Abnahmeprotokoll
Häufige Fragen
Bei einer Kernsanierung ist das in der Regel vernünftig. Alte Anlagen haben oft keinen eigenen Schutzleiter, die Isolierung ist spröde, Verbindungen lockern sich und werden warm, und die Leitungen waren nie für heutige Geräte ausgelegt. Wenn die Wände ohnehin offen sind, ist das der richtige Zeitpunkt für eine neue Installation.
Das hängt von den Geräten ab. Bei normaler Ausstattung oft ja, aber Induktion, mehrere Klimageräte oder elektrische Durchlauferhitzer in zwei Bädern bringen die Zuleitung schnell an ihre Grenzen. Der Elektriker berechnet den Leistungsbedarf und stimmt eine nötige Verstärkung mit Hausverwaltung und Netzbetreiber ab.
Praktisch nicht. Das Schlitzen ist laut und staubig, der Strom ist längere Zeit abgeschaltet oder nur provisorisch vorhanden. In einer großen Wohnung laufen die Arbeiten in allen Räumen gleichzeitig, ein Rückzug in ein Zimmer funktioniert daher nicht.
Fragen Sie direkt beim Bauamt nach und beschreiben Sie den gesamten Umbau, nicht nur die Elektrik. Maßgeblich ist die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes, und es kommt vor allem darauf an, ob tragende Bauteile oder der Grundriss verändert werden. Die Zustimmung von Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft klären Sie davon getrennt.
Vor der Rohinstallation. Manche Systeme brauchen andere Dosen, einen Neutralleiter an den Schaltern oder eine eigene Busleitung. Wenn Sie unsicher sind, bitten Sie den Elektriker, die Anlage zumindest so vorzubereiten, dass sie sich später erweitern lässt.
Mit Platzreserve im Verteiler, Fotos und Bestandsplan ist das einfach. Der Elektriker sucht den nächsten passenden Stromkreis oder zieht einen neuen. Gerade bei fünf Zimmern lohnen sich Reserve im Verteiler und eine saubere Dokumentation von Anfang an.
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