Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Elektroinstallation in der 4-Zimmer-Wohnung: Rohinstallation und Fertigmontage

Eine neue Elektroinstallation in einer 4-Zimmer-Wohnung bestimmt mit, wie gut Sie in den nächsten Jahrzehnten darin wohnen. Das Paket aus Montage und Fertigstellung umfasst den ganzen Weg: von der ersten Skizze über Schlitze, Dosen und Leitungen bis zu montierten Steckdosen und Schaltern

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Roh- und Feininstallation
3456,00 €
Richtwert-Spanne
3456,00 € - 3456,00 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise
Inhalt

Preisverzeichnis Bauarbeiten: Elektroinstallation in der 4-Zimmer-Wohnung: Rohinstallation und Fertigmontage

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Deutschland. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.

Elektroinstallation5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Pauschalpakete
Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.3.456,00 € / Stk.Stk.Menge eingeben-
Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.2.304,00 € / Stk.Stk.Menge eingeben-
Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.2.688,00 € / Stk.Stk.Menge eingeben-
Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.2.976,00 € / Stk.Stk.Menge eingeben-
Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.Stk.-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

Was zur Roh- und Feininstallation in einer 4-Zimmer-Wohnung gehört

Elektriker teilen die Arbeit in zwei Abschnitte. Der erste ist die Rohinstallation: Leitungswege anzeichnen, Schlitze fräsen, Dosen setzen, Leitungen verlegen und das Gehäuse des Wohnungsverteilers einbauen. Danach kommen Putz, Trockenbau, Fliesen und Anstrich. Der zweite Abschnitt ist die Feininstallation: Schalter und Steckdosen einsetzen, den Verteiler verdrahten, fest angeschlossene Geräte anschließen, alle Stromkreise testen. Am Ende stehen die Erstprüfung und ein Prüfprotokoll.

Eine 4-Zimmer-Wohnung hat in der Regel ein Wohnzimmer und drei weitere Zimmer, etwa Schlafzimmer, Kinderzimmer und Arbeits- oder Gästezimmer. Dazu kommen Küche, Diele, Flur, Bad und oft ein separates WC oder ein zweites Bad. Jeder Raum hat andere Anforderungen. Klären Sie deshalb gleich zu Beginn, was das Angebot genau enthält. Üblich sind:

  • Leitungen für Steckdosen und Beleuchtung in allen Räumen
  • Eigene Stromkreise für Kochfeld, Backofen, Geschirrspüler, Waschmaschine und Warmwasserbereitung
  • Ein neuer Wohnungsverteiler mit Leitungsschutzschaltern, Fehlerstrom-Schutzschaltern (FI) und meist auch Überspannungsschutz
  • Schutzpotentialausgleich, soweit im Bad erforderlich, etwa für metallene Rohre
  • Montage von Schaltern und Steckdosen sowie Anschluss der Leuchten an die Auslässe
  • Funktionstest, Messungen und Prüfprotokoll

Strittig sind oft diese Punkte: die Lieferung der Leuchten selbst, die Schwachstromtechnik wie Netzwerkdosen, Antennen- oder Kabelanschluss, Klingel und Sprechanlage, die Leitung vom Zählerschrank in Keller oder Treppenhaus bis in die Wohnung und das Zuputzen der Schlitze. Fragen Sie danach ausdrücklich. Genau hier entstehen die meisten Missverständnisse zwischen Kunde und Betrieb.

Vierzimmerwohnung im Vergleich zu den Nachbarvarianten

Die Preisliste führt eigene Positionen für 1-, 2-, 3-, 4- und 5-Zimmer-Wohnungen. Der Unterschied liegt nicht nur in den Metern Leitung. Mit jedem Zimmer wachsen die Zahl der Stromkreise, die Größe des Verteilers, der Planungsaufwand und die Dauer jedes Arbeitsschritts. Vereinfacht gesagt:

  • 1-Zimmer-Wohnung: kleiner Verteiler, wenige Stromkreise, Wohnen und Kochen oft in einem Raum, die Arbeit dauert einige Tage
  • 2-Zimmer-Wohnung: ein Schlafzimmer kommt hinzu, die Steckdosenkreise werden schon nach Räumen getrennt, die Küche ist meist separat
  • 3-Zimmer-Wohnung: der häufigste Wohnungstyp im Mehrfamilienhaus, mehrere FI-Gruppen lohnen sich hier bereits
  • 4-Zimmer-Wohnung: Wohnzimmer plus drei Zimmer, oft zwei Sanitärräume, eine größere Küche und ein langer Flur. Der Verteiler ist in der Regel drei- bis vierreihig, die Zahl der Stromkreise steigt deutlich, und die Lastverteilung auf die drei Außenleiter muss sorgfältig geplant werden
  • 5-Zimmer-Wohnung: oft eine Maisonette oder eine große Altbauwohnung, mit Leitungen durch die Geschossdecke, Treppenbeleuchtung und manchmal zwei Unterverteilern

Was bei vier Zimmern besonders zählt

Erstens die Lastverteilung. Wohnt in der Wohnung eine Familie mit vier oder fünf Personen, laufen oft gleichzeitig Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler, Kochfeld, Backofen, mehrere Computer und im Sommer ein Klimagerät. In einer kleinen Wohnung genügt eine einfache Aufteilung der Kreise. Hier müssen die großen Verbraucher so auf die Außenleiter verteilt werden, dass die Hauptsicherung nicht auslöst. Die Elektrofachkraft sollte Ihnen bei der Planung sagen können, welches Gerät auf welcher Phase liegt.

Zweitens die Aufteilung der FI-Schutzschalter. Hängt die ganze Wohnung an einem einzigen FI, schaltet eine feuchte Steckdose auf dem Balkon den Strom überall ab, auch für Kühlschrank und Gefriertruhe. In einer Vierzimmerwohnung teilt man die Kreise deshalb meist auf mehrere Gruppen mit je einem eigenen FI auf. Für empfindliche Kreise kommen oft FI/LS-Kombischalter zum Einsatz, die jeden Kreis einzeln schützen.

Drittens die Leitungslängen. Das Schlafzimmer am Ende des Flurs liegt oft weit vom Verteiler in der Diele entfernt. Bei langen Wegen und höherer Last prüft die Elektrofachkraft den Spannungsfall und wählt danach den Leitungsquerschnitt. In einer kleinen Wohnung spielt das selten eine Rolle, hier gehört es zur normalen Planung.

Vorbereitung: was vor dem Start feststehen muss

Am meisten Geld und Nerven kosten Änderungen während der Arbeit. Ist der Schlitz gefräst und die Leitung verlegt, bedeutet eine Steckdose einen Meter weiter links neues Stemmen und neues Verputzen. Klären Sie deshalb vor dem Start folgende Punkte.

Möbel und Geräte einplanen

Zeichnen Sie jeden Raum mit Betten, Tisch, Fernseher, Schränken und Küchenzeile. Für die Küche ist ein Plan des Küchenstudios mit den genauen Positionen von Geräten, Dunstabzug und Unterbauleuchten ideal. In den Zimmern denkt man an Steckdosen auf beiden Seiten des Bettes, am Schreibtisch, hinter dem Fernseher und am Platz für den Router. Wie viele Steckdosen sind genug? In der Praxis bereut man eher zu wenige als zu viele, vor allem im Kinder- und im Arbeitszimmer.

Hausverwaltung, Bauamt und Netzbetreiber

In einer Eigentumswohnung sprechen Sie vorab mit der Hausverwaltung. Eingriffe ins Gemeinschaftseigentum der Eigentümergemeinschaft (WEG) brauchen deren Zustimmung, also etwa die Leitung vom Zählerplatz, Durchbrüche durch Decken und Schlitze in tragenden Wänden. Die Hausordnung regelt außerdem, wann laute Arbeiten erlaubt sind. In einer Mietwohnung ist der Vermieter Ihr Ansprechpartner. Der reine Austausch der Leitungen ist baurechtlich meist unproblematisch. Werden aber Wände versetzt oder tragende Bauteile berührt, kann je nach Landesbauordnung eine Genehmigung oder Anzeige nötig sein. Fragen Sie im Zweifel beim Bauamt nach.

Arbeiten an der Zähleranlage oder eine stärkere Hauptsicherung laufen über den Netzbetreiber. Nur ein Betrieb, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist, darf das anmelden und ausführen. Manchmal muss dabei auch ein veralteter Zählerschrank modernisiert werden. Das kann einige Wochen dauern, deshalb lohnt es sich, früh damit anzufangen.

Baustelle bereit machen

  • Alter Putz, Fliesen und Abhängungen sind dort entfernt, wo sich etwas ändert
  • Es ist geklärt, wo Trockenbaudecken oder Vorsatzschalen entstehen, denn dort werden Leitungen anders verlegt als im Mauerwerk
  • Die Höhe des fertigen Fußbodens ist angezeichnet, von ihr aus werden die Dosenhöhen gemessen
  • Für Werkzeuge gibt es Baustrom, falls die alte Installation auf einmal abgeklemmt wird

So läuft die Arbeit auf der Baustelle

Besichtigung, Planung und Anzeichnen

Die Elektrofachkraft sieht sich die Wohnung an und prüft die Zuleitung, den Zählerschrank und das Wandmaterial. Dann geht sie mit Ihnen Raum für Raum durch und zeichnet Dosen und Leitungswege direkt an die Wand. Das ist die wichtigste Stunde des ganzen Auftrags. Seien Sie wenn möglich persönlich dabei und haben Sie die Möbelmaße zur Hand.

Alte Installation ausbauen

Alte Leitungen ohne Schutzleiter, stoffumflochtene Drähte oder Aluminiumleitungen werden bei einer Komplettsanierung abgeklemmt oder herausgezogen. Aluminium wird mit der Zeit spröde, die Klemmstellen lockern sich und werden warm. Alte und neue Leitungen zu verbinden ist bei einem kompletten Austausch nicht sinnvoll.

Schlitze fräsen und Dosen setzen

Die Schlitze entstehen mit einer Mauernutfräse mit Absaugung. Sie schneidet zwei parallele Rillen, der Steg dazwischen wird ausgestemmt. Trotzdem entsteht viel Staub. Decken Sie deshalb Fenster, Zargen und Heizkörper vorher ab. Die Leitungen laufen waagerecht und senkrecht in den Installationszonen nach DIN 18015-3, nie schräg. Diese Zonen sind Streifen unter der Decke, über dem Fußboden und neben Türen, Fenstern und Raumecken. So kann man später beim Bohren abschätzen, wo eine Leitung liegt. In Betonbauten der Nachkriegs- und Plattenbauzeit ist Vorsicht an tragenden Wänden nötig. Tiefe waagerechte Schlitze sind dort heikel. Den Umfang klären Sie mit der Hausverwaltung und im Zweifel mit einem Statiker. Häufig führt man die Leitungen deshalb im Estrich, in einer abgehängten Decke oder in den nichttragenden Trennwänden.

Die Dosen werden mit Gips oder Schnellmörtel eingesetzt. Üblich sind etwa 30 cm über dem fertigen Fußboden für Steckdosen in Zimmern, rund 105 cm für Schalter und in der Küche über der Arbeitsplatte meist etwas über 110 cm. Im Bad legen die Schutzbereiche um Wanne und Dusche fest, wo Steckdosen und Schalter erlaubt sind.

Leitungen und Verteiler

Die Leitungen laufen vom Verteiler zu den einzelnen Dosen, jeder Stromkreis für sich. An den Enden bleibt ausreichend Reserve, und jede Leitung wird beschriftet. So muss bei der Feininstallation niemand raten. Das Verteilergehäuse kommt in Diele oder Flur unter Putz, mit freien Plätzen für spätere Erweiterungen, etwa ein Klimagerät oder eine Ladestelle für E-Bikes.

Pause für Putz und Anstrich

Nach der Rohinstallation sind Putzer und Trockenbauer dran. Bevor die Schlitze verschwinden, sollte die Elektrofachkraft Ihnen Gelegenheit geben, alles zu fotografieren. Fotos mit angelegtem Zollstock helfen bei jedem Bohrloch.

Feininstallation und Prüfung

Nach Anstrich und Fliesen kommen Steckdosen und Schalter in die Dosen. Der Verteiler wird verdrahtet, Kochfeld, Backofen und Warmwasserbereitung werden angeschlossen und die Leuchten an die Auslässe geklemmt. Dann folgen die Messungen: Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Auslösen der FI-Schalter und durchgehender Schutzleiter. Die Ergebnisse stehen im Prüfprotokoll. Ohne diese Prüfung sollten Sie die Anlage nicht nutzen. Bei einem Schaden kann ein fehlendes Protokoll Ärger mit der Versicherung bringen.

Wie lange es dauert

Ein Zweierteam braucht für die Rohinstallation einer Vierzimmerwohnung in der Regel etwa ein bis zwei Wochen, je nach Wandmaterial und Zahl der Stromkreise. Die Feininstallation dauert meist zwei bis vier Tage, die Prüfung etwa einen Tag. Dazwischen liegen Putz, Trockenbau, Fliesen und Anstrich. Die Elektroarbeiten verteilen sich also über mehrere Wochen der Sanierung.

Material und Varianten, über die Sie entscheiden

Für feste Leitungen in Wohnungen nimmt man in Deutschland meist Mantelleitung NYM-J aus Kupfer. Licht- und Steckdosenkreise bekommen üblicherweise 1,5 mm². Stärker belastete Kreise und lange Wege bekommen 2,5 mm². Für das Kochfeld legt man eine fünfadrige Leitung für den Drehstromanschluss, den Querschnitt gibt der Hersteller vor. Im Trockenbau laufen die Leitungen in flexiblen Rohren und enden in Hohlwanddosen mit Krallen.

Bei den Klemmen haben Sie die Wahl zwischen schraubenlosen Steckklemmen und klassischen Schraubklemmen. Steckklemmen sind schnell und zuverlässig, wenn die Adern sauber abisoliert sind. Wählen Sie für Schalter und Steckdosen eine Serie für die ganze Wohnung. Dann passen die Rahmen zusammen, und Sie können später Teile nachkaufen.

Im Verteiler gehören FI-Schalter mit 30 mA für die Steckdosenkreise heute zum Standard, ebenso in der Regel ein Überspannungsschutz. Für Kinder- und Schlafzimmer fragen manche Kunden nach Brandschutzschaltern (AFDD). Lassen Sie sich erklären, wo sie sinnvoll sind. Beim Smart Home, also Rollläden, Licht und Heizung per App, müssen Sie früh entscheiden. Manche Systeme brauchen einen Neutralleiter in der Schalterdose oder eigene Leitungen zum Verteiler, und das lässt sich später kaum nachrüsten. Auch wenn Sie jetzt nichts planen: Ein Neutralleiter in jeder Schalterdose und tiefere Dosen halten Ihnen die Tür offen.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Schneller und einfacher geht es, wenn:

  • Die Wohnung leer ist, ohne Möbel und ohne Bewohner während der Arbeiten
  • Die Trennwände aus Porenbeton, Ziegel oder Trockenbau bestehen und sich leicht schlitzen lassen
  • Ein genauer Küchenplan und eine Möbelplanung vorliegen
  • Die Sanierung in einem Zug läuft und niemand auf Entscheidungen warten muss

Aufwendiger wird es, wenn:

  • In hartem Beton oder Kalksandstein geschlitzt wird, wo die Arbeit langsamer ist und die Statik Grenzen setzt
  • Sich der Grundriss ändert und mit ihm die Lage von Verteiler oder Küche
  • Auch die Zuleitung vom Zählerschrank erneuert werden muss, mit Abstimmung mit der Hausverwaltung und dem Netzbetreiber
  • Sie während der Arbeiten in der Wohnung wohnen und abschnittsweise umgebaut wird
  • Viele Lichtszenen, LED-Bänder, Wandleuchten und Smart-Home-Funktionen gewünscht sind

Zusammenspiel mit den anderen Gewerken

Die Elektrofachkraft kommt zweimal auf die Baustelle, und dazwischen berührt ihre Arbeit fast jedes Gewerk. Vor der Rohinstallation sollten Abbrucharbeiten erledigt und neue Wände festgelegt sein. Installateur und Elektriker stimmen die Leitungswege ab, damit Strom- und Wasserleitungen sich nicht ungünstig kreuzen. Gemeinsam klären sie, wo Durchlauferhitzer oder Boiler, Waschmaschine und eine elektrische Fußbodenheizung im Bad hinkommen. Fragen Sie beim Heizungsbauer nach, ob Therme, Pumpe oder elektronische Thermostate einen Anschluss brauchen.

Der Trockenbauer muss wissen, wo Einbauleuchten sitzen, damit genau dort kein Profil liegt. Der Fliesenleger braucht die gesetzten Dosen, um die Fliesen sauber darum zu schneiden. Das Küchenstudio liefert den Plan der Anschlüsse, bevor geschlitzt wird. Für den Estrichleger gilt: Leitungen im Fußboden müssen vorher liegen und fixiert sein. Und der Maler: Schalter und Steckdosen kommen erst nach dem Anstrich, sonst sind sie voller Farbe.

Fehler, die sich erst später zeigen

Die meisten Fehler entstehen nicht beim Anklemmen, sondern bei der Planung. Typisch sind:

  • Zu wenige Steckdosen an Bett und Schreibtisch, sodass sich Mehrfachstecker ansammeln
  • Steckdosen hinter der Küchenzeile, an die niemand herankommt, oder eine fehlende Steckdose für Dunstabzug und Unterbauleuchten
  • Alle Kreise hinter einem FI, sodass ein kleiner Fehler die ganze Wohnung abschaltet
  • Große Verbraucher auf einer Phase, was beim gleichzeitigen Kochen und Waschen die Hauptsicherung auslöst
  • Schräge oder undokumentierte Leitungswege, die beim Anbringen eines Regals angebohrt werden
  • Ein unbeschrifteter Verteiler, bei dem nach Jahren niemand weiß, welcher Schalter zu welchem Zimmer gehört
  • Nicht fest angezogene Klemmen im Verteiler, die sich später durch Wärme oder Geruch bemerkbar machen
  • Ein fehlender Schutzpotentialausgleich im Bad, der bei der Prüfung auffällt

Anleitung für Heimwerker: Wohnung vorbereiten, ohne an die Elektrik zu gehen

Arbeiten an der Elektroinstallation darf nur eine Elektrofachkraft ausführen, Anschluss und Messung eingeschlossen. Sie können die Arbeit aber gut vorbereiten und damit Zeit und Ärger sparen. Diese Schritte sind ohne Gefahr machbar:

  1. Wohnung vollständig leer räumen, auch Keller- und Balkonnischen.
  2. Jeden Raum maßstäblich zeichnen und Möbel, Geräte und Fernseher eintragen.
  3. Gewünschte Steckdosen, Schalter und Leuchten im Plan markieren und nummerieren.
  4. Liste der großen Elektrogeräte mit Leistungsangaben vom Typenschild erstellen.
  5. Fenster, Türzargen, Heizkörper und Böden mit Folie und Malerkrepp abdecken.
  6. Vor dem Verputzen alle Schlitze mit angelegtem Zollstock fotografieren und die Fotos nach Räumen ablegen.

Abnahme: so prüfen Sie die fertige Installation

Gehen Sie bei der Abnahme mit der Elektrofachkraft durch die Wohnung und probieren Sie alles aus, was sich ausprobieren lässt. Eine Vierzimmerwohnung hat Dutzende Schalter und Steckdosen. Nehmen Sie sich deshalb mindestens eine Stunde Zeit und prüfen Sie:

  • Prüfprotokoll mit Datum, Unterschrift und ohne offene Mängel
  • Verteilerplan und Beschriftung aller Schutzschalter nach Räumen
  • Jeden FI-Schalter über die Prüftaste
  • Jede Steckdose mit einem Steckdosentester oder einem Handyladegerät
  • Jeden Schalter, auch Wechsel- und Kreuzschaltungen im Flur und im Wohnzimmer
  • Kochfeld, Backofen, Warmwasser und Geschirrspüler im echten Betrieb
  • Gerade sitzende Rahmen ohne Spalt zu Fliesen und Wand
  • Fotodokumentation der Leitungswege vor dem Verputzen
  • Freie Plätze im Verteiler für spätere Erweiterungen
  • Gewährleistungsbedingungen und Kontakt für Reklamationen

Häufige Fragen

Nicht immer. Bei alten Zuleitungen mit kleinem Querschnitt oder ohne Schutzleiter ist es aber meist sinnvoll. Die Leitung läuft durch Gemeinschaftseigentum, deshalb stimmen Sie das mit der Hausverwaltung ab. Arbeiten am Zählerplatz führt ein beim Netzbetreiber eingetragener Betrieb aus.

Ähnliche Arbeiten

Blog

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Sie wählen Positionen aus allen Gewerken und NUMIQ erstellt daraus ein Angebot für Sie selbst oder Ihre Kunden.