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Montage von Dachrinnen und Rinnenhaltern

Die vorgehängte Dachrinne, auch Hängerinne genannt, hängt unter der Traufe und fängt das Wasser auf, das von der Dacheindeckung läuft. Sie leitet es zum Fallrohr. Ohne Rinne tropft das Regenwasser direkt am Sockel ab. Dort durchfeuchtet es mit der Zeit Mauerwerk und Fundament. Eine neue Dachrinne brauchen Sie bei einem neuen Dach, bei ein

Aktualisiert 09/2026·6 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
17,53 €/ lfm
Richtwert-Spanne
14,00 € - 22,80 €
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Dachklempnerarbeiten (Spengler)5 Positionen

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PositionEHPreis / EHMengeSumme
Rinnen und Fallrohre
Montage Dachrinne (vorhängend)lfm17,53 €-
Montage RinnenhakenStk.-
Montage Fallrohrlfm15,78 €-
Montage RohrschelleStk.6,14 €-
Montage Rinnenkessel (Wasserfangkasten)Stk.21,04 €-
Summe Arbeit
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Was zur Montage einer Dachrinne gehört

Eine Dachrinne besteht nicht nur aus einem Stück Blech. Sie ist ein System, und jedes Teil muss zum nächsten passen:

  • Rinnenhalter: Sie tragen die Rinne und bestimmen ihr Gefälle
  • Rinnenstücke mit den passenden Verbindern
  • Rinnenböden: Sie verschließen die Enden
  • Rinnenstutzen: der Ablauf, durch den das Wasser ins Fallrohr gelangt
  • Innen- und Außenecken, wenn das Dach kein einfaches Satteldach ist

Auf Einfamilienhäusern in Deutschland ist die vorgehängte Rinne die übliche Lösung. Sie ist gut zugänglich und leicht zu reinigen. Wenn etwas nicht stimmt, läuft sie sichtbar über, das Wasser dringt aber nicht in die Dachkonstruktion ein. Bei innenliegenden Rinnen kann genau das passieren. Bei einem geneigten Dach mit Dachüberstand ist die Hängerinne deshalb eine vernünftige Wahl.

So läuft die Montage Schritt für Schritt

Die Reihenfolge ist wichtig. Plant der Klempner den Stutzen oder die Rinnenlänge erst nach dem Verbinden, muss er oft mehrere Meter wieder abbauen.

  1. Traufe ausmessen und Lage des Fallrohrs festlegen. Als grobe Orientierung gilt: Ein Fallrohr entwässert etwa 10 Meter Rinne.
  2. Den ersten Halter am höchsten Punkt setzen, meist am Ende, das vom Fallrohr am weitesten entfernt ist.
  3. Höhenunterschied berechnen: Rinnenlänge in Metern mal gewähltes Gefälle. Üblich sind etwa 2 bis 3 mm pro Meter. Bei 8 Metern und 3 mm ergeben sich 24 mm.
  4. Den letzten Halter am Stutzen um diesen Wert tiefer setzen und eine Richtschnur zwischen den beiden äußeren Haltern spannen.
  5. Die übrigen Halter genau nach der Schnur setzen. Lange Halter mit dem Rinnenhalterbiegeeisen biegen, nicht mit dem Hammer, damit die Oberfläche heil bleibt.
  6. Das Loch für den Stutzen an der tiefsten Stelle ausschneiden, mit dem Abstand zum Rinnenende nach Herstellerangabe. Kanten entgraten und leicht nach unten bördeln.
  7. Die Rinne vom höchsten Punkt zum Stutzen in die Halter legen: hinten einhängen, vorne mit der Halterlasche sichern.
  8. Rinnenstücke verbinden und Rinnenböden setzen. Titanzink und Kupfer werden in der Regel gelötet, Kunststoff und viele Stahlsysteme mit Rinnenverbindern und Gummidichtung gesteckt.
  9. Fallrohr anschließen und eine Wasserprobe machen.

Jeder Halter wird mit mindestens zwei Schrauben befestigt, lange Halter meist mit drei. Die Schrauben sollten aus Edelstahl oder verzinkt sein. Normale Holzschrauben ohne Korrosionsschutz rosten draußen schnell.

Material, Rinnengröße und Rinnenhalter

Welche Größe passt

Die Größe richtet sich nicht nach der Optik, sondern nach der Dachfläche, die in die Rinne entwässert. Entscheidend ist die Grundfläche, also das Dach von oben gesehen, nicht die geneigte Fläche. Die Hersteller haben dafür Tabellen, die Bemessung regeln DIN EN 12056 und DIN 1986-100. In Deutschland werden Rinnen oft über ihren Zuschnitt bezeichnet. Bei größeren Einfamilienhäusern sieht man häufig den Zuschnitt 333 mm. Bei steilen Dächern fließt das Wasser schneller ab, eine Nummer größer ist dann oft sinnvoll.

Titanzink, Stahl, Aluminium, Kupfer oder Kunststoff

  • Titanzink ist in Deutschland sehr verbreitet, langlebig und wird gelötet. Dafür braucht es einen Klempner mit Erfahrung.
  • Verzinkter, beschichteter Stahl ist robust, verträgt Schneelast gut und ist in vielen Farben erhältlich.
  • Aluminium ist leicht und rostet nicht, verlangt aber saubere Verarbeitung.
  • Kupfer wählt man eher bei anspruchsvoller Architektur oder im Altbau mit Denkmalschutz.
  • Kunststoff ist leicht und leise und passt vor allem zu Garagen, Carports und kleinen Häusern. Er dehnt sich bei Wärme stark aus und braucht deshalb Dehnungsausgleich. In schneereichen Lagen ist er empfindlicher.

Halbrund oder kastenförmig

Die halbrunde Rinne reinigt sich besser selbst, weil sich in den Ecken kein Schmutz festsetzt. Die Kastenrinne fasst bei gleicher Breite mehr Wasser und passt gut zu modernen Häusern, sie muss aber gründlicher gereinigt werden. Die Form wählen Sie also nach dem Haus, die Größe nach der Dachfläche.

Welche Rinnenhalter

Lange Sparrenhalter werden vor dem Eindecken auf Sparren oder Traufbohle befestigt und sind am stabilsten. Kurze Stirnbretthalter werden ins Traufbrett geschraubt und lassen sich deshalb auch am fertigen Dach setzen. Wie viel sie tragen, hängt aber vom Zustand des Bretts ab. Halter sollten immer vom gleichen Hersteller wie die Rinne sein. Schon wenige Millimeter Unterschied im Profil reichen, damit die Rinne nicht sauber im Halter sitzt.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist es beim Neubau: Die Halter kommen vor der Eindeckung, die Fassade ist noch nicht fertig und der Klempner arbeitet vom Gerüst, das ohnehin steht. Mehr Aufwand bedeuten dagegen:

  • Ein mehrgeschossiges Haus, für das ein Gerüst oder eine Hubarbeitsbühne nötig ist
  • Ein verwinkeltes Dach mit Graten, Gauben und mehreren Ebenen
  • Abbau der alten Rinne und der alten Halter
  • Ein morsches oder schiefes Traufbrett, das zuerst erneuert werden muss
  • Montage am fertig eingedeckten Dach, wenn keine Sparrenhalter mehr möglich sind
  • Schwieriger Zugang, etwa an der Grundstücksgrenze oder über einem Gehweg

Die Montage einer Dachrinne ist Arbeit in der Höhe. Überlassen Sie sie einem Klempner oder Dachdecker mit passender Ausrüstung und Absturzsicherung. Im Mehrfamilienhaus gehört die Dachrinne zum Gemeinschaftseigentum. Über einen Austausch entscheidet die Eigentümergemeinschaft (WEG), organisiert wird er über die Hausverwaltung. Für einen gleichwertigen Austausch braucht man meist keine Genehmigung. Steht das Haus unter Denkmalschutz oder ändert sich das Erscheinungsbild deutlich, fragen Sie beim Bauamt oder bei der Denkmalschutzbehörde nach. Maßgeblich ist die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes.

Typische Fehler bei der Montage

Die meisten Probleme mit Dachrinnen haben nichts mit dem Material zu tun, sondern mit Details der Montage:

  • Kein oder falsches Gefälle. Das Wasser steht, Schmutz setzt sich ab und im Winter friert die Rinne zu.
  • Zu große Halterabstände. Unter nassem Schnee biegt sich die Rinne durch. Üblich sind etwa 50 bis 90 cm, bei Kunststoff und in schneereichen Gegenden weniger. Den genauen Wert nennt der Hersteller.
  • Rinne zu hoch gesetzt. Bei Starkregen schießt das Wasser über die Vorderkante und läuft an der Fassade herunter. Die Oberkante sollte etwas unter der verlängerten Dachfläche liegen.
  • Verbindungen nur mit Silikon. Dichtmasse ergänzt Dichtung oder Lötnaht, allein hält sie nach wenigen Jahren nicht mehr dicht.
  • Fehlender Dehnungsausgleich. Vor allem bei Kunststoff und bei langen Metallrinnen öffnen sich sonst im Sommer die Verbindungen. Bei Kunststoffverbindern zeigt eine Markierung, wie viel Abstand je nach Montagetemperatur nötig ist.
  • Montage bei Frost. Unter etwa 5 °C wird Kunststoff spröde und Dichtstoffe haften schlecht.
  • Teile verschiedener Hersteller gemischt. Das ist eine häufige Ursache für Undichtigkeiten.

So prüfen Sie die fertige Dachrinne

Lassen Sie vor der Abnahme einige Minuten lang Wasser aus dem Gartenschlauch in das entfernteste Ende laufen und schauen Sie sich die Rinne mit etwas Abstand an. Prüfen Sie:

  • Das Wasser fließt gleichmäßig zum Stutzen, es bleiben keine Pfützen stehen
  • Verbindungen, Rinnenböden und Stutzen tropfen nicht
  • Bei vollem Durchfluss läuft nichts über die Vorderkante
  • Die Rinne wirkt von weitem gerade, ohne Durchhang oder Wellen
  • Die Halter sitzen in gleichen Abständen, auch an den Enden und zu beiden Seiten des Stutzens
  • Die Halter heben die Dachziegel nicht an und versperren nicht die Belüftung an der Traufe
  • Die Schrauben sind aus Edelstahl oder verzinkt
  • Die Baustelle ist aufgeräumt, Dach und Fassade sind unbeschädigt

Wenn möglich, fotografieren Sie die Halter, bevor die Eindeckung darüber kommt. Bei einer Reklamation oder späteren Arbeiten am Dach sind solche Fotos hilfreich.

Häufige Fragen

Üblich sind etwa 2 bis 3 mm pro Meter zum Stutzen hin, manche Hersteller nennen auch mehr. Auf 10 Meter sind das grob 2 bis 3 cm Höhenunterschied. Mehr Gefälle schadet der Rinne nicht, an einer langen Fassade kann es aber schief aussehen.

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