Für die Montage einer Dachrinne zahlen Sie laut aktueller Preisliste 18,25 € pro lfm Arbeitsleistung. Fallrohre, Haken, Kessel und Schellen kommen extra dazu, abgerechnet pro lfm oder Stück. Für Bleche an Fensterbänken, Attiken und Kaminen gelten eigene Sätze, je nach Form und Zahl der Ecken. Oben auf dem Dach dauert die Arbeit länger als an der Fassade.
Leistungsarten und ihre Preise
Der häufigste Spenglerauftrag bei einem neuen Dach wie auch beim Austausch des alten Systems. Die Rinne wird auf Haken befestigt, wobei das Gefälle zum Fallrohr eingehalten wird.
Leitet das Wasser aus der Dachrinne in die Kanalisation oder auf das Gelände ab. Anzahl und Durchmesser der Fallrohre richten sich nach der Dachfläche.
Schützt das Mauerwerk unter dem Fenster vor Eindringen von Wasser. Die Abrechnung erfolgt pro Laufmeter inklusive Ecken und Seitenleisten.
Das am stärksten beanspruchte Detail des Dachs. Die Verblechung muss ausreichend hoch über die Dachdeckung geführt werden, damit sie bei Schnee kein Wasser durchlässt.
Spenglerelemente schließen an die Dachdeckung an, daher werden beide Arbeiten oft derselben Mannschaft gleichzeitig vergeben.
Beim Austausch werden alte Rinnen, Fallrohre und Anschlussbleche separat vor der Montage der neuen Elemente demontiert.
Preisliste Klempnerarbeiten 2026
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Deutschland. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Rinnen und Fallrohre | ||||
| Montage Dachrinne (vorhängend) | lfm | 18,25 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Montage Rinnenhaken | Stk. | Stk. | - | |
| Montage Fallrohr | lfm | 17,30 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Montage Rohrschelle | Stk. | 6,70 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Montage Rinnenkessel (Wasserfangkasten) | Stk. | 23,05 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Demontáž | ||||
| Dachrinnen und Fallrohre einschl. Rinnenhaltern demontieren | m | m | - | |
| Blechdachdeckung rückbauen | m² | 8,65 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Dacheindeckung aus Ton- oder Betonziegeln abbrechen | m² | 16,30 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Dachlattung abbrechen inkl. Entnageln | m² | 5,20 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Dachstuhl abbrechen / demontieren | m² | m² | - | |
| Demontage Blechdach - Trapezbleche/Blechbahnen lösen und abnehmen | m² | 11,50 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Strechy a krytiny | ||||
| Dachstuhl montieren (Tragkonstruktion Holz) | m² | m² | - | |
| Dächer und Eindeckungen | ||||
| Montage Lattung unter Dachziegel | m² | m² | - | |
| Montage Konterlattung | m² | 7,50 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Setzen und Montage Dampfsperre | m² | 5,55 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Fassadenverblechung - Winkelstehfalz | m² | 38,40 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Dachdeckung in Doppel-/Stehfalztechnik | m² | 36,50 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Montage PVC-Dichtungsbahn (Flachdach) | m² | m² | - | |
| Funkenprüfung der PVC-Bahn (Flachdach) | m² | m² | - | |
| Verlegung Keramik-/Betondachziegel | m² | 57,60 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Demontage | ||||
| Firstziegel, Ortgangbleche, Kamin- und Kehlbleche rückbauen | lfm | 10,55 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Abdichtungen | ||||
| Bitumenbahn aufgeschweißt - waagerechte Fläche (1 Lage) | m² | 17,65 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Bitumenbahn aufgeschweißt - senkrechte Fläche (1 Lage) | m² | 28,80 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Fensterbänke | ||||
| Verblechung der Fensterbänke | lfm | 30,70 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Dachflächen und Attiken | ||||
| Verblechung der Attika auf dem Flachdach | lfm | lfm | - | |
| Einfassungen | ||||
| Schornsteineinfassung in Blech | lfm | 42,25 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Wand- / Durchdringungseinfassung | lfm | 30,70 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Verblechung der Brüstungs-/Giebelmauer | lfm | lfm | - | |
| Montage Tropfblech (Traufblech) | lfm | 19,20 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Dämmungen | ||||
| PU-Spritzdämmung - geschlossenzellig | m² | 32,65 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| PU-Spritzdämmung - offenzellig (20-25 cm) | m² | m² | - | |
| PU-Spritzdämmung - offenzellig (30-35 cm) | m² | m² | - | |
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | Std. | - | |
| Strechy a atiky | ||||
| Dachreinigung und Dachbeschichtung | m² | 23,05 € / m² | m² | Menge eingeben- |
| Izolácie | ||||
| Einblasdämmung Dachboden und Hohlwand mit Glaswolle | m² | 28,80 € / m² | m² | Menge eingeben- |
Was kostet das je nach Umfang
| Nur Dachrinnen Montage der Rinne 20 lfm, Rinnenhaken und Kessel ohne Fallrohre | |
| Dachrinnen mit Fallrohren Rinnen wie oben, ergänzt um 2 Fallrohre à 6 lfm mit Schellen | |
| Kompletter Austausch mit dem alten System Rinnen und Fallrohre wie oben, zuzüglich Demontage der ursprünglichen Verblechung auf einer Länge von 32 lfm |
Vorbereitung und Ablauf der Spenglerarbeiten
Der Spengler misst die Länge der Traufe, das Gefälle und zählt Ecken und Durchführungen. Aus der Dachfläche ergibt sich, wie groß die Rinne sein muss und wie viele Fallrohre nötig sind.
Bei einem Austausch nimmt der Spengler die alten Rinnen, Fallrohre und Anschlussbleche ab. Dabei prüft er, ob Unterkonstruktion und Deckleiste unter den Haken noch in Ordnung sind.
Die Haken kommen an die Sparren oder die Schalung, mit genauem Gefälle zum Fallrohr hin, meist 3-5 mm pro Laufmeter.
Der Spengler verbindet die Rinnenteile auf den Haken und dichtet Ecken und Stirnseiten ab. Danach setzt er den Kessel dort ein, wo das Fallrohr anschließt.
Die Fallrohre sitzen mit Schellen an der Fassade. Sie leiten das Regenwasser in die Regenwasserableitung oder aufs Gelände, mit Abstand zu den Fundamenten.
Arbeitsablauf
- 01Dach ansehen, Längen aufmessen und Material und Größe des Rinnensystems festlegen.
- 02Alte Bleche abbauen, wenn ausgetauscht wird.
- 03Rinnenhaken mit dem richtigen Gefälle zum Fallrohr setzen.
- 04Rinnenteile montieren, verbinden, Stirnseiten anbringen und Kessel einsetzen.
- 05Fallrohre mit Schellen befestigen und an die Regenwasserableitung anschließen.
- 06Fensterbänke, Attiken, Kamine und andere Durchführungen mit Blech einfassen.
- 07Mit einer Wasserprobe prüfen, ob die Verbindungen dicht sind und das Wasser richtig abläuft.
5 häufige Fehler
Ist das Gefälle zu gering oder geht es in die falsche Richtung, bleibt Wasser in der Rinne stehen oder läuft über den Rand statt ins Fallrohr.
Sind es zu wenige Fallrohre oder sind sie zu dünn, läuft die Rinne bei Starkregen über. Das passiert auch dann, wenn das Gefälle stimmt.
Endet das Blech am Kamin zu tief, drückt Schnee oder starker Regen Wasser unter die Dachdeckung.
Lange, gerade Blechbahnen ohne Dehnungsfugen arbeiten bei Hitze und Kälte. Sie verziehen sich, und die Verbindungen reißen.
Treffen unverträgliche Metalle wie Kupfer und verzinktes Blech ohne Trennung aufeinander, rostet die Stelle, an der sie sich berühren.
Wo der Dachdecker aufhört und der Klempner anfängt
Der Klempner, in Süddeutschland Spengler und mancherorts Flaschner genannt, arbeitet mit dünnem Metallblech und den Bauteilen, die daraus entstehen. Am Einfamilienhaus kümmert er sich vor allem um Dachrinnen und Fallrohre, um die Abdeckung von Fensterbänken, Attiken und Mauerkronen, um Anschlüsse an Schornstein, Dachfenstern und Rohrdurchführungen und um Metalldächer mit Falztechnik. Der Dachdecker verlegt die eigentliche Deckung: Dachziegel, Schindeln oder Trapezblech. Die Grenze zwischen beiden Gewerken ist schmal. Schornsteinanschluss und Kehle entstehen zusammen mit der Deckung, und das eine funktioniert ohne das andere nicht.
Klären Sie deshalb vor Arbeitsbeginn, wer für welches Detail zuständig ist. In der Praxis passiert es oft, dass der Dachdecker die Ziegel verlegt und der Klempner erst einen Monat später kommt. Dann klebt er den Anschluss nur noch auf die fertige Deckung oder dichtet ihn mit Silikon ab. Das hält ein paar Jahre, dann wird die Dichtmasse spröde, löst sich, und Wasser findet seinen Weg unter die Ziegel. Arbeitet ein Team oder halten sich beide Betriebe an einen gemeinsamen Zeitplan, wird das Anschlussblech unter die Deckung geschoben und so überdeckt, wie es der Systemhersteller vorgibt.
Welche Bleche es gibt und wie sie altern
Sehr häufig sehen Sie verzinktes Stahlblech, entweder blank oder farbig beschichtet. Die Farbschicht schützt das Zink vor der Witterung, kann aber beim Biegen und Schneiden beschädigt werden. Schnittkanten und Kratzer sollten deshalb mit der Reparaturfarbe nachgestrichen werden, die der Hersteller empfiehlt. Bleibt das aus, wandert der Rost von diesen Stellen langsam unter die Beschichtung.
In Deutschland ist an Dachrinnen und Verblechungen Titanzink weit verbreitet. Das ist eine Zinklegierung mit kleinen Anteilen Titan und Kupfer. Sie bildet an der Oberfläche von selbst eine schützende Patina, und wenn Sie das Blech zerkratzen, wächst die Patina mit der Zeit nach. Titanzink wird weich gelötet, deshalb lassen sich auch komplizierte Formen wasserdicht verbinden. Eine Eigenheit hat es aber: Es mag keine Kälte. Hersteller geben meist an, dass das Material unter etwa 10 °C vor dem Biegen angewärmt werden muss, sonst kann es in der Biegung reißen. Bei Winterbaustellen ist das ein Punkt, nach dem Sie ruhig fragen können.
Kupfer findet man vor allem an Altbauten, Kirchen und repräsentativen Gebäuden. Nach der Montage wird es zuerst braun, die typische grüne Patina kommt langsam, meist erst nach vielen Jahren und je nach Luft in der Umgebung. Aluminium ist leicht und rostet nicht, darf aber nicht direkt mit frischem Mörtel, Beton oder Kalkputz in Berührung kommen. Deren alkalische Feuchtigkeit greift es an. Wenn Ihre Fensterbänke in ein WDVS oder in Putz eingebaut werden, sollten Sie das im Hinterkopf behalten.
Wenn verschiedene Metalle und ablaufendes Wasser zusammenkommen
Berühren sich zwei unterschiedliche Metalle und ist es feucht, entsteht ein galvanisches Element. Das unedlere Metall korrodiert dann schneller. Zink, verzinktes Blech und Aluminium sind im Vergleich zu Kupfer die unedleren. Kaum bekannt ist, dass es dafür gar keine direkte Berührung braucht. Wasser, das von einem Kupferdach oder einem Kupferanschluss abläuft, nimmt gelöste Kupferteilchen mit. Trifft es auf eine verzinkte Rinne darunter, frisst es dort nach und nach kleine punktförmige Löcher in den Boden.
Die Regel ist also einfach: Kupfer darf in Fließrichtung des Wassers unterhalb von Zink oder Aluminium liegen, nie darüber. Bei Sanierungen älterer Häuser wird das ziemlich oft übersehen. An ein vorhandenes Kupferdetail wird eine günstigere verzinkte Rinne angeschlossen, die Verbindung sieht sauber aus, und nach einigen Jahren tauchen im Rinnenboden kleine Löcher auf. Ähnlich empfindlich reagiert Titanzink auf Wasser, das von alten Bitumenbahnen abläuft, denn es kann sauer sein. Hersteller empfehlen an solchen Stellen eine Schutzbeschichtung oder einen anderen Werkstoff.
Wie groß die Dachentwässerung sein muss
Wie groß die Rinne sein muss und wie viele Fallrohre Sie brauchen, hängt von zwei Dingen ab: von der Dachfläche, die in die Rinne entwässert, und davon, wie heftig es in Ihrer Gegend regnen kann. Gerechnet wird mit der Grundfläche, also so, als würden Sie von oben auf das Dach schauen, nicht mit der schrägen Dachfläche. Im Handel sind Rinnen nach ihrer Zuschnittbreite, etwa „333er“, oder nach Durchmesser bezeichnet, Fallrohre nach Durchmesser. Jeder Hersteller hat Tabellen, aus denen Sie ablesen, welche Dachfläche eine Rinne und ein Fallrohr zuverlässig schaffen. Die Grundlage dafür liefern die einschlägigen Normen, vor allem DIN EN 12056-3 und DIN 1986-100. Bei einem üblichen Dach klappt die Schätzung nach Augenmaß meist. Bei großen Flächen, steilen Dächern und langen Traufen endet sie dagegen oft damit, dass beim Sommergewitter das Wasser über den Rand schwappt.
Gefälle, Rinnenhaken und Dehnung
Die Rinne muss zum Rinnenkessel hin abfallen, laut Herstellern meist um einige Millimeter pro Meter. Sie haben eine lange Traufe? Dann ist ein zusätzliches Fallrohr sinnvoller als mehr Gefälle. Eine stark geneigte Rinne fällt an der Fassade auf und hängt am entfernten Ende weit unter der Traufkante.
Den Abstand der Rinnenhaken legt der Hersteller fest, meist bis zu einem Meter, in schneereichen Lagen wie im Alpenvorland oder in den Mittelgebirgen weniger. Eine Metallrinne wird bei Wärme länger und bei Kälte kürzer. Lange gerade Strecken werden deshalb mit einem Dehnungselement unterteilt, oder das Fallrohr sitzt so, dass sich die Rinne nach beiden Seiten frei bewegen kann. Je nach Werkstoff und Hersteller setzt man ungefähr alle 10 bis 15 Meter eine Dehnungsstelle.
Denken Sie auch an den Schnee. Von einem Dach ohne Schneefang rutscht er auf einmal ab und kann die Rinne samt Haken abreißen. Schneefanggitter oberhalb der Traufe schützen also nicht nur Menschen auf dem Gehweg, sondern auch die Dachrinne selbst.
Fensterbänke und Wärmedämmung
Die äußere Fensterbank hat nur eine Aufgabe: das Wasser vom Fenster möglichst weit von der Fassade wegzuleiten. Dafür braucht sie Gefälle nach außen, eine Tropfkante, die vor die Fassadenfläche übersteht, und seitliche Abschlüsse, in denen sich das Blech ausdehnen kann. Wird es ohne Spielraum fest in die Laibung eingemauert, wellt es sich bei Temperaturwechseln. An den Enden reißt dann der Putz, und durch die Risse läuft Wasser in die Dämmung.
Wenn Sie die Fassade dämmen, ist die Fensterbank kein eigener Auftrag für ganz zum Schluss, sondern Teil des WDVS. Sie wird in der richtigen Reihenfolge eingebaut: unter das untere Fensterprofil oder in die Anschlussschiene, und zwar vor dem Oberputz. Die alten, kurzen Fensterbänke stehen nach der Dämmung nicht mehr über die neue Dämmstoffdicke hinaus, und das Wasser läuft direkt über den Putz. Typische Folgen sind dunkle Streifen unter den Fenstern und eine Dämmung, die nach und nach feucht wird. Wer eine Fassadendämmung plant, muss außerdem die Anforderungen des GEG an Außenwände beachten. Ob es dafür Förderung über KfW oder BAFA gibt, klären Sie am besten mit einem Energieberater, bevor Sie Aufträge vergeben.
Anschlüsse an Schornstein und Durchdringungen
Der Schornstein steht fest, während sich das Dach um ihn herum leicht bewegt. Der Anschluss sollte deshalb nicht gleichzeitig fest mit Schornstein und Deckung verbunden sein. Bewährt hat sich eine Lösung aus zwei Teilen. Das Anschlussblech wird am Schornstein hochgeführt und unter die Deckung geschoben. Von oben deckt es ein separater Überhangstreifen ab, der in eine Nut im Schornstein eingelassen wird. Die Fachregeln des Dachdecker- und Klempnerhandwerks nennen als Aufkantungshöhe über der Deckung meist etwa 15 cm.
Hinter einem breiteren Schornstein staut sich das Wasser vom Dach, und dort bleiben gern Schnee und Laub liegen. Bei größerer Breite baut der Klempner deshalb dahinter einen Schornsteinsattel, auch Nackenkehle genannt, der das Wasser zu den Seiten ableitet. Vom Boden aus sehen Sie dieses Detail nicht, und genau deshalb fällt es bei billigen Angeboten gern weg. Die gleichen Grundsätze gelten für Dachfenster, Entlüftungsrohre und Durchführungen für Photovoltaik. Dort nimmt man nach Möglichkeit die Anschlusssets des jeweiligen Herstellers.
Attiken, Mauerkronen und Falzdächer
Die Attikaabdeckung braucht Gefälle zur Dachseite, damit kein Wasser über die Fassade läuft. Das Blech wird mit Haften oder einem durchgehenden Halteprofil befestigt, nicht mit Schrauben durch die waagerechte Fläche. Jedes Loch in der Oberseite ist eine Stelle, an der es undicht werden kann. Die Stöße werden je nach Werkstoff gefalzt, mit Dichtung überlappt oder gelötet.
Ein Falzdach wird über Stehfalze verbunden, die von Hand oder mit der Maschine geschlossen werden. Auf dem Untergrund hält das Blech mit verdeckten Haften, teils fest, teils verschiebbar, damit es sich ausdehnen kann. Viele glauben, ein Falzdach passe auch auf ein ganz flaches Dach. Das stimmt nicht. Die Hersteller legen eine Mindestdachneigung fest, meist einige Grad. Bei geringer Neigung verlangen sie einen Doppelstehfalz, ein Dichtband und eine geeignete Unterlage. Unter dem Blech muss außerdem eine Hinterlüftung oder eine Trennlage eingeplant werden, sonst greift Kondenswasser das Blech von unten an.
Genehmigungen, Mehrfamilienhäuser, Blitzschutz und Regenwasser
Wenn Sie Dachrinnen und Verblechungen im bisherigen Umfang erneuern, gilt das in der Regel als Instandhaltung. Was im Einzelfall gilt, richtet sich aber nach der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Fragen Sie im Zweifel lieber beim Bauamt nach, als sich darauf zu verlassen, dass nichts zu klären ist. Ändert sich die Dachform, steht das Haus unter Denkmalschutz oder liegt es in einem Denkmalbereich, stimmen Sie das Vorgehen vorher mit dem Bauamt und der unteren Denkmalschutzbehörde ab. Dort kann zum Beispiel ein bestimmter Werkstoff wie Kupfer oder Titanzink vorgeschrieben sein. Im Mehrfamilienhaus gehören Dach und Fassade zum Gemeinschaftseigentum. Über Arbeiten daran entscheidet die Eigentümergemeinschaft (WEG), in der Praxis meist über die Hausverwaltung.
An vielen Häusern ist die metallische Dachentwässerung in den Blitzschutz eingebunden, oder die Ableitungen laufen direkt neben den Fallrohren. Beim Austausch von Rinnen und Fallrohren darf die leitende Verbindung nicht unterbrochen werden, und Klemmen dürfen nicht einfach verschwinden. Änderungen an der Blitzschutzanlage und die anschließende Prüfung nach DIN EN 62305 mit Prüfprotokoll gehören in die Hände einer Elektrofachkraft mit Erfahrung im Blitzschutz.
Wollen Sie Fallrohre an den Kanal anschließen oder umlegen, gelten die Vorgaben des Kanalnetzbetreibers und Ihrer Gemeinde. In einen reinen Schmutzwasserkanal darf Regenwasser in der Regel nicht. Immer öfter wird verlangt, dass Sie Regenwasser auf dem Grundstück zurückhalten oder versickern lassen, etwa über eine Zisterne oder eine Mulde. Viele Gemeinden berechnen außerdem eine eigene Niederschlagswassergebühr nach der angeschlossenen Fläche. Klären Sie das, bevor Sie die Fallrohrführung ändern. Und noch etwas: Arbeit auf dem Dach ist Arbeit in der Höhe. Der ausführende Betrieb muss nach den Vorschriften des Arbeitsschutzes für Absturzsicherung sorgen, zum Beispiel mit Gerüst und Fangschutz.
Anleitung für Heimwerker: Dachrinnen und Fallrohre an einem eingeschossigen Haus reinigen
Hat Ihr Haus eine niedrige Traufe, etwa ein Bungalow oder eine Garage, können Sie die übliche Rinnenreinigung selbst übernehmen. Bei höheren Häusern, steilen Dächern oder wenn Sie aufs Dach steigen müssten, überlassen Sie die Arbeit einem Betrieb mit passender Ausrüstung für Arbeiten in der Höhe.
- Leiter auf festen, ebenen Untergrund stellen, gegen Wegrutschen sichern und von einer zweiten Person halten lassen.
- Laub, Nadeln und Schlamm mit Handschuh oder einer Kunststoffschaufel aus der Rinne holen, kein Metallwerkzeug verwenden, das die Oberfläche zerkratzt.
- Sieb oder Laubfangkorb im Rinnenkessel über dem Fallrohr reinigen.
- Rinne mit dem Gartenschlauch vom entfernten Ende zum Rinnenkessel hin durchspülen und beobachten, ob das Wasser gleichmäßig abläuft und nirgends stehen bleibt.
- Fallrohr auf Durchgang prüfen und bei langsamem Ablauf die Verstopfung von unten über die Reinigungsöffnung im Standrohr oder den Laubfang lösen.
- Laubfang oder Fallrohrfilter am Boden reinigen und abgesetzten Ziegelsand und Schmutz herausnehmen.
- Rinnenhaken, Verbindungen und Rohrschellen ansehen und Stellen mit Rost, Lockerung oder Tropfen notieren, damit ein Fachbetrieb sie repariert.
So nehmen Sie Klempnerarbeiten ab
Prüfen Sie die Klempnerdetails, bevor das Gerüst abgebaut wird. Ideal ist ein kräftiger Regen, sonst hilft eine Wasserprobe mit dem Schlauch. Gehen Sie bei der Abnahme diese Punkte durch:
- Das Wasser läuft in der Rinne zu den Rinnenkesseln und bleibt nach dem Regen nicht stehen
- Die Rinnenhaken sitzen im gleichmäßigen Abstand nach Herstellervorgabe, und die Rinne gibt unter Handdruck nicht nach
- Stöße, Ecken und Rinnenböden tropfen nicht, und auf langen Strecken ist ein Dehnungselement eingebaut
- Die Fallrohre stehen lotrecht, die Rohrschellen sind fest, und die Rohre münden in einen Laubfang, ins Standrohr oder abseits des Fundaments
- Beim Blitzschutz ist die leitende Verbindung erhalten, und der Betrieb hat auf die nötige Prüfung hingewiesen
- Die Fensterbänke haben Gefälle nach außen, eine Tropfkante vor der Fassade und seitliche Abschlüsse mit Spielraum für Dehnung
- Der Schornsteinanschluss ist über die Deckung hochgeführt und mit einem Überhangstreifen abgedeckt, nicht nur verfugt
- Die Attiken haben Gefälle zur Dachseite, und auf der waagerechten Fläche sind keine Schrauben zu sehen
- An den Schnittkanten des beschichteten Blechs blättert nichts ab, und Kupfer sitzt nicht oberhalb von Zink oder Aluminium
- Der Betrieb hat Ihnen Angaben zum Werkstoff, zum Systemhersteller und zu den Gewährleistungsbedingungen übergeben
Häufige Fragen
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