Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Rinnen und Fallrohre | ||||
| Montage Fallrohr | lfm | 15,78 € | - | |
| Montage Dachrinne (vorhängend) | lfm | 17,53 € | - | |
| Montage Rinnenhaken | Stk. | - | ||
| Montage Rohrschelle | Stk. | 6,14 € | - | |
| Montage Rinnenkessel (Wasserfangkasten) | Stk. | 21,04 € | - | |
So montiert der Klempner ein Fallrohr
Bei Metall- und Kunststoffsystemen läuft die Arbeit ähnlich ab. Unterschiede gibt es vor allem beim Verbinden der Teile. Der Klempner arbeitet in der Regel von oben nach unten:
- Lage des Fallrohrs festlegen und mit Lot oder Laser die Senkrechte vom Rinnenkessel bis zum Boden anzeichnen, mit Abstand zu Fenstern, Leuchten und Anschlüssen.
- Gefälle der Rinne zum Kessel prüfen, häufig etwa 3 bis 5 mm je Meter, und den Rinnenkessel am tiefsten Punkt so einsetzen, dass er nicht auf der Kante eines Rinnenhakens sitzt.
- Den Dachüberstand mit zwei Bögen überbrücken und das Zwischenstück erst nach einer Probemontage auf exakte Länge schneiden.
- Rohrschellen im tragenden Mauerwerk oder Beton verankern, meist mit höchstens etwa 2 Metern Abstand, bei Kunststoff eher enger.
- Rohre so zusammenstecken, dass das obere Rohr immer in die Muffe des unteren greift, bei Kunststoff die Dehnungsfuge nach Herstellerangabe lassen.
- Etwa einen Meter über dem Boden ein Reinigungsstück setzen, darunter den Auslaufbogen oder den Übergang ins Standrohr zur Grundleitung.
- Wasser in die Rinne gießen und alle Verbindungen auf Dichtheit prüfen.
Die Schelle gehört knapp unter die Muffe, nicht in die Rohrmitte. Sie wird fest, aber nicht bis zum Anschlag angezogen, denn das Rohr muss sich bei Temperaturwechseln leicht bewegen können. Ein zu stramm eingespanntes Fallrohr reißt im Frost oft genau an der Verbindung.
Material, Durchmesser und Form: was passt
Der Durchmesser richtet sich nicht nach dem Nachbarhaus, sondern nach der Grundfläche des Daches, die das jeweilige Rohr entwässert. Hersteller liefern Rinnen und Fallrohre in festen Größenpaaren, an die Sie sich halten sollten. Ein dünnes Rohr unter einer breiten Rinne wird bei Platzregen zum Flaschenhals, und das Wasser schwappt über den Rinnenrand. Bei großen Dachflächen ist ein zweites Fallrohr an anderer Stelle meist sinnvoller als ein immer dickeres Rohr. Bei Flachdächern und verwinkelten Dächern gehört die Bemessung in die Hand eines Planers, der nach DIN EN 12056-3 und DIN 1986-100 rechnet.
- Titanzink: in Deutschland sehr verbreitet, langlebig, bildet mit der Zeit eine graue Schutzschicht
- Verzinkter und beschichteter Stahl: robust, in vielen Farben erhältlich, Kratzer in der Beschichtung sollten ausgebessert werden
- Kunststoff: leicht und rostfrei, dehnt sich aber stärker bei Wärme und wird im Frost spröder, eher für Garagen, Carports und Gartenhäuser
- Aluminium und Kupfer: sehr lange Lebensdauer, verlangen einen erfahrenen Klempner
Das runde Rohr ist Standard, darin fließt das Wasser mit dem geringsten Widerstand. Eckige Fallrohre wählt man meist wegen der Optik bei modernen Häusern. Bei gleicher Größe schlucken sie etwas weniger Wasser, und die Auswahl an Zubehör ist kleiner.
Wohin mit dem Regenwasser
Irgendwo muss das Rohr enden, und genau hier entstehen die meisten Probleme. Läuft das Wasser direkt am Hausfuß aus, durchnässt es jahrelang den Boden an den Fundamenten und schadet Sockel und Kellerabdichtung.
Freier Auslauf auf das Grundstück funktioniert, wenn das Gelände vom Haus wegfällt, unter dem Auslauf eine befestigte Fläche oder ein Spritzschutzstreifen liegt und das Wasser mindestens etwa einen Meter vom Fundament abfließt. Leiten Sie das Wasser nicht auf das Nachbargrundstück oder auf den Gehweg, dort droht im Winter Glatteis.
Anschluss an den Kanal ist zuverlässig. Zwischen Fallrohr und Grundleitung gehört ein Regenwasserfilter oder Schmutzfänger, der Laub und Moos zurückhält. Ob und wie Sie Regenwasser einleiten dürfen, regelt die Gemeinde in ihrer Entwässerungssatzung. Viele Kommunen berechnen dafür eine eigene Niederschlagswassergebühr, fragen Sie bei Stadtwerken oder Gemeinde nach.
Versickerung auf dem Grundstück ist eine Lösung, wenn kein Kanal da ist oder die Gemeinde sie sogar verlangt. Die Anlage richtet sich nach der Durchlässigkeit des Bodens und braucht Abstand zum Fundament und zu einem Brunnen. Regenwasser gehört nicht in eine Sammelgrube oder Kleinkläranlage und erst recht nicht in einen Trinkwasserbrunnen. Für Versickerungsanlagen kann eine Erlaubnis der unteren Wasserbehörde nötig sein.
Bei einem neuen Kanalanschluss, einer Versickerung oder größeren Umbauten klären Sie vorab mit dem Bauamt, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verlangt. In einer Eigentumswohnung stimmen Sie jede Änderung an den Fallrohren mit der Hausverwaltung bzw. der Eigentümergemeinschaft (WEG) ab.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Am einfachsten ist ein eingeschossiges Haus, das sich von der Leiter erreichen lässt, mit rundem Rohr aus gängigem Material und freiem Auslauf. Aufwendiger wird es bei:
- Höheren Gebäuden, wenn ein Gerüst oder eine Hebebühne nötig ist
- Fassaden mit WDVS, an denen die Schellen mit langen Abstandsschrauben durch die Dämmung ins Mauerwerk müssen
- Abbau und Entsorgung des alten Fallrohrs
- Kupfer oder Aluminium, die genauer verarbeitet werden müssen
- Innenliegenden Fallrohren oder Durchführungen durch die Attika beim Flachdach
- Anschluss an die Grundleitung mit Schmutzfänger
Wer ohnehin dämmt, lässt die Befestigungspunkte am besten gleich während der Fassadenarbeiten vorbereiten und fotografiert ihre Lage. Tragendes Mauerwerk später durch dicke Dämmung zu suchen, kostet Zeit und beschädigt die fertige Fassade.
Typische Fehler bei der Montage
Die meisten Schäden entstehen nicht durch schlechtes Material, sondern durch unterschätzte Details. In der Praxis sieht man häufig:
- Falsch herum gesteckte Rohre, bei denen das untere ins obere greift und Wasser bei jedem Regen über die Fassade läuft
- Schellen nur im Putz oder in der Dämmung, die Schnee und Eis samt Fassadenstück herausreißen
- Zu große Schellenabstände, sodass sich Metallrohre durchbiegen und Kunststoffrohre verformen
- Kein oder falsches Rinnengefälle, sodass Wasser steht, Schmutz sich absetzt und es im Winter friert
- Fehlendes Reinigungsstück, sodass bei der ersten Verstopfung das Rohr zerlegt werden muss
- Auslauf direkt am Sockel ohne Gefälle und ohne Spritzschutz
Läuft ein bestehendes Fallrohr immer wieder über, liegt die Ursache oft woanders als dort, wo das Wasser austritt. Meist ist das Rohr zu klein oder das Rinnengefälle stimmt nicht.
Abnahme: So prüfen Sie das fertige Fallrohr
Lassen Sie bei der Abnahme mit Eimer oder Gartenschlauch Regen simulieren und gehen Sie diese Punkte durch:
- Wasser steht nirgends in der Rinne und fließt gleichmäßig zum Kessel
- Im Rinnenkessel sitzt ein Laubfangkorb
- Keine Verbindung tropft, besonders an den Bögen unter dem Dach
- Obere Rohre stecken in den Muffen der unteren
- Schellen sitzen im tragenden Mauerwerk direkt unter den Muffen, das Rohr lässt sich darin leicht bewegen
- Das Rohr ist senkrecht und berührt weder Leuchten noch Anschlüsse
- Das Reinigungsstück ist eingebaut und lässt sich öffnen
- Das Wasser läuft weit genug vom Fundament ab oder in den Schmutzfänger
Häufige Fragen
Meist reichen zwei Kontrollen im Jahr: im Frühjahr nach dem Winter und im Herbst nach dem Laubfall. Dabei Rinne, Kessel und Schmutzfänger leeren, das Rohr mit dem Schlauch durchspülen und auf lockere Schellen und Wasserspuren an der Fassade achten.
Ja, dafür wird ein Regensammler ins Fallrohr gesetzt, der einen Teil des Wassers abzweigt und den Rest weiterleitet. Praktisch ist ein Sammler, den Sie im Winter auf Durchlauf stellen können. Der Behälter braucht einen Überlauf, sonst staut sich das Wasser bei langem Regen zurück.
Die Arbeit findet auf der Leiter in Dachhöhe statt, also mit Absturzgefahr. Deshalb gehört sie in die Hand eines Klempners, vor allem bei höheren Häusern, Metallsystemen, gedämmten Fassaden und innenliegenden Rohren. Selbst erledigen können Sie die regelmäßige Reinigung und die Kontrolle des unteren Rohrabschnitts.
Nicht immer. Ist die Rinne intakt, hat das richtige Gefälle und passt von der Größe zum neuen Rohr, kann sie bleiben. Bei Korrosion, falschem Gefälle oder unpassenden Maßen ist es sinnvoller, das ganze System auf einmal zu erneuern.
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