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Spritzschaumdämmung mit geschlossenen Zellen

Geschlossenzelliger Spritzschaum ist ein harter Polyurethanschaum (PU- oder PUR-Schaum). Ein Fachbetrieb sprüht ihn direkt auf Decke, Dachsparren, Mauerwerk oder Fundament. Der Schaum dehnt sich vor Ort aus und wird nach kurzer Zeit fest. So entsteht eine durchgehende Dämmschicht ohne Fugen, die gut dämmt und kaum Wasser aufnimmt. Gefragt

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·3 Positionen im Preisverzeichnis
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PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dämmungen
PU-Spritzdämmung - geschlossenzelligm²-
PU-Spritzdämmung - offenzellig (20-25 cm)m²-
PU-Spritzdämmung - offenzellig (30-35 cm)m²-
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Harter und weicher Schaum: der Unterschied

PU-Spritzschaum entsteht aus zwei flüssigen Komponenten, Polyol und Isocyanat. Beide werden erst in der Spritzpistole gemischt. Die Masse schäumt sofort auf und wird innerhalb von Sekunden fest. Welche Zellen dabei entstehen, hängt von Rezeptur und Dichte ab.

  • Geschlossene Zellen (harter Schaum): Die Zellen sind dicht und mit Gas gefüllt. Der Schaum ist fest, formstabil und lässt kaum Wasser oder Wasserdampf durch. Die Rohdichte liegt meist über 35 kg/m³, der Anteil geschlossener Zellen bei etwa 90 % oder mehr.
  • Offene Zellen (weicher Schaum): Die Zellen sind miteinander verbunden. Der Schaum ist leicht, elastisch, dampfdurchlässig und dämpft Schall besser. Feuchtigkeit verträgt er dagegen schlecht. Er wird vor allem in trockenen Innenräumen eingesetzt.

Warum wählt man harten Schaum oft auch, um Platz zu sparen? Seine Wärmeleitfähigkeit λ liegt laut Herstellerangaben bei ungefähr 0,025 W/(m·K), beim weichen Schaum eher bei 0,037 W/(m·K). Für dieselbe Dämmwirkung reicht also eine dünnere Schicht. Das merken Sie zum Beispiel im Dachgeschoss eines Altbaus mit niedrigen Sparren, wenn Sie keine Raumhöhe verlieren möchten.

Wo geschlossenzelliger Schaum sinnvoll ist

Harter Schaum passt überall dort, wo die Dämmung wasserbeständig und mechanisch belastbar sein soll:

  • Steildächer und Dachgeschosse: Der Schaum füllt den Raum zwischen den Sparren und dichtet auch schwierige Stellen an Schornstein und Dachfenstern ab.
  • Flachdächer: Der Schaum wird von außen aufgesprüht und anschließend mit einer Deckbeschichtung oder einer weiteren Schicht geschützt.
  • Fundamente, Sockel und Kellerwände: Bereiche mit Erdkontakt oder Spritzwasser.
  • Hallen, Lager, landwirtschaftliche Gebäude und Kühlräume: Hier müssen große Flächen aus Blech oder Beton schnell gedämmt werden.

Beim Steildach ist der Spritzschaum nur eine Schicht im gesamten Dachaufbau. Er schließt an die Arbeit von Klempner und Dachdecker an, also an Unterspannbahn oder Schalung, Lattung und Eindeckung. Den Aufbau sollte ein Planer oder Energieberater festlegen. Harter Schaum ist selbst nahezu dampfdicht, eine eigene Dampfbremse ist daher oft nicht nötig. Entscheidend sind aber das konkrete System und die Frage, ob die Holzsparren dauerhaft trocken bleiben. Direkt auf die Unterseite von Dachziegeln sollte man nicht sprühen, denn eine spätere Reparatur des Dachs wird dann sehr aufwendig.

Bei einer Dämmung von Fassade oder Flachdach oder bei anderen Änderungen am Gebäude klären Sie vorab beim Bauamt, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslands verlangt. Wenn Sie größere Teile von Dach oder Außenwand erneuern, stellt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) außerdem Anforderungen an die Dämmung. Fragen Sie Ihren Energieberater, was für Ihr Haus gilt. Wer Fördermittel etwa über KfW oder BAFA nutzen möchte, sollte sich vor der Beauftragung informieren. In einem Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen sprechen Sie zuerst mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG), denn Dach und Außenwände gehören zum Gemeinschaftseigentum.

So läuft das Aufsprühen ab

Diese Arbeit erledigt immer ein Fachbetrieb mit Spritzanlage. Isocyanat reizt beim Sprühen die Atemwege. Der Verarbeiter braucht deshalb Atemschutz und eine entsprechende Schulung, alle anderen Personen müssen den Raum während der Arbeit verlassen. Für Heimwerker ist das keine geeignete Aufgabe.

  1. Konstruktion besichtigen, Schichtdicke nach Planung festlegen und prüfen, ob Dach oder Wand trocken und dicht sind.
  2. Fenster, Böden, Elektroinstallation und alles, was keinen Schaum abbekommen soll, abdecken.
  3. Untergrund von Staub, Fett und losen Teilen säubern.
  4. Temperatur und Luftfeuchte von Raum und Untergrund nach technischem Merkblatt des Herstellers prüfen.
  5. Schaum in mehreren dünneren Lagen aufsprühen, bis die vereinbarte Dicke erreicht ist.
  6. Überstehenden Schaum abschneiden und die Dicke an mehreren Stellen kontrollieren.
  7. Raum lüften und die Wartezeit einhalten, nach der er laut Hersteller wieder betreten werden darf.
  8. Bei Bedarf Deckschichten ergänzen, zum Beispiel Gipskarton im Trockenbau unter dem Dach oder eine Schutzbeschichtung auf dem Flachdach.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Der Aufwand und damit der Preis pro Quadratmeter unterscheiden sich von Gebäude zu Gebäude. Leichter wird die Arbeit bei:

  • großen, ebenen und gut zugänglichen Flächen
  • trockenem, sauberem Untergrund ohne lange Vorbereitung
  • leeren Räumen, in denen wenig abgedeckt werden muss

Aufwendiger wird sie bei:

  • größerer Schichtdicke, die in mehreren Durchgängen gesprüht werden muss
  • verwinkelten Dachstühlen, niedrigen Dachgeschossen und vielen Anschlüssen an Schornstein, Rohren und Fenstern
  • kleinen Aufträgen, bei denen sich die Anfahrt der Anlage auf wenige Quadratmeter verteilt
  • einer zusätzlich nötigen Brandschutz- oder Schutzschicht

Worauf Sie achten sollten und typische Fehler

In der Praxis kommt es vor, dass für feuchte Bereiche wie Sockel oder Flachdach der günstigere offenzellige Schaum gewählt wird. Er nimmt Feuchtigkeit auf und verliert mit der Zeit an Wirkung. Weitere typische Probleme:

  • Schlechte Untergrundvorbereitung: Staub, Fett oder Feuchtigkeit verschlechtern die Haftung, der Schaum kann sich später ablösen.
  • Sprühen bei ungeeignetem Wetter: Bei Kälte oder hoher Luftfeuchte schäumt und härtet der Schaum ungleichmäßig aus.
  • Dünnere Schicht als vereinbart: Die Dämmung erreicht dann nicht die geplante Wirkung.
  • Schaum in der Sonne: UV-Strahlung zersetzt PU-Schaum nach und nach. Im Außenbereich muss er deshalb immer abgedeckt werden.
  • Fehlender Brandschutz: Üblicher PU-Schaum fällt meist in die Brandklasse E nach DIN EN 13501-1, also normal entflammbar. Im bewohnten Dachgeschoss wird er daher in der Regel verkleidet, etwa mit Gipskarton. Angaben wie „nicht brennbarer Schaum“ sollten Sie kritisch sehen und sich die genaue Klassifizierung zeigen lassen.

Lassen Sie sich vor der Beauftragung technisches Merkblatt, Leistungserklärung und Angabe zum Brandverhalten geben. Die Schichtdicke sollte direkt im Angebot stehen. Vergleichen Sie Angebote nur bei gleicher Fläche und gleicher Dicke.

So prüfen Sie die fertige Dämmung

  • Schicht ist durchgehend, ohne Löcher, Risse oder Stellen, an denen der Untergrund durchscheint
  • Dicke entspricht der Vereinbarung, geprüft per Einstich oder Messung an mehreren Stellen
  • Schaum haftet fest und löst sich beim Andrücken nicht
  • Oberfläche ist gleichmäßig, ohne große Blasen und ohne weiche oder klebrige Stellen
  • Anschlüsse an Schornstein, Fenstern und Durchführungen sind sorgfältig abgedichtet
  • Fenster, Böden und Installationen sind frei von Schaumresten
  • Nach dem Lüften bleibt kein deutlicher Geruch im Raum
  • Technisches Merkblatt, Angabe zum Brandverhalten und Gewährleistungsbedingungen liegen vor

Häufige Fragen

Durch die geschlossenen Zellen nimmt er kaum Wasser auf und wird deshalb an Fundamenten, Sockeln und Flachdächern eingesetzt. Eine vollwertige Abdichtung ersetzt er aber nur, wenn der Hersteller das für das jeweilige System ausdrücklich angibt und die Planung damit rechnet.

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