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Verfüllen mit Erdreich und Verdichten

Das Verfüllen mit Erdreich und anschließendem Verdichten fällt auf der Baustelle kaum auf. Trotzdem entscheidet es oft darüber, ob zwei Jahre später der Weg am Haus absackt, die Platten auf der Terrasse reißen oder der Kanalhausanschluss nachgibt.

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
57,60 €/ m³
Richtwert-Spanne
46,08 € - 74,88 €
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Erdarbeiten5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Verfüllung und Verdichtung
Verfüllung mit Erde inkl. Verdichtungm³57,60 €-
Verfüllung mit Schotter / Brechkornm³19,20 €-
Schüttungen aus Sandkies + Verdichtungm³18,25 €-
Verdichtung des Untergrundes mit Rüttelplattem²6,70 €-
Verdichtung mit Vibrationswalzem²5,40 €-
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Verfüllen, Aufschütten, Verdichten: was dahintersteckt

Verfüllen heißt, eine Vertiefung zu schließen, also einen Graben, eine Grube, eine Baugrube oder den Arbeitsraum zwischen Kellerwand und Gelände. Eine Aufschüttung hebt dagegen das Gelände an, etwa zum Ausgleichen des Grundstücks, unter einer Bodenplatte oder unter einer Zufahrt. Für beides gilt dasselbe Prinzip: Das Material kommt in Lagen ein, und jede Lage wird verdichtet, bevor die nächste folgt.

Warum reicht es nicht, die Grube einfach zuzuschieben und zu warten, bis sich alles von selbst setzt? Zwischen den Körnern eines Schüttguts steckt viel Luft. Ausgehobener Boden lockert sich außerdem auf, er nimmt also mehr Volumen ein als vorher im Erdreich. Bleibt er unverdichtet, drücken ihn Regen, Frost und Belastung über Jahre langsam zusammen. Die Folgen kennt man: Mulden ums Haus, Regenwasser, das zur Kellerwand läuft, und Risse im Pflaster. Das Verdichten nimmt diesen Vorgang vorweg und erledigt ihn kontrolliert an einem Tag.

Abgerechnet wird nach Kubikmeter. In der Praxis lässt sich die Menge aber unterschiedlich ermitteln: nach dem Volumen der Baugrube, nach Plan im verdichteten Zustand oder nach der angelieferten, losen Menge. Zwischen diesen Werten liegt ein spürbarer Unterschied. Klären Sie deshalb vor der Beauftragung, wie gemessen wird.

Aushub, Schotter oder Kiessand: welches Material wohin

Auf dieser Seite stehen drei verwandte Positionen aus der Preisliste. Sie unterscheiden sich im Material und damit darin, wo sie hinpassen und wie man mit ihnen arbeitet.

Verfüllen mit Erdreich und Verdichten

Hier wird geeigneter Boden eingebaut, meist der Aushub von der eigenen Baustelle. Das passt für Gräben im Garten, für den Arbeitsraum am Keller dort, wo später keine befestigte Fläche entsteht, und überall dort, wo das ursprüngliche Gelände wiederhergestellt werden soll. Der Boden darf keinen Mutterboden, keine Wurzeln, kein Holz, keinen Bauschutt und keine großen Steine enthalten. Organische Reste verrotten mit der Zeit und hinterlassen Hohlräume.

Viel hängt von der Bodenart ab. Sandige und kiesige Böden lassen sich leicht verdichten und sind gut wasserdurchlässig. Ton und Lehm reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit: Trocken bilden sie harte Klumpen, die sich kaum verdichten lassen, und durchnässt schwabbeln sie unter der Rüttelplatte wie Pudding. Bindige Böden lassen sich einbauen, aber nur bei passender Feuchte, in dünneren Lagen und mit dem richtigen Gerät.

Verfüllen mit Schotter oder gebrochenem Gestein

Schotter oder gebrochenes Mineralgemisch wählt man dort, wo die Verfüllung Last tragen muss und sich nicht setzen darf: unter Gehwegen, Terrassen und Garagenzufahrten, bei Leitungen unter der Straße oder an Kellerwänden, an die später Pflaster anschließt. Für verdichtete Tragschichten nimmt man ein gut abgestuftes Gemisch, zum Beispiel Schotter-Splitt-Gemisch 0/32 oder 0/45. Die feinen Körner füllen die Lücken zwischen den groben, und das Ganze verdichtet sich zu einer festen, tragfähigen Schicht.

Etwas völlig anderes ist gewaschener Kies oder Splitt ohne Feinanteil, etwa 16/32. Zwischen den Körnern bleiben Hohlräume, durch die Wasser abfließt. Deshalb eignet sich dieses Material als Drainagepackung um ein Drainrohr. Es lässt sich nur wenig verdichten und taugt ohne weiteres nicht als Tragschicht unter Pflaster. Häufig sieht man, dass diese beiden Materialien verwechselt werden, und dann wundert sich jemand, warum sich der Schotter nicht verdichten lässt.

Aufschüttungen aus Kiessand mit Verdichtung

Kiessand, zum Beispiel 0/32, ist gewonnenes Material aus der Kiesgrube mit eher runden Körnern und einem Sandanteil. Man nimmt ihn für größere Aufschüttungen: um das Gelände unter einer Bodenplatte nach Plan anzuheben, unter befestigten Flächen oder zum Ausgleichen eines Grundstücks. Er verdichtet sich gut und gleichmäßig und verträgt Wasser besser als lehmiger Boden. Unter der Bodenplatte eines Einfamilienhauses schreibt die Planung oft direkt eine Kiessand- oder Schotterschicht in bestimmter Dicke und mit geforderter Tragfähigkeit vor.

So entscheiden Sie

  • Später Garten oder Rasen: In der Regel reicht guter Aushub, obenauf Mutterboden.
  • Später Pflaster, Weg oder Zufahrt: Mineralgemisch oder Kiessand, zumindest in den oberen Lagen.
  • Gelände unter dem Gebäude anheben: Kiessand oder Schotter nach Planung, mit Nachweis der Tragfähigkeit.
  • Wasser ableiten: Gewaschener Kies mit Geotextil, kein Lehm.

Was vor dem Verfüllen fertig sein muss

Was einmal verfüllt ist, lässt sich nur durch neues Graben wieder freilegen. Deshalb lohnt sich vorher ein Moment Pause, um zu prüfen, ob unter der Erde wirklich alles erledigt ist.

  • Rohre und Kabel liegen und sind geprüft. Der Kanal braucht das richtige Gefälle und sollte auf Dichtheit geprüft sein, die Wasserleitung nach der Druckprüfung. Bei Gas- und Stromanschlüssen verlangt der Netzbetreiber meist eine Kontrolle oder Abnahme, bevor der Graben geschlossen wird.
  • Die Leitungen sind eingemessen. Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen werden vor dem Verfüllen vermessen. Später geht das nicht mehr.
  • Die Kellerabdichtung ist geschützt. Auf der Abdichtung sollte eine Noppenbahn, eine Perimeterdämmung aus XPS oder ein anderer Schutz sitzen, damit Steine im Verfüllmaterial sie nicht beschädigen.
  • Der Beton ist fest genug. Keller- und Fundamentwände werden erst verfüllt, wenn sie ausreichend ausgehärtet sind, nach Vorgabe des Statikers oft erst, wenn die Decke darüber liegt und die Wand oben abstützt.
  • Auf der Grubensohle steht kein Wasser, kein Schnee und kein Schlamm. In Wasser und auf gefrorenen Boden wird nicht verfüllt.
  • Lagerplatz und Zufahrt sind geklärt. Bagger, Radlader und Rüttelplatte brauchen Platz. Ein schmaler Durchgang am Nachbarzaun oder ein Beet, das nicht leiden darf, ändert die ganze Vorgehensweise.

Gehört die Verfüllung zu einem Bauvorhaben oder zu einer größeren Geländeveränderung, gelten die Baugenehmigung und die Planung. Ob Aufschüttungen und Abgrabungen auf Ihrem Grundstück genehmigungsfrei sind, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes, und die Grenzen sind von Land zu Land verschieden. Fragen Sie im Zweifel beim Bauamt nach. Bei einer Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus ist der Garten meist Gemeinschaftseigentum, dann sind Hausverwaltung und Eigentümergemeinschaft (WEG) Ihr erster Ansprechpartner.

So läuft Verfüllen und Verdichten auf der Baustelle ab

Leitungszone und erste Lagen

Bei Rohren und Kabeln kommt zuerst die Leitungszone, also feines Material rund um die Leitung, meist Sand oder feines Mineralgemisch ohne scharfkantige Steine. Diese Schicht reicht in der Regel etwa 10 bis 30 cm über den Rohrscheitel, die genaue Dicke legen Planung oder Rohrhersteller fest. Seitlich am Rohr wird das Material von Hand oder mit leichtem Stampfer sorgfältig eingestopft, damit das Rohr fest liegt und nicht zur Seite ausweicht. Direkt über dem Rohr wird mit schwerem Gerät erst verdichtet, wenn genug Material darüber liegt. In oder knapp über der Leitungszone kommt ein Warnband in der passenden Farbe, das beim nächsten Graben auf die Leitung darunter hinweist.

Einbau in Lagen

Über der Leitungszone wird das Material in gleichmäßigen Lagen eingebaut. Mit einer üblichen Rüttelplatte liegt die lose Lagendicke meist bei etwa 20 bis 30 cm, bei leichten Platten darunter, bei schweren Walzen darüber. Genaue Werte nennt der Gerätehersteller. Eine zu dicke Lage wird nur oben verdichtet, darunter bleibt lockeres Material. Das ist der häufigste Grund für spätere Setzungen.

Jede Lage wird mehrmals in überlappenden Bahnen abgefahren, bis sich die Oberfläche sichtbar nicht mehr setzt und die Platte zu springen beginnt. Beim Verfüllen rund ums Haus arbeitet man gleichmäßig um den Umfang herum, damit nicht eine Wandseite mehr Druck bekommt als die andere.

Das passende Gerät

  • Rüttelplatte: Das Allroundgerät für Sand, Kies und Schotter. Leichte Platten für schmale Gräben, schwerere reversierbare Platten für Flächen und dickere Lagen.
  • Vibrationsstampfer: Schmal und schlagkräftig, gut für Gräben, an Wänden und Schächten und für bindige, lehmige Böden, die eine Platte schlecht verdichtet.
  • Walze: Für große Flächen und Aufschüttungen unter Straßen und Parkplätzen.
  • Anbauverdichter am Bagger: Für tiefe und breite Baugruben, in die man mit einer Platte nicht sicher hineinsteigen kann.

Die Feuchte des Materials

Jedes Material lässt sich bei einer bestimmten Feuchte gut verdichten, Fachleute sprechen vom optimalen Wassergehalt. Im Alltag heißt das: Der Boden lässt sich in der Hand zu einem Klumpen drücken, der hält, aber nicht schmiert und aus dem kein Wasser läuft. Zu trockener Kies oder Sand wird leicht angefeuchtet. Durchnässter Lehm muss abtrocknen, wird ausgebreitet oder gegen besseres Material getauscht. Nassen Ton zu verdichten ist meist verlorene Zeit, das Material wird nur hin und her geschoben.

An Fundamenten und Kellerwänden

Direkt an der Wand wird vorsichtig verdichtet, mit leichterem Gerät und in dünneren Lagen. Eine schwere Platte oder Walze an frischem Mauerwerk kann die Wand eindrücken und schädigen. Die oberste Lage am Haus bekommt Gefälle vom Gebäude weg, damit Wasser nicht zum Fundament läuft. Folgen Pflaster, Traufstreifen oder Terrasse, werden die oberen Lagen aus Mineralgemisch eingebaut.

Wie lange es dauert

Ein Graben für einen Hausanschluss ist in der Regel in einigen Stunden bis einem Tag verfüllt. Der Arbeitsraum um ein Einfamilienhaus oder eine größere Aufschüttung unter der Bodenplatte dauert je nach Zugang und Menge einen bis mehrere Tage. Anders als bei Beton gibt es keine Wartezeit zum Aushärten. Soll aber die Tragfähigkeit gemessen werden, beginnen Folgearbeiten wie der Unterbeton erst, wenn das Prüfergebnis vorliegt.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Der Aufwand hängt nicht nur an der Menge. Dieselbe Zahl Kubikmeter kann einmal bequeme Arbeit mit dem Radlader bedeuten und ein anderes Mal einen Tag mit der Schubkarre.

Leichter wird es durch:

  • Guten Zugang für Bagger oder Radlader und ein Materiallager direkt an der Grube
  • Sandigen oder kiesigen Boden mit passender Feuchte
  • Einen breiten Graben, in dem die Platte ohne Hindernisse arbeiten kann
  • Trockenes Wetter und eine Grube ohne Grundwasser

Aufwendiger wird es durch:

  • Materialtransport von Hand durch Garten, Haus oder einen schmalen Durchgang
  • Viele Leitungen in einem Graben, Schächte und Kreuzungen, an denen von Hand verdichtet werden muss
  • Lehmigen oder tonigen Boden, nass nach Regen, der abtrocknen oder ausgetauscht werden muss
  • Ungeeigneten Aushub, der abgefahren und durch geliefertes Material ersetzt wird
  • Geforderte Tragfähigkeitsnachweise und Nachverdichten, wenn die Prüfung nicht besteht
  • Tiefe Gräben mit Verbau, bei denen der Verbau Stück für Stück mit dem Verfüllen gezogen wird

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Alles auf einmal statt in Lagen. Der Bagger schiebt den Graben zu, oben fährt einmal die Platte drüber. Die Oberfläche wirkt fest, doch nach ein bis zwei Wintern zieht sich eine Mulde entlang des Grabens.
  • Boden mit Mutterboden, Wurzeln oder Bauschutt. Organik verrottet, Schutt bildet Hohlräume. Das zeigt sich als örtliche Einbrüche, oft erst nach Jahren.
  • Steine an Rohr oder Abdichtung. Ein scharfkantiger Stein durchstößt unter Last das Rohr oder die Abdichtung. Die Folge sind ein feuchter Keller oder ein undichter Kanal, der wieder freigelegt werden muss.
  • Schweres Gerät direkt über dem Rohr. Das Rohr verformt sich oder eine Muffe gibt nach. Bei der Kamerabefahrung findet man dann ein durchgebogenes Rohr oder stehendes Wasser in einer Senke.
  • Nasser Lehm oder gefrorenes Material. Nasser Ton lässt sich nicht verdichten, gefrorener Boden sackt nach dem Auftauen zusammen. Das gilt auch für Schnee, der in die Grube geschoben wurde.
  • Verfüllen an zu junge Wände oder einseitiger Druck. Die Wand kann sich neigen oder reißen. Eine teure Reparatur, die sich mit etwas Geduld vermeiden lässt.
  • Drainkies statt Tragschicht. Unter Pflaster wandert gewaschener Kies, die Steine werden wellig und kippeln.
  • Gefälle zum Haus. Regenwasser läuft in die Verfüllung zum Fundament und sucht sich den Weg in den Keller.
  • Kein Warnband, keine Einmessung. Niemand weiß, wo die Leitung genau liegt, und beim nächsten Graben wird sie beschädigt.

Anleitung für Heimwerker: flachen Graben oder kleine Fläche verfüllen

Selbst machen können Sie sinnvoll das Verfüllen eines flachen Grabens, etwa für eine Bewässerung, ein Gartenkabel, das eine Elektrofachkraft verlegt hat, oder eine Drainage, außerdem das Verdichten des Unterbaus für einen kleinen Weg. Eine Rüttelplatte bekommen Sie im Baumaschinenverleih. Tiefe Gräben, Gruben mit instabilen Wänden und Hausanschlüsse für Gas, Strom oder Trinkwasser sind dagegen Sache einer Fachfirma. Riechen Sie bei der Arbeit Gas, verlassen Sie sofort den Bereich, benutzen Sie kein Feuer und keine elektrischen Schalter und rufen Sie aus sicherer Entfernung die Störungsnummer Ihres Gasnetzbetreibers oder die 112 an.

  1. Lage der Leitungen im Boden klären, beim Netzbetreiber eine Leitungsauskunft einholen und nicht blind graben oder verdichten.
  2. Grabensohle von Wasser, Schlamm, Wurzeln und Steinen befreien.
  3. Material bereitstellen: Sand für die Leitungszone, geeigneten Boden ohne Mutterboden und Schutt, bei Bedarf Mineralgemisch.
  4. Sand rund um Rohr oder Kabel einfüllen und seitlich von Hand einstopfen.
  5. Schutzschicht aus Sand über der Leitung aufbringen und Warnband einlegen.
  6. Weiteres Material in Lagen von etwa 15 bis 20 cm einbauen.
  7. Feuchte prüfen: Der Boden soll in der Hand die Form halten, aber nicht schmieren.
  8. Jede Lage mehrmals in überlappenden Bahnen mit der Platte abfahren.
  9. An Wänden, Schächten und in Ecken mit dem Handstampfer nachverdichten.
  10. Oberste Lage mit Gefälle vom Haus weg abziehen und Mutterboden oder Pflasterunterbau einbauen.
  11. Nach einigen kräftigen Regenfällen prüfen, ob sich die Oberfläche gesetzt hat, und Senken nachfüllen.

Tragen Sie bei der Arbeit mit der Platte feste Sicherheitsschuhe, Gehörschutz und Handschuhe. Lassen Sie die Platte nicht auf der Stelle laufen, und heben Sie sie zu zweit in den Graben, statt sie hineinzuwerfen.

So prüfen Sie die Verdichtung

Bei einer einfachen Verfüllung im Garten genügt eine einfache Kontrolle. Eine gut verdichtete Fläche gibt unter dem Schuh nicht nach, ein Stahlstab lässt sich nur schwer hineindrücken, und nach dem Überfahren mit der Platte bleiben keine tiefen Spuren. Stellen, an denen der Stab plötzlich leicht eindringt, verraten eine nicht verdichtete Lage.

Unter Bodenplatten, Straßen und Parkplätzen schreibt die Planung in der Regel eine Tragfähigkeit oder einen Verdichtungsgrad vor. Geprüft wird mit dem statischen Plattendruckversuch, bei dem der Verformungsmodul gemessen wird, oder mit dem schnelleren dynamischen Plattendruckversuch. Bei wichtigen Aufschüttungen vergleicht man manchmal die Dichte der eingebauten Schicht mit einer Laborprüfung des Materials, der sogenannten Proctordichte. Welche Werte zu erreichen sind, legt der Planer nach den einschlägigen DIN- und EN-Normen fest, nicht die Firma, die verfüllt. Besteht die Prüfung nicht, wird nachverdichtet oder die Lage ausgetauscht und erneut gemessen.

Beim Kanalhausanschluss lohnt sich nach dem Verfüllen eine Kamerabefahrung. Sie zeigt, ob sich das Rohr beim Verdichten durchgebogen hat und ob die Verbindungen halten.

Abnahme der fertigen Verfüllung

Gehen Sie bei der Abnahme die Fläche ab, vergleichen Sie mit der Planung und lassen Sie sich die Unterlagen geben, die Sie später für die Bauabnahme oder für weitere Arbeiten brauchen.

  • Leitungen wurden vor dem Verfüllen kontrolliert, geprüft und eingemessen
  • Die Leitungszone besteht aus Sand oder feinem Material ohne scharfkantige Steine
  • Über allen Leitungen liegt ein Warnband
  • Das Material entspricht Absprache oder Planung und enthält keinen Mutterboden, keine Wurzeln und keinen Schutt
  • Es wurde lagenweise eingebaut, und jede Lage wurde verdichtet
  • Kellerabdichtung und Schutzschicht an der Wand sind unbeschädigt
  • Die Oberfläche ist eben, ohne Mulden und weiche Stellen
  • Das Gelände am Haus hat Gefälle vom Gebäude weg
  • Bei Flächen mit geforderter Tragfähigkeit liegt ein Prüfprotokoll vor
  • Es ist geklärt, wie die Menge ermittelt wurde und was geschieht, wenn sich die Verfüllung in den ersten Monaten setzt

Häufige Fragen

Oft ja, wenn er frei von Mutterboden, Wurzeln, Schutt und großen Steinen ist und die passende Feuchte hat. Sandige und kiesige Böden machen keine Probleme. Bei Ton oder durchnässtem Lehm müssen Sie mit dünneren Lagen, Abtrocknen oder einem Austausch gegen Mineralgemisch rechnen, vor allem unter späterem Pflaster.

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