Der maschinelle Aushub einer Baugrube kostet laut aktueller Preisliste 14,50 € pro m³ Arbeitsleistung. Fundamentgräben sind teurer, weil sie schmaler sind und mehr Nacharbeit brauchen. Nacharbeit von Hand, Verfüllen, Verdichten, Verbau und Abtransport kommen extra dazu. Schwerer Boden, hohes Grundwasser oder eine schlechte Zufahrt für den Bagger treiben den Preis nach oben.
Leistungsarten und ihre Preise
Der häufigste Auftrag bei Neubau und Einfriedung. Der Bagger gräbt präzise nach Absteckung, die Sohle wird anschließend manuell nachbearbeitet.
Großes Volumen für Keller oder Bodenplatte. Der Preis pro m³ ist niedriger, entscheidend sind jedoch Abtransport und Zwischenlagerung des Aushubs.
Aushub für Wasser-, Abwasser-, Strom- oder Gasleitungen. Die Tiefe richtet sich nach den Vorgaben des Netzbetreibers und der frostfreien Tiefe, in Deutschland üblicherweise etwa 0,8 bis 1,2 m je nach Region.
Dort, wo die Maschine nicht hinkommt, oder in Leitungsnähe. Der Preis hängt von der Bodenklasse ab: Klasse 1-2 Sand und Mutterboden, Klasse 3 Lehm und Kies, Klasse 4 schwerer Ton und Kies mit Steinen. Die Klasse ergibt sich aus der Begehung oder dem Baugrundgutachten; auch die Maschine arbeitet in Ton oder Fels langsamer.
Die Verfüllung wird lagenweise eingebracht, jede Lage wird verdichtet. Eine unverdichtete Verfüllung setzt sich später unter Pflaster und Gehweg.
Ausgehobenes Erdreich vergrößert sein Volumen um ein Viertel bis ein Drittel. Bei kleinen Grundstücken ist der Abtransport oft der größte Kostenpunkt.
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Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Erdaushub | ||||
| Maschinenaushub der Baugrube | m³ | 14,50 € | - | |
| Handaushub (Boden Klasse 1-2) | m³ | 39,90 € | - | |
| Handaushub bis 1 m Tiefe (Boden Klasse 3) | m³ | 58,02 € | - | |
| Handaushub bis 1 m Tiefe (Boden Klasse 4) | m³ | 72,52 € | - | |
| Maschinenaushub Streifenfundament (Breite ab 50 cm) | m³ | - | ||
| Maschinenaushub Einzelfundament (Breite ab 80 cm) | m³ | 36,26 € | - | |
| Maschinenaushub Graben für Versorgungsleitungen | lfm | 10,88 € | - | |
| Sohlenreinigung Streifenfundament von Hand bis 1 m | lfm | 14,50 € | - | |
| Sohlenreinigung Einzelfundament von Hand bis 1 m | m² | 20,85 € | - | |
| Reinigung der Fundamentsohle von Hand | m² | 9,07 € | - | |
| Handbohrung bis Ø 25 cm | Stk. | - | ||
| Handbohrung bis Ø 35 cm | Stk. | - | ||
| Verfüllung und Verdichtung | ||||
| Verfüllung mit Erde inkl. Verdichtung | m³ | - | ||
| Verfüllung mit Schotter / Brechkorn | m³ | 18,13 € | - | |
| Schüttungen aus Sandkies + Verdichtung | m³ | 15,40 € | - | |
| Verdichtung des Untergrundes mit Rüttelplatte | m² | 4,53 € | - | |
| Verdichtung mit Vibrationswalze | m² | 3,26 € | - | |
| Abtransport | ||||
| Abtransport von Überschussboden (inkl. Aufladen) | m³ | 18,13 € | - | |
| Abtransport Erde / Anlieferung Sandkies | km | 6,16 € | - | |
| Verbau | ||||
| Verbau der Baugrube bis 2 m | m² | - | ||
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur maschineller Aushub 40 m³ Baugrube ohne Nacharbeit und Abtransport | 580,00 € |
| Aushub mit Sohlreinigung Aushub 40 m³ und manuelle Reinigung der Fundamentsohle auf 30 m² | 852,10 € |
| Aushub, Sohlreinigung und Abtransport Aushub 40 m³, Sohlreinigung 30 m² und Abtransport von 30 m³ Erdreich (ohne Verfüllung) | 1396,00 € |
Vorbereitung und Ablauf des Aushubs
Vor dem Aushub steckt der Fachbetrieb die Baugrenzen und alle Leitungen im Boden ab. Ohne Freigabe der Leitungsträger gräbt in deren Nähe kein Bagger. Im Schutzstreifen, meist bis 1 m vom Kabel, je nach Freigabe, wird von Hand gegraben.
Der Bagger hört knapp über der geplanten Tiefe auf. So bleibt der tragfähige Boden unter dem Fundament unberührt.
Danach arbeiten die Bauarbeiter Sohle und Wände von Hand nach und holen lockere Erde heraus. Das Fundament muss auf festem, ungestörtem Boden stehen.
Ist die Grube tiefer als 1,3 m, muss sie mit Verbau oder einer Böschung gesichert werden, so verlangen es die geltenden Arbeitsschutzvorschriften für Erdarbeiten. Beim Einfamilienhaus ist eine Böschung oft günstiger, wenn das Grundstück genug Platz bietet.
Verfüllt wird in Lagen von 20 bis 30 cm, je nach Verdichtungsgerät, und jede Lage wird einzeln verdichtet. Unter der Bodenplatte zeigt ein Plattendruckversuch (Verformungsmodul), ob die Schotterschicht fest genug ist. Deshalb ist das Verdichten eine eigene Position.
Arbeitsablauf
- 01Der Fachbetrieb schaut sich das Grundstück an und prüft die Zufahrt für die Maschinen und den Platz, um Erde zwischenzulagern.
- 02Er steckt das Gebäude und die Leitungen im Boden ab, so wie es die Netzbetreiber angeben.
- 03Der Bagger hebt nach Plan aus und lässt über der Fundamentsohle etwas Reserve stehen.
- 04Von Hand werden Sohle und Wände nachgearbeitet, dann prüft er Tiefe und Ebenheit.
- 05Vor dem Betonieren wird die Fundamentsohle abgenommen. Gibt es Zweifel, wird der Baugrund beurteilt.
- 06Er verfüllt in Lagen, verdichtet jede davon und fährt die überschüssige Erde ab.
5 häufige Fehler
Erde, die unter dem Fundament einmal aufgelockert ist, wird nicht wieder fest. Die zu tiefe Stelle muss deshalb mit Beton aufgefüllt werden, nicht mit Erde.
Ein durchtrenntes Kabel oder eine beschädigte Gasleitung heißt Schaden, Stillstand und Bußgeld. Deshalb gehören die Leitungen immer abgesteckt, bevor der Bagger anrückt.
Eine dicke, lockere Schicht sackt über Jahre nach. Pflaster, Terrasse und Anschlüsse darüber reißen und senken sich ab.
Regenwasser weicht die Fundamentsohle auf, danach trägt sie weniger. Deshalb sollte so schnell wie möglich nach der Abnahme der Grube betoniert werden.
Ausgehobene Erde nimmt mehr Platz ein als im gewachsenen Boden. Wer Abtransport und Deponie nicht einrechnet, dessen Kalkulation geht nicht auf.
Was alles zu den Erd- und Aushubarbeiten gehört
In Angeboten und Kostenaufstellungen begegnen Ihnen beide Begriffe, Erdarbeiten und Aushubarbeiten. Gemeint ist alles, was das Gelände verändert oder in den Baugrund eingreift: Oberboden abtragen, Gruben für Fundamente, Keller und Hausanschlüsse ausheben, verfüllen, Leitungen einbetten, verdichten, das Gelände ums Haus modellieren und Erde umlagern oder abfahren. Beim Einfamilienhaus sind das die allerersten Arbeiten auf der Baustelle. Wenn sie fertig sind, sieht man nichts mehr davon. Fehler aus dieser Phase zeigen sich aber nach ein paar Jahren: als Risse im Mauerwerk, abgesacktes Pflaster oder ein feuchter Keller.
In der Praxis teilen sich die Erdarbeiten meist in drei Abschnitte, und oft übernehmen verschiedene Firmen. Zuerst kommt der Aushub für Fundamente und Anschlüsse, dann das Verfüllen und Verdichten, wenn der Keller oder die Bodenplatte steht, und zum Schluss die Gestaltung des Geländes. Klären Sie deshalb bei der Kostenplanung, wer welchen Teil übernimmt. Gerade an den Übergängen zwischen zwei Firmen fällt leicht etwas durch: der Abtransport der Erde, das Nacharbeiten oder das Verdichten.
Baugrund: warum Sie den Boden kennen sollten, bevor der Bagger kommt
Wie tief und wie breit ein Fundament werden muss, hängt davon ab, wie viel der Boden trägt und wie er sich verhält. Beim Neubau klärt das in der Regel ein Baugrundgutachten, manchmal auch nur eine orientierende Erkundung. Bei einfachen Bauvorhaben stützt sich der Tragwerksplaner auf Schürfe und auf Erfahrungen aus der Nachbarschaft. Ein Schurf, also eine Probegrube, die ein Minibagger an der Stelle des künftigen Hauses gräbt, ist im Vergleich zum ganzen Bau ein kleiner Posten. Häufig zeigt er schon, ob in Fundamenttiefe Ton, aufgefüllter Boden oder Grundwasser liegt.
In Preislisten tauchen noch die alten Bodenklassen auf. Sie stammen aus der früheren Fassung der DIN 18300 für Erdarbeiten. Heute beschreibt die Norm den Boden über sogenannte Homogenbereiche, in Kalkulationen haben sich die Klassen aber als grobe Angabe gehalten, wie schwer sich ein Boden lösen lässt. Für Sie heißt das vor allem: Je schwerer und bindiger der Boden, desto langsamer geht der Aushub, desto stärker nutzt sich die Maschine ab und desto teurer wird jeder Kubikmeter. Ton hat noch eine unangenehme Eigenschaft. Trocknet er aus, schrumpft er, wird er nass, quillt er. Fundamente gründet man in Tonböden deshalb tiefer, und das Umfeld des Hauses schützt man vor dem ständigen Wechsel von trocken und nass, etwa durch eine gute Entwässerung und genug Abstand zwischen Bäumen und Haus.
Ein eigenes Thema sind Auffüllungen: verfüllte Gruben, alte Keller, zugeschüttete Gräben oder feuchte Senken. Gerade in alten Ortskernen und auf Grundstücken, auf denen früher schon etwas stand, stößt man häufiger darauf, als man denkt. Aufgefüllter Boden trägt nicht zuverlässig. Je nach Vorgabe des Tragwerksplaners wird das Fundament durch die Auffüllung hindurch vertieft, oder man tauscht sie gegen verdichteten Schotter aus.
Warum derselbe Boden drei verschiedene Volumen hat
Bei Erdarbeiten rechnet man mit drei Volumen für ein und denselben Boden. Gewachsener Boden liegt noch ungestört im Erdreich, nach ihm wird der Aushub berechnet. Sobald der Bagger ihn löst, lockert er auf und braucht mehr Platz, grob um ein Viertel bis ein Drittel. Sand legt dabei weniger zu, Ton und Fels mehr. Wird der Boden wieder eingebaut und verdichtet, schrumpft das Volumen erneut, kommt aber fast nie genau auf den Ausgangswert zurück.
Daraus folgen zwei praktische Punkte. Erstens: Prüfen Sie im Angebot, ob der Abtransport nach Kubikmetern gewachsenen oder aufgelockerten Bodens abgerechnet wird. Zwei Angebote können sich allein darin unterscheiden. Zweitens: Sie brauchen auf dem Grundstück genug Platz für ein Zwischenlager. Der Aushub für einen Keller nimmt eine erstaunlich große Fläche ein. Und er darf nicht direkt an der Grubenkante liegen, weil er sonst auf die Wand drückt.
Mutterboden, Wiederverwendung und wohin mit der übrigen Erde
Den Mutterboden, also die obere fruchtbare Schicht, trägt man getrennt ab und lagert ihn auf einer eigenen Miete. Das Baugesetzbuch verlangt sogar ausdrücklich, dass Mutterboden bei Bauarbeiten erhalten und geschützt wird. Sie brauchen ihn später ohnehin für die Geländegestaltung und den Garten. Wird er mit dem Unterboden vermischt, legen Sie den Garten am Ende auf unfruchtbarem Lehm an und müssen Mutterboden zukaufen. In Verfüllungen unter Böden, Wegen und rund um die Fundamente hat er dagegen nichts zu suchen. Die organischen Bestandteile zersetzen sich mit der Zeit, und die Verfüllung sackt nach.
Unbelasteter Aushub, der auf demselben Grundstück wieder eingebaut wird, gilt in der Regel nicht als Abfall. Verlässt er die Baustelle, gelten die abfallrechtlichen Vorschriften. Die Erde kommt dann auf eine Deponie, in eine zugelassene Verwertungsanlage oder auf eine andere Baustelle, die sie rechtmäßig annehmen darf. Oft verlangt der Annehmer vorher eine Analyse des Bodens. Deponie- oder Verwertungsgebühren sind selten im Arbeitspreis enthalten und machen bei größeren Mengen einen spürbaren Teil des Budgets aus. Es lohnt sich daher, die Geländearbeiten so zu planen, dass möglichst viel Erde auf dem Grundstück bleibt, zum Beispiel um eine Böschung auszugleichen oder das Gelände ums Haus etwas anzuheben.
Wenn Wasser in der Grube steht oder Frost kommt
Grundwasser in der Baugrube macht die Arbeit deutlich schwieriger. Die Wände rutschen nach, die Sohle weicht auf, und in stehendes Wasser darf man ohne besonderes Verfahren nicht betonieren. Liegt das Grundwasser nur knapp über der Sohle, reicht meist ein Pumpensumpf, also eine kleine vertiefte Mulde in einer Ecke der Grube, aus der man das Wasser abpumpt. Bei höherem Wasserstand muss ein Fachplaner ran. Für eine größere Grundwasserabsenkung ist außerdem oft eine Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde nötig, fragen Sie dort rechtzeitig nach.
Der Grundwasserspiegel schwankt übers Jahr. Ein trockener Aushub im Sommer sagt also nichts darüber, ob der Keller im Frühjahr trocken bleibt. Die Abdichtung plant man nach dem höchsten zu erwartenden Wasserstand, nicht nach dem, was beim Graben zu sehen war.
Im Winter gilt eine einfache Regel: Auf eine gefrorene Gründungssohle wird nicht betoniert. Gefrorener Boden verliert beim Auftauen seine Tragfähigkeit, und das Fundament setzt sich. Schafft man das Betonieren nicht mehr vor dem Frost, deckt man die Sohle ab oder hebt die letzte Schicht erst kurz vor dem Betonieren aus.
Sicherheit an der Grube und Leitungen im Boden
Eine einstürzende Grabenwand gehört zu den ernsten Gefahren auf der Baustelle, und sie passiert auch dort, wo die Wand fest wirkt. Bindiger Lehm hält eine senkrechte Wand oft stundenlang. Dann schwächen sie Regen, die Erschütterung einer vorbeifahrenden Maschine oder ein Erdhaufen an der Kante, und sie bricht ein. Steigen Sie deshalb nie in einen ungesicherten tieferen Graben, auch nicht für eine kurze Kontrolle. Nach DIN 4124 dürfen Gräben ohne Sicherung in der Regel nur bis etwa 1,25 m Tiefe mit senkrechten Wänden ausgehoben werden, darüber braucht es Verbau oder eine Böschung. Aushub, Material und Maschinen bleiben mit Abstand zur Kante. In der Praxis nennt man mindestens einen halben Meter, bei schweren Geräten mehr.
Holen Sie die Leitungsauskünfte für Strom, Gas, Wasser, Abwasser und Telekommunikation früh ein. Viele Netzbetreiber bieten dafür Online-Portale an, die Stadtwerke oder die Gemeinde wissen, wer im Ort zuständig ist. Die Bearbeitung dauert meist einige Wochen. Oft will der Netzbetreiber die Leitung selbst orten und einweisen, bei Arbeiten nahe einer Gasleitung oder eines Mittelspannungskabels auch jemanden vor Ort haben. Den Graben auszuheben ist eine normale Erdarbeit. Gas- und Stromanschlüsse dürfen aber nur eingetragene Fachbetriebe herstellen, beim Strom also eine Elektrofachkraft.
Wird beim Graben eine Gasleitung beschädigt oder riechen Sie Gas, verlassen Sie sofort den Bereich. Kein offenes Feuer, keine Schalter oder Elektrogeräte betätigen. Rufen Sie aus sicherer Entfernung die 112 und die Störungsnummer des Netzbetreibers an.
Genehmigungen und Geländeveränderungen auf dem Grundstück
Der Aushub für die Fundamente gehört zum Bauvorhaben und läuft über die Baugenehmigung des Hauses. Bei eigenständigen Geländeveränderungen, Stützmauern, Aufschüttungen oder einer deutlich anderen Geländehöhe ist die Lage weniger klar. Ob so etwas genehmigungspflichtig, anzeigepflichtig oder verfahrensfrei ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes, dazu kommen eventuell Vorgaben aus dem Bebauungsplan. Fragen Sie vor Beginn beim Bauamt nach. Verlassen Sie sich nicht darauf, wie es beim Nachbarn oder in einem anderen Bundesland gelaufen ist.
Neben den Behörden sollten Sie an die Nachbarn denken. Heben Sie das Gelände an der Grundstücksgrenze an, läuft Regenwasser oft zum Nachbarn hinüber oder drückt gegen seinen Zaun. Viele Bundesländer haben dafür eigene Nachbarrechtsgesetze mit Regeln zu Aufschüttungen und Abständen. Bei einer Aufschüttung an der Grenze plant man deshalb die Entwässerung mit und manchmal eine kleine Stützmauer. Soll die Mauer eine größere Erdhöhe abfangen, bemisst sie der Tragwerksplaner.
Zufahrt aufs Grundstück und welche Maschine passt
Von der Maschine hängen Tempo und Preis ab. Ein Minibagger passt durch das Gartentor eines bewohnten Grundstücks und schont die Umgebung, für eine große Baugrube ist er aber langsam. Ein großer Bagger mit Radlader hebt eine Kellergrube viel schneller aus. Er braucht dafür eine feste Zufahrt, Platz zum Wenden und Zugang für die Lkw, die die Erde abfahren. Bei kleinen Aufträgen, etwa einem Hausanschluss oder einem Zaunfundament, macht die Anfahrt der Maschine einen großen Teil der Rechnung aus.
Bevor die Geräte kommen, prüfen Sie Breite und Tragfähigkeit der Zufahrt, Freileitungen über dem Grundstück und alles, was im Boden liegt: alte Sickergruben, Brunnen, Zisternen oder Öltanks. Die stehen oft in keiner Leitungsauskunft, und nur Sie wissen, wo sie sind. Gerade auf Altbau-Grundstücken findet man so etwas häufig. Eine schwere Maschine hinterlässt auf Rasen oder Pflaster Spuren. Legen Sie die Fahrspur deshalb vorher fest und schützen Sie sie bei Bedarf mit Platten oder Bohlen.
Verfüllen um Fundamente und Anschlüsse
Womit verfüllt wird, ist genauso wichtig wie das Verdichten. Um Fundamente und unter Böden gehört kein Boden mit Wurzeln oder anderen organischen Resten, kein Bauschutt mit Holz und Folien und keine gefrorene Erde. Beim Verfüllen von Kellerwänden muss die Abdichtung geschützt werden, meist mit einer Noppenbahn oder Perimeterdämmplatten. Ein scharfkantiger Stein kann die Abdichtung durchstoßen, und niemand merkt es, bis Wasser in den Keller kommt.
Rohre und Kabel der Hausanschlüsse liegen in einem Sandbett und werden mit Sand ummantelt, damit keine Steine darauf drücken. Über der Leitung kommt ein Trassenwarnband in der passenden Farbe in die Verfüllung. Wer in ein paar Jahren dort gräbt, sieht dann rechtzeitig, dass darunter etwas liegt. Über Kunststoffrohren verdichtet man vorsichtig. Eine schwere Rüttelplatte direkt darüber kann sie verformen.
Anleitung für Heimwerker: Löcher für Zaunpfosten von Hand graben
Flache Löcher für Zaun- oder Pergolapfosten können Sie gut selbst graben, wenn Sie ein paar Sicherheitsregeln beachten. Bei tieferen Gruben, größeren Mengen oder in der Nähe von Leitungen holen Sie besser einen Fachbetrieb.
- Bei den Netzbetreibern und in den Grundstücksunterlagen prüfen, ob im Zaunbereich Kabel, Gas- oder Wasserleitungen liegen.
- Die Zaunlinie mit Schnur und Pflöcken abstecken und jeden Pfostenstandort nach dem geplanten Abstand markieren.
- Rasensoden und Mutterboden an der Lochstelle abstechen und getrennt lagern, damit sie später wieder eingebaut werden können.
- Das Loch mit Spaten oder Handerdbohrer mindestens bis zur frostfreien Tiefe graben, die in der Anleitung des Zaunsystems oder in der Planung steht, meist etwa 80 cm.
- Den Aushub auf einer Plane neben dem Loch ablegen, mit etwas Abstand zum Rand, damit nichts zurückfällt und die Wand nicht belastet wird.
- Die Sohle säubern, lockere Erde herausnehmen und bei Bedarf durch eine Schicht Schotter ersetzen, nicht durch Erde.
- Tiefe und Lage aller Löcher an der Schnur kontrollieren, bevor die Pfosten gesetzt werden.
- Offene Löcher mit einem Brett abdecken, wenn sie nicht am selben Tag betoniert werden, damit niemand hineintritt und kein Wasser hineinläuft.
So nehmen Sie die Aushubarbeiten ab
Nehmen Sie den Aushub vor dem Betonieren ab, solange Sohle und Wände noch zu sehen sind. Liegt der Beton erst in der Grube, lässt sich nichts mehr prüfen. Bei wichtigen Fundamenten holen Sie für die Abnahme der Gründungssohle den Tragwerksplaner oder die Bauleitung dazu.
- Maße und Tiefe des Aushubs stimmen mit Planung und Absteckung überein
- Die Sohle ist sauber, ohne lockere Erde, Steine und stehendes Wasser
- Zu tief ausgehobene Stellen sind markiert und werden mit Beton aufgefüllt
- Die Wände tieferer Gruben sind durch Verbau oder Böschung gesichert
- Der Aushub liegt mit sicherem Abstand zur Kante
- Der Mutterboden lagert getrennt vom übrigen Boden
- Freigelegte Leitungen sind unbeschädigt und dokumentiert
- Für die Verfüllung sind Material, Lagendicke und Art der Verdichtung vereinbart
- Menge des abgefahrenen Bodens und Nachweis über Entsorgung oder Verwertung liegen vor
Häufige Fragen
Der maschinelle Aushub einer Baugrube kostet laut aktueller Preisliste 14,50 € pro m³ Arbeitsleistung. Schmale Fundamentgräben und Punktfundamente kosten mehr. Nacharbeit, Verfüllen und Abtransport kommen separat dazu.
Weil von Hand pro Stunde nur ein Bruchteil dessen schaffbar ist, was ein Bagger bewegt, bei hartem Boden noch weniger. Deshalb gräbt man nur dort von Hand, wo die Maschine nicht hinkommt, oder in der Nähe von Leitungen.
Vor allem die Menge an Erde, die abgefahren werden muss, dazu Bodenklasse, Tiefe, Zufahrt für die Maschinen und Grundwasser. Auf kleinen Grundstücken kostet der Abtransport oft mehr als das Ausheben selbst.
Sobald die Grube tiefer als 1,3 m ist, muss sie mit Verbau oder Böschung gesichert werden, bei nicht standfestem Boden auch schon früher. Wie genau, legen Planung und Arbeitsschutzvorschriften fest. Eine Böschung ist günstiger, wenn rund um die Grube genug Platz ist.
Bei einer Hausanschlussleitung oder Einfriedung meist nach Stundensatz für Bagger mit Fahrer, plus Transport der Maschine zur Baustelle. Bei größeren Mengen rechnet der Betrieb nach m³ laut Preisliste ab.
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