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Maschineller Aushub der Baugrube

Mit dem Aushub der Baugrube passiert auf dem Grundstück zum ersten Mal etwas Sichtbares. Der Bagger holt den Boden dort heraus, wo später Keller, Tiefgeschoss, Zisterne, Pool oder ein tiefer gegründeter Gebäudeteil entstehen. Die Grube braucht die richtige Form, die richtige Tiefe und standsichere Wände.

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·12 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
23,05 €/ m³
Richtwert-Spanne
18,44 € - 29,97 €
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Erdarbeiten12 Positionen

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PositionEHPreis / EHMengeSumme
Erdaushub
Maschinenaushub der Baugrubem³23,05 €-
Handaushub (Boden Klasse 1-2)m³48,00 €-
Handaushub bis 1 m Tiefe (Boden Klasse 3)m³61,45 €-
Handaushub bis 1 m Tiefe (Boden Klasse 4)m³76,80 €-
Maschinenaushub Streifenfundament (Breite ab 50 cm)m³-
Maschinenaushub Einzelfundament (Breite ab 80 cm)m³48,00 €-
Maschinenaushub Graben für Versorgungsleitungenlfm14,40 €-
Sohlenreinigung Streifenfundament von Hand bis 1 mlfm23,05 €-
Sohlenreinigung Einzelfundament von Hand bis 1 mm²24,95 €-
Reinigung der Fundamentsohle von Handm²9,60 €-
Handbohrung bis Ø 25 cmStk.-
Handbohrung bis Ø 35 cmStk.-
Summe Arbeit
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Was eine Baugrube ist und wann Sie eine brauchen

Eine Baugrube ist ein flächiger Aushub, meist mehrere Meter breit, der den ganzen Grundriss oder einen großen Teil davon umfasst. Gräben für Streifenfundamente oder Hausanschlüsse sind eigene Positionen und werden mit anderem Werkzeug und anderem Vorgehen hergestellt. Eine Baugrube brauchen Sie vor allem bei diesen Vorhaben:

  • Einfamilienhaus mit Vollkeller oder teilweise eingegrabenem Untergeschoss
  • Haus am Hang, bei dem sich ein Geschoss in das Gelände schiebt
  • Bodenplatte, unter der ungeeigneter Boden gegen verdichteten Schotter getauscht wird
  • Pool, Zisterne, Kleinkläranlage, Regenrückhaltebehälter oder Tiefgarage
  • Anbau mit Keller neben einem bestehenden Haus

Warum nimmt man auch bei kleineren Häusern den Bagger? Von Hand würden einige Dutzend Kubikmeter Wochen dauern, und die Wände würden in der Zwischenzeit vom Regen aufweichen. Der Bagger schafft dieselbe Arbeit in ein bis zwei Tagen, und ein geübter Fahrer zieht die Sohle auf wenige Zentimeter genau ab.

Wie das Volumen in Kubikmetern berechnet wird

Abgerechnet wird in der Regel im gewachsenen Boden, also in dem Volumen, das der Boden vor dem Ausheben im Gelände hatte. Dazu gehören der Grundriss, der Arbeitsraum rundherum und der Inhalt der Böschungen. Der Arbeitsraum ist ein Streifen um die künftigen Kellerwände, den Maurer und Abdichter brauchen, um Abdichtung und Perimeterdämmung anzubringen. Je nach Planung ist er meist etwa einen halben bis einen Meter breit.

Beim Abtransport kommt dazu, dass sich der Boden auflockert und mehr Platz braucht als vorher. Bei Sand ist der Unterschied kleiner, bei Lehm, Ton und steinigem Boden größer, oft ein Fünftel bis ein Drittel. Die Zahl der Lkw-Fuhren ergibt sich deshalb nicht einfach aus Länge mal Breite mal Tiefe. Achten Sie beim Vergleich von Angeboten darauf, ob nach Plan, nach tatsächlichem Aufmaß oder nach Fuhren abgerechnet wird.

Was vor dem Eintreffen des Baggers erledigt sein muss

Baugenehmigung, Planung und Absteckung

Der Aushub gehört zum Bauvorhaben. Welche Genehmigung Sie brauchen und ab wann Sie beginnen dürfen, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Klären Sie das mit dem Bauamt oder Ihrem Planer, bevor der erste Löffel Erde bewegt wird. In vielen Ländern muss der Baubeginn vorher angezeigt werden. Wird ohne gültige Genehmigung gebaut, kann die Behörde die Arbeiten stoppen, und dann steht eine offene Grube auf dem Grundstück, mit allen Problemen für Sie und die Nachbarn.

Vor dem Aushub steckt ein Vermesser das Gebäude nach Plan ab und setzt Schnurgerüste oder Festpunkte außerhalb der späteren Grube, damit der Bagger sie nicht zerstört. Ohne Absteckung landet das Haus schnell ein paar Dutzend Zentimeter neben der geplanten Stelle oder zu nah an der Grundstücksgrenze.

Leitungen im Boden

Unter dem Rasen können Gasleitungen, Stromkabel, Wasserleitungen, Kanal oder Telekommunikationsleitungen liegen. Holen Sie rechtzeitig Leitungsauskünfte bei den Netzbetreibern und Versorgern ein und lassen Sie die Lage im Gelände kennzeichnen. In der Nähe von Leitungen wird nicht mit dem Löffel gegraben, sondern von Hand oder sehr vorsichtig, so wie der Betreiber es vorgibt.

Wird eine Gasleitung beschädigt oder riechen Sie Gas, stoppen Sie sofort die Maschine, verlassen Sie den Bereich, halten Sie andere fern und rufen Sie den Entstörungsdienst Ihres Gasnetzbetreibers oder den Notruf 112. Kein offenes Feuer, keine Schalter, kein Handy direkt an der Schadstelle. Ein beschädigtes Stromkabel darf niemand berühren. Die Reparatur ist Sache des Netzbetreibers und einer Elektrofachkraft.

Baugrundgutachten

Bei einem Haus mit Keller oder am Hang lohnt sich ein Baugrundgutachten fast immer. Der Geologe klärt, welcher Boden in Gründungstiefe ansteht, ob Grundwasser vorhanden ist und welche Böschungsneigungen sicher sind. Fehlen diese Angaben, werden Neigung und Wasserhaltung erst beim Graben festgelegt, oft nach der ersten Rutschung.

Zufahrt, Platz und Abfuhr

  • Die Zufahrt muss Bagger und Lkw tragen, weicher Boden nach Regen hält das oft nicht aus
  • Auf dem Grundstück braucht es Platz für eine Zwischenlagerung des Bodens für die spätere Verfüllung
  • Bäume, Freileitungen und Zäune dürfen die Maschine nicht behindern oder von ihr beschädigt werden
  • Stehen Lkw auf öffentlicher Straße, kann eine Sondernutzungserlaubnis oder verkehrsrechtliche Anordnung nötig sein, fragen Sie bei der Gemeinde nach
  • Vorab klären, wohin überschüssiger Boden kommt und wer Deponie oder Verwertung organisiert

Grenzt die Baugrube an Nachbargebäude, ist eine Beweissicherung vor Beginn sinnvoll, also Fotos und kurze Beschreibungen des Zustands. Taucht später ein Riss auf, können Sie zeigen, ob er schon vorher da war.

So läuft der Aushub auf der Baustelle ab

Die Details hängen von der Größe der Grube ab, die Grundschritte sind aber fast immer gleich:

  1. Absteckung, Höhenfestpunkt und gekennzeichnete Leitungen prüfen.
  2. Mutterboden, also die oberste humose Schicht, abtragen und getrennt am Grundstücksrand lagern.
  3. Umriss der Grube einschließlich Arbeitsraum und Böschungsoberkante markieren.
  4. Lagenweise von einer Seite aus ausheben, Boden direkt auf Lkw oder auf die Zwischenlagerung laden.
  5. Böschungen laufend in der festgelegten Neigung ausbilden oder Verbau einbringen.
  6. Tiefe mit Nivelliergerät oder Laser gegen den Höhenfestpunkt kontrollieren.
  7. Die letzten Zentimeter über der Gründungssohle mit einem zahnlosen Grabenräumlöffel oder von Hand abziehen.
  8. Pumpensumpf anlegen und die Sohle entwässern, wenn Wasser auftritt.
  9. Gründungssohle an Tragwerksplaner oder Geologen zur Abnahme übergeben, wenn die Planung das vorsieht.

Den Mutterboden trennt man, weil er später wieder in den Garten kommt. Das Baugesetzbuch verlangt ohnehin, ihn zu erhalten und vor Vernichtung zu schützen. Vermischt mit Lehm und Kies aus der Tiefe ist er kaum noch brauchbar und vergrößert außerdem die Menge, die abgefahren werden muss.

Wichtig ist der letzte Schritt. Die Zähne des Tieflöffels lockern den Boden unter der Sohle auf. Wird zu tief gebaggert und dann mit losem Boden aufgefüllt, entsteht eine weiche Stelle, die sich später setzt. Ein erfahrener Baggerfahrer bleibt deshalb knapp über der Solltiefe und zieht die Sohle mit dem glatten Löffel ab.

Wie lange das dauert

Die Grube für ein übliches Einfamilienhaus mit Keller ist bei guter Zufahrt und leichtem Boden meist in ein bis drei Tagen ausgehoben. Länger dauert es bei Fels, engem Grundstück, langsamer Abfuhr oder Grundwasser. Lassen Sie die Grube nicht unnötig lange offen. Regen und Frost verschlechtern die Tragfähigkeit der Sohle, deshalb sollten Sauberkeitsschicht oder Schotterpolster möglichst bald folgen. So schützen Sie die fertige Sohle.

Grubenwände, Böschung und Grundwasser

Böschung oder Verbau

Eine senkrechte, ungesicherte Wand ist nach DIN 4124 nur bis zu einer geringen Tiefe zulässig, in der Regel etwa 1,25 Meter, und auch das nur bei geeignetem Boden und ohne Lasten am Rand. Tiefere Gruben werden geböscht oder verbaut. Eine abrutschende Wand kann einen Menschen verschütten, auch wenn sie vorher fest aussah.

Die Böschung ist die einfachste Lösung, wenn genug Platz da ist. Die Wände werden schräg angelegt, die Neigung richtet sich nach dem Boden. Als grobe Richtwerte ohne besonderen Nachweis nennt die Norm etwa 45 Grad bei nichtbindigem Boden wie Sand und etwa 60 Grad bei steifem bindigem Boden wie Lehm. Der Nachteil: mehr Aushub und später mehr Verfüllung.

Der Verbau kommt dort zum Einsatz, wo keine Böschung möglich ist, etwa an der Grundstücksgrenze, neben einem Nachbarhaus oder an einer Straße. Üblich sind Spundwände, Trägerbohlwände (oft Berliner Verbau genannt), Verbauboxen oder Bohrpfahlwände. Den Verbau plant ein Tragwerksplaner, er ist eine eigene Leistung. Fragen Sie bei der Auswahl der Firma, ob sie Verbau selbst ausführt oder mit wem sie zusammenarbeitet.

Aushub neben einem Nachbargebäude

Reicht die Grube tiefer als die Fundamente des Nachbarhauses und liegt sie nah daran, kann der Boden unter dessen Fundamenten seinen Halt verlieren. Die Lösung muss ein Tragwerksplaner festlegen. Typisch sind abschnittsweiser Aushub, Unterfangung der Fundamente nach DIN 4123 oder ein Verbau. Graben Sie dort nicht ohne Planung, auch wenn es nur ein kurzes Stück zu sein scheint.

Grundwasser und Regenwasser

Wasser in der Grube weicht die Sohle auf und schwächt die Böschungen. Bei geringem Zulauf genügen ein Pumpensumpf in der tiefsten Ecke und eine Schmutzwasser-Tauchpumpe. Bei höherem Grundwasser muss der Spiegel abgesenkt werden, zum Beispiel über Brunnen oder Vakuumlanzen. Das plant ein Fachmann, und für Grundwasserabsenkungen kann eine Erlaubnis der Wasserbehörde nötig sein. Leiten Sie Oberflächenwasser aus der Umgebung von der Grubenkante weg, damit es nicht über die Böschungen läuft.

Stellt das Gutachten hohes Grundwasser fest, betrifft das auch die Kellerplanung. Wahrscheinlich ist dann eine weiße Wanne aus WU-Beton oder eine Abdichtung gegen drückendes Wasser nötig. Das sollten Sie vor dem Aushub wissen, nicht danach.

Welche Maschine passt und was den Aufwand bestimmt

Für kleine Gruben und enge Grundstücke nimmt man Minibagger, Mobilbagger oder Baggerlader. Für größere Gruben kommen Ketten- oder Mobilbagger mit größerer Reichweite, die direkt auf Lkw laden. Die größere Maschine ist schneller, braucht aber eine tragfähige Zufahrt und Platz zum Drehen. Fragen Sie beim Angebot, welche Maschine geplant ist und wie sie auf das Grundstück kommt.

Den Aufwand und damit die Kosten bestimmen vor allem diese Punkte:

  • Bodenart: Sand und Mutterboden lassen sich leicht lösen, fester Ton und Kies schwerer, Fels braucht unter Umständen einen Hydraulikhammer
  • Tiefe der Grube und ob Böschung oder Verbau nötig ist
  • Zufahrt, Breite der Einfahrt, Hangneigung und Abstand zur Straße
  • Leitungen im Boden, die Handschachtung erfordern
  • Grundwasser und Wasserhaltung
  • Entfernung zur Deponie und Art der Beladung
  • Alte Fundamente, Beton, Wurzeln oder Bauschutt im Boden
  • Anforderungen an die Genauigkeit der Sohle und Straßenreinigung

In Ausschreibungen wird der Boden heute in sogenannte Homogenbereiche eingeteilt, früher sprach man von Bodenklassen. Für Sie zählt vor allem: Je genauer das Gutachten den Boden beschreibt, desto weniger Überraschungen gibt es auf der Baustelle. Bei Grundstücken in alten Ortslagen oder nach dem Abriss eines Altbaus findet man häufig Reste alter Keller, Brunnen, Sickergruben oder vergrabenen Schutt. Das kostet Zeit und muss oft gesondert entsorgt werden. Wissen Sie von so etwas, sagen Sie es der Firma vorher.

Wohin mit dem Boden

Ein Teil des Aushubs bleibt meist für Verfüllung und Geländemodellierung auf dem Grundstück. Der Rest wird abgefahren. Boden, den Sie auf der Baustelle nicht verwenden, gilt in der Regel als Abfall und muss zu einer Stelle, die ihn annehmen darf. Oft verlangt die Deponie oder das Verwertungswerk vorher eine Bodenanalyse. Klären Sie, ob die Aushubfirma Abfuhr und Entsorgung übernimmt oder ob Sie das selbst organisieren. Boden mit Öl, Bauschutt oder alten Abfällen dürfen Sie nicht einfach im Garten verteilen.

Abstimmung mit den anderen Gewerken

Der Aushub ist der Anfang einer Kette, und jedes Glied braucht etwas vom vorherigen:

  • Der Vermesser steckt vorher ab und misst bei größeren Vorhaben auch die fertige Grube auf
  • Geologe oder Tragwerksplaner prüfen die Gründungssohle, also ob der Boden den Annahmen der Statik entspricht
  • Der Rohbauer braucht die Grube direkt nach der Übergabe, damit die Sohle weder nass wird noch gefriert
  • Der Installateur muss wissen, wo Kanal und Hausanschlüsse durch Bodenplatte oder Wand geführt werden
  • Die Abdichter brauchen ausreichend Arbeitsraum um die Kellerwände
  • Verfüllt wird erst nach Abdichtung, Schutzschicht und Drainage, lagenweise und verdichtet

Warum ist das Timing so wichtig? Kommt der Rohbauer erst zwei Wochen später, sieht die Grube nach ein paar Regentagen ganz anders aus. Eine aufgeweichte Sohle muss gereinigt, manchmal vertieft und mit Schotter ersetzt werden. Deshalb plant man den Aushubtermin nach dem Betoniertermin, nicht umgekehrt.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Zu tief gebaggert und mit losem Boden aufgefüllt: Unter dem Fundament entsteht eine weiche Stelle, das Haus setzt sich ungleichmäßig, im Mauerwerk zeigen sich Risse
  • Kein Arbeitsraum: Die Abdichter haben keinen Platz, die Abdichtung wird hastig ausgeführt, der Keller wird später feucht
  • Zu steile Böschungen: Die Wände rutschen in die Grube, gefährden Menschen und verschütten die fertige Sohle
  • Aushub direkt an der Kante gelagert: Das belastet die Böschung, gelagert wird meist mindestens etwa einen Meter vom Rand, bei tieferen Gruben weiter
  • Wasser nicht im Griff: Die aufgeweichte Sohle verliert Tragfähigkeit, unter dem Beton bleibt Schlamm
  • Mutterboden vermischt: Der Garten hat keine gute Oberschicht, und die Abfuhr wird unnötig größer
  • Gegraben ohne Leitungsauskunft: Beschädigte Leitung, Baustopp und Verletzungsgefahr
  • Grube zu lange offen: Regen und Frost verschlechtern die Sohle, die Böschungen bröckeln

Viele dieser Fehler sieht man nicht sofort. Eine weiche Stelle unter dem Fundament zeigt sich oft erst nach Jahren, wenn das Haus fertig ist und eine Sanierung sehr aufwendig wird. Eine Prüfung der Sohle lohnt sich deshalb auch bei kleinen Vorhaben.

Sicherheit auf der Baustelle

Eine offene Grube ist vor allem für Kinder gefährlich und für Leute, die abends auf die Baustelle kommen. Sichern Sie den Rand mit einer Absperrung oder kennzeichnen Sie ihn deutlich. Solange die Maschine arbeitet, hält sich niemand im Schwenkbereich des Auslegers oder unter dem beladenen Lkw auf. In die Grube steigt man erst, wenn der Fahrer fertig ist und die Böschungen sicher stehen, und zwar über eine Leiter oder eine Rampe, nicht durch Springen von der Wand.

Anleitung für Heimwerker: Grundstück für den Bagger vorbereiten

Den Aushub selbst sollten Sie einer Fachfirma überlassen, tiefe Gruben sind für Laien zu gefährlich. Einiges an Vorarbeit können Sie aber gut selbst erledigen und damit der Firma die Arbeit erleichtern:

  1. Leitungsauskünfte bei allen Netzbetreibern anfordern und die Pläne für den Baggerfahrer bereitlegen.
  2. Bekannte Hindernisse wie alte Schächte, Sickergruben oder Fundamentreste auf einer Skizze eintragen.
  3. Zäune, Pflanzkübel, Gartenmöbel und Sträucher im Arbeitsbereich und an der Zufahrt entfernen.
  4. Bäume, die stehen bleiben sollen, mit einem Bretterschutz am Stamm sichern.
  5. Den Zustand von Nachbarhäusern, Mauern und Straße mit datierten Fotos dokumentieren.
  6. Eine Fläche für Mutterboden und eine getrennte Fläche für Verfüllboden festlegen und markieren.
  7. Stromanschluss für eine Tauchpumpe und einen Wasseranschluss zum Reinigen bereitstellen.
  8. Nachbarn über Termin, Lärm und Lkw-Verkehr informieren.

Kontrolle und Übergabe der fertigen Grube

Nehmen Sie zur Abnahme den Plan mit und gehen Sie die Grube in Ruhe mit dem Baggerfahrer oder Bauleiter ab. Lassen Sie die Tiefe mit dem Nivelliergerät gegen den Höhenfestpunkt prüfen, nicht nach Augenmaß. Sieht die Planung eine Abnahme der Gründungssohle durch Geologen oder Tragwerksplaner vor, heben Sie das Protokoll gut auf, Sie werden es später noch brauchen.

  • Die Maße der Grube entsprechen dem Plan, einschließlich Arbeitsraum
  • Die Sohlentiefe stimmt in angemessener Toleranz und ist mit dem Gerät geprüft
  • Die Sohle ist eben, ohne aufgeweichte Stellen, losen Boden oder Zahnspuren
  • Die Böschungen haben die vereinbarte Neigung und zeigen keine Risse oder Abbrüche
  • Ein nötiger Verbau ist nach Planung des Tragwerksplaners eingebaut
  • Pumpensumpf und Entwässerung funktionieren, auf der Sohle steht kein Wasser
  • Gekennzeichnete Leitungen sind unbeschädigt und sichtbar markiert
  • Mutterboden und Verfüllboden liegen getrennt und mit Abstand zur Kante
  • Schnurgerüst und Höhenfestpunkt sind unversehrt
  • Zufahrt und öffentliche Straße sind gereinigt
  • Der Grubenrand ist gegen Absturz gesichert
  • Der Termin für den Rohbauer steht, bis dahin ist die Sohle geschützt

Häufige Fragen

Zum Grundriss kommen der Arbeitsraum um die Kellerwände und der Inhalt der Böschungen. Bei tiefen Gruben können die Böschungen einen großen Teil des Gesamtvolumens ausmachen. Beim Abtransport kommt die Auflockerung hinzu, deshalb sind es mehr Fuhren, als die Rechnung im gewachsenen Boden ergibt.

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