Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Pauschalpakete | ||||
| Sanitärinstallation – Leitungsverlegung Wohnung (WC, Bad, Küche) | Stk. | - | ||
Was die Pauschale meist umfasst und was nicht
Jeder Betrieb fasst den Umfang etwas anders. Lassen Sie ihn sich deshalb immer schriftlich geben. Üblicherweise gehören dazu:
- Demontage der alten Wasser- und Abwasserleitungen in der Wohnung
- Stemmen oder Fräsen von Schlitzen für die neuen Leitungen
- Neue Leitungen für Kalt- und Warmwasser, häufig aus PPR oder Mehrschichtverbundrohr
- Neue Abwasserleitungen aus HT-Rohr mit dem richtigen Gefälle
- Anschlüsse für Armaturen, Dusche, Wanne, WC, Waschmaschine und Spülmaschine
- Absperrventile und eine Druckprobe, bevor die Leitungen verschwinden
Oft nicht enthalten sind dagegen: der Austausch des Strangs, das Verputzen der Schlitze, Fliesenarbeiten, die Montage von WC, Waschtisch und Armaturen sowie ein Durchlauferhitzer oder Boiler. In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass der Kunde mit einem fertigen Bad gerechnet hat und die Pauschale bei verschlossenen Anschlüssen endet. Fragen Sie deshalb vorher genau nach, wo die Arbeit aufhört.
So läuft der Austausch der Leitungen ab
Eine gute Wasserinstallation beginnt mit der Planung, nicht mit dem Bohrhammer. Der Ablauf sieht meist so aus:
- Wohnung aufmessen und festlegen, wo Waschtisch, Dusche, Waschmaschine, Spüle und Spülmaschine stehen sollen. Wer Anschlüsse später verschiebt, zahlt doppelte Arbeit.
- Mit der Hausverwaltung klären, wann der Strang abgesperrt werden darf und wo die Gemeinschaftsleitung endet und Ihre Leitung beginnt.
- Alte Rohre ausbauen und Schlitze in Wand und Boden vorbereiten. Alternativ planen viele Betriebe eine Vorwandinstallation in Trockenbau, dann fällt weniger Stemmarbeit an.
- Neue Leitungen verlegen, verbinden, befestigen und dämmen.
- Abwasserrohre mit Gefälle zum Strang verlegen.
- Druckprobe der Wasserleitungen und Prüfung der Abwasserleitungen bei offenen Schlitzen durchführen.
- Leitungen spülen, Schlitze schließen oder für den Fliesenleger vorbereiten.
In einer üblichen Wohnung dauert die eigentliche Installation meist einige Tage. Das hängt davon ab, wie viele Entnahmestellen es gibt und wie gut der Installateur an die Rohre herankommt.
Materialien: PPR, Mehrschichtverbundrohr und Abwasser
Alte Metallleitungen ersetzt man heute fast immer durch Kunststoff oder Verbundrohr. Warum? Diese Rohre rosten nicht, wachsen nicht wie verzinkter Stahl mit Kalk und Rost zu, sind leicht und schnell montiert.
- PPR (Polypropylen) wird verschweißt. Rohr und Formstück werden durch Wärme zu einem Teil, ohne Dichtungen. Wie viel Druck und Temperatur das Rohr aushält, hängt vom Rohrtyp ab. Für Warmwasser nimmt man Rohre, die der Hersteller dafür freigibt, oft mit einer Stabilisierungsschicht gegen das Ausdehnen.
- Mehrschichtverbundrohre haben eine Aluminiumschicht, lassen sich gut biegen und passen zum Beispiel gut in den Fußbodenaufbau unter dem Estrich. Sie werden mit Pressfittings verbunden, dafür braucht der Installateur das passende Presswerkzeug.
- HT-Rohre sind nur für Abwasser gedacht, nicht für Trinkwasser.
Kupfer findet man in Wohnungen noch, bei neuen Installationen aber seltener. In manchen Altbauten stecken sogar noch Bleileitungen. Diese müssen nach der Trinkwasserverordnung raus, auch wenn sonst nichts saniert wird. Bei gutem Material und sauberer Montage rechnen die Hersteller bei Kunststoff- und Verbundleitungen mit einer Lebensdauer von Jahrzehnten. Wichtig ist auch die Dämmung: Warmwasser verliert sonst Wärme, Kaltwasser wird warm oder beschlägt. Das ist nicht nur eine Frage der Energie, sondern auch der Hygiene, denn lauwarmes Trinkwasser begünstigt Keime.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Auch wenn die Pauschale vorab feststeht, beeinflusst der Zustand der Wohnung den Aufwand deutlich. Leichter wird es, wenn:
- Die Wohnung leer ist und die Fliesen schon entfernt sind
- Bad, WC und Küche an ihrer bisherigen Stelle bleiben
- Strang und Absperrungen gut zugänglich sind
- Elektrik und Böden gleichzeitig erneuert werden und alle Schlitze in einem Durchgang entstehen
Schwerer wird es, wenn Küche oder Bad weiter weg vom Strang wandern sollen. Abwasser braucht Gefälle und damit Platz im Boden. Auch hartes Mauerwerk, eine Altbaudecke mit Holzbalken, alte festgerostete Absperrventile oder unerwartete Hindernisse in der Wand kosten Zeit und Material.
Mehrfamilienhaus, Hausverwaltung und Bauamt
Stränge, Hauptabsperrungen und meist auch die Wasserzähler gehören zum Gemeinschaftseigentum oder zum Vermieter. Wenn Sie den Strang absperren lassen, daran etwas ändern oder einen Zähler versetzen möchten, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG). Viele Häuser haben eigene Regeln, etwa feste Termine für das Absperren oder eine Verplombung der Zähler. In einer Mietwohnung brauchen Sie ohnehin die Zustimmung des Vermieters.
Arbeiten an der Trinkwasseranlage, die am öffentlichen Netz hängt, dürfen in der Regel nur Installationsbetriebe ausführen, die beim örtlichen Wasserversorger eingetragen sind. Fragen Sie Ihren Betrieb danach. Für die Planung gelten die einschlägigen Regeln wie DIN EN 806 und DIN 1988, die ein Fachbetrieb kennen sollte.
Der reine Leitungstausch in der Wohnung ist baurechtlich meist unproblematisch. Planen Sie aber zusätzlich, Wände zu versetzen oder in tragende Bauteile einzugreifen, prüfen Sie nach der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes und beim Bauamt, ob eine Genehmigung nötig ist.
Wenn in der Küche Gasleitungen oder ein Gasherd betroffen sind, darf nur ein beim Netzbetreiber eingetragenes Gasinstallationsunternehmen daran arbeiten. Riechen Sie Gas, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie von draußen den Notdienst des Netzbetreibers oder die 112 an.
Typische Fehler, die sich vermeiden lassen
- Leitungen ohne Druckprobe zumachen. Ein undichter Verbinder wird dann durch die neuen Fliesen gesucht
- Zu wenig Gefälle oder zu viele Bögen im Abwasser, was zu Verstopfungen führt
- Fehlende Dämmung, sodass sich Kaltwasser erwärmt und die Rohre beschlagen
- Rohre und Fittings verschiedener Hersteller mischen, die nicht zusammenpassen
- Keine eigenen Absperrventile für Bad und Küche, sodass bei jedem Defekt die ganze Wohnung trocken liegt
- Tote Leitungsenden stehen lassen, in denen Wasser steht und verkeimen kann
- Keine Fotos der Leitungswege. Später bohrt man beim Anbringen eines Regals leicht ins Rohr
Prüfung bei der Abnahme
Bevor die Schlitze geschlossen werden und Sie die Abnahme unterschreiben, prüfen Sie:
- Die Druckprobe ist erfolgt und Sie haben ein Protokoll darüber
- Sie haben Fotos oder eine Skizze der Leitungswege in Wand und Boden
- Warm- und Kaltwasser sind richtig angeschlossen, warm liegt links
- Jeder Anschluss sitzt an der vereinbarten Stelle und in der vereinbarten Höhe
- Die Leitungen sind gedämmt und fest befestigt
- Alle Absperrventile funktionieren und schließen vollständig
- Die Leitungen wurden vor der Nutzung gespült
- Das Abwasser läuft beim Probelauf zügig ab und nichts gluckert
- Sie haben eine Liste des verbauten Materials und die Gewährleistungsbedingungen erhalten
- Die Hausverwaltung hat das Wiederöffnen des Strangs und die Zählerstände bestätigt
Häufige Fragen
Nicht immer. Ist der Strang aber alt und verrostet, hängen Sie neue Leitungen an eine Schwachstelle. Der Strang gehört zum Gemeinschaftseigentum, deshalb klären Sie seinen Austausch mit der Hausverwaltung oder der WEG. Sinnvoll ist es, alle Wohnungen am selben Strang gemeinsam zu sanieren.
Typische Zeichen sind braunes oder trübes Wasser nach dem Aufdrehen, schwacher Druck, feuchte Flecken an Wänden und Ventile, die nicht mehr ganz schließen. Bei alten verzinkten Rohren im Altbau lohnt sich der Austausch bei einer Sanierung fast immer.
Das geht, ist aber unbequem. Das Wasser ist mehrere Tage eingeschränkt oder ganz abgestellt, und beim Schlitzen entstehen viel Staub und Lärm. Viele verbinden den Leitungstausch daher mit der Badsanierung und ziehen für diese Zeit vorübergehend aus.
Beide sind in Wohnungen üblich und zuverlässig. PPR wird verschweißt und kommt ohne Dichtungen aus, Verbundrohre lassen sich besser biegen und passen gut in den Boden. Wichtiger als das Material ist, dass der Installateur ein durchgängiges System eines Herstellers verwendet und sich an dessen Vorgaben hält.
Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Vertrag. Bei einem Wasserschaden in der Nachbarwohnung prüft die Versicherung aber meist, ob die Installation fachgerecht war. Ein Druckprobenprotokoll und die Rechnung eines eingetragenen Fachbetriebs helfen Ihnen dann sehr.
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