Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage des Anschlusses und Einbetonieren der Duschrinne

Eine Duschrinne ist ein schmaler Ablauf, der in den Boden eingelassen wird. Über ihn läuft das Wasser aus einer Dusche ohne Duschwanne ab. Bei der Montage wird der Rinnenkörper auf die richtige Höhe gesetzt, an die Abwasserleitung angeschlossen und fest in den Estrich eingebunden, sodass der Boden ein Gefälle zum Ablauf hat. Diese Arbeit

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·25 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
55,80 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
41,05 € - 205,27 €
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Sanitärinstallation25 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärarbeiten
Montage Duschrinne + EinbetonierenStk.-
Montage WC-Vorwandelement für SchachtverbauungStk.-
Montage und Einbau RevisionsklappeStk.41,05 €-
Geberit-Vorwandelement (Duofix / Kombifix) montierenStk.157,38 €-
Montage und Ummauerung der BadewanneStk.205,27 €-
Montage KeramikwaschbeckenStk.68,42 €-
DuschwannenmontageStk.256,60 €-
Montage Glas-DuschabtrennungStk.-
Montage StandarmaturStk.42,77 €-
Montage Wand-Wannen- / DuscharmaturStk.51,32 €-
Unterputz-Grundkörper (iBox) für Dusche setzenStk.-
Montage Unterputz-ArmaturStk.-
Abgang für Kalt- und WarmwasserStk.59,87 €-
Abwasseranschluss herstellen (Innenentwässerung)Stk.42,77 €-
Montage Wasch-/Spülmaschinenventil und SiphonStk.-
Aufhängen und Anschluss Elektroboiler bis 120 lStk.153,95 €-
Montage Hauswasserfilter am WassereintrittStk.76,98 €-
Verlegung Warmwasserzirkulationlfm-
Druckprüfung der TrinkwasserinstallationStd.-
Schlitzen für Sanitärinstallation (Beton)lfm46,20 €-
Wandschlitze nach Sanitärinstallation verschließenlfm11,12 €-
Montage und Einbau UnterputzkörperStk.140,27 €-
Montage EckventileStk.9,92 €-
Setzen Geräteventil für Trockner/Waschmaschine + AbflussStk.63,30 €-
Anschluss der Leitung an Gusseisen-FallstrangStk.-
Summe Arbeit
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So läuft Montage und Einbetonieren ab

Jede Rinne ist etwas anders aufgebaut, deshalb richtet sich der Installateur immer nach der Montageanleitung des Herstellers. Das Prinzip ist aber ähnlich:

  1. Abwasserleitung prüfen: Sie muss frei und sauber sein, und ihre Lage und ihr Gefälle müssen den Anschluss zulassen.
  2. Untergrund reinigen und ausgleichen. Er muss tragfähig sein, ohne Risse und Hohlstellen.
  3. Randdämmstreifen an den Wänden anbringen, damit der Estrich nicht direkt an die Wand stößt.
  4. Rinne auf die verstellbaren Füße oder Halter setzen. Die Höhe so einstellen, dass die Oberkante später bündig mit den Fliesen abschließt, und mit der Wasserwaage in Längs- und Querrichtung prüfen.
  5. Ablauf der Rinne an die Abwasserleitung anschließen, meist mit HT-Rohren aus Kunststoff. Die Verbindung soll dicht, aber leicht beweglich sein.
  6. Wasser in die Rinne gießen und beobachten, ob es zügig abläuft und die Verbindung trocken bleibt.
  7. Rinne mit Klebeband abdecken, damit kein Mörtel hineinkommt, und schrittweise einbetonieren. Die Masse gleichmäßig verteilen, damit sich die Rinne nicht verschiebt.
  8. Estrich im Gefälle zur Rinne abziehen und aushärten lassen.

Warum so viele Kontrollen, bevor der Estrich kommt? Weil alles, was unter dem Estrich liegt, später nur noch durch Aufstemmen erreichbar ist. Ein paar Minuten mit Wasserwaage und Wassereimer ersparen viel Ärger.

Welche Rinne passt zu Ihrem Bad

Duschrinnen gibt es aus Kunststoff oder aus Edelstahl. Ein Kunststoffkörper ist leicht und reicht für eine normale Dusche im Haushalt völlig aus. Edelstahlrinnen sind robuster und werden gewählt, wenn die Dusche stark genutzt wird oder eine besonders widerstandsfähige Lösung gefragt ist.

Wichtiger als das Material sind die Art des Ablaufs und die Aufbauhöhe:

  • Waagerechter Ablauf führt seitlich weg und wird an eine Leitung im Bodenaufbau angeschlossen. Das ist die übliche Variante, sie braucht aber genug Höhe im Fußbodenaufbau.
  • Senkrechter Ablauf geht direkt nach unten, etwa durch die Decke in den Raum darunter oder in ein vorbereitetes Rohr. Er hilft, wenn im Boden kein Platz für eine waagerechte Leitung ist.
  • Flache Rinnen mit geringer Aufbauhöhe sind bei Sanierungen nützlich, wenn sich der Boden kaum anheben lässt.

Meist sitzt die Rinne entlang einer Wand. Der Boden fällt dann nur in eine Richtung, der Fliesenleger muss weniger schneiden, und das Wasser läuft gleichmäßig ab. Gute Bodenabläufe haben einen Geruchsverschluss und entsprechen der DIN EN 1253. Das steht im technischen Datenblatt und lohnt einen Blick.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Im Neubau ist die Montage einfacher. Die Estrichhöhe wird vorher geplant, die Abwasserleitung liegt genau dort, wo sie hingehört, und das Gefälle entsteht gleich beim Einbringen des Estrichs. Bei einer Sanierung, gerade im Altbau, zeigt sich oft erst nach dem Rückbau, dass der alte Aufbau zu niedrig ist oder die Leitung an der falschen Stelle liegt. Dann muss eine Rinne gefräst, die Leitung verlegt oder der ganze Boden angehoben werden.

Mehr Aufwand entsteht vor allem durch:

  • geringe Aufbauhöhe, die eine flache Rinne oder Fräsarbeiten nötig macht
  • Verlegen oder Verlängern der Abwasserleitung
  • unebenen oder rissigen Untergrund, der zuerst ausgebessert werden muss
  • Fußbodenheizung, die mit der Lage der Rinne und der Estrichdicke abgestimmt werden muss
  • schlechten Zugang, etwa eine Wohnung im Obergeschoss ohne Aufzug

Im Mehrfamilienhaus sollten Sie vorher klären, wo die gemeinsame Fallleitung verläuft. Eingriffe daran betreffen meist das Gemeinschaftseigentum und brauchen die Zustimmung der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG). In einer Mietwohnung sprechen Sie zuerst mit dem Vermieter. Werden tragende Bauteile verändert oder größere Teile der Decke geöffnet, fragen Sie beim Bauamt nach, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslands dafür verlangt. Wer barrierefrei umbaut, kann sich bei der KfW über aktuelle Förderangebote informieren.

Abdichtung und Dichtheitsprobe

Das Einbetonieren allein macht die Dusche noch nicht wasserdicht. Zementestrich lässt Feuchtigkeit durch, deshalb kommt auf den ausgehärteten Untergrund eine flexible Verbundabdichtung, meist in zwei Lagen. In die erste Lage werden Dichtbänder eingebettet: in die Ecken, am Übergang von Wand zu Boden und rund um die Rinne. Viele Rinnen haben ab Werk einen Dichtflansch oder ein Dichtvlies, das direkt in die Abdichtung eingearbeitet wird. Wie Abdichtungen in Innenräumen auszuführen sind, beschreibt die DIN 18534.

Die kritischsten Stellen sind der Anschluss der Rinne an die Abdichtung und die Ecke, wo Rinne und Wand aufeinandertreffen. Undichtigkeiten zeigen sich dort oft erst nach Monaten, zum Beispiel als feuchter Fleck an der Wand im Nebenzimmer oder an der Decke der Nachbarn.

Ist die Abdichtung nach Herstellerangaben getrocknet, wird der Duschbereich mit Wasser gefüllt und eine Weile stehen gelassen. Fliesen kommen erst, wenn klar ist, dass nirgends Wasser austritt. Achten Sie auch auf die Zeit: Zementestrich ist meist nach einigen Tagen begehbar, aber erst deutlich später bereit für Abdichtung und Fliesen. Die genauen Zeiten nennt der Hersteller, oft wird die Restfeuchte vorher gemessen. Während der Trocknung sollte der Estrich vor Zugluft und direkter Sonne geschützt sein.

Typische Fehler

  • Falsches Gefälle. Üblich sind etwa 1,5 bis 2 % zur Rinne hin. Ist es zu gering, bleibt Wasser in den Ecken stehen, ist es ungleichmäßig, läuft es aus der Dusche hinaus.
  • Verrutschte Rinne. Ist sie nicht gut abgestützt, hebt oder kippt sie beim Einbringen des Estrichs. Der Rost liegt dann nicht bündig mit den Fliesen.
  • Zu dünner Estrich über der Leitung. Das Rohr braucht eine ausreichende Überdeckung, je nach Estrichart häufig um die 4 cm, sonst drohen Risse.
  • Starre oder undichte Verbindung zum Abfluss. Die Folge sind Geruch und Wasser unter dem Estrich.
  • Fehlende Dichtbänder oder nur eine dünne Lage Abdichtung. Hier zu sparen kommt am teuersten, denn die Reparatur heißt Fliesen herausschlagen.
  • Fliesen ohne Wasserprobe. Dann sucht man den Fehler erst, wenn das Bad fertig ist.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Gehen Sie diese Punkte am besten zweimal durch: vor dem Fliesen und noch einmal ganz am Ende.

  • Oberkante der Rinne liegt auf Höhe der späteren Fliesen und ist waagerecht
  • Rinne bewegt sich beim Draufdrücken nicht, rundherum gibt es keine Hohlstellen
  • Ausgegossenes Wasser läuft zügig ab, im Duschbereich bleiben keine Pfützen
  • Anschluss an die Abwasserleitung wurde vor dem Einbetonieren geprüft und war dicht
  • Estrich um die Rinne zeigt keine Risse
  • Abdichtung ist zweilagig, mit Dichtbändern in den Ecken und rund um die Rinne
  • Wasserprobe fand vor dem Fliesen statt
  • Geruchsverschluss sitzt richtig, aus dem Ablauf riecht es nicht nach Kanal
  • Rost und Siphon lassen sich zum Reinigen herausnehmen
  • Montageanleitung und Datenblatt der Rinne liegen Ihnen für eine mögliche Reklamation vor

Häufige Fragen

Meistens ja, aber Aufbauhöhe und Lage der Abwasserleitung müssen passen. Bei wenig Platz helfen eine flache Rinne, ein senkrechter Ablauf oder ein leicht angehobener Boden. Was möglich ist, zeigt sich oft erst, wenn die alten Fliesen entfernt sind.

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